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	<title>Trycheln - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T09:31:49Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Trycheln&amp;diff=505664&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Alfred Kiefer: /* Einsiedeln */ Link zu Lemma</title>
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		<updated>2026-03-05T19:16:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einsiedeln: &lt;/span&gt; Link zu Lemma&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- schweizbezogen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Fête fédérale des sonneurs de cloches - Scheller und Trychler - 3 septembre 2011 à Bulle (6109252571).jpg|mini|Trycheln in verschiedenen Grössen und Tonhöhen]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Trycheln&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{IPA|[ˈtriːçəln]}}, schweizerdeutsch {{IPA|[ˈtriːχlə]}}; auch &amp;#039;&amp;#039;Trychlen, Tricheln,&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Treicheln,&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Treichlen, Trychlä, Tringele, Trinkele&amp;#039;&amp;#039;) ist ein [[Schweizerhochdeutsch|schweizer(hoch)deutsches]] Wort für «Vieh-/[[Kuhglocke]]n, -schellen» (dialektal schweizerdeutsch in Singular und Plural &amp;#039;&amp;#039;Trychle&amp;#039;&amp;#039; u.&amp;amp;nbsp;ä.). Als Tätigkeit bezeichnet das &amp;#039;&amp;#039;Trycheln&amp;#039;&amp;#039; einen Brauch, der in verschiedenen Ausprägungen im nördlichen [[Alpen]]raum anzutreffen ist. Als Beispiele sollen hier einige Varianten vorgestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trychle versus Glocke ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Fête fédérale des sonneurs de cloches - Scheller und Trychler - 3 septembre 2011 à Bulle (6109259299).jpg|mini|Treichlen und Glocken]]&lt;br /&gt;
Eine Trychle oder Treichle besteht immer aus gehämmertem Blech. Im Unterschied dazu besteht eine [[Glocke]] aus gegossenem Metall. Der Trychelklang wird dadurch scheppernder als Glockenklang; allerdings ist eine Trychle durch diese Bauweise auch wesentlich leichter als eine Glocke gleicher Tonhöhe und darum auch einfacher über längere Strecken zu tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wortherkunft ==&lt;br /&gt;
Das Substantiv [[höchstalemannisch]] &amp;#039;&amp;#039;Trychle&amp;#039;&amp;#039; {{IPA|[ˈtriːχlə]}} bzw. [[hochalemannisch]] &amp;#039;&amp;#039;Trinkle, Tringg(e)le, Tringele, Treichle&amp;#039;&amp;#039; {{IPA|[ˈtrɪŋkχlə], [ˈtrɪŋk(ə)lə], [ˈtrɪŋələ], [ˈtreɪχlə]}} kommt nur im äussersten Südwesten des deutschen Sprachgebiets vor (Südschwarzwald sowie deutschsprachige Schweiz ohne deren Nordosten) und bedeutet Herdenglocke bzw. Viehglocke. Das Wort ist seit dem frühen 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert gut bezeugt, ein noch älteres Diminutiv &amp;#039;&amp;#039;drinkilken&amp;#039;&amp;#039; ist aus althochdeutscher Zeit belegt; die ursprüngliche Herkunft bleibt jedoch unklar. Die Variantik der Lautung reflektiert das [[Staubsches Gesetz|Staubsche Gesetz]]. Zu sprachlichen und kulturgeschichtlichen Einzelheiten siehe den Wortartikel &amp;#039;&amp;#039;Trinkele&amp;lt;sup&amp;gt;n&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039; im [[Schweizerisches Idiotikon|Schweizerischen Idiotikon]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Schweizerisches Idiotikon,&amp;#039;&amp;#039; Band XIV, Spalten 1183–1189, Artikel [https://digital.idiotikon.ch/p/lem/245868 &amp;#039;&amp;#039;Trinkele&amp;lt;sup&amp;gt;n&amp;lt;/sup&amp;gt; I&amp;#039;&amp;#039;], anschliessend Spalten 1189–1198 zahlreiche Zusammensetzungen und Ableitungen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Haslitaler Trycheln ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ubersitz2014 6.jpg|mini|Trychler beim Ubersitz in Meiringen, Schweiz]]&lt;br /&gt;
Alljährlich werden im [[Haslital]] Trommeln geschlagen und grosse Viehglocken und Schellen geläutet, um in den längsten Nächten des Jahres die bösen Geister zu verscheuchen. Die Altjahrswoche erstreckt sich vom 26.&amp;amp;nbsp;Dezember bis zum letzten Arbeitstag des Jahres, der [[Ubersitz]] (Übersitz) genannt wird und nicht auf einen Sonntag fallen darf. Während der Trychelwoche kommen aus den umliegenden Dörfern des Haslitals Trychelzüge nach [[Meiringen]]. Nach dem Abmessen der Glocken, die nach Grösse und Klang geordnet werden, setzt sich der Trychelzug in Bewegung und trychelt in langsamem Gleichschritt stundenlang die Gassen Meiringens auf und ab, wobei zum Teil Trommler vorneweg den Takt schlagen. Am Ubersitz, dem Höhepunkt der Woche, verkleiden sich viele Trychler. In einem Zug befindet sich ein als Schnabelgeiss bezeichnetes, giraffenähnliches Mitglied, dessen Rolle im Erschrecken der Zuschauer besteht. In manchen Zügen befindet sich auch ein sogenanntes «Huttewybli» (‚Weibchen mit Hutte‘), das schwer gekrümmt unter der Last ihres, in der &amp;#039;&amp;#039;Hutte&amp;#039;&amp;#039; (Rückentragkorb) sitzenden Mannes durch die Gassen läuft und den Weg für die Trychelzüge frei bahnt. Bei den Eisenbolgnern, welche ihre Masken ausschliesslich aus Naturmaterialien herstellen, läuft das so genannte Wurzelmandli voraus und macht dem Zug den Weg frei. Wenn ein Trychelzug in ein Restaurant geht, wird getrychelt, bis alle Trychler im Restaurant sind, was einen ohrenbetäubenden Lärm erzeugt. Das Trycheln ist eine Tradition, zu der jeweils zahlreiche Touristen die Strassenränder säumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einsiedeln ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Fête fédérale des sonneurs de cloches - Scheller und Trychler - 3 septembre 2011 à Bulle (6110299794).jpg|mini|hochkant|11. Eidgenössisches Scheller- und Trychlertreffen in Bulle, Schweiz (2011)]]&lt;br /&gt;
In [[Einsiedeln]] ist das Trycheln an der [[Karneval, Fastnacht und Fasching|Fasnacht]] gebräuchlich. Dabei binden sich die Trychler eine Schelle mittels breitem Lederriemen um den Bauch. Die Trychel wird auf dem Rücken getragen, deswegen spricht man im Dialekt auch von sogenannten «[[Füdli]]trycheln». In Gruppen marschieren die Trychler durch das Dorf, wo sie die Trychel im rhythmischen Gleichklang ertönen lassen. Zu sehen ist dieses Brauchtum am [[Dreikönigstag]], am [[Schmutziger Donnerstag|Schmutzigen Donnerstag]], am Güdelmontag ([[Rosenmontag]]) und Fasnachtsdienstag. In diesem Zusammenhang sei hier auf die Fasnachtsfiguren «[[Trichler]]», «[[Ustrichler]]» und «[[Johee]]» verwiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ägerital ==&lt;br /&gt;
Im [[Oberägeri|Ägerital]] wird vor allem während dem Brauch des &amp;#039;&amp;#039;Chlauseslä&amp;#039;&amp;#039; getrychelt. Der &amp;#039;&amp;#039;Samichlaus,&amp;#039;&amp;#039; der die Kinder an den Vorabenden des [[Nikolaus von Myra|St.&amp;amp;nbsp;Nikolaus]]-Tages 6. Dezember besucht, wird von Iffeln, Trychlern und Geisslä-Chlöpfern begleitet. Während dem 4. und 5. Dezember sind im Raum Ägeri zwölf Gruppen (alles unverheiratete Männer)  mit bis 40 Trychlern unterwegs.&lt;br /&gt;
Alle 6 Jahre gibt es einen grossen Umzug, an welchem sich alle Gruppen präsentieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Verwendung ==&lt;br /&gt;
[[File:Trycheln.ogg|thumb|Tonaufnahme von Trycheln am Klausjagen in Küssnacht]]&lt;br /&gt;
Ganz allgemein werden Trychlen als Klanginstrument bei den verschiedensten Gelegenheiten in weiten Teilen der Schweiz verwendet. Ohne hier auf regionale Festlichkeiten und Bräuche einzugehen, sind dies: [[Eidgenössisches Scheller- und Trychlertreffen]], Festumzüge aller Art, [[St.&amp;amp;nbsp;Nikolaus]]/[[Nikolaus von Myra|Samichlaus]], [[Silvester]] (nach altem und neuem Kalender), [[Karneval, Fastnacht und Fasching|Fasnacht]], Sportanlässen usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Freiheitstrychler ab 2020 ===&lt;br /&gt;
Während der [[COVID-19-Pandemie]] traten sogenannte «Freiheitstrychler» bei Demonstrationen gegen [[COVID-19-Pandemie in der Schweiz#Kritik an den Massnahmen|Corona-Massnahmen]] an verschiedenen Orten in der Schweiz und vereinzelt im Ausland auf.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.blick.ch/politik/schweizerin-in-bregenz-von-polizei-abgefuehrt-freiheitstrychler-kassieren-anzeige-in-oesterreich-id17235274.html &amp;#039;&amp;#039;Freiheitstrychler kassieren Anzeige in Österreich.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Blick.ch]]&amp;#039;&amp;#039;, 14. Februar 2022; [https://www.nau.ch/news/europa/hier-beobachten-freiheitstrychler-die-krawalle-in-brussel-66092752 &amp;#039;&amp;#039;Hier beobachten Freiheitstrychler die Krawalle in Brüssel.&amp;#039;&amp;#039;] In: NAU.ch, 25. Januar 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Grossteil von ihnen soll aus dem [[Kanton Schwyz]] stammen.&amp;lt;ref&amp;gt;Curdin Vincenz: [https://www.srf.ch/news/schweiz/covid-zertifikat-mit-trycheln-und-mythen-gegen-den-bundesrat &amp;#039;&amp;#039;Mit Trycheln und Mythen gegen den Bundesrat.&amp;#039;&amp;#039;] In: SRF.ch, 11. September 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=David Sarasin |url=https://www.tagesanzeiger.ch/wie-die-freiheitstrychler-zum-maskottchen-der-corona-gegner-wurden-560165974424 |titel=Kuhglocken gegen Massnahmen – Wie die «Freiheitstrychler» zum Maskottchen der Corona-Demos wurden |werk=Tages-Anzeiger |datum=2021-04-30 |abruf=2021-08-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Glocke]]&lt;br /&gt;
* [[Silvesterchlaus]], appenzellische Tradition unter Einsatz von Trycheln&lt;br /&gt;
* [[Chalandamarz]], Bündner Tradition unter Einsatz von Trycheln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Cow bells in Switzerland|Trycheln}}&lt;br /&gt;
* Hörproben: [http://www.edelweisstrychler.ch Edelweisstrychler] (siehe «Soundtrack») aus dem [[Entlebuch (Region)|Entlebuch]]&lt;br /&gt;
* [https://www.goldmaeuder.ch/ Website der Fasnachtsgesellschaft Goldmäuder, Einsiedeln, mit Beschreibung der Fasnachtsfiguren]&lt;br /&gt;
* [http://www.baergtrychler.ch Ägeri-Bärgtrychler mit Bräuchen und Trychle Informationen] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Feste und Brauchtum (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturgeschichte (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meiringen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musik (Schweiz)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Alfred Kiefer</name></author>
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