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	<title>Tschornobyl - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tschornobyl&amp;diff=211673&amp;oldid=prev</id>
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		<updated>2026-04-25T08:49:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ort in der Ukraine&lt;br /&gt;
| Ort = Tschornobyl&lt;br /&gt;
| OrtK = Чорнобиль&lt;br /&gt;
| Wappen = Herb Chornobyl.gif&lt;br /&gt;
| KOATUU = 3222010500&lt;br /&gt;
| KATOTTH = UA32000000020050699&lt;br /&gt;
| lat_deg = 51&lt;br /&gt;
| lat_min = 16&lt;br /&gt;
| lat_sec = 25&lt;br /&gt;
| lon_deg = 30&lt;br /&gt;
| lon_min = 13&lt;br /&gt;
| lon_sec = 35&lt;br /&gt;
| Oblast = Oblast Kiew&lt;br /&gt;
| Rajon = Kreisfreie Stadt&lt;br /&gt;
| Höhe = 140&lt;br /&gt;
| Fläche = 25&lt;br /&gt;
| Einwohner = 1054&lt;br /&gt;
| EW_Stand = 2019&lt;br /&gt;
| PLZ = 07200&lt;br /&gt;
| Vorwahl = 4593&lt;br /&gt;
| Gliederung = 1 Stadt&lt;br /&gt;
| Adresse = вул. Івана Проскури буд. 7&amp;lt;br /&amp;gt;07201 смт. Іванків&lt;br /&gt;
| Website = &lt;br /&gt;
| StatLink = 15720&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tschornobyl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{ukS-Cyrl|Чорнобиль|IPA=tʃɔrˈnɔbɪʎ|Audio=LL-Q8798 (ukr)-Gzhegozh-Чорнобиль.wav}}, bekannter als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tschernobyl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, Transkription von {{ruS|Черно́быль|IPA=tɕɪrˈnɔbɨʎ}}) ist eine Stadt im Norden der [[Ukraine]] in der [[Oblast Kiew]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Меморіальний комплекс &amp;quot;Зірка Полин&amp;quot;. м. Чорнобиль.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Trompetender Engel&amp;#039;&amp;#039;, Gedächtnisstätte auf dem &amp;#039;&amp;#039;Friedhof der [[Liquidator (Tschernobyl)|Liquidatoren]]&amp;#039;&amp;#039; in Tschornobyl]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt wurde ab dem 2. Mai 1986, eine Woche nach dem [[Nuklearunfall]] im 18 Kilometer entfernten [[Kernkraftwerk Tschernobyl]], der als [[Nuklearkatastrophe von Tschernobyl]] bekannt wurde, aufgrund [[Kontamination (Radioaktivität)|radioaktiver Kontamination]] [[Evakuierung|evakuiert]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13522979.html „Gott ist in dem, der Kiew rettete“] in [[Der Spiegel]] vom 20. April 1987; abgerufen am 24. April 2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tschornobyl liegt seitdem innerhalb der 30-km-[[Sperrzone von Tschernobyl|Sperrzone]], jedoch außerhalb der inneren 10-km-Sperrzone, sodass später viele Gebäude in der Stadt renoviert wurden, um als Unterkünfte für die Arbeiter und Ingenieure des ehemaligen Kraftwerkparks Prypjat, Soldaten, Polizisten und Feuerwehrleute zu dienen. In der Stadt, die sich, im Gegensatz zum benachbarten [[Prypjat (Stadt)|Prypjat]], in einem guten Zustand befindet, gibt es auch ein Hotel. Im Umland und im Stadtgebiet von Tschornobyl, das für eine dauerhafte Besiedlung nicht freigegeben ist, leben heute illegal, jedoch von den Behörden toleriert,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://nuklearia.de/2018/04/25/reise-ins-innere-von-tschernobyl/ Reise ins Innere von Tschernobyl] Tschernobyl-Stadt und Asti (Piemont), in &amp;#039;&amp;#039;Nuklearia &amp;#039;&amp;#039; vom 25. April 2018; abgerufen am 24. April 2020&amp;lt;/ref&amp;gt; rund 700 (von einst 14.000) [[Samosely|Personen]] (Stand 2017), die entweder nach der Katastrophe die Region nicht verließen oder später in ihre Dörfer zurückkehrten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Umweltorganisation [[Blacksmith Institute]] zählte in ihrer 2006, 2007 und 2013 veröffentlichten Liste Tschornobyl jeweils zu den zehn Orten mit der größten Umweltverschmutzung weltweit.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.worstpolluted.org/docs/TopTenThreats2013.pdf Top Ten Threats 2013.pdf] des Blacksmith Institutes&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name &amp;#039;&amp;#039;Tschornobyl&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Tschornobylnyk&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|uk|Чорнобиль, Чорнобильник}}) ist eine ukrainische Bezeichnung der Pflanzenart [[Beifuß]] (&amp;#039;&amp;#039;Artemisia vulgaris&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographische Lage ==&lt;br /&gt;
Tschornobyl befindet sich im [[Rajon Wyschhorod]] in der Landschaft [[Polesien]], 15&amp;amp;nbsp;Kilometer südwestlich der [[Grenze zwischen Belarus und der Ukraine|belarussischen Grenze]] und 130&amp;amp;nbsp;km nördlich vom Oblastzentrum [[Kiew]]. Die Stadt liegt auf einer Höhe von {{Höhe|140|UA|link=1}} am rechten Ufer des [[Prypjat (Fluss)|Prypjat]], einem Nebenfluss des [[Dnepr]]. Wenig südlich der Stadt mündet der [[Usch (Nordukraine)|Usch]] in den Prypjat. Von [[Iwankiw]] kommend führt die [[Regionalstraße (Ukraine)|Regionalstraße]] &amp;#039;&amp;#039;P–56&amp;#039;&amp;#039;/ [[Territorialstraße]] &amp;#039;&amp;#039;T–25–05&amp;#039;&amp;#039; über den Sperrzonen-Kontrollpunkt bei [[Dytjatky]] nach Tschornobyl und von hier aus in Richtung Osten auf einer kurzen Strecke als &amp;#039;&amp;#039;P-35&amp;#039;&amp;#039; durch Belarus, um nach Überquerung des Dneprs wieder als &amp;#039;&amp;#039;P–56&amp;#039;&amp;#039; nach [[Tschernihiw]] zu führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Іллінська церква, Чорнобиль 3.jpg|mini|hochkant|[[St.-Elias-Kirche (Tschornobyl)|Sankt-Elias-Kirche]] 2013]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Das [[Geographisches Lexikon des Königreiches Polen|Geographische Lexikon des Königreiches Polen]] von 1880 besagt, dass der Zeitpunkt der Gründung der Stadt nicht bekannt ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{SgKP|I|750|Czarnobyl}}; abgerufen am 12. Dezember 2020 (polnisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Grabungen im Stadtgebiet in den Jahren 2005 bis 2008 brachten eine [[Kulturschicht]] aus dem späten 10. und frühen 11. Jahrhundert hervor.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://dspace.nbuv.gov.ua/handle/123456789/83442 Erforschung der Siedlung Tschornobyl] in der &amp;#039;&amp;#039;Wissenschaftlichen elektronischen Zeitschriftenbibliothek&amp;#039;&amp;#039; der [[Nationale Akademie der Wissenschaften der Ukraine|Nationalen Akademie der Wissenschaften der Ukraine]]; abgerufen am 12. Dezember 2020 (ukrainisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der &amp;#039;&amp;#039;[[Laurentianchronik]]&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|ru|Лаврентьевский список}}) wurde 1127 die Ortschaft &amp;#039;&amp;#039;Streschiw&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|uk|Стрежів}}) als die südlichste Stadt des [[Fürstentum Polozk|Fürstentums Polozk]] erwähnt, von der Historiker glauben, dass sie später in Tschornobyl umbenannt wurde. Die erste schriftliche Erwähnung Tschornobyls im Jahr 1193 stammt aus der [[Hypatiuschronik]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://dazv.gov.ua/tsikavo-znaty/chi-znaete-vi-shcho-chornobil-odne-z-najdavnishikh-mist-kijivskoji-rusi-yakomu-vzhe-ponad-820-rokiv.html Wussten Sie, dass Tschernobyl eine der ältesten Städte in der Kiewer Rus ist, die über 820 Jahre alt ist?] auf der Website der &amp;#039;&amp;#039;Staatlichen Agentur der Ukraine für Sperrzonenmanagement&amp;#039;&amp;#039;; abgerufen am 12. Dezember 2020 (ukrainisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im [[Fürstentum Kiew]] gelegene Ortschaft wurde 1362 vom [[Großfürstentum Litauen]] erobert. 1552 besaß die Siedlung 196 Häuser und 1372 Einwohner. Es entwickelten sich Handwerksbetriebe wie [[Schmieden]] und [[Küfer|Böttcherbetriebe]]. Nahe Tschornobyl wurde [[Raseneisenstein|Sumpferz]] gewonnen, das zu Eisen verhüttet wurde. Nach der [[Lubliner Union]] von 1569 zwischen Litauen und dem [[Königreich Polen]] fiel Tschornobyl unter die polnische Krone.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ukrssr&amp;quot;&amp;gt;[http://ukrssr.com.ua/kiyivska/chornobilskiy/chornobil-chornobilskiy-rayon-kiyivska-oblast Stadtgeschichte Tschornobyl] in der [[Geschichte der Städte und Dörfer der Ukrainischen SSR]]; abgerufen am 14. April 2020 (ukrainisch)&amp;lt;/ref&amp;gt; In den Jahren 1747 und 1751 wurde die Stadt von den [[Hajdamaken]] erobert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;history&amp;quot;&amp;gt;[http://resource.history.org.ua/cgi-bin/eiu/history.exe?Z21ID=&amp;amp;I21DBN=EIU&amp;amp;P21DBN=EIU&amp;amp;S21STN=1&amp;amp;S21REF=10&amp;amp;S21FMT=eiu_all&amp;amp;C21COM=S&amp;amp;S21CNR=20&amp;amp;S21P01=0&amp;amp;S21P02=0&amp;amp;S21P03=TRN=&amp;amp;S21COLORTERMS=0&amp;amp;S21STR=Chornobyl_mst Eintrag zu Tschornobyl] in der [[Enzyklopädie der Geschichte der Ukraine]]; abgerufen am 19. April 2020 (ukrainisch)&amp;lt;/ref&amp;gt; Zur Verteidigung gegen die Hajdamaken errichtete der damalige Besitzer der Stadt [[Jan Mikołaj Chodkiewicz]] eine Burg mit einer Besatzung von 700 Soldaten und 12 Kanonen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ukrssr&amp;quot; /&amp;gt; Nach der [[Teilungen Polens#Die zweite Teilung 1793|zweiten polnischen Teilung]] 1793 wurde Tschornobyl zusammen mit der [[Rechtsufrige Ukraine|rechtsufrigen Ukraine]] dem [[Russisches Kaiserreich|Russischen Kaiserreich]] einverleibt und lag dort im [[Ujesd]] [[Radomyschl]] des [[Gouvernement Kiew|Gouvernements Kiew]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;history&amp;quot; /&amp;gt; In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wuchsen Handwerk und Handel in Tschornobyl rasch an. Es gab Werkstätten von Schneidern, Schuhmachern und [[Kürschner]]n. In der Stadt wurden große [[Messe (Wirtschaft)|Messen]] veranstaltet und Handelsware wie Holz und Teer unter anderem nach [[Kiew]] und [[Krementschuk]] exportiert. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden weitere kleine Unternehmen, darunter eine Leder- und zwei Kerzenfabriken.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ukrssr&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des [[Russischer Bürgerkrieg|Russischen Bürgerkrieges]], während dem Tschornobyl stark zerstört wurde&amp;lt;ref name=&amp;quot;ukrssr&amp;quot; /&amp;gt;, gehörte die Ortschaft zur [[Ukrainische Sozialistische Sowjetrepublik|Ukrainischen SSR]] innerhalb der [[Sowjetunion]]. Tschornobyl war seit 1923 Hauptort des gleichnamigen [[Rajon]]s mit einer Fläche von etwa 2.000&amp;amp;nbsp;km² und 44.000 Einwohnern (1984).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://leksika.com.ua/16131224/ure/chornobilskiy_rayon Eintrag zum Rajon Tschornobyl] in der [[Ukrainische Sowjetenzyklopädie|Ukrainischen Sowjetenzyklopädie]]; abgerufen am 19. April 2020 (ukrainisch)&amp;lt;/ref&amp;gt; 1941 wurde ihr der Status einer Stadt zuerkannt&amp;lt;ref&amp;gt;[https://leksika.com.ua/15110313/ure/chornobil Eintrag zur Stadt Tschornobyl] in der [[Ukrainische Sowjetenzyklopädie|Ukrainischen Sowjetenzyklopädie]]; abgerufen am 19. April 2020 (ukrainisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;. Während des [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|Deutsch-Sowjetischen Kriegs]] war die Stadt zwischen dem 25. August 1941 und dem 16. November 1943 von Truppen der [[Wehrmacht]] besetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;history&amp;quot; /&amp;gt; Nach dem Krieg wuchs sie bis 1979 auf 12.458 Einwohner an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;pop&amp;quot;&amp;gt;[http://pop-stat.mashke.org/ukraine-cities.htm Städte und Siedlungen in der Ukraine] auf &amp;#039;&amp;#039;pop-stat.mashke.org&amp;#039;&amp;#039;; abgerufen am 14. April 2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nahe gelegenen [[Kernkraftwerk]] ereignete sich am 26. April 1986 die [[Liste von Unfällen in kerntechnischen Anlagen|schwerste nukleare Havarie]] in der Geschichte der Nutzung der [[Kernenergie]], was zur Evakuierung der gesamten Bevölkerung der Stadt und des zugehörigen Rajons führte. Letzterer wurde Ende 1988 aufgelöst und dem Rajon Iwankiw zugeschlagen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://search.ligazakon.ua/l_doc2.nsf/link1/UP886860.html Указ Президії Верховної Ради Української РСР; Постанова від 16.11.1988 № 6860-XI Про об&amp;#039;єднання Іванківського і Чорнобильського районів Київської області]; abgerufen am 14. April 2020&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit dem [[Zerfall der Sowjetunion]] 1991 gehört Tschornobyl zur unabhängigen [[Ukraine]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2020 kam es in den verstrahlten Wäldern rund um Tschornobyl, die nach 1986 sich selbst überlassen wurden, zu umfassenden [[Waldbrand|Waldbränden]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Zeit online]] |url=https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2020-04/braende-tschernobyl-atomkraftwerk-radioaktive-asche/seite-2 |titel=Brände in Tschernobyl: Wenn radioaktive Wälder brennen |abruf=2020-04-24 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang 2022 übte die [[Ukrainische Streitkräfte|ukrainische Armee]] in der Stadt [[Prypjat (Stadt)|Prypjat]] nahe Tschornobyl vor dem Hintergrund des [[Krieg in der Ukraine seit 2014|Russland-Ukraine-Krieges]] den [[Häuserkampf (Militär)|Häuserkampf]]. Es war das erste größere [[Manöver (Militär)|Manöver]] dort seit der Reaktorkatastrophe.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Häuserkampf in Geisterstadt: Ukrainisches Militär übt in Tschernobyl |Sammelwerk=Der Spiegel |Datum=2022-02-05 |ISSN=2195-1349 |Online=https://www.spiegel.de/ausland/ukraine-militaer-uebt-in-tschernobyl-haeuserkampf-in-geisterstadt-a-10845c3a-d027-4903-8912-fc612fe844eb |Abruf=2022-02-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine am 24. Februar 2022 nahmen russische Truppen am Nachmittag desselben Tages das AKW Tschernobyl und das umliegende Sperrgebiet ein. Ab dem 31. März zogen sich die russischen Truppen aus dem Gebiet zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.welt.de/politik/ausland/article237891303/Ukraine-Krieg-Erhebliche-Strahlendosen-Russische-Truppen-verlassen-Tschernobyl.html |titel=Ukraine-Krieg: „Erhebliche Strahlendosen“ – Russische Truppen verlassen Tschernobyl - WELT |datum=2022-03-31 |sprache=de |abruf=2024-01-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Chornobyl, wooden synagogue -02.jpg|mini|Holzsynagoge in Tschornobyl 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Synagogue in Chernobyl.jpg|mini|Synagoge 2013]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Judentum in Tschornobyl ===&lt;br /&gt;
Ab dem Ende des 17. Jahrhunderts lebten Juden in Tschornobyl, die bis zum 19. Jahrhundert zur größten ethnischen Gruppe der Stadt (1897 betrug der Anteil der jüdischen Bürger 60 % der Bevölkerung) anwuchsen. Aufgrund der [[Pogrom]]e von 1905 und 1919 und der Migration sank der Anteil der jüdischen Bevölkerung bis 1926 auf 40 %. Vom späten 18. Jahrhundert bis 1919 war Tschornobyl der Sitz der von Rabbi [[Nachum von Tschernobyl|Nachum von Tschornobyl]] (1730–1787) begründeten [[Chassidismus|chassidischen]] Twersky-Dynastie und ein Zentrum des Chassidismus. Die Gemeinde wurde 1941 von den deutschen Besatzern zerstört.&amp;lt;ref name=&amp;quot;history&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Geschichte der Juden in der Ukraine}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bevölkerungsentwicklung ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;timeline&amp;gt;&lt;br /&gt;
Colors=&lt;br /&gt;
  id:lightgrey value:gray(0.9)&lt;br /&gt;
  id:darkgrey  value:gray(0.7)&lt;br /&gt;
  id:sfondo value:rgb(1,1,1)&lt;br /&gt;
  id:barra value:rgb(0.6,0.7,0.8)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ImageSize  = width:540 height:220&lt;br /&gt;
PlotArea   = left:60 bottom:25 top:25 right:25&lt;br /&gt;
DateFormat = x.y&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
BarData=&lt;br /&gt;
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  bar:1939 from:0 till: 8470&lt;br /&gt;
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  bar:1970 from:0 till: 10136&lt;br /&gt;
  bar:1979 from:0 till: 12458&lt;br /&gt;
  bar:2020 from:0 till: 690&lt;br /&gt;
PlotData=&lt;br /&gt;
  bar:1552 at: 1372 fontsize:M text: 1.372 shift:(-18,5)&lt;br /&gt;
  bar:1790 at: 2865 fontsize:M text: 2.865 shift:(-18,5)&lt;br /&gt;
  bar:1880 at: 6483 fontsize:M text: 6.483 shift:(-18,5)&lt;br /&gt;
  bar:1897 at: 9351 fontsize:M text: 9.351 shift:(-18,5)&lt;br /&gt;
  bar:1900 at: 16740 fontsize:M text: 16.740 shift:(-18,5)&lt;br /&gt;
  bar:1923 at: 8943 fontsize:M text: 8.943 shift:(-18,5)&lt;br /&gt;
  bar:1926 at: 8071 fontsize:M text: 8.071 shift:(-18,5)&lt;br /&gt;
  bar:1939 at: 8470 fontsize:M text: 8.470 shift:(-18,5)&lt;br /&gt;
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  bar:1970 at: 10136 fontsize:M text: 10.136 shift:(-18,5)&lt;br /&gt;
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TextData=&lt;br /&gt;
  fontsize:M pos:(55,19)&lt;br /&gt;
  text:&lt;br /&gt;
&amp;lt;/timeline&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Quellen:&amp;#039;&amp;#039; 1552, 1790er, 1900&amp;lt;ref name=&amp;quot;ukrssr&amp;quot; /&amp;gt;; 1880&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.hroniky.com/news/view/12789-inshyi-chornobyl-ievrei-mahnaty-i-zamok&amp;lt;/ref&amp;gt;; 1897&amp;lt;ref&amp;gt;https://datatowel.in.ua/pop-composition/religion-rb-settlements-1897&amp;lt;/ref&amp;gt; 1923–1979&amp;lt;ref name=&amp;quot;pop&amp;quot; /&amp;gt;;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Industrie ==&lt;br /&gt;
In Tschornobyl befanden sich das gewerblich-technische Zentrum der Dnipro-[[Dampfschifffahrt]], eine [[Eisenhütte]], [[Lebensmittelindustrie]] und [[Kunstgewerbe]] sowie ein Baustoffkombinat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nähe der Stadt entstand am Prypjatufer seit 1971 das erste Kernkraftwerk der Ukraine. Der erste Block wurde 1977 mit einer Leistung von 1.000 [[Megawatt]] in Betrieb genommen; im Jahr 1983 arbeiteten vier Blöcke. Das gesamte Kraftwerk erzeugte zu dieser Zeit 4000 Megawatt und war für den Ausbau bis zu 6000 Megawatt geplant. Auch nach dem [[Auslegungsstörfall#Super-GAU|Super-GAU]] (INES: 7&amp;lt;ref&amp;gt;M. V. Malko: &amp;#039;&amp;#039;The Chernobyl Reactor: Design Features and Reasons for Accident.&amp;#039;&amp;#039; ([http://www.rri.kyoto-u.ac.jp/NSRG/reports/kr79/kr79pdf/Malko1.pdf PDF])&amp;lt;/ref&amp;gt;) von 1986 arbeiteten die verbleibenden drei Reaktoren bis zur Abschaltung des letzten Blocks im Jahre 2000 weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeitweise war die Stadt eine Attraktion für den [[Katastrophentourismus]] in der [[Tourismus in der Ukraine|Ukraine]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/reise/aktuell/tschernobyl-tourismus-ukraine-oeffnet-kontrollraum-von-reaktor-4-fuer-besucher-a-1290319.html Tschernobyl-Tourismus Stippvisite in der Schaltzentrale des Schreckens] in [[Der Spiegel]] vom 10. Oktober 2019; abgerufen am 26. April 2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.welt.de/reise/nah/article13186533/In-Tschernobyl-boomt-der-Katastrophen-Tourismus.html In Tschernobyl boomt der Katastrophen-Tourismus] in &amp;#039;&amp;#039;[[Welt (Fernsehsender)|Welt]]&amp;#039;&amp;#039; vom 18. April 2011; abgerufen am 26. April 2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung, Soziales und Kultureinrichtungen ==&lt;br /&gt;
Tschornobyl beherbergte vier allgemeinbildende Mittelschulen, eine medizinische sowie eine landwirtschaftstechnische Fachschule und eine Musikschule. Ein Krankenhaus und eine [[Poliklinik]] sowie ein Kino, ein Schwimmbad und eine Bibliothek waren ebenfalls vorhanden.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Chornobyl.jpg|Ortseingang von Tschornobyl&lt;br /&gt;
 Chernobyl - building.jpg|Museum der Gedenk&amp;amp;shy;stätte „[[Wermut (Bibel)|Зірка полин]]“ ({{lang|uk-Latn|Sirka polyn}}) 2013&lt;br /&gt;
 Улица Кирова, Чернобыль.jpg|Kirowstraße 2009&lt;br /&gt;
 Administrative Center and workers canteen (11383819933).jpg|Verwaltungs&amp;amp;shy;gebäude und Arbeiter&amp;amp;shy;kantine im Stadt&amp;amp;shy;zentrum 2013&lt;br /&gt;
 ChernobylMIR.jpg|Gebiet um Tschor&amp;amp;shy;nobyl. Aufgenommen 1997 von der russ&amp;amp;shy;ischen Raum&amp;amp;shy;station [[Mir (Raumstation)|Mir]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Söhne und Töchter der Stadt ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- chronologisch sortiert --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Rozalia Lubomirska]] (1768–1794), Fürstin des Hauses Lubomirski und Opfer der Französischen Revolution&lt;br /&gt;
* [[Aleksander Franciszek Chodkiewicz]] (1776–1838), polnisch-litauischer General, Politiker, Forscher und Dichter&lt;br /&gt;
* [[Ilja Alexandrowitsch Saz]] (1875–1912), russischer Komponist&lt;br /&gt;
* [[Arnold Borissowitsch Lachowski]] (1880–1937), russischer Kunstmaler&lt;br /&gt;
* [[Michail Michailow]] (1888–1923), russisch-jüdischer Geiger und Kapellmeister&lt;br /&gt;
* [[Nikolai Alexejewitsch Jefimow]] (1897–1937), Offizier der Roten Armee und [[KomKor]]&lt;br /&gt;
* [[Grigori Irmowitsch Nowak]] (1919–1980), Gewichtheber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Personen, die vor Ort gewirkt haben ===&lt;br /&gt;
* [[Nachum von Tschernobyl|Nachum von Tschornobyl]] (1730–1787), chassidischer Rabbiner und der Begründer der Twersky-Dynastie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Tschernobyl}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Chornobyl|Tschornobyl|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
{{Wikivoyage|Tschernobyl}}&lt;br /&gt;
{{Wikinews|Kategorie:Tschernobyl|Tschernobyl}}&lt;br /&gt;
* [http://www.elenafilatova.com/index_de.html Berichte über die Katastrophe und die Zone heute von der in Kiew lebenden Elena Filatova] – alternativ auf [https://www.youtube.com/channel/UCOQ4AW6HdPg1UegsmY85HpA YouTube-Kanal]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://hem.bredband.net/b572399/Tjernobyl |wayback=20200729014734 |text=Tschornobyl Tour}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Originaleintrag bitte nicht löschen, bei Bedarf Kommentierung aufheben, THX!* [http://hem.bredband.net/b572399/Tjernobyl Tschornobyl Tour] --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{webarchive |url=https://www.reactor4.be/ |text=Tschornobyl 22 Jahre später |wayback=20230811193556}} – Fotos der verlassenen Zone (englisch)&lt;br /&gt;
* [https://chernobylpeople.ucoz.ua/ Die Stadt Chernobyl&amp;#039; und seine Bewohner mit integriertem Übersetzungstool] (vorwiegend russisch)&lt;br /&gt;
* [https://chornobyl.in.ua/category/chernobil Tschornobyl-Archiv] (russisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Orte in der Oblast Kiew}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4127036-8|LCCN=n86009458|VIAF=150028504}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in der Oblast Kiew]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geisterstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort am Prypjat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1193]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nuklearkatastrophe von Tschernobyl]]&lt;/div&gt;</summary>
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