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	<title>Tschechischer Korridor - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T05:09:25Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tschechischer_Korridor&amp;diff=1405056&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Crazy1880: Vorlagen-fix</title>
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		<updated>2026-02-10T12:12:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Vorlagen-fix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Czech corridor proposal de.svg|mini|330px|Vorschlag eines &amp;#039;&amp;#039;tschechischen Korridors&amp;#039;&amp;#039; in Zentraleuropa in dunklerem Rot&amp;lt;br /&amp;gt;Gestrichelte Linie: Das heutige [[Burgenland]]]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tschechische Korridor&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Tschechoslowakisch-Jugoslawischer Korridor) war der nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] verfolgte Plan, die [[Tschechoslowakei]] nach Süden Richtung [[Adriatisches Meer|Adria]] auszudehnen und mit dem [[Jugoslawien|SHS-Staat]] zu verbinden. Damit sollte ähnlich dem [[Polnischer Korridor|Polnischen Korridor]] zur [[Ostsee]] ein weiterer slawischsprachiger Korridor durch deutschsprachiges (bzw. ungarischsprachiges) Land geschaffen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tschechoslowakische Forderungen ==&lt;br /&gt;
Ein erstes Mal tauchte der Korridorplan während der [[Revolution von 1848/1849 im Kaisertum Österreich|Revolution 1848]] auf, als [[Ján Kollár]] eine Verbindung zwischen [[Tschechen]] und [[Südslawen]] forderte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Goldinger&amp;quot;&amp;gt;[[Walter Goldinger]], [[Dieter-Anton Binder|Dieter A. Binder]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Republik Österreich. 1918–1938&amp;#039;&amp;#039;, Verlag für Geschichte und Politik, Wien 1992, ISBN 3-7028-0315-7, S.&amp;amp;nbsp;63.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Ersten Weltkrieg lebte die Idee wieder auf: Zwischen der Tschechoslowakei und dem [[Königreich Jugoslawien|SHS-Staat]] (Jugoslawien) sollte nach Willen vor allem tschechoslowakischer [[Neoslawismus|neoslawistischer]] Politiker eine territoriale Verbindung hergestellt werden, durch den Anschluss des [[Burgenland]]es und einiger [[Westtransdanubien|westungarischer]] Gebiete an die Tschechoslowakei, sowie einiger südwestungarischer Gebiete an Jugoslawien. Damit sollte eine vor allem von einer [[Kroaten|kroatischen]] Minderheit besiedelte slawischsprachige Barriere geschaffen werden, die fortan Österreich von Ungarn, aber auch die Deutschsprachigen in Mitteleuropa von jenen in Südosteuropa trennen sollte. Im April 1915 legte [[Tomáš Garrigue Masaryk]] dem britischen Außenminister [[Edward Grey]] ein entsprechendes Memorandum vor. [[Edvard Beneš]] legte der [[Pariser Vorortverträge|Pariser Friedenskonferenz]] eine Denkschrift vor, in der behauptet wurde, die fragliche Region sei zu 25 bis 30 % von slawischsprachigen Bewohnern bewohnt. Dadurch sollten Deutschsprachige von [[Magyaren]] getrennt werden, militärisch zu verteidigen sei der Korridor allerdings nicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Goldinger&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Verbindung von [[Westslawen]] und Südslawen sollte so auch der Zugang der Tschechoslowakei zum Meer (über Jugoslawien zur Adria) gesichert werden. Die jugoslawische Seite schlug vor, diesen &amp;#039;&amp;#039;slawischen Korridor&amp;#039;&amp;#039; der Tschechoslowakei zu überlassen, weshalb sich später der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Tschechischer&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Tschechoslowakischer Korridor&amp;#039;&amp;#039; durchsetzte, während der Plan in deutschsprachigen Quellen auch als &amp;#039;&amp;#039;Burgenland-Korridor&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet wurde. In dem fraglichen Gebiet lebten damals etwa 220.000 südslawischsprachige ([[Burgenlandkroaten|Kroaten]] und [[Slowenen]]) zwischen 660.000 Ungarn und 290.000 Deutschsprachigen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Arnold Suppan]]: &amp;#039;&amp;#039;Jugoslawien und Österreich 1918–1938.&amp;#039;&amp;#039; Oldenbourg Wissenschaftsverlag, München 1996, ISBN 3-486-56166-9, [http://books.google.de/books?id=xxiJ2LUEhNsC&amp;amp;pg=PA563&amp;amp;lpg=PA563&amp;amp;dq=burgenland+kroaten+korridor&amp;amp;source=web&amp;amp;ots=3RRJmHHQ8K&amp;amp;sig=urLxiXm5Nd1kT7aAFTRCZJHsRcw&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;resnum=6&amp;amp;ct=result S.&amp;amp;nbsp;563f.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Plan fand keine Mehrheit auf den Pariser Friedenskonferenzen u. a. wegen der italienisch-jugoslawischen Rivalität und war spätestens mit dem [[Volksabstimmung in Ödenburg|pro-ungarischen Plebiszit in Sopron]] 1921 hinfällig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Vix-Note]] waren zuvor weitere Gebietsabtretungen von Ungarn an Rumänien gefordert worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jadrantunnel statt Tschechischer Korridor ==&lt;br /&gt;
[[Karel Žlábek (Ökonom)|Karel Žlábek]] modernisierte 1944 das Konzept des &amp;#039;&amp;#039;Tschechischen Korridors&amp;#039;&amp;#039;. Er plante eine Eisenbahnverbindung zwischen [[Budweis]] und der [[Adria]] zwischen [[Triest]] und [[Koper]]. Die Strecke sollte als &amp;#039;&amp;#039;Jadrantunnel&amp;#039;&amp;#039; 350 Kilometer unterirdisch gebaut werden. Weitere 60 Kilometer waren oberirdisch vorgesehen. Das Projekt wurde zum ersten Mal 1947 dem tschechoslowakischen Außenministerium vorgestellt, 1975 erneut der tschechoslowakischen Regierung. Eine staatliche Prüfung zeigte dann die generelle Realisierbarkeit. Die [[Sowjetunion]] stoppte final das Vorhaben 1980.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* Slawisches [[Plattensee-Fürstentum]]&lt;br /&gt;
* [[Großmährisches Reich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Janko Bekić&lt;br /&gt;
   |Titel=The Slavic Corridor in Czech Plans of Creating a Bulwark Against the German Drang nach Osten&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Anali Hrvatskog politološkog društva. Časopis za politologiju&lt;br /&gt;
   |Band=18&lt;br /&gt;
   |Nummer=1&lt;br /&gt;
   |Datum=2021&lt;br /&gt;
   |Sprache=hr&lt;br /&gt;
   |Online=https://hrcak.srce.hr/file/387507&lt;br /&gt;
   |DOI=10.20901/an.18.16}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Bernd Flessner (Schriftsteller)|Bernd Flessner]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Ein Tunnel in den Westen&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=[[Mare (Zeitschrift)|Mare]]&lt;br /&gt;
   |Nummer=174&lt;br /&gt;
   |Datum=2026-02&lt;br /&gt;
   |ISSN=1432-928X&lt;br /&gt;
   |Seiten=42–45}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Czech Corridor|Tschechischer Korridor}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://atlas-burgenland.at/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=201 |titel=Korridorplan und Friedensvertrag |werk=atlas-burgenland.at |hrsg=Amt der Burgenländischen Landesregierung, Abteilung 7 – Bildung, Kultur und Wissenschaft, Referat Landesbibliothek |abruf=2026-02-07}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichische Politikgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Slowakische Geschichte (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tschechische Politikgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte des Burgenlandes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ungarische Geschichte (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1910er]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichische Geschichte (Zwischenkriegszeit)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pariser Friedenskonferenz 1919]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Slowakisch-ungarische Beziehungen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jugoslawisch-tschechoslowakische Beziehungen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geopolitischer Korridor]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Crazy1880</name></author>
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