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	<title>Trotzkismus - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Louis Wu: /* Weblinks */ + 1</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; + 1&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:ForthInternational.svg|miniatur|Logo der [[Vierte Internationale|Vierten Internationale]] mit [[Hammer und Sichel]] und der Zahl 4]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-R15068, Leo Dawidowitsch Trotzki.jpg|mini|hochkant|Leo Trotzki (um 1929)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Trotzkismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (in der [[Selbstbezeichnung]] auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bolschewismus-Leninismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist einerseits eine von [[Leo Trotzki]] ausgehende [[Ideologie|ideologische]] Richtung des [[Marxismus]] (bzw. [[Marxismus-Leninismus]]), andererseits auch ein politischer Kampfbegriff, den [[Josef Stalin]] zur Diffamierung und [[Großer Terror (Sowjetunion)|Verfolgung politischer Gegner]] verwendete. Seine Anhänger werden als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Trotzkisten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet oder nach ihrer Selbstbezeichnung &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bolschewisten-Leninisten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bolschewiki-Leninisten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bolschewiken-Leninisten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalte ==&lt;br /&gt;
Der Trotzkismus weicht insbesondere von der durch [[Josef Stalin]] vorgegebenen Linie des orthodoxen [[Marxismus-Leninismus]] hinsichtlich der Revolutionstheorie und der Parteilehre ab. Wesentlicher Bestandteil ist die [[Permanente Revolution#Trotzki|Theorie der „Permanenten Revolution“]], das heißt: die sozialistische Revolution als weltweiter, ständiger Prozess unter Führung von [[Arbeiter- und Soldatenrat|Arbeiterräten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach eigenem Verständnis vertrat Trotzki die ursprünglichen, international ausgerichteten [[Leninismus|leninschen Lehren]] der russischen [[Oktoberrevolution]] im Gegensatz zur späteren Umdeutung durch den [[Stalinismus]] ([[Sozialismus in einem Land]]). Er definierte den Begriff in den 1920er Jahren als „die richtige Anwendung des Marxismus auf die neue Etappe in der Entwicklung der Oktoberrevolution und unserer Partei.“&amp;lt;ref&amp;gt;Trotzki: &amp;#039;&amp;#039;Die Fälschung der Geschichte der russischen Revolution,&amp;#039;&amp;#039; Buchverlag und -vertrieb Wolfgang Dröge, Dortmund 1977, ISBN 3-88191-002-6, S. 68.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu der von Stalin vertretenen These vom möglichen „Sozialismus in einem Land“ stand Leo Trotzki für einen konsequenten [[Internationalismus]]. Nach seiner Theorie der permanenten Revolution kann der [[Sozialismus]] als Übergangsgesellschaft zum [[Kommunismus]] nur auf internationaler Ebene funktionieren, weswegen die ganze Welt durch eine Revolution vom [[Kapitalismus]] befreit werden müsse. Ausgangspunkt für den Trotzkismus ist aber vor allem auch die von Trotzki 1936 verfasste Studie &amp;#039;&amp;#039;[[Verratene Revolution. Was ist die Sowjetunion und wohin treibt sie?]]&amp;#039;&amp;#039; Darin arbeitete er eine Analyse der &amp;#039;&amp;#039;Bürokratisierung&amp;#039;&amp;#039; der häufig als &amp;#039;&amp;#039;degenerierte&amp;#039;&amp;#039; [[Arbeiter-und-Bauern-Staat|Arbeiterstaaten]] bezeichneten Länder aus, in denen eine proletarische Revolution stattgefunden hatte. Trotzkisten verstehen sich, wie viele andere marxistische Strömungen auch, als Vertreter des [[Leninismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine unter anderem von trotzkistischen Bewegungen verwendete Methode ist jene des „Entrismus“, der offenen oder verdeckten Mitarbeit in Parteien und Organisationen. Ziel kann dabei sein, die eigene Ideologie zu verbreiten, Mitglieder zu gewinnen, den Kurs der Organisation zu verändern, in Zeiten der Marginalisierung beziehungsweise des Verbots revolutionärer Organisationen nicht vollständig vom politischen Geschehen isoliert zu sein oder eine legale politische Arbeitsmöglichkeit zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Trotzkismus“ als politischer Begriff wurde vor 1917 in erster Linie innerhalb der [[Sozialdemokratische Arbeiterpartei Russlands|Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Russlands]] zur Charakterisierung von Trotzkis Auffassungen verwendet.&lt;br /&gt;
Bei Stalin fungierte der Begriff nach 1923 als „Modellfall für sämtliche Formen der Linksopposition in der kommunistischen Bewegung bzw. der Sowjetunion“,&amp;lt;ref&amp;gt;Pierre Séverac: „Trotzkismus“, in: &amp;#039;&amp;#039;[[Kritisches Wörterbuch des Marxismus]],&amp;#039;&amp;#039; Bd. 7, Argument-Verlag, 1997, ISBN 3-88619-067-6.&amp;lt;/ref&amp;gt; um dann schließlich ab Mitte der 1930er Jahre hauptsächlich in der politischen Auseinandersetzung mit der sogenannten &amp;#039;&amp;#039;[[Linke Opposition in der Sowjetunion|Linken Opposition]]&amp;#039;&amp;#039; innerhalb der [[Kommunistische Internationale|III. Internationalen]] als Kampf- und Propagandabegriff verwendet zu werden. Abweichler von der Parteilinie der [[Kommunistische Partei der Sowjetunion|KPdSU]] wurden oft als &amp;#039;&amp;#039;Trotzkisten&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, so zum Beispiel in den [[Moskauer Prozesse]]n 1936 bis 1938, in denen unter anderem ehemalige Mitglieder des [[Zentralkomitee]]s verurteilt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leo Trotzki und seine Anhängerschaft bezeichneten sich selbst jedoch als &amp;#039;&amp;#039;Bolschewisten-Leninisten,&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Christophe Bourseiller: &amp;#039;&amp;#039;Doktrinärer Rigorismus und strategischer Pragmatismus – Trotzki und der Trotzkismus.&amp;#039;&amp;#039; In: Uwe Backes, Stéphane Courtois (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;„Ein Gespenst geht um in Europas“. Das Erbe kommunistischer Ideologien.&amp;#039;&amp;#039; Köln 2002, S. 213–228, hier S. 216; Bert Hoppe: &amp;#039;&amp;#039;In Stalins Gefolgschaft. Moskau und die KPD 1928–1933.&amp;#039;&amp;#039; München 2007, S. 353; von trotzkistisches Seite wird diese Form auch verwendet bei Wadim S. Rogowin: &amp;#039;&amp;#039;Weltrevolution und Weltkrieg.&amp;#039;&amp;#039; Essen 2002 [russische Originalausgabe 1998], S. 331.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Bolschewiki-Leninisten&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Bolschewiken-Leninisten,&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Siegfried Bahne: &amp;#039;&amp;#039;Der „Trotzkismus“ in Geschichte und Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Jahrgang 15, Heft 1, 1967, S. 56–86, hier S. 75.&amp;lt;/ref&amp;gt; um ihre Verbundenheit mit der [[Bolschewismus|bolschewistischen]] Ideologie unter [[Wladimir Iljitsch Lenin|Lenin]] zu betonen.&amp;lt;ref&amp;gt;Christophe Bourseiller: &amp;#039;&amp;#039;Doktrinärer Rigorismus und strategischer Pragmatismus – Trotzki und der Trotzkismus.&amp;#039;&amp;#039; In: Uwe Backes, Stéphane Courtois (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;„Ein Gespenst geht um in Europas“. Das Erbe kommunistischer Ideologien.&amp;#039;&amp;#039; Köln 2002, S. 213–228, hier S. 216.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Begriff „Trotzkismus“ bezieht sich auf den [[Kommunismus|kommunistischen]] [[Revolution]]är Leo Trotzki, Mitglied des Zentralkomitees der [[Oktoberrevolution|Russischen Revolution]], nach dem Sturz der bürgerlichen Regierung [[Alexander Fjodorowitsch Kerenski|Kerenski]] Volkskommissar des Äußeren (Außenminister) und Kriegskommissar (Kriegsminister) im [[Russischer Bürgerkrieg|Bürgerkrieg]] auf der Seite der Bolschewiki. Laut Trotzki selbst ist der Ursprung des Terminus&lt;br /&gt;
„Trotzkismus“ jedoch schon früher zu datieren, so wurde er erstmals 1905 vom damaligen russischen Außenminister Miljukow benutzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Trotzki, Leo: Mein Leben&amp;quot;&amp;gt;Leo Trotzki: &amp;#039;&amp;#039;[[Mein Leben (Trotzki)|Mein Leben]],&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1930, S. 273.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Tod [[Wladimir Iljitsch Lenin|Lenins]] entwickelten sich ideologische Auseinandersetzungen zwischen der &amp;#039;&amp;#039;Linken Opposition&amp;#039;&amp;#039; um Trotzki und den Anhängern des [[Stalinismus]] über den zukünftigen Weg. In diesem Zusammenhang wurde der Begriff „Trotzkismus“ vom herrschenden [[Triumvirat]] [[Josef Stalin|Stalin]], [[Grigori Jewsejewitsch Sinowjew|Sinowjew]] und [[Lew Borissowitsch Kamenew|Kamenew]] zur Bekämpfung der politischen Gegner angewandt. [[Karl Radek]] gab dazu 1927 das Zeugnis ab:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Ich war bei dem Gespräch mit Kamenew anwesend wo L. B.“ [gemeint ist Kamenew] „sagte, daß er vor dem Plenum des ZK offen erklären würde, wie sie, das heißt, Kamenew und Sinowjew, sich zusammen mit Stalin entschieden, die alten Uneinigkeiten zwischen L. D. [gemeint ist Trotzki] und Lenin zu nutzen, um dadurch Genossen Trotzki nach Lenins Tod von der Führung der Partei fernzuhalten. Überdies habe ich wiederholt aus dem Munde von Sinowjew und Kamenew die Erzählung darüber gehört, wie sie den Trotzkismus als einen aktuellen Slogan ‚erfunden‘ hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:K. Radek&lt;br /&gt;
:25. Dezember 1927“&amp;lt;ref name=&amp;quot;et&amp;quot;&amp;gt;Trotzki: „Lenins unterdrücktes Testament“, zitiert nach: [http://www.marxists.org/archive/trotsky/1932/12/lenin.htm] (englischer Text, eigene Übersetzung).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Zweck der „Erfindung“ des Trotzkismus schreibt Trotzki selbst 1932 in „Lenins unterdrücktes Testament“ weiter:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Ähnliche geschriebene Zeugnisse wurden von [[Jewgeni Alexejewitsch Preobraschenski|Preobraschenski]], [[Georgi Leonidowitsch Pjatakow|Pjatakow]], [[Christian Georgijewitsch Rakowski|Rakowski]] und [[Wiktor Borissowitsch Jelzin|Jelzin]] abgegeben. Pjatakow, der gegenwärtige Direktor der Staatsbank, fasste Sinowjews Zeugnis in den folgenden Worten zusammen:&lt;br /&gt;
::»‚Trotzkismus‘ war zu dem Zweck erfunden worden, die wirklichen Meinungsunterschiede durch fiktive Unterschiede zu ersetzen, das heißt, vergangene Unterschiede zu nutzen, die keine Auswirkung auf die Gegenwart hatten, die aber zu dem oben erwähnten, bestimmten Zweck künstlich wiederbelebt wurden.«&amp;lt;ref name=&amp;quot;et&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 rühmte sich Sinowjew auch gegenüber Rakowski seiner erfolgreichen Taktik gegen Trotzki und bedauerte nur, »dieses Kapital schlecht angewandt und vergeudet zu haben.«“&amp;lt;ref&amp;gt;Trotzki: &amp;#039;&amp;#039;Stalin Eine Biographie,&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage, Arbeiterpresse Verlag, Essen 2006, ISBN 3-88634-078-3, S. 446.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1926 kam es dann innerhalb der KPdSU, der III. Internationale und den in ihr zusammengeschlossenen Parteien immer wieder zu &amp;#039;&amp;#039;[[Stalinsche Säuberungen|Säuberungen]]&amp;#039;&amp;#039; von oft als „Trotzkisten“ bezeichneten „Abweichlern“ von der herrschenden „Generallinie“ der KPdSU. Teilweise wurden die Anhänger der &amp;#039;&amp;#039;Linken Opposition&amp;#039;&amp;#039; aus der Partei entfernt, andere in die [[Verbannung]] geschickt, und weitere gingen ins [[Exil]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Parteiausschlüssen und dem Schock über die Machtübernahme durch die [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] in Deutschland wurde 1938 die [[Vierte Internationale]] gegründet, die sich als [[Marxismus|marxistische]] weltumspannende Organisation verstand. Die inhaltliche Grundlage wurde durch Arbeiten Leo Trotzkis ergänzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vierte Internationale erlebte 1953 eine Spaltung in zwei Flügel, [[Pablismus|Pablisten]] und &amp;#039;&amp;#039;orthodoxe Trotzkisten,&amp;#039;&amp;#039; die sich 1963 zum Teil wieder vereinigten. Splitter dieser Spaltung gründeten zum Teil eigene internationale Organisationen oder beanspruchen teilweise auch den Titel &amp;#039;&amp;#039;IV. Internationale.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herrschende Diskurse im „[[Realsozialismus]]“ bezeichneten den Trotzkismus als „eine kleinbürgerliche Strömung“, die dem Marxismus-Leninismus, der internationalen kommunistischen Bewegung und dem sozialistischen Weltsystem – insbesondere der Sowjetunion – feindlich gegenübersteht.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Kleines Politisches Wörterbuch,&amp;#039;&amp;#039; Dietz Verlag Berlin, 3. überarbeitete Auflage 1978, S. 901.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Trotzkisten haben sich ideologisch geöffnet und in einigen Punkten vom orthodoxen Marxismus abgegrenzt. Nach den [[Studentenbewegung]]en der 1960er und 1970er Jahre haben sich Trotzkisten auch den sogenannten „neuen Fragen“ zu [[Ökologie]], [[Patriarchat (Soziologie)|Patriarchat]] und Frauenunterdrückung und Ähnlichem gestellt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--== Bekannte Trotzkisten ==&lt;br /&gt;
[[Erwin Heinz Ackerknecht]], [[Tariq Ali]], [[Daniel Bensaïd]], Wolrad Bode&amp;lt;ref&amp;gt;Wolrad Bode (1945–2006) war ein weitgereister Internationalist, der als „Macher“ und Lektor von trotzkistischen Zeitschriften in Schweden, Chile, Spanien und Deutschland gewirkt hatte. Siehe auch: [[Winfried Wolf (Journalist)|Winfried Wolf]], [http://www.vsp-vernetzt.de/soz-0610/0610221.htm Zum Tod von Wolrad Bode. Ein subjektiver Nachruf], SoZ – Sozialistische Zeitung, Oktober 2006, Seite 22.&amp;lt;/ref&amp;gt;, [[Pierre Broué]], [[Alex Callinicos]], [[James P. Cannon]], [[Tony Cliff]], [[Helmut Dahmer]], [[Isaac Deutscher]], [[Hal Draper]], [[Raya Dunayevskaya]], [[Chen Duxiu]], [[Ted Grant]], [[Anton Grylewicz]], [[Duncan Hallas]], [[Chris Harman]], [[Gerry Healy]], [[Walter Held]], [[Oskar Hippe]], [[C. L. R. James]], [[Georg Jungclas]], [[Frida Kahlo]], [[Alain Krivine]], [[Arlette Laguiller]], [[Ken Loach]], [[Michael Löwy]], [[Livio Maitan]], [[Ernest Mandel]], [[Jakob Moneta]], [[Nahuel Moreno]], [[Pierre Naville]], [[David North]], [[Michel Pablo]], [[Juan Posadas]], [[Christian Georgijewitsch Rakowski|Christian Rakowski]], [[Vanessa Redgrave]], [[Lucy Redler]], [[Karl Retzlaw]], [[Diego Rivera]], [[Roman Rosdolsky]], [[Lew Lwowitsch Sedow|Leo Sedow]], [[Oskar Seipold]], [[Max Shachtman]], [[Peter Taaffe]], [[Tạ Thu Thâu]], [[Lynn Walsh]], [[Wang Fanxi]], [[Janine Wissler]], [[Winfried Wolf (Journalist)|Winfried Wolf]], [[Alan Woods]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Typologische Einordnung ==&lt;br /&gt;
Als Hauptmerkmal der verschiedenen trotzkistischen Strömungen gelten ein ausgeprägter [[Internationalismus]] und damit einhergehend eine generelle Ablehnung des Nationalstaates, da auf dessen Grundlage keine Revolution erfolgreich umgesetzt werden könne. Stattdessen wird von Trotzkisten ein kontinentaler Rätestaat angestrebt, der ihnen als Grundlage für die Möglichkeit der eigenen politischen Überflüssigkeit gilt, und dem der ohne Herrschaft funktionierende [[Weltkommunismus]] folgen soll. Als Widerspruch zu ihrer Forderung nach einem [[Rätesystem]] und einer „Arbeiterdemokratie“ steht laut der Extremismusforschung die Berufung auf die „bolschewistisch-leninistische“ Tradition der Trotzkisten. Laut dieser wird eine gemäß dem „[[Demokratischer Zentralismus|Demokratischen Zentralismus]]“  organisierte [[Kaderpartei]] gefordert, in der einerseits „fraktionsfreiheit“ und andererseits „linientreue“ verlangt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Uwe Backes: &amp;#039;&amp;#039;Extremistische Ideologien.&amp;#039;&amp;#039; In: Eckhard Jesse, Tom Mannewitz (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Extremismusforschung. Handbuch für Wissenschaft und Praxis.&amp;#039;&amp;#039; Nomos Verlag, Baden-Baden 2018, S. 99–160, hier S. 132 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Trotzkismus gilt in der Extremismusforschung nicht als eine „in sich geschlossene eigenständige Lehre, sondern eine Modifikation des Marxismus-Leninismus“.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. die Beurteilung durch das Bayerische Landesamt für Verfassungsschutz ([https://www.verfassungsschutz.bayern.de/linksextremismus/definition/ideologie/trotzkismus/index.html online]).&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationen und Parteien ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Liste trotzkistischer Organisationen}}Einige der heutigen trotzkistischen Organisationen beanspruchen, in der ungebrochenen Tradition der Vierten Internationale zu stehen, die aus ihrer Sicht entweder ununterbrochenen Bestand hatte oder Gegenstand einer Wiedergründung war. Manche davon haben viele Gemeinsamkeiten und überschneiden sich in ihrer Ausrichtung sehr stark, zudem unterscheidet sich die Anzahl der Mitglieder stark. Gewisse Richtungen jedoch, die sich als trotzkistisch verstehen, argumentieren, dass die Vierte Internationale nicht mehr existiere, wobei sie auch keinen Wiederaufbau anstreben. Andere wiederum sind der Auffassung, dass die Bezeichnung „Vierte Internationale“ in einem Maße diskreditiert sei, dass eine „Fünfte Internationale“ gegründet werden müsse. Wichtige Unterscheidungsmerkmale sind das Verhältnis zur [[Sozialdemokratie]] und zum (Ex-)[[Stalinismus]].&lt;br /&gt;
=== Im deutschsprachigen Raum ===&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Sektionen der [[Vierte Internationale|wiedervereinigten Vierten Internationale]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Internationale sozialistische Organisation|Internationale Sozialistische Organisation]]&amp;#039;&amp;#039; (ISO), nach Fusion&amp;lt;ref&amp;gt;[https://intersoz.org/internationale-sozialistische-organisation-gegruendet/ &amp;#039;&amp;#039;Internationale Sozialistische Organisation gegründet&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; von&lt;br /&gt;
** [[Revolutionär Sozialistischer Bund/Vierte Internationale]] (RSB) – Deutschland&lt;br /&gt;
** [[internationale sozialistische linke]] (isl) – Deutschland&lt;br /&gt;
* [[Sozialistische Alternative (SOAL)|Sozialistische Alternative]] (SOAL) – Österreich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Sektionen der [[Internationales Komitee der Vierten Internationale|Vierten Internationale (Internationales Komitee)]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Sozialistische Gleichheitspartei]] – Deutschland&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Sektionen der [[International Communist League (Fourth Internationalist)|Internationalen Kommunistischen Liga (Vierte Internationalisten)]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Spartakist-Arbeiterpartei Deutschlands]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039; Sektionen des [[Committee for a Workers’ International]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Sozialistische Alternative (SAV)|Sozialistische Alternative]] (SAV) – Deutschland&lt;br /&gt;
* [[Sozialistische Linkspartei|Sozialistische LinksPartei]] (SLP) – Österreich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Sektionen der [[Liga für die Fünfte Internationale]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Gruppe Arbeitermacht | Gruppe ArbeiterInnenmacht]] – Deutschland&lt;br /&gt;
* Arbeiter*innenstandpunkt (AST) – Österreich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Mitglieder der [[International Socialist Tendency]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Marx21]] – Deutschland&lt;br /&gt;
* Linkswende – Österreich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Sektionen der [[Revolutionäre Kommunistische Internationale|Revolutionäre Kommunistische Internationale (RKI)]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Revolutionäre Kommunistische Partei (RKP) – in Deutschland, Österreich und der Schweiz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Sonstige Organisationen&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Internationale Bolschewistische Tendenz]] (Deutsche Sektion)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Revolutionär Sozialistische Organisation&amp;#039;&amp;#039; (RSO) – Österreich und Deutschland&lt;br /&gt;
* Revolutionäre Internationalistische Organisation (RIO)&lt;br /&gt;
* [[Bewegung für den Sozialismus]] (BFS) – Schweiz&lt;br /&gt;
* [[Trotzkistische Fraktion – Vierte Internationale]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Aufgelöste trotzkistische Organisationen und Parteien&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Gruppe Internationale Marxisten]] (GIM)&lt;br /&gt;
* [[Linksruck]] – Deutschland&lt;br /&gt;
* [[Voran]] – Deutschland&lt;br /&gt;
* [[Maulwurf (Trotzkismus)|Maulwurf]]&lt;br /&gt;
* [[Sozialistische Arbeiterpartei (Schweiz)|Revolutionäre Marxistische Liga (RML)/Sozialistische Arbeiterpartei (SAP)]] – Schweiz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Robert J. Alexander: &amp;#039;&amp;#039;International Trotskyism, 1929–1985. A Documented Analysis of the Movement.&amp;#039;&amp;#039; Duke University Press, Durham NC 1991, ISBN 0-8223-0975-0 (englisch).&lt;br /&gt;
* Loren Balhorn: &amp;#039;&amp;#039;Hat der Trotzkismus eine Zukunft?,&amp;#039;&amp;#039; in: [[Arbeit – Bewegung – Geschichte]], Heft 1 2022, S. 71–92.&lt;br /&gt;
* [[Günter Bartsch]]: &amp;#039;&amp;#039;Trotzkismus als eigentlicher Sowjetkommunismus? Die IV. Internationale und ihre Konkurrenzverbände.&amp;#039;&amp;#039; Dietz, Berlin / Bonn 1977, ISBN 3-8012-1098-7.&lt;br /&gt;
* [[Daniel Bensaïd]]: &amp;#039;&amp;#039;Was ist Trotzkismus?&amp;#039;&amp;#039; Ein Essay (übersetzt von Harald Etzbach, Paul B. Kleiser und Patrick Ramponi), ISP, Köln  2004, ISBN 978-3-89900-108-2 ([https://www.neuerispverlag.de/download.php?titel=idnr7.pdf als PDF-Datei, 136 Seiten 257 KB]).&lt;br /&gt;
* [[Alex Callinicos]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.marxists.de/trotism/callinicos/index.htm Trotskyism],&amp;#039;&amp;#039; Open University Press, 1990 (englisch).&lt;br /&gt;
* [[Manuel Kellner]]: &amp;#039;&amp;#039;Trotzkismus,&amp;#039;&amp;#039; Schmetterling, Stuttgart 2004, ISBN 3-89657-584-8.&lt;br /&gt;
* Manuel Kellner: &amp;#039;&amp;#039;Trotzkismus 2.0,&amp;#039;&amp;#039; Schmetterling, Stuttgart 2022, ISBN 3-89657-178-8.&lt;br /&gt;
* [[David King (Fotohistoriker)|David King]]: &amp;#039;&amp;#039;Roter Stern über Russland: Eine visuelle Geschichte der Sowjetunion von 1917 bis zum Tode Stalins&amp;#039;&amp;#039;  Mehring, Essen 2010, ISBN 978-3-88634-091-0.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Lubitz, Petra Lubitz: &amp;#039;&amp;#039;Trotsky Bibliography.&amp;#039;&amp;#039; An international classified list of publications about Leon Trotsky and Trotskyism, 1905–1997. 3., totally revised and essentially enlarged edition. 2 Bände, Saur, München 1999, ISBN 3-598-11391-9 (englisch).&lt;br /&gt;
* [[Ernest Mandel]]: &amp;#039;&amp;#039;Trotzki als Alternative,&amp;#039;&amp;#039; Dietz, Berlin 1992, ISBN 3-320-01730-6.&lt;br /&gt;
* [[Herbert Meißner (Wirtschaftswissenschaftler)|Herbert Meißner]]: &amp;#039;&amp;#039;Trotzki und der Trotzkismus gestern und heute,&amp;#039;&amp;#039; Wiljo Heinen, Berlin 2011, ISBN 978-3-95514-002-1.&lt;br /&gt;
* [[David North]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Erbe, das wir verteidigen. Ein Beitrag zur Geschichte der Vierten Internationale.&amp;#039;&amp;#039; [[Mehring Verlag]]. Essen 2018. ISBN 3-88634-139-9.&lt;br /&gt;
* [[Wadim Sacharowitsch Rogowin|Wadim S. Rogowin]]: &amp;#039;&amp;#039;Trotzkismus,&amp;#039;&amp;#039; Mehring, Essen 2010, ISBN 978-3-88634-080-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Trotskyism|Trotzkismus}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [http://www.broadleft.org/trotskyi.htm Broadleft.org] (Linkverzeichnis zu trotzkistischen Organisationen, Stand 2005)&lt;br /&gt;
* [http://www.marxists.org/history/etol/index.htm Encyclopedia of Trotskyism On-Line (ETOL)] (englisch)&lt;br /&gt;
* [https://www.bpb.de/themen/1RQDMP,0,Das_trotzkistische_Spektrum_im_Linksextremismus.html &amp;#039;&amp;#039;Das trotzkistische Spektrum im Linksextremismus&amp;#039;&amp;#039;] (Dossier Linksextremismus). Bundeszentrale für Politische Bildung, 28. Oktober 2010.&lt;br /&gt;
* [https://www.trotskyana.net/ The Lubitz Trotskyana.Net] dealing with Leon Trotsky, Trotskyism and Trotskyists (englisch)&lt;br /&gt;
* John Kelly: &amp;#039;&amp;#039;World Trotskyism in 2025: A Brief Sketch&amp;#039;&amp;#039;, [https://www.historicalmaterialism.org/world-trotskyism-in-2025-a-brief-sketch/ veröffentlicht am 25. Februar 2026 auf historicalmaterialism.org].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4061029-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Trotzkismus| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kommunismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte des Sozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Sowjetunion)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Marxistische Strömung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Louis Wu</name></author>
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