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	<title>Truppendienstgericht - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Truppendienstgericht&amp;diff=76547&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Asperatus: erg</title>
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		<updated>2026-04-11T08:29:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;erg&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Truppendienstgericht_Nord_-_Dienstschild.JPG|mini|Truppendienstgericht Nord]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Truppendienstgericht_Nord_-_Hofansicht.JPG|mini|Truppendienstgericht Nord Hofansicht]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Truppendienstgerichte&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;TDG&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) in Deutschland entscheiden als erstinstanzliche [[Bundesgericht (Deutschland)|Bundesgericht]]e in den ihnen nach der [[Wehrdisziplinarordnung]] ({{§§|wdo_2002|juris|text=WDO}}) und der [[Wehrbeschwerdeordnung]] ({{§§|WBO|juris}}) zugewiesenen Rechtssachen. Sie sind Dienstgerichte für gerichtliche [[Disziplinarverfahren]] gegen und Wehrbeschwerden von [[Soldat (Deutschland)|Soldaten]] der [[Bundeswehr]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenwärtig gibt es in Deutschland das [[Truppendienstgericht Nord]] mit [[Sitz (juristische Person)|Sitz]] in [[Münster]] und das [[Truppendienstgericht Süd]] mit Sitz in [[München]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gerichtsbarkeit des Truppendienstgerichts Nord unterliegen alle [[Dienststelle]]n der [[Bundeswehr]], die ihren [[Sitz (juristische Person)|Sitz]] in [[Berlin]], [[Brandenburg]], [[Bremen]], [[Hamburg]], [[Mecklenburg-Vorpommern]], [[Niedersachsen]], [[Sachsen-Anhalt]], [[Schleswig-Holstein]] und [[Nordrhein-Westfalen]] mit Ausnahme des [[Regierungsbezirk Köln|Regierungsbezirks Köln]] haben. Das Truppendienstgericht Süd ist für die Dienststellen mit Sitz in [[Baden-Württemberg]], [[Bayern]], [[Hessen]], im [[Regierungsbezirk Köln]], in [[Rheinland-Pfalz]], im [[Saarland]], in [[Sachsen]] und in [[Thüringen]] zuständig; ferner für [[Truppenteil]]e und Dienststellen, die sich im Ausland befinden. Das Truppendienstgericht Nord hat neben sechs [[Kammer (Gericht)|Kammern]] am Sitz in Münster weitere, auswärtige [[Kammer (Gericht)|Kammern]] in Hamburg (3., 4.) und [[Potsdam]] (5., 6.). Das Truppendienstgericht Süd hat neben den sechs Kammern am Sitz in [[München]] weitere, auswärtige Kammern in Koblenz (3., 4.) und [[Erfurt]] (5., 6.). Die vormaligen auswärtigen Kammern in [[Oldenburg (Oldenburg)|Oldenburg]], [[Kassel]] und [[Regensburg]] sind mit Wirkung vom 1. Juli 2006 aufgelöst worden; die vormaligen auswärtigen Kammern in [[Hannover]] und [[Karlsruhe]] mit Wirkung vom 1. September 2012. 2019 prüfte das [[Bundesministerium der Verteidigung]] die Einrichtung von vier weiteren aktiven Kammern, um die überlange Verfahrensdauer in gerichtlichen [[Disziplinarverfahren]] zu verringern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/165/1916500.pdf |titel=Unterrichtung durch den Wehrbeauftragten: Jahresbericht 2019 (61.&amp;amp;nbsp;Bericht); Bundestag-Drucksache 19/16500 |werk=[[19. Deutscher Bundestag]] |datum=2020-01-28 |abruf=2020-09-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Danach wurden an den Hauptsitzen der beiden Gerichte je drei neue Kammern errichtet, die 7. Kammer des Truppendienstgerichts Nord von Koblenz zum Hauptsitz Münster und die 7. Kammer des Truppendienstgerichts Süd von Potsdam zum Hauptsitz München verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rechtsgrundlage]] für die [[Errichtung (Recht)|Errichtung]] der Truppendienstgerichte und ihrer auswärtigen Kammern ist §&amp;amp;nbsp;69 Abs. 1 und 2 der [[Wehrdisziplinarordnung]] in Verbindung mit der {{§§|TrDGerV|buzer|text=Verordnung über die Errichtung von Truppendienstgerichten}} vom 16.&amp;amp;nbsp;Mai 2006 ({{BGBl|2006n I S. 1262}} – außer Kraft) und der {{§§|trdgv_2020|juris|text=Verordnung zur Regelung der Dienstbereiche der Truppendienstgerichte und zur Bildung von Truppendienstkammern}} vom 1.&amp;amp;nbsp;Juli 2020 ({{BGBl|2020n I S. 1602}}). Letztere ersetzte die [[Verordnung]] vom 15.&amp;amp;nbsp;August 2012 ({{BGBl|2012n I S. 1714}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Truppendienstgerichte gehören zum Organisationsbereich &amp;#039;&amp;#039;[[Rechtspflege der Bundeswehr|Rechtspflege]]&amp;#039;&amp;#039; des Bundesministeriums der Verteidigung. Regelmäßig verhandeln sie in der Besetzung mit einem zivilen [[Berufsrichter]] und zwei Soldaten als [[Ehrenamtlicher Richter|ehrenamtlichen Richtern]]; dabei muss einer der Soldaten der [[Dienstgradgruppe]] des angeschuldigten bzw. beschwerdeführenden [[Soldat (Dienstgrad)|Soldaten]] angehören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Äquivalente [[Wehrstrafgericht]]e dürfen gem. Art.&amp;amp;nbsp;96 Abs.&amp;amp;nbsp;2 Satz&amp;amp;nbsp;2 [[Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland|GG]] Gerichtsbarkeit nur im [[Verteidigungsfall (Deutschland)|Verteidigungsfall]] sowie über Angehörige der Streitkräfte ausüben, die [[Auslandseinsätze der Bundeswehr|in das Ausland entsandt]] oder an Bord von Kriegsschiffen eingeschifft sind. Von dieser Möglichkeit hat der Gesetzgeber jedoch bisher keinen Gebrauch gemacht; zuständig sind vielmehr die [[Ordentliche Gerichtsbarkeit (Deutschland)|ordentlichen Gerichte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Truppendienstgerichte Disziplinargerichte sind, kann es vorkommen, dass ein Fall wegen einer [[Straftat (Deutschland)|Straftat]] sowohl vor einem ordentlichen Gericht als auch wegen gleichzeitigen Verstoßes gegen soldatische Pflichten vor dem Truppendienstgericht verhandelt wird. Kommt es dabei zu einer zweifachen Verurteilung, handelt es sich nicht um einen Verstoß gegen das Verbot der Doppelbestrafung (&amp;#039;&amp;#039;[[ne bis in idem]]&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.servat.unibe.ch/dfr/bv021378.html BVerfGE 21, 378] (1967)&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Grund hierfür liegt darin, dass die Bestrafung durch ein ordentliches Gericht zur Vergeltung und Prävention erfolgt, während das Verfahren vor dem Truppendienstgericht in erster Linie erzieherischen Zwecken dient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soweit die Entscheidungen der Truppendienstgerichte mit [[Rechtsmittel]]n angefochten werden können, entscheiden hierüber der [[1. Wehrdienstsenat des Bundesverwaltungsgerichts|1.]]&amp;amp;nbsp;oder [[2.&amp;amp;nbsp;Wehrdienstsenat des Bundesverwaltungsgerichts]] in [[Leipzig]] (bis 2002 [[München]]).&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Verordnung über den Sitz der Wehrdienstsenate&amp;#039;&amp;#039; vom 30. August 1957 ({{BGBl|1957n I S. 1330a}}); &amp;#039;&amp;#039;Verordnung über den Zeitpunkt der Verlegung des Sitzes des Bundesverwaltungsgerichts von Berlin nach Leipzig&amp;#039;&amp;#039; vom 24. Juni 2002 ({{BGBl|2002n I S. 2371}})&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Oktober 2025 gab es 19&amp;amp;nbsp;Berufsrichter in der Bundeswehr.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HH2026&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bundeshaushalt.de/static/daten/2026/soll/Bundeshaushalt-2026.pdf |titel=Haushaltsgesetz 2026 |datum=2025-12-22 |format=PDF; 61,9&amp;amp;nbsp;MB |abruf=2026-04-11 |kommentar=Einzelplan&amp;amp;nbsp;14, S. 188 (PDF S. 2412)}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zum Stichtag 31. Dezember 2018 gab es insgesamt 14&amp;amp;nbsp;Berufsrichter an den beiden Truppendienstgerichten; pro Kammer ein Berufsrichter.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bundesjustizamt.de/DE/SharedDocs/Publikationen/Justizstatistik/Richterstatistik_2018.pdf?__blob=publicationFile&amp;amp;v=3 |titel=Richterstatistik 2018 |hrsg=[[Bundesamt für Justiz (Deutschland)|Bundesamt für Justiz]] |datum=2018-12-31 |abruf=2020-09-08 |format=PDF |archiv-url=https://web.archive.org/web/20210301215515/https://www.bundesjustizamt.de/DE/SharedDocs/Publikationen/Justizstatistik/Richterstatistik_2018.pdf?__blob=publicationFile&amp;amp;v=3 |archiv-datum=2021-03-01 |offline=ja |archiv-bot=2023-01-24 06:23:35 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Erstfassung der WDO vom 18.&amp;amp;nbsp;März 1957 ({{BGBl|1957n I S. 189}}) sah in § 51 vor, dass der Bundesminister der Verteidigung durch Verordnung die Truppendienstgerichte errichtet und deren Sitz und Dienstbereich bestimmt. Dieser erließ daraufhin die Verordnung über die Errichtung von Truppendienstgerichten vom 29.&amp;amp;nbsp;April 1957 ({{BGBl|1957 I S. 401}}). Für je drei [[Wehrbereichskommando]] und jedes [[Korps]] des Heeres wurde ein Truppendienstgericht eingerichtet, für jede [[Division (Militär)|Heeresdivision]] eine Kammer. Sitz der Kammern war grundsätzlich der Sitz des Wehrbereichskommandos bzw. des [[Stab (Militär)|Stabes]] der Division.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglich gab es 1957 fünf Truppendienstgerichte; 1959 kam ein sechstes hinzu:&lt;br /&gt;
* Truppendienstgericht A für die [[Wehrbereichskommando]]s I bis III (Norden; Sitz: [[Kiel]])&lt;br /&gt;
* Truppendienstgericht B für die Wehrbereichskommandos IV bis VI (Süden; Sitz: [[Wiesbaden]])&lt;br /&gt;
* Truppendienstgericht C für das [[I. Korps (Bundeswehr)|I. Korps]] (Norden; Sitz: [[Hannover]])&lt;br /&gt;
* Truppendienstgericht D für das [[II. Korps (Bundeswehr)|II. Korps]] (Süden; Sitz: [[Ulm]])&lt;br /&gt;
* Truppendienstgericht E für das [[III. Korps (Bundeswehr)|III. Korps]] (Mitte; Sitz: [[Koblenz]])&lt;br /&gt;
* Truppendienstgericht F für [[Luftwaffe (Bundeswehr)|Luftwaffe]] und [[Bundesmarine|Marine]] (Sitz: [[Münster]])&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Verordnung über die Errichtung von Truppendienstgerichten&amp;#039;&amp;#039; vom 29. April 1957 ({{BGBl|1957n I S. 401a}}); 1. Änderung ({{BGBl|1958 I S. 418a}}); 2. Änderung ({{BGBl|1959 I S. 232}}); 3. Änderung ({{BGBl|1962 I S. 729}}); 4. Änderung ({{BGBl|1963 I S. 866}}); 5. Änderung ({{BGBl|1967 I S. 358}}); 6. Änderung ({{BGBl|1967 I S. 625}}); 7. Änderung ({{BGBl|1969 I S. 2352}}); 8. Änderung ({{BGBl|1970 I Nr. 82}}); 9. Änderung ({{BGBl|1970 I S. 1333}})&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1972 wurden diese ersetzt durch die Truppendienstgerichte [[Truppendienstgericht Nord|Nord]] (Münster), [[Truppendienstgericht Mitte|Mitte]] (Koblenz) und [[Truppendienstgericht Süd|Süd]] (Ulm).&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Verordnung über die Errichtung von Truppendienstgerichten&amp;#039;&amp;#039; vom 24. November 1972 ({{BGBl|1972n I S. 2154}}); 1. Änderung ({{BGBl|1975 I S. 1438}}); 2. Änderung ({{BGBl|1978 I S. 1573}}); 3. Änderung ({{BGBl|1986 I S. 1548}}); 4. Änderung ({{BGBl|1987 I S. 1211}}); 5. Änderung ({{BGBl|1990 I S. 2161}}); 6. Änderung ({{BGBl|1991 I S. 1430}})&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1992 wurde das TrDG Mitte aufgelöst&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Verordnung über die Errichtung von Truppendienstgerichten&amp;#039;&amp;#039; vom 20. August 1992 ({{BGBl|1992n I S. 1579}})&amp;lt;/ref&amp;gt; und 1997 der Sitz des TrDG Süd nach München verlegt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Verordnung über die Errichtung von Truppendienstgerichten&amp;#039;&amp;#039; vom 5. November 1997 ({{BGBl|1997n I S. 2690}})&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Truppendienstgerichte}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Evelyn Schönsee |url=https://www.bundeswehr.de/de/aktuelles/meldungen/truppendienstgerichte-auswirkungen-urteile-soldatinnen-soldaten-5757094 |titel=Rechtspflege der Bundeswehr Truppendienstgerichte: Welche Auswirkungen haben Urteile auf Soldatinnen und Soldaten? |werk=bundeswehr.de |datum=2024-03-14 |abruf=2024-06-30 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Bundesgerichte}}&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Truppendienstgericht| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gericht der Verwaltungsgerichtsbarkeit|Truppendienstgericht]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Asperatus</name></author>
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