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	<title>Tschartake - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tschartake&amp;diff=2007908&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dieringer63: Link auf Fritz Posch; Kleinkram</title>
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		<updated>2025-01-20T22:07:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Link auf Fritz Posch; Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel| behandelt die Verteidigungsanlage. Zum Bauwerk zur Trocknung von Mais siehe [[Tschardake]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Tschartake nearBurgauStyria.jpg|mini|hochkant|Nachgebaute Tschartake in [[Burgau (Steiermark)|Burgau]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:River Lafnitz with Tschartake.jpg|mini|Tschartake an der Lafnitz, der früheren Grenze zwischen der Steiermark und Ungarn, östlich [[Burgau (Steiermark)|Burgau]] ]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Barockschanze Gersbach.jpg|mini|Nachgebaute Schanze und Tschartake der Barockschanze bei [[Gersbach (Schopfheim)|Gersbach]] im [[Barocke Verteidigungsanlagen im Schwarzwald|Schwarzwaldgebiet]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Chartaque Wachturm (Niefern-Öschelbronn).jpg|mini|Nachbau einer &amp;#039;&amp;#039;Chartaque&amp;#039;&amp;#039; an den Eppinger Linien.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter einer &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tschartake&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Chartaque&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Persische Sprache|persisch]]: „[[Tschahar Taq]]; vier Baumstämme“) versteht man einen rechteckigen [[Wachturm]] und wichtigen Bestandteil des Verteidigungssystems zur Zeit der [[Osmanisches Reich|Osmanen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufbau ==&lt;br /&gt;
Die ursprüngliche Form, auf die sich der Name bezieht, war aus vier Holzstämmen gebaut. Tschartaken gab es in verschiedenen Größen je nach Anzahl der Verteidigungseinheiten. Im Grunde waren Tschartaken Orte der Beobachtung und Verteidigung. Ein charakteristisches Baumerkmal von Tschartaken ist, dass sie wie ein [[Aussichtsturm]] gebaut und im unteren Bereich mit [[Palisade]]n versehen wurden. Um die Tschartake herum wurden auch oft noch [[Schanze (Festungsbau)|Schanzen]], [[Verhau|Verhacke]], [[Wassergraben|Gräben]] und/oder [[Wallanlage|Wälle]] zum zusätzlichen Schutz vor Feinden errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bau einer Tschartake war ein Unternehmen, das sich über mehrere Wochen hinzog. Aus der Zeit der [[Aufstand von Franz II. Rákóczi|Kuruzzenkriege]] sind 1706 für die Befestigungsanlagen der [[Kuruzzenschanze]]n in der östlichen Steiermark genaue Angaben erhalten. Für eine Tschartake für vier Mann, somit einen relativ kleinen Bau (es gab auch Tschartaken für bis zu 20 Mann), der bei [[Goritz bei Radkersburg]], ca. drei km nördlich der Stadt [[Radkersburg]] errichtet werden sollte, war Folgendes veranschlagt: 20 Arbeiter ([[Frondienst|Robot]]er aus den umliegenden Dörfern), acht Säulen [[Rundholz|Bauholz]] zu je drei [[Klafter]], 24 Stämme für [[Balken#Holzbalken|Tram]] und Mauerbänke, 18 Stämme für die Unter- und Überböden, 25 [[Schnittholz#Schnittarten|Latten]], 75 gemeine Laden (dicke Bretter), 400 [[Nagel#Zimmermannsnagel|Lattennägel]], 1000 Scharnägel, 67 Fuhren und an Fachpersonal 18 [[Zimmerer|Zimmermeistertagwerke]] und 54 Zimmerknechttagwerke. Eine solche Tschartake kam damit auf 28 [[Gulden#Wert|Gulden]] und 24 [[Kreuzer (Münze)|Kreuzer]] zu stehen (ohne die kostenlose Robotarbeit). Für zwei oder drei Tschartaken war neben der Besatzung noch ein Aufseher vorgesehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Fritz Posch]]: &amp;#039;&amp;#039;Flammende Grenze. Die Steiermark in den Kuruzzenstürmen.&amp;#039;&amp;#039; 1. Auflage. Verlag Styria, Graz 1968, S. 203. 2. Auflage als: &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen des [[Steiermärkisches Landesarchiv|Steiermärkischen Landesarchives]].&amp;#039;&amp;#039; Band 5. Styria, Graz/Wien/Köln 1986, ISBN 3-222-11691-1, {{ZDB|561078-3}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für den Wiederaufbau einer anderen Tschartake, die bis auf die tragenden Säulen abgebrannt war, waren 30 Gulden veranschlagt.&amp;lt;ref&amp;gt;Posch: &amp;#039;&amp;#039;Flammende Grenze.&amp;#039;&amp;#039; S. 250.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es gab auch Tschartaken, die durch eine kleine [[Redoute (Festung)|Redoute]] zusätzlich geschützt waren („redutierte Tschartaken“), wobei eine Redoute mit Kosten von 40 Gulden geschätzt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Posch: &amp;#039;&amp;#039;Flammende Grenze.&amp;#039;&amp;#039; S. 201, 203–204.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für größere Tschartaken mit etwa 12–15 Mann Besatzung benötigte man 32 Stück Stubenbäume, sechst Stück [[Sparren|Gesparrbäume]], vier ganze Bäume für die Säulen, 75 gewöhnliche Laden, 1500 Ladennägel.&amp;lt;ref&amp;gt;Posch: &amp;#039;&amp;#039;Flammende Grenze.&amp;#039;&amp;#039; S. 194.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die [[Osmanisches Reich|Osmanen]] haben von ihren östlichen Grenznachbarn, den [[Geschichte des Iran|Persern]], mit denen sie lange verfeindet waren, diese Einrichtung übernommen und gegen ihre westlichen Feinde angewandt. So gelangten die Tschartaken in das [[Steiermark|steiermärkisch]]-[[Ungarn|ungarische]] Grenzgebiet und wurden hier wiederum von den „Gegnern“ übernommen.&lt;br /&gt;
Anfangs wurden sie von den Steirern und [[Niederösterreich]]ern im Zuge der Verteidigung gegen die Osmanen erbaut und später verstärkt zur Verteidigung gegen die [[Kuruzen|Kuruzzen]] eingesetzt. Tschartaken wurden meist in Linien angelegt, um Warnschüsse und andere optische und akustische Nachrichten weiterzuleiten, je nach Lage des Geländes in Abständen von ungefähr einem bis drei Kilometern. Sie waren tragende Bestandteile von Verteidigungslinien, so bestanden zwischen Radkersburg und [[Fehring]] auf ca. 27 km Luftlinie 13 Tschartaken, zwischen Fehring und [[Fürstenfeld]] vom [[Raab (Fluss)|Raabtal]] zum [[Lafnitz (Fluss)|Lafnitztal]] auf ca. 15 km Luftlinie 18–19 Tschartaken.&amp;lt;ref&amp;gt;Posch: &amp;#039;&amp;#039;Flammende Grenze.&amp;#039;&amp;#039; S. 194–203.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bezeichnung dieser kriegerischen Einrichtung blieb noch bis zu unserer Zeit erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.burgauberg-neudauberg.at/Tschartake |titel=Tschartake |werk=burgauberg-neudauberg.at |hrsg= |datum= |abruf=2021-02-20 |kommentar=Bezeichnung für traditionelle Kukuruzspeicher}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagen.at&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.sagen.info/forum/media/tschartake.7550/ |titel=Tschartake |werk=sagen.at |hrsg= |datum=2007-08-06 |abruf=2021-02-20 |kommentar=Informationen und Bilder zu Tschartaken}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch an den barocken Befestigungslinien in Südwestdeutschland wurden die Bauten eingesetzt, hier unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Chartaque&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
Heutzutage gibt es nur mehr sehr wenig erhaltene Tschartaken. In manchen Orten wurden sie aber wieder auf- und originalgetreu nachgebaut. In [[Burgau (Steiermark)|Burgau]] wurde beispielsweise im Jahre 1995 eine Tschartake an der [[Lafnitz (Fluss)|Lafnitz]], die einst der Grenzfluss zwischen [[Österreich]] und [[Ungarn]] war, nachgebaut.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sagen.at&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Burgau&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.burgau.info/tourismus/sehenswertes-events/tschardake/ |titel=Tschartake – Wacht an der Lafnitz |werk=burgau.info |hrsg= |datum= |abruf=2021-02-20 |kommentar=Grenzwächterhaus am Kuruzzen-Wanderweg}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Weitere Nachbauten befinden sich an den [[Eppinger Linien]] am Neckar, Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Blockhaus (Militär)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Chartaques|Tschartaken}}&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=9k3jAUrkXZ0 Tschartake Burgauberg] – youtube-Video (1:53) von Südburgenland, 26. Februar 2014&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauform (Turm)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauform aus Holz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wehrturmtyp]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Alarmierung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Türkenkriege]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dieringer63</name></author>
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