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	<title>Trotz - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Trotz&amp;diff=223972&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-37959-7: /* Sprachgebrauch */ präzisiert und belegt, Bewertung &quot;falsch/richtig&quot; raus und Verweis auf andere Präposition gestrichen</title>
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		<updated>2025-08-12T07:12:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Sprachgebrauch: &lt;/span&gt; präzisiert und belegt, Bewertung &amp;quot;falsch/richtig&amp;quot; raus und Verweis auf andere Präposition gestrichen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschäftigt sich mit dem Verhalten. Zu anderen Bedeutungen siehe [[Trotz (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:NO-oslo-vigeland-01 (retouched).jpg|mini|hochkant|Die Skulptur &amp;#039;&amp;#039;[[Der kleine Trotzkopf]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Gustav Vigeland]] im [[Vigelandsanlegget|Vigeland-Skulpturenpark]] in Oslo]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Trotz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Sozialverhalten|Verhalten]] des Widerstands (entweder im allgemeinen Sinne, [[Widerstand (Psychologie)|im Sinne der Psychologie]] in der [[Psychotherapie]] oder [[Widerstand (Politik)|im politischen Sinne]]), das sich in hartnäckigem, oft auch von heftigen Gefühlsausbrüchen begleitetem Beharren auf einer [[Meinung]] oder einem (ggf. auch nur vermeintlichen) [[Recht]] äußert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Trotz&amp;#039;&amp;#039; (mittelhochdeutsch (vorwiegend) &amp;#039;&amp;#039;tra(t)z&amp;#039;&amp;#039;, oberdeutsch &amp;#039;&amp;#039;tru(t)z&amp;#039;&amp;#039; für ‘Widersetzlichkeit, Feindseligkeit, Herausforderung’, frühneuhochdeutsch auch ‘Unerschrockenheit, Mut’&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.dwds.de/wb/Trotz |titel=DWDS – Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache |abruf=2021-05-26 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ursprünglich nicht negativ [[konnotiert]], sondern bezeichnete allgemein Gegenwehr oder Standhaftigkeit (vgl. etwa Redewendungen wie &amp;#039;&amp;#039;Trutz bieten&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Schutz und Trutz&amp;#039;&amp;#039;). In Bezug auf kindliches Verhalten wird der Begriff jedoch traditionell negativ verstanden, anders als im wissenschaftlichen [[Diskurs]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trotz als Verhalten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Crying-girl.jpg|mini|Trotzendes Kind]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Trotz empfindende und ausübende Mensch befindet sich dabei in einem Zustand des inneren, leicht auch äußeren Widerstandes gegen die soziale Umwelt im Sinne der [[Selbstbehauptung]]. Es besteht immer auch eine [[Tendenz]] zum Abbruch der [[Kommunikation]]. In der Psychologie ist auch die komplexe Abwehrreaktion der [[Reaktanz (Psychologie)|Reaktanz]] beschrieben, die zum Beispiel dann eintritt, wenn eine [[Appell (Kommunikation)|Appellbotschaft]] auf der [[Beziehungsebene]] nicht fundiert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lawrence Sherman machte 1993 den Trotz zum Gegenstand einer [[Kriminalitätstheorien|Kriminalitätstheorie]], die [[Trotztheorie]] genannt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Lawrence W. Sherman]] |Titel=Defiance, Deterrence, and Irrelevance: A Theory of the Criminal Sanction |Sammelwerk=Journal of Research in Crime and Delinquency |Band=30 |Nummer=4 |Datum=1993 |Seiten=445–473 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Trotz in der Kindesentwicklung ===&lt;br /&gt;
Im Rahmen der [[Psychogenese]] des Kindes entwickelt sich in der Zeit zwischen dem zweiten und etwa dem vierten [[Lebensalter|Lebensjahr]] der kindliche [[Selbstbehauptung]]swille. In der [[Entwicklungspsychologie]] wird diese Zeit [[Autonomie]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;phase genannt, doch sind auch die Begriffe &amp;#039;&amp;#039;Trotzalter&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Trotzphase&amp;#039;&amp;#039; gebräuchlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;zweites Trotzalter&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wurde früher häufig eine bestimmte Phase in der [[Pubertät]] bezeichnet, in der die [[Jugendlicher|Heranwachsenden]] sich insbesondere gegen die [[Erziehungsberechtigter|Erziehungsberechtigten]] wenden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hans H. Studt, Henning Mast |Titel=Zur Ätiopathogenese der Colitis Ulcerosa und des Morbus Crohn |Verlag=Springer-Verlag |Ort=Berlin, Heidelberg |Datum=1986 |Seiten=45 |Online=[https://page-one.springer.com/pdf/preview/10.1007/978-3-642-71365-1_6 Online bei springer.com] |Format=PDF |KBytes=400}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Christoph Steinebach]] |Titel=Entwicklungspsychologie |Verlag=Klett-Cotta Verlag |Ort=Stuttgart |Datum=2000 |ISBN=978-3-608-91029-2 |Seiten=20 |Online={{Google Buch |BuchID=r5ZwOi54XQUC |Seite=20 |Hervorhebung=&amp;quot;2. Trotzalter&amp;quot;}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hanns M. Trautner |Titel=Lehrbuch der Entwicklungspsychologie |TitelErg=Theorien und Befunde |Band=2 |Auflage=2 |Verlag=Hogrefe, Verlag für Psychologie |Ort=Göttingen; Bern; Toronto; Seattle |Datum=1997 |ISBN=978-3-8017-0260-1 |Online={{Google Buch |BuchID=lAqCIfDzzzkC |Seite=34 |Hervorhebung=&amp;quot;2. Trotzalter&amp;quot;}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Nico Mayer, Christina Honecker, Roman Jeltsch, Ulrike Breier |url=https://user.uni-frankfurt.de/~guenter/ws2008/schreiben/meves%20hausarbeit%20f%FCr%20schreibwerkstatt%20v%20Ulrike.pdf |titel=Analyse von Christa Meves – Ordnungsvorstellung – Am Beispiel des Jugendbildes – |werk=Grundkursarbeit |hrsg=Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt |datum=2004 |seiten=7 |abruf=2019-05-20 |format=PDF PDF160KB}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Karl Schmeing |Titel=Reifungsstufen der kindlich-jugendlichen Entwicklung. Biologische, psychologische und soziologische Problematik |Sammelwerk=Bildung und Erziehung |Band=5 |Verlag=Böhlau Verlag |Ort=Köln |Datum=1952 |ISSN=2194-3834 |Seiten=568–572 |Online=[https://www.degruyter.com/view/j/bue.1952.5.issue-jg/bue-1952-jg80/bue-1952-jg80.xml bei &amp;#039;&amp;#039;de Gruyter&amp;#039;&amp;#039;] |Abruf=2019-05-20 |DOI=10.7788/bue-1952-jg80}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Susanne Wied, Angelika Warmbrunn |Titel=Pschyrembel® Wörterbuch Pflege |Verlag=Verlag Walter de Gruyter |Ort=Berlin, New York |Datum=2013 |ISBN=978-3-11-016948-5 |Seiten=532 |Online={{Google Buch |BuchID=KeAfAAAAQBAJ |Seite=532 |Hervorhebung=&amp;quot;zweites Trotzalter&amp;quot;}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.wissen.de/lexikon/trotzalter |titel=Trotzalter |werk=Lexikon |hrsg=wissen.de |abruf=2019-05-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Trotzphasen des Kindes in der frühen Sprachentwicklung ===&lt;br /&gt;
In der [[Spracherwerb|Sprachentwicklung]] des Kindes, etwa ab dem Alter von 1½&amp;amp;nbsp;Jahren an, beginnt das erste Fragealter, das inzwischen auch als 1.&amp;amp;nbsp;Trotzphase bezeichnet wird. Das Kind drückt mit seinem noch relativ geringen [[Wortschatz]] von etwa 50 Wörtern alle seine Wünsche und Bedürfnisse aus und versucht diese in Einklang mit seinem Umfeld zu bringen. Dabei werden Fragen an den Erwachsenen gestellt, die, wenn sie mit &amp;#039;&amp;#039;ja&amp;#039;&amp;#039; beantwortet werden, vom Kind als positiv gewertet werden. Wird etwas verneint, so kommt es zu Gefühlen wie Wut, Trauer, Enttäuschung und Angst. Die linke Gehirnhälfte, der bei Kindern Funktionen wie logisches Denken, Sprache und analytisches Denken zugeschrieben werden, ist bei Stresserlebnissen inaktiv, weswegen eine Kommunikation unmöglich wird. Durch kurze Sätze, Wiederholungen und das Spiegeln von Emotionen kann erreicht werden, dass das Kind für Ablenkung oder Trost empfänglich wird. Diese Trotzreaktionen treten jedoch nicht bei allen Kindern in diesem Alter auf. Insofern ist Trotzphase heute ein ungesicherter und in Psychologie und Pädagogik kaum mehr verwendeter Begriff, noch dazu ist er herablassend und negativ wertend. Das kleinkindliche Verhalten wird passender mit dem Begriff „Autonomiephase“ bezeichnet, da es sich dabei um einen ersten Ablöseprozess handelt, in dem Kinder erkennen, dass ihre Bedürfnisse nicht mehr wie selbstverständlich erfüllt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zweite Fragealter beginnt ab dem vierten bis fünften Lebensjahr, wenn die Wortschatzentwicklung bereits weit fortgeschritten ist. Das Kind stellt jetzt &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Warum-Fragen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, um Informationen zu den einzelnen es beschäftigenden Gebieten zu bekommen und stellt auch die Erwachsenen in Frage, wenn es erkennt, dass diese keine Antwort auf seine Frage parat haben. Während dieser Phase widersprechen Kinder ihren Eltern und versuchen durch Sturheit, Bockigkeit und kreative Ideen ihre erwachsenen Mitmenschen auf das eigentliche Problem hinzuweisen. Kinder in diesem Alter haben gelernt, Stress besser zu bewältigen, so dass die Fähigkeit, sich an die Umstände anzupassen, immer besser ausgeprägt ist. Erst im Grundschulalter ist zu erwarten, dass der bewusste Umgang mit Wut und Ärger so weit ausgeprägt ist, dass Trotzanfälle nicht mehr auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprachgebrauch ==&lt;br /&gt;
* Die [[Redensart]] „Schutz und Trutz“ unterscheidet die helfende und die kämpferische Seite z.&amp;amp;nbsp;B. eines Bündnisses (zum Beispiel: [[Schutz- und Trutzbündnisse 1866|Schutz- und Trutzbund]]). Auch die Wörter &amp;#039;&amp;#039;[[Trutzburg]]&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;[[Kaisertrutz]]&amp;#039;&amp;#039; leiten sich vom Wort &amp;#039;&amp;#039;trotzen&amp;#039;&amp;#039; ab.&lt;br /&gt;
* Die Präposition &amp;#039;&amp;#039;trotz&amp;#039;&amp;#039; bildete sich im 16./17. Jahrhundert und war zunächst mit dem [[Dativ]] verbunden („trotz dem Regen“), ab Mitte des 18. Jahrhunderts vermehrt mit dem Genitiv („trotz des Regens“),&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dwds.de/wb/etymwb/trotz Stichwort „trotz“] in: &amp;#039;&amp;#039;Etymologisches Wörterbuch des Deutschen&amp;#039;&amp;#039; (1993), digitalisierte und von [[Wolfgang Pfeifer (Etymologe)|Wolfgang Pfeifer]] überarbeitete Version im [[Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache|Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache]], abgerufen am 12. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; der heute überwiegt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.duden.de/rechtschreibung/trotz |titel=trotz (Grammatik) |werk=Duden online |abruf=2025-08-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Von &amp;#039;&amp;#039;Trotz&amp;#039;&amp;#039; abgeleitet sind das Verb &amp;#039;&amp;#039;trotzen&amp;#039;&amp;#039; (intransitiv bzw. transitiv mit dem Dativ) und die einen Hauptsatz einleitende Konjunktion &amp;#039;&amp;#039;trotzdem&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
** im positiven Sinne außerhalb des oben beschriebenen Bedeutungszusammenhangs als &amp;#039;&amp;#039;trotzen&amp;#039;&amp;#039; = einer Sache (u.&amp;amp;nbsp;a. [[Unwetter]], [[Gefahr]]) oder einer Person (u.&amp;amp;nbsp;a. [[Feind]]) (erfolgreich) Widerstand leisten&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;etwas aus/zum Trotz tun&amp;#039;&amp;#039; = etwas tun, nur weil es der Andere nicht will oder wünscht&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[nichtsdestotrotz]]&amp;#039;&amp;#039; ist eine häufig genutzte, ursprünglich scherzhafte Mischbildung aus &amp;#039;&amp;#039;nichtsdestoweniger&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;trotzdem&amp;#039;&amp;#039;, die inzwischen der Standardsprache angehört.&lt;br /&gt;
* „Trotz und [[Eitelkeit]] hält der Schönheit Gesellschaft“ (K. F. W. Wander: [[Wanders Deutsches Sprichwörter-Lexikon]], Bd. 4, S. 1339.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Wut]], Abschnitt [[Wut#Wutanfälle beim Kind|Wutanfälle beim Kind]]&lt;br /&gt;
* [[Passiv-aggressive Persönlichkeitsstörung]]&lt;br /&gt;
* [[Indignation]], [[Protest]], [[Ziviler Ungehorsam]], [[Gehorsamsverweigerung]], [[Aufstand]], [[Revolte]]&lt;br /&gt;
* [[Analcharakter]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikiquote}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [http://www.zeno.org/Adelung-1793/A/Trotz,+der Trotz bei Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 4. Leipzig 1801]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Entwicklungspsychologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-37959-7</name></author>
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