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	<title>Truppenübungsplatz Altmark - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Knoerz am 25. März 2026 um 11:48 Uhr</title>
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		<updated>2026-03-25T11:48:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Karte Truppenübungsplatz Altmark.png|mini|Lage des Truppenübungsplatzes im Norden von Sachsen-Anhalt]]&lt;br /&gt;
{{Bilderwunsch|hier}}&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Truppenübungsplatz Altmark&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Truppenübungsplatz]] der [[Bundeswehr]] in der [[Colbitz-Letzlinger Heide]] im Norden von [[Sachsen-Anhalt]], auf dem sich das [[Gefechtsübungszentrum Heer]] befindet. Der Übungsplatz liegt etwa 40&amp;amp;nbsp;Kilometer nördlich von [[Magdeburg]] zwischen [[Haldensleben]], [[Gardelegen]] und [[Stendal]]. Mit einer Fläche von rund 232&amp;amp;nbsp;Quadratkilometern ist er der drittgrößte Truppenübungsplatz Deutschlands&amp;lt;ref name=&amp;quot;CJ14&amp;quot;&amp;gt;Christian Jakob (taz, 24. August 2014): [http://www.taz.de/Antimilitaristisches-Sommercamp/!144727/ &amp;#039;&amp;#039;Proteste auf dem Übungsplatz&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; (nach [[Truppenübungsplatz Bergen|Bergen]] und [[Truppenübungsplatz Grafenwöhr|Grafenwöhr]]).&lt;br /&gt;
Er gilt als einer der modernsten Truppenübungsplätze Europas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Ab 1934 ließ das [[NS-Regime]] unter anderem eine 30 Kilometer lange Artillerieschießbahn für die [[Heeresversuchsanstalt#Heeresversuchsanstalt Hillersleben|Heeresversuchsanstalt Hillersleben]] auf diesem Gelände anlegen. Ab 1936 testete die [[Aufrüstung der Wehrmacht|aufrüstende Wehrmacht]] dort [[Artillerie]]waffen und später auch schwere Waffen wie das [[80-cm-Kanone (E)|Dora-Geschütz]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gerlach2013&amp;quot;&amp;gt;Thomas Gerlach: [http://www.taz.de/Zukunft-der-Bundeswehr/!5062619/ &amp;#039;&amp;#039;Geisterstadt Schnöggersburg&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Tageszeitung|taz]].&amp;#039;&amp;#039; 29. Juli 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; Während des Zweiten Weltkriegs baute die Wehrmacht die dortige Infrastruktur und die technischen Anlagen zur Schießerprobung aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab Juli 1945 nutzte die [[Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland]] (GSSD) die Kasernenanlagen im Süd- und Nordbereich des Geländes als Stationierungsorte und baute den Platz zum reinen Gefechtsschießplatz um. Für das Großmanöver [[Waffenbrüderschaft 80]] (September 1980) wurden große Waldgebiete gerodet, um die nutzbaren Zielflächen zu vergrößern. Dabei erhielt der Übungsplatz seine heutigen Umrisse.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bundeswehrpdf&amp;quot;&amp;gt;Streitkräftebasis.de: [http://www.iud.bundeswehr.de/resource/resource/MzEzNTM4MmUzMzMyMmUzMTM1MzMyZTM2MzEzMDMwMzAzMDMwMzAzMDY5NjYzNTY1MzY2NTc1NjEyMDIwMjAyMDIw/DatenblattAltmark.pdf &amp;#039;&amp;#039;Truppenübungsplatz Altmark: Chronik&amp;#039;&amp;#039;] (PDF).&amp;lt;/ref&amp;gt; Zeitweise stationierte die [[Sowjetarmee]] auf diesem westlichsten Übungsplatz bis zu 20.000 Soldaten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gerlach2013&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Fall der Mauer]], der [[Eiserner Vorhang#Öffnung des Eisernen Vorhangs|Öffnung des Eisernen Vorhangs]] und dem [[Zerfall des Ostblocks]] wurden von 1990 bis 1994 die sowjetischen Truppen aus dem Gebiet der früheren [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] [[GSSD#Abzug|abgezogen]]. Bis 1997 baute die [[Bundeswehr]] auf dem Gelände ein neues Gefechtsübungszentrum auf und nutzte dabei die Infrastruktur der Kasernenanlagen in Planken. 2001 wurde die neugebaute Kaserne in [[Letzlingen]] an die Bundeswehr übergeben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bundeswehrpdf&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2004 brach die von CDU und FDP geführte Landesregierung ([[Kabinett Böhmer I]]) den  „[[Heidekompromiss]]“ von 1997, wonach die Südhälfte des Gebiets zivil genutzt werden sollte, und erlaubte eine militärische Nutzung über 2006 hinaus.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Mitteldeutsche Zeitung]], 30. September 2004: [http://www.mz-web.de/mitteldeutschland/verteidigung-geaenderter-heidekompromiss-unter-dach-und-fach-9840624 &amp;#039;&amp;#039;Verteidigung Geänderter Heidekompromiss unter Dach und Fach&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis 2007 wurde Munition industriell vom Platz geräumt. Bis 2009 wurde der Südteil baulich angeschlossen. 2010 wurde eine etwa 1.700 m lange [[Start- und Landebahn|Behelfslandebahn]] im Nordteil fertiggestellt. 2011 begann eine aufwändige Entsorgung von Altlasten auf dem ehemaligen [[Dekontaminationsplatz]] der GSSD im Südteil.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bundeswehrpdf&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seitdem wird das gesamte Gebiet für [[Manöver (Militär)|Militärübungen]] genutzt, besonders für Trainings zu [[Auslandseinsätze der Bundeswehr|Auslandseinsätzen]]. 2011 nahmen daran 12.750 Soldaten teil. 2012 begann die Bundeswehr dort den Bau der Übungsstadt „[[Übungsstadt Schnöggersburg|Schnöggersburg]]“ und eines Militärflughafens.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Maier2012&amp;quot;&amp;gt;[[Anja Maier]] (taz, 6. September 2012): [http://www.taz.de/Gefechtsuebungszentrum-bei-Magdeburg/!5084687/ &amp;#039;&amp;#039;Schnöggersburg unter Beschuss&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2019 fand ein Tag der offenen Tür statt, der von mehr als 8.000 Menschen besucht wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;dpa: (29. Juni 2019) [https://www.sueddeutsche.de/politik/verteidigung-gardelegen-bundeswehr-oeffnet-tueren-von-gefechtsuebungszentrum-letzlingen-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-190629-99-850965 &amp;#039;&amp;#039;Bundeswehr öffnet Türen von Gefechtsübungszentrum Letzlingen&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gegenwärtige Nutzung ==&lt;br /&gt;
Heute nutzt das [[Gefechtsübungszentrum Heer]] (GefÜbZH) der Bundeswehr das Gelände für die [[simulation]]sgestützte Ausbildung und verschiedene Möglichkeiten, einen Gefechtsverband im Rahmen eines hochintensiven Gefechts oder einen Einsatzverband/Taskforce in Operationen niedriger bis mittlerer Intensität auszubilden. Von Kämpfen in Städten bis zum Gefecht von Panzergruppen werden hier militärische Interventionen von Luft- und Bodenmilitärtrupps simuliert. Zu den 23 Ausbildungs- und Übungsanlagen gehören unter anderem die Altmark-Kaserne östlich von Letzlingen, die Truppenlager [[Born (Westheide)]], [[Hottendorf]] und Planken sowie das Zentrum zur Entsorgung von Fundmunition (MLZB Hottendorf) ganz im Norden.&amp;lt;ref&amp;gt;Radio Utopie, 11. Mai 2012: [https://www.radio-utopie.de/2012/05/11/bau-einer-stadt-auf-sechs-quadratkilometer-zum-training-der-aufstandsbekampfung-durch-militar &amp;#039;&amp;#039;Bau einer Stadt zum Training der Aufstandsbekämpfung durch Sonderkommandos der Bundeswehr&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der industrielle Betreiber „[[Rheinmetall]] Dienstleistungszentrum Altmark“ ist Dienstleister und Verwalter der gesamten Technik und Logistik und leistet die Vorarbeit für die militärischen Analysen. Für 2014 bis 2018 erhielt Rheinmetall dafür 70 Millionen Euro von der Bundeswehr. Im Juli 2014 (kurz nachdem Russland völkerrechtswidrig [[Annexion der Krim 2014|die Krim annektiert]] hatte) stoppte die Bundesregierung den Export einer ähnlichen Anlage nach [[Russland]].&lt;br /&gt;
In [[Havelberg]] nördlich des GÜZ sind das Panzerpionierbataillon 803 und das Führungs- und Unterstützungsbataillon 382 stationiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MZ2013&amp;quot;&amp;gt;Rochus Görgen (MZ, 27. Juli 2013): [http://www.mz-web.de/mitteldeutschland/havelberg-millionenschaden-bei-brandanschlag-auf-bundeswehr-3032324 &amp;#039;&amp;#039;Havelberg: Millionenschaden bei Brandanschlag auf Bundeswehr&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 2012 bot das GÜZ 1.200 Arbeitsplätze, davon 500 zivile, in Bereichen wie der Soldatenkantine, Instandhaltung, Werkfeuerwehr und beim Betreiber Rheinmetall Defence. Vor allem deshalb unterstützen viele Bewohner und Kommunalpolitiker der Umgebung das GÜZ und den Bau von Schnöggersburg.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MZ2012&amp;quot;&amp;gt;Hendrik Kranert-Rydzy (MZ, 12. September 2012): [https://www.mz.de/mitteldeutschland/truppenubungsplatz-krieg-und-frieden-ausnahmezustand-in-letzlingen-2157518 &amp;#039;&amp;#039;Truppenübungsplatz Krieg und Frieden - Ausnahmezustand in Letzlingen&amp;#039;&amp;#039;] In: [[Mitteldeutsche Zeitung]] vom 12. September 2012, abgerufen am 30.&amp;amp;nbsp;Juni 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Übungsdörfer ===&lt;br /&gt;
In der Übungsstadt [[Übungsstadt Schnöggersburg|Schnöggersburg]] im nördlichen Bereich des Platzes sollen Soldaten unter anderem die Aufstandsbekämpfung in Städten trainieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;CJ14&amp;quot; /&amp;gt; Auf einer Fläche von zwei mal drei Kilometer gibt es mehr als 500 Gebäude, darunter eine Hochhaussiedlung, eine U-Bahn-Station, ein Stadion und ein Flughafen. Bis zu 1.500 Soldaten gleichzeitig können für Einsätze in Krisengebieten trainieren. Stand 2018 wurden 118 Millionen Euro für den Bau ausgegeben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vorarlberg&amp;quot;&amp;gt;[https://www.vol.at/bundeswehr-baut-riesige-geisterstadt-mitten-in-deutschland/5940265 Bundeswehr baut riesige Geisterstadt mitten in Deutschland], Vorarlberg Online, vom 27. September 2017, abgerufen am 12. August 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt; 2017 wurden erste Teile der Übungsstadt offiziell übergeben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.zdf.de/nachrichten/heute/militaerische-uebungsstadt-teile-von-schnoeggersburg-uebergeben-100.html |titel=Teile von Schnöggersburg übergeben |werk=[[ZDF]] |datum=2017-10-26 |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20190812082817/https://www.zdf.de/nachrichten/heute/militaerische-uebungsstadt-teile-von-schnoeggersburg-uebergeben-100.html |archiv-datum=2019-08-12 |abruf=2022-02-19 |abruf-verborgen=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach einem weiteren Ausbau ist die Übungsstadt nunmehr fertiggestellt und in Betrieb.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Carstens: &amp;#039;&amp;#039;Das Gefecht um Schnöggersburg. In der Altmark übt die NATO den Häuserkampf.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Frankfurter Allgemeine Zeitung&amp;#039;&amp;#039;, 10. April 2024, S. 3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zweitgrößte Übungsdorf Hottendorf liegt 3 Kilometer südlich der gleichnamigen Ortschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rund 3 Kilometer westlich von [[Colbitz]] liegt das Übungsdorf Dahrenstedt im Sperrgebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Übungsdorf [[Stullenstadt]] liegt am südlichen Rand des Hauptteils des Platzes. Es umfasst ca. 12 Gebäude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
Durch das Gelände des Truppenübungsplatzes führt die [[Kreisstraße]] 1142 in West-Ost-Richtung von [[Hütten (Haldensleben)|Hütten]] in die Nähe von Colbitz.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.elbe-heide.de/verzeichnis/visitenkarte.php?mandat=5076 Beschreibung von Born] bei elbe-heide.de, abgerufen am 9. August 2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Gelegentlich ist sie wegen militärischer Übungen gesperrt. Zudem endet bei Letzlingen ein vom Bahnhof [[Gardelegen]] ([[Bahnstrecke Haldensleben–Gardelegen]]) abzweigendes [[Güteranschluss]]gleis. Diese Strecke ist eine nicht-öffentliche Anschlussbahn der [[Bundeswehr]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Proteste ==&lt;br /&gt;
Initiatorin, Hauptakteurin und Sprecherin der Initiative &amp;#039;&amp;#039;Gewaltfreie Aktion GÜZ abschaffen&amp;#039;&amp;#039; ist [[Katja Tempel]] aus dem [[Landkreis Lüchow-Dannenberg]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20201030043827/http://www.gewaltfreie-aktion-guez-abschaffen.de/impressum2/ web.archive.org]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die erstmals in den 1980er Jahren und danach mehrfach, teilweise zu Freiheitsstrafen, verurteilte Katja Tempel ist Tochter der Mitbegründer der westdeutschen [[Ostermarsch#Ostermärsche von 1960 bis 1970|Ostermärsche]] in den 1960er Jahren. Die 1963 geborene Hebamme und Sozialpädagogin beteiligt sich seit ihrem 17. Lebensjahr regelmäßig an Protesten, Mahnwachen, Hungerstreiks und Blockaden gegen Atomkraft, Militär und Gentechnik. Sie ist beispielsweise die Initiatorin der [[Anti-Atomkraft-Bewegung in Deutschland|Anti-Atomkraft-Bewegung]] „gorleben365“, bei der sie eine Schlüsselrolle einnimmt oder der Blockaden des [[Fliegerhorst Büchel|Fliegerhorsts Büchel]] und des US-Stützpunkts [[Mutlanger Heide|Mutlangen]] sowie Gründungsmitglied der Anti-Atom-Initiative [[X-tausendmal quer]]. Unterstützt werden ihre Aktionen von ihrer Tochter Klara Tempel.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.kurvewustrow.org/publikation/12-menschen-12-geschichten-katja-tempel Porträt Katja Tempel]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der [[Mitteldeutscher Rundfunk|Mitteldeutsche Rundfunk]] nannte sie, was ihre Protesterfahrungen angeht, eine Veteranin.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen-anhalt/stendal/gardelegen/aktivisten-friedenscamp-protest-gefechtsuebungszentrum-heer-bundeswehr-100.html &amp;#039;&amp;#039;Proteste in der Colbitz-Letzlinger Heide Besetzung des GÜZ: Das sind die Aktivisten hinter der Aktion&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dielinke-boerde.de/partei/ortsverbaende/wolmirstedt/wolmirstedter-basisarchiv/ dielinke-boerde.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nd-aktuell.de/artikel/1150917.buergerinitiative-freie-heide-prozessbeginn-gegen-friedensaktivistin.html nd-aktuell.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab September 2012 rief das Aktionsbündnis &amp;#039;&amp;#039;War starts here – let’s end it here&amp;#039;&amp;#039; erstmals zu einem Protestcamp auf. Die Stadt Gardelegen bot den Organisatoren zunächst Plätze in einem 20 Kilometer entfernten Industriegebiet an. Dagegen fand eine Dauermahnwache auf dem Gardelegener Marktplatz statt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Maier2012&amp;quot; /&amp;gt; Nach einem Aufruf zur Blockade des Militärbetriebs auf dem GÜZ verboten die Behörden in Sachsen-Anhalt am 8. September 2012 für eine Woche alle Kundgebungen in dem Gebiet.&amp;lt;ref&amp;gt;Mitteldeutsche Zeitung (MZ), 8. September 2012: [https://www.mz.de/mitteldeutschland/altmark-proteste-gegen-bundeswehr-ubungszentrum-verboten-2183420 &amp;#039;&amp;#039;Altmark: Proteste gegen Bundeswehr-Übungszentrum verboten&amp;#039;&amp;#039;], abgerufen am 30.&amp;amp;nbsp;Juni 2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Demonstrationsverbot betraf das größte Gebiet in der Geschichte der Bundesrepublik. Das Aktionsbündnis reagierte erfolglos mit juristischen Schritten.&amp;lt;ref&amp;gt;MZ, 10. September 2012: [http://www.mz-web.de/mitteldeutschland/truppenuebungsplatz-mahnwache-laeutet-proteste-ein-6835646 &amp;#039;&amp;#039;Truppenübungsplatz: Mahnwache läutet Proteste ein&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Bürgerinitiative Offene Heide]] demonstrierte seit 2012 jeden ersten Sonntag im Monat für die zivile Nutzung und touristische Erschließung des Gebiets, um vom Militär unabhängige Arbeitsplätze zu schaffen. Ab 12. September unterstützten [[Wendland]]-Bewohner die Proteste mit Traktoren, Wohnwagen und Zelten auf dem Marktplatz von Letzlingen. Die Ortsverwaltung verbot daraufhin auf allen Zufahrtsstraßen das Parken, außer für Polizeifahrzeuge. Die Fahrzeuge der Protestler durften den Markt nicht verlassen. Um das gesamte GÜZ wurde eine Bannmeile verhängt. Ein Landwirt bei [[Potzehne]] stellte eine Wiese für das Protestcamp zur Verfügung. Die Teilnehmer wollten das Demonstrationsverbot notfalls missachten; manche kündigten an, auf den Truppenübungsplatz vorzudringen und die Ausbildung zu stören. Die dortige Bundeswehr erhöhte die Alarmbereitschaft und die Zahl der [[Feldjäger]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;MZ2012&amp;quot; /&amp;gt; Rund 1000 Polizisten vollzogen nach Polizeiangaben 700 Personenkontrollen, 137 Platzverweise, 24 Festnahmen und 64 Anzeigen gegen Teilnehmer, die in Kleingruppen auf das Militärgelände zu gelangen versucht hatten. Einige davon besprühten einen Panzer mit Farbe und warfen mit Glassplittern gefüllte Farbbeutel auf ein Gebäude. Andere blockierten zeitweise die B 71 mit einer [[Sitzblockade]]. An der einzigen erlaubten Demonstration nahmen rund 100 Menschen teil.&amp;lt;ref&amp;gt;Katrin Löwe (MZ, 16. September 2012): [https://www.mz.de/mitteldeutschland/bundeswehr-katz-und-maus-in-der-altmark-2160107 &amp;#039;&amp;#039;Bundeswehr: Katz und Maus in der Altmark&amp;#039;&amp;#039;], abgerufen am 30.&amp;amp;nbsp;Juni 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2013 hob ein Gericht das erneut verhängte [[Demonstrationsverbot]] auf. Daraufhin demonstrierten rund 30 Anwohner in Letzlingen für die Bundeswehr. Die Polizei setzte bis zu 600 Beamte gegen Proteste ein und verdächtigte Campteilnehmer, einen Brandanschlag auf ein 90 km entferntes Fahrzeuglager der Bundeswehr in Havelberg begangen zu haben. Die Organisatoren des Camps betonten die [[Gewaltfreiheit]] ihrer Aktionen und wiesen die Verdächtigung als Kriminalisierungsversuch zurück, begrüßten auf ihrer Webseite aber die Aktionen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MZ2013&amp;quot; /&amp;gt; „Es ist in unseren Augen nachvollziehbar, wenn sich Menschen für [[Sabotage]] als antimilitaristisches Mittel entscheiden und Abrüstung selbst in die Hand nehmen.“ Nach Polizeiangaben nahmen 250 Personen am Camp teil. 58 Strafverfahren wurden eingeleitet, meist wegen [[Sachbeschädigung]]en an Bahngleisen, Schildern und einem Kriegerdenkmal.&amp;lt;ref&amp;gt;Jan-Ole Prasse (MZ, 29. Juli 2013): [http://www.mz-web.de/mitteldeutschland/anschlag-auf-kaserne-fuehrt-spur-ins-protestcamp--3030746 &amp;#039;&amp;#039;Anschlag auf Kaserne Führt Spur ins Protestcamp?&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Potzehne aus fanden weiter regelmäßige Kundgebungen gegen das GÜZ statt. Beim jährlichen Sommercamp im August 2014 protestierten etwa 300 Personen gegenüber 500 Polizeibeamten, die den eigens erweiterten Sicherheitsbereich schützen sollten. Nach Polizeiangaben kam es zu kleineren Sachbeschädigungen und [[Graffiti]], nach Angaben der Campteilnehmer auch zu Festnahmen. Die Bürgermeisterin von Letzlingen richtete auf dem Marktplatz, am selben Tag an dem eine Demonstration stattfinden sollte, einen Familientag aus. Die Demonstration fand nicht statt. Ein Sprecher des Camps erklärte, das Training in Schnöggersburg zeige eine Neuausrichtung der Sicherheitspolitik und lasse die Grenzen zwischen Polizei und Militär verschwimmen. Der dort trainierte Häuser- und Straßenkampf diene nicht nur für Auslandseinsätze der Bundeswehr wie den in Afghanistan, sondern könne auch eine künftige Aufstandsbekämpfung in Europa vorbereiten. Die [[Europäische Union]] rechne bereits mit sozialen Unruhen und habe daher erlaubt, Armeen der Mitgliedstaaten unter Umständen in anderen EU-Staaten einzusetzen. Darum trete man für Verhältnisse ein, „die Krieg gar nicht erst hervorbringen. Letztlich ist Krieg immer Ausdruck der Staatenkonkurrenz – und damit des [[Kapitalismus]].“&amp;lt;ref name=&amp;quot;CJ14&amp;quot; /&amp;gt; Bundeswehrgegner betraten zeitweise das Gelände, schlugen dort Zelte und hängten Transparente auf. Sie verließen es großenteils freiwillig, als Polizei anrückte. Die Räumung der übrigen verlief friedlich. Alle erhielten einen sechstägigen Platzverweis für einen bis zu sieben Kilometer breiten Gürtel um das GÜZ.&amp;lt;ref&amp;gt;MZ, 19. August 2014: [http://www.mz-web.de/mitteldeutschland/polizei-raeumt-besetzten-truppenuebungsplatz-698916 &amp;#039;&amp;#039;Colbitz-Letzlinger Heide: Polizei räumt besetzten Truppenübungsplatz&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2016 griff das Aktionsbündnis mit seinem Aufruf „Krieg. Macht. Flucht.“ die aktuelle Debatte um Migration und Flucht auf und lud auch die Bewohner umliegender Dörfer in das Camp zu einem Kaffeenachmittag und Konzert ein; Referenten aus Südsudan, Nigeria und Tunesien hielten Vorträge im Camp über den Zusammenhang von Fluchtursachen, Wirtschaftsinteressen, Krieg und Gewalt. Am 30. Juli fand der jährliche „Aktionstag“ mit vier angemeldeten Mahnwachen in umliegenden Ortschaften statt.&amp;lt;ref&amp;gt;War starts here (2017): [http://www.war-starts-here.camp/wp-content/uploads/2017/01/wshC-2017_Aufruf-Falter-1.pdf &amp;#039;&amp;#039;Krieg. Macht. Flucht.&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; Es nahmen statt der 250 erwarteten Personen laut Polizei nur etwa 85, laut Veranstalter 150 teil. Die Proteste verliefen friedlich.&amp;lt;ref&amp;gt;Altmark Zeitung, 27. Juli 2016: [https://www.az-online.de/altmark/gardelegen/protest-potzehne-gegen-bundeswehr-6612561.html &amp;#039;&amp;#039;Protest in Potzehne gegen Bundeswehr&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Altmark Zeitung, 1. August 2016: [https://www.az-online.de/altmark/gardelegen/militaerproteste-kaum-zwischenfaelle-6625474.html &amp;#039;&amp;#039;Militärproteste: Kaum Zwischenfälle&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2019 nahmen an den Protesten noch 30 Teilnehmer und 2020 nur noch 20 Teilnehmer teil.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.pressenza.com/de/2020/09/aktivistinnen-besetzen-truppenuebungsplatz-altmark-bundeswehr-muss-kriegsuebung-stoppen/ pressenza.com]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.volksstimme.de/lokal/gardelegen/protest-gegen-bundeswehr-beendet-1075391 &amp;#039;&amp;#039;Protest gegen Bundeswehr beendet&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste von Truppenübungsplätzen in Deutschland]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dokumentarfilm ==&lt;br /&gt;
* [[Marie Wilke]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Szenario (2026)|Szenario]]&amp;#039;&amp;#039;. Deutschland 2026, 91 Minuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Colbitz-Letzlinger Heide|Truppenübungsplatz Altmark}}&lt;br /&gt;
* Bundeswehr: [http://www.iud.bundeswehr.de/resource/resource/MzEzNTM4MmUzMzMyMmUzMTM1MzMyZTM2MzEzMDMwMzAzMDMwMzAzMDY5NjYzNTY1MzY2NTc1NjEyMDIwMjAyMDIw/DatenblattAltmark.pdf Truppenübungsplatz Altmark]&lt;br /&gt;
* [http://war-starts-here.camp/ &amp;#039;&amp;#039;War starts here&amp;#039;&amp;#039;] (Homepage des Camps)&lt;br /&gt;
* Volksstimme (12. September 2012): [http://www.volksstimme.de/gallery/MA/20120912/GALLERY/309129982 Bildergalerie]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Truppenübungsplatz}}&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Truppenübungsplatz (Bundeswehr)|Altmark]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Truppenübungsplatz in Deutschland|Altmark]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;Knoerz</name></author>
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