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	<title>Trost - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Trost&amp;diff=145112&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;APPERbot: Bot: Fix Parameter lemid in Vorlage:Deutsches Wörterbuch (&quot;G&quot; nicht notwendig wenn danach ein Buchstabe folgt)</title>
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		<updated>2026-02-19T09:54:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Fix Parameter lemid in Vorlage:Deutsches Wörterbuch (&amp;quot;G&amp;quot; nicht notwendig wenn danach ein Buchstabe folgt)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Trost&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist zwischenmenschliche Zuwendung an jemanden, der [[trauer]]t oder anderen seelischen bzw. körperlichen Schmerz zu ertragen hat. Diese Person wird getröstet. Trost kann durch Worte, Gesten und Berührung gespendet werden. Der Schmerz und die [[Traurigkeit]] des Getrösteten sollen gelindert werden; er soll spüren, dass er nicht allein gelassen ist; seine seelische Verfassung soll gestärkt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:After Hurricane Ike in Texas.jpg|mini|hochkant=1.4|Fallschirmspringer tröstet ein Opfer des [[Hurrikan Ike|Hurrikans Ike]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wort &amp;#039;&amp;#039;Trost&amp;#039;&amp;#039; (entstanden im Althochdeutschen im 8. Jahrhundert) hängt etymologisch mit dem indogermanischen Wortstamm &amp;#039;&amp;#039;treu&amp;#039;&amp;#039; zusammen und bedeutet &amp;#039;&amp;#039;Festigkeit&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;seelischer Halt&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Zuversicht&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Ermutigung im Leid&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Deutsches Wörterbuch |Lemma=Trost |Band=11 |Sp=901 ff. |lemid=T12526}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das griechische Wort für „Trost“ (parēgoriá) bedeutet auch Zuspruch, Ermahnung, Ermutigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Consolatio ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Consolatio&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist [[Lateinische Sprache|lateinisch]] für &amp;#039;Trost&amp;#039; und &amp;#039;Trostschrift&amp;#039;. Trostschriften als „praktisch-philosophische Anleitungen, Trauer zu bewältigen und zu lindern“&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Weidmann, Karl-Ernst Bühler: &amp;#039;&amp;#039;Trost und Trösten als ärztliche Aufgabe: Geistesgeschichtliche Grundlagen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Würzburger medizinhistorische Mitteilungen&amp;#039;&amp;#039;, Band 25, 2006, S. 339–362, hier: S. 342.&amp;lt;/ref&amp;gt; gab es sowohl in der Antike in Gedichtform (z.&amp;amp;nbsp;B. als Zuspruch für die Überlebenden in [[Publius Papinius Statius|Statius&amp;#039;]] &amp;#039;&amp;#039;[[Silvae]]&amp;#039;&amp;#039;) als auch in [[Prosa]]form (etwa von [[Seneca]]). Bekannt wurde die spätantike Schrift von [[Boethius]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Consolatio Philosophiae]]&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;(Der Trost der Philosophie)&amp;#039;&amp;#039;. In der Literaturwissenschaft wird diese Gattung als Konsolationsliteratur bezeichnet. Sie wurde in christlicher Zeit übernommen und ausgebaut. In hoher literarischer Qualität geschah das bereits im 12.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert in der philosophischen &amp;#039;&amp;#039;[[Consolatio de morte amici]]&amp;#039;&amp;#039; des Benediktiners [[Laurentius von Durham]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Udo Kindermann]]: &amp;#039;&amp;#039;Soll man um Tote trauern? Eine Antwort aus dem Jahre 1141&amp;#039;&amp;#039;. Erlangen 2010, ISBN 978-3-7896-0688-5&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jüdischer und Christlicher Kontext ==&lt;br /&gt;
Im [[Tanach]] ist die Erfahrung des Trostes, den Gott schenkt, ein wichtiges Motiv, denn darin kommt zum Ausdruck, dass Gott Anteil nimmt am Schicksal seines Volkes und am Leid der Menschen. Dies gilt besonders für die [[Babylonisches Exil|exilische Zeit]]. Der zweite Teil des Buchs [[Jesaja]] (40–66) wird als das &amp;#039;Trostbuch&amp;#039; bezeichnet&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. das von [[Richard Seewald]] illustrierte: Jesaja. Ein Trostbuch. 23 Zeichnungen und eine Einführung. Freiburg i. Br., Christophorus-Verlag, 1969&amp;lt;/ref&amp;gt;. Bekannt ist die prägnante Vertonung &amp;#039;&amp;#039;Comfort ye my people&amp;#039;&amp;#039; im [[Messiah|Messias]] von [[Georg Friedrich Händel]] (1742). Der tröstende Gott ist bei Jesaja mit weiblichen Attributen vorgestellt, der Trost der Mutter für ihr Kind ({{Bibel|Jes|49|14f}}, {{Bibel|Jes|66|11-13}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daran wird christlich im [[Neues Testament|Neuen Testament]] angeknüpft und Tröster mit &amp;#039;&amp;#039;parakletos&amp;#039;&amp;#039; ([[Paraklet]], der &amp;#039;&amp;#039;Herbeigerufene&amp;#039;&amp;#039;) übersetzt, ein Ausdruck, der den zur Unterstützung &amp;#039;&amp;#039;herbeigerufenen&amp;#039;&amp;#039; Beistand meint.&amp;lt;ref&amp;gt;Artikel &amp;#039;&amp;#039;παράκλητος&amp;#039;&amp;#039; in: Walter Bauer: Griechisch-Deutsches Wörterbuch zu den Schriften des Neuen Testaments, 5. Auflage, Berlin 1958, Sp. 1226–1228&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Tröster&amp;#039;&amp;#039; in diesem Sinn ist im [[Evangelium nach Johannes|Johannes-Evangelium]] {{Bibel|Joh |14|16}} der [[Heiliger Geist|Heilige Geist]], der die Jünger Jesu nach dessen Abschied und Himmelfahrt bis zu seiner Wiederkunft &amp;#039;&amp;#039;trösten&amp;#039;&amp;#039; soll.&lt;br /&gt;
Bei Paulus findet sich die Gottesbezeichnung „der Gott allen Trostes“ {{Bibel|2 Kor|1|3}}. Gott selbst erscheint hier als derjenige, der die Kraft schenkt, [[Leidensdruck|Leiden]] (speziell Verfolgung um des Glaubens willen) durchzustehen. Paulus sieht das Leiden des Christen als Mitleiden mit Christus und genau darin den Trost ({{Bibel|2 Thess|2|16}}); Christi Auferstehung ist Trost in der Verfolgung ({{Bibel|1 Thess|4|13-18}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Apostelgeschichte wird ein Josef erwähnt, der „[[Barnabas (Apostel)|Barnabas]] genannt wurde – was übersetzt heißt: Sohn des Trostes …“ {{Bibel|Apg|4|36}}.&amp;lt;ref&amp;gt;Weitere Übersetzungen sind:&lt;br /&gt;
„der Tröster“ – Hoffnung für Alle; „der Mann, der anderen Mut macht“ – Gute Nachricht Bibel; „Filius consolationis“ – [[Vulgata]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Christen beziehen in schweren Zeiten Trost und Ermutigung aus ihrem Glauben. Das Beten oder Rezitieren von Psalmversen gibt Halt und Kraft. Am [[Sterbebett]] werden oft Bibelverse gelesen. Der [[Psalm 23]] („Der Herr ist mein Hirte“) ist der bekannteste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für [[Reformierte Kirchen|reformierte Christen]] ist die erste Frage aus dem [[Heidelberger Katechismus]] von Bedeutung:&lt;br /&gt;
„Was ist dein einziger Trost im Leben und im Sterben?“ Die Antwort lautet: „Daß ich mit Leib und Seele im Leben und im Sterben nicht mir, sondern meinem getreuen Heiland Jesus Christus gehöre&amp;amp;nbsp;…“ und wichtig ist der Hinweis auf {{Bibel|Jesaja|66|13}} „Wie einen, den seine Mutter tröstet, so werde ich euch trösten, und getröstet werdet ihr in Jerusalem“ So verspricht es Gott seinem Volk Israel.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://bibelwissenschaft.de/stichwort/36214/ Trost / Tröster / trösten] In: Lexikon bibelwissenschaft.de, abgerufen am 29. Februar 2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Schlüsselrolle im Prozess der [[Unterscheidung der Geister]] in den [[Ignatianische Exerzitien|Geistlichen Übungen]] des [[Ignatius von Loyola]] spielt die Unterscheidung von &amp;#039;&amp;#039;Trost&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Trostlosigkeit&amp;#039;&amp;#039; (oder: &amp;#039;&amp;#039;Misstrost&amp;#039;&amp;#039;). Die Erfahrung von Trost oder Trostlosigkeit ist hier die Weise, wie sich Gott dem Menschen in Gebet und Meditation mitteilt, um den Betenden erkennen zu lassen, was &amp;#039;&amp;#039;mehr&amp;#039;&amp;#039; (also immer komparativ, nicht absolut) zu dem führt, was Gottes Willen entspricht oder zu Gott führt. In dieser Funktion des Trostes / Misstrostes in der geistlichen Entscheidungsfindung besteht die eigentliche Innovation der Exerzitien des Ignatius.&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Ich nenne es ‚Trost‘, wenn in der Seele eine innere Regung verursacht wird, bei der die Seele anfängt, in Liebe zu ihrem Schöpfer und Herrn zu entbrennen und folglich kein geschaffenes Ding auf dem Angesicht der Erde mehr in sich zu lieben vermag, sondern nur im Schöpfer von all dem. (...) Ich nenne ‚Trostlosigkeit‘ alles, was der dritten Regel entgegengesetzt ist, wie Verfinsterung der Seele, Verwirrung in ihr, Hinneigung zu den niederen und irdischen Dingen, Unruhe durch verschiedene Gemütsbewegungen und Versuchungen, die zu Unglauben bewegen, ohne Hoffnung, ohne Liebe, wobei sich die Seele ganz träge, lau, traurig und wie von ihrem Schöpfer und Herrn getrennt erfährt. Denn wie der Trost der Trostlosigkeit entgegengesetzt ist, so sind auch die Gedanken, die vom Trost ausgehen, den Gedanken entgegengesetzt, die aus der Trostlosigkeit entstehen.&lt;br /&gt;
 |Autor=Ignatius von Loyola&lt;br /&gt;
 |Quelle=&amp;#039;&amp;#039;Geistliche Übungen&amp;#039;&amp;#039; nach dem spanischen Urtext übersetzt von Peter Knauer, Würzburg 1998, Nr. 316-317&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Geistlicher Trost ist hier also nicht nur als ein Gefühl zu verstehen, sondern als eine Erfahrung des Begleitet-Seins und der Bewegung auf Gott hin, die sehr vorsichtig beobachtet und nur zurückhaltend beurteilt werden soll.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Köster: Zur Freiheit befähigen. Die Geistlichen Übungen des hl. lgnatius von Loyola. Ein Kommentar mit Hinweisen für die Praxis des Begleitens, Würzburg, Echter 2017, ISBN 978-34290-4-3, S. 156–161.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Redewendungen und Zitate ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;du bist nicht ganz bei Trost&amp;#039;&amp;#039; = du bist wohl &amp;#039;&amp;#039;verrückt&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;sich mit etwas oder jemandem trösten&amp;#039;&amp;#039; = sich Ersatz für eine verlorene Sache oder eine &amp;#039;&amp;#039;verlorene&amp;#039;&amp;#039; Person suchen&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Trostpreis]]&amp;#039;&amp;#039; = eine kleine Entschädigung für jemanden, der bei einem Wettbewerb keinen Preis erhalten hat&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Trostpflaster&amp;#039;&amp;#039; = kleinere Entschädigung für einen Verlust, eine Benachteiligung oder einen Misserfolg&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;jemanden vertrösten&amp;#039;&amp;#039; = jemandem etwas von ihm Ersehntes erst für die weitere Zukunft in Aussicht stellen&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Trost spenden&amp;#039;&amp;#039; = Anteilnahme entgegenbringen&lt;br /&gt;
* Als &amp;#039;&amp;#039;trostlos&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man eine aussichtslose Lage oder eine öde [[Gegend]].&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;„Wer nie gelitten hat, weiß auch nicht, wie man tröstet“&amp;#039;&amp;#039;, [[Dag Hammarskjöld]] (1905–1961), schwedischer Politiker, UN-Generalsekretär&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ermutigung]], [[Mitgefühl]]&lt;br /&gt;
* [[Kondolenz]]&lt;br /&gt;
* [[Deutsche Teddy-Stiftung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Andreas Dorschel]]: &amp;#039;Trost für die Untröstlichen&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Musikfreunde&amp;#039;&amp;#039; Jg. 25 (2012/13), H. 5, S. 34–37&lt;br /&gt;
* [[Charles Favez]]: &amp;#039;&amp;#039;La Consolation latine chrétienne&amp;#039;&amp;#039;. Vrin, Paris 1937&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Kassel]]: &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungen zur griechischen und römischen Konsolationsliteratur&amp;#039;&amp;#039;. Beck, München 1958&lt;br /&gt;
* [[Udo Kindermann]]: &amp;#039;&amp;#039;Soll man um Tote trauern? Eine Antwort aus dem Jahre 1141&amp;#039;&amp;#039;. Erlangen 2010, ISBN 978-3-7896-0688-5&lt;br /&gt;
* [[Peter von Moos]]: &amp;#039;&amp;#039;Consolatio. Studien zur mittellateinischen Trostliteratur über den Tod und zum Problem der christlichen Trauer&amp;#039;&amp;#039;. Fink, München 1971–72, ISBN 978-3-7705-2534-8&lt;br /&gt;
* Werner Weidmann: &amp;#039;&amp;#039;Trost und Trösten als ärztliche Aufgabe.&amp;#039;&amp;#039; Medizinische Dissertation, Würzburg 2004.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikiquote}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache |Stichwort=Trost}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialpsychologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seelsorge]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;APPERbot</name></author>
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