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	<title>Trossingen-Formation - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-12-07T02:51:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;imagemap&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Keuper-Lithostratigrafie.svg|350px|mini|Lithostratigrafie der Keuper-Gruppe im Germanischen Becken&lt;br /&gt;
rect 7 6 74 72 [[Geologische Zeitskala]]&lt;br /&gt;
#rect 75 6 145 74 [[Untergruppe]]&lt;br /&gt;
#   Beckenfazies&lt;br /&gt;
rect 147 6 353 74 [[Fazies]]&lt;br /&gt;
#   Randfazies&lt;br /&gt;
rect 354 6 536 74 [[Fazies]]&lt;br /&gt;
poly 145 75 146 166 360 165 537 133 538 75 146 75 [[Exter-Formation]]&lt;br /&gt;
rect 75 75 145 164 [[Oberer Keuper]]&lt;br /&gt;
rect 7 75 74 164 [[Rhaetium]]&lt;br /&gt;
rect 146 165 360 305 [[Arnstadt-Formation]]&lt;br /&gt;
poly 360 166 538 133 537 196 359 198 360 166 361 165 [[Trossingen-Formation]]&lt;br /&gt;
rect 6 166 73 383 [[Norium]]&lt;br /&gt;
rect 360 198 535 307 [[Löwenstein-Formation]]&lt;br /&gt;
rect 73 166 144 654 [[Mittlerer Keuper]]&lt;br /&gt;
rect 6 385 74 623 [[Karnium]]&lt;br /&gt;
#rect 144 307 536 384 [[Altkimmerische Hauptdiskordanz]]&lt;br /&gt;
rect 145 386 359 499 [[Weser-Formation]]&lt;br /&gt;
rect 360 384 536 412 [[Mainhardt-Formation]]&lt;br /&gt;
rect 360 413 536 446 [[Hassberge-Formation]]&lt;br /&gt;
rect 360 448 536 496 [[Steigerwald-Formation]]&lt;br /&gt;
rect 146 497 535 545 [[Stuttgart-Formation]]&lt;br /&gt;
#rect 145 545 536 602 [[Intrakarnische Diskordanz]]&lt;br /&gt;
rect 145 602 360 655 [[Grabfeld-Formation]]&lt;br /&gt;
rect 360 601 535 656 [[Benk-Formation]]&lt;br /&gt;
rect 74 656 145 728 [[Unterer Keuper]]&lt;br /&gt;
rect 6 624 74 780 [[Ladinium]]&lt;br /&gt;
rect 146 656 359 729 [[Erfurt-Formation]]&lt;br /&gt;
rect 359 656 535 780 [[Grafenwöhr-Formation]]&lt;br /&gt;
rect 74 729 360 779 [[Muschelkalk]]&lt;br /&gt;
desc bottom-right&lt;br /&gt;
&amp;lt;/imagemap&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Knollenmergel Lias Grenze an der Starzel bei Hechingen 2.jpg|mini|Grenz[[Aufschluss (Geologie)|aufschluss]] zwischen Exter-Formation im [[Hangendes|Hangenden]] und Trossingen-Formation im [[Liegendes|Liegenden]] an der [[Starzel (Neckar)|Starzel]] bei [[Hechingen]]-[[Stein (Hechingen)|Stein]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Knollenmergelwiese.jpg|mini|Knollenmergel-Wiese bei [[Leinzell]]]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Trossingen-Formation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (früher auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Knollenmergel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Feuerletten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist eine [[Lithostratigraphie|lithostratigraphische]] Einheit vom Rang einer [[Formation (Geologie)|Formation]]. Sie gehört zur [[Keuper]]-Gruppe der [[Germanische Trias|Germanischen Trias]]. Die Trossingen-Formation wird unterlagert von der [[Löwenstein-Formation]] und erosiv überlagert von der [[Exter-Formation]], teilweise auch direkt vom [[Schwarzer Jura|Schwarzen Jura]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definition ==&lt;br /&gt;
Die Liegendgrenze der Trossingen-Formation ist eine [[Diachronie (Geologie)|diachrone]] [[Fazies]]grenze und äußert sich durch das Aussetzen der Sandsteine der [[Löwenstein-Formation]]. Auch die Hangendgrenze ist faziell scharf ausgebildet und gekennzeichnet durch die erosive Überlagerung mit terrestrischen Sedimenten diverser lokal verbreiteter Schichtglieder der [[Exter-Formation]] (Malschenberg-Ton oder -Sandstein, Contorta-Ton, Tübingen-Sandstein) oder, bei ausgedehnterem Oberkeuper-Hiatus, direkt mit den dunklen marinen Tonsteinen des [[Schwarzer Jura|Schwarzen Jura]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Trossingen-Formation selbst besteht aus recht einheitlichen, rotbraunen bis roten, teils violetten Tonsteinen, in die sich gelegentlich Kalkknollenlagen einschalten (daher der Name „Knollenmergel“). In Nordfranken können auch mehrere Meter mächtige, durchgehende Kalkkrusten vorkommen. Am Top der Folge treten lokal auch kohlige Tonsteine und verkieselte Kalke auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Trossingen-Formation ist auf den Randbereich zur Vindelizischen Schwelle und damit auf das [[Süddeutsches Schichtstufenland|Süddeutsche Schichtstufenland]] beschränkt. Die [[Mächtigkeit (Geologie)|Mächtigkeit]] beträgt durchschnittlich etwa 40 bis 50 m, in Nordfranken werden Werte zwischen 55 und 60 m erreicht. In Südwürttemberg (Wutach-Gebiet) nimmt die Mächtigkeit auf 10 m ab. Die Mächtigkeitsunterschiede gehen zum einen auf die Verzahnung mit der Löwenstein-Formation und zum anderen auf die rhätisch/frühjurassische Erosion zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Chronostratigraphie|Chronostratigraphisch]] wird die Trossingen-Formation in das oberste [[Norium]] oder untere [[Rhaetium]] (obere [[Trias (Geologie)|Obertrias]]) gestellt. Die [[Typlokalität]] bzw. das Typprofil ist der [[Prallhang]] des Trosselbaches bei [[Trossingen]] (Kreis [[Tuttlingen]]). Sie ist nach der Stadt Trossingen benannt worden. Die Typregion ist das südwestliche Baden-Württemberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gliederung ==&lt;br /&gt;
Bisher ist noch keine Untergliederung der Trossingen-Formation vorgenommen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ablagerungsraum ==&lt;br /&gt;
Der Ablagerungsraum war ein weites, flaches Becken mit warmem Klima, in dem sich Seen und Sümpfe ausbreiteten, die während Phasen mit geringen Niederschlägen weitgehend austrockneten. Verbreitete Bodenbildungen (Wurzelhorizonte, [[Caliche|Kalkknollen und -krusten]]) deuten auf längere Unterbrechungen in der Sedimentation hin. Das Top der Formation wurde bereits unter marinem Einfluss abgelagert, wie Funde von [[Foraminiferen]] beweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fossilien ==&lt;br /&gt;
Die Trossingen-Formation ist durch den „[[Plateosaurus|Plateosaurier]]-Friedhof“ von Trossingen weltbekannt geworden. Die gut erhaltenen Skelette sind heute z.&amp;amp;nbsp;T. montiert im [[Staatliches Museum für Naturkunde Stuttgart|Naturkundemuseum Stuttgart im Museum am Löwentor]], und im [[Museum Auberlehaus]] in Trossingen selbst ausgestellt. Trossinger Plateosaurier finden sich auch in den Museen von Tübingen und New York (USA).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den Plateosauriern sind es vor allem die gut erhaltenen Fossilien der „Urschildkröte“ &amp;#039;&amp;#039;[[Proganochelys|Proganochelys quenstedti]]&amp;#039;&amp;#039;, welche die paläontologische Bedeutung des Trossinger Saurierfriedhofes begründeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere, weniger spektakuläre Fossilfunde in der Trossingen-Formation sind [[Muscheln]] (Bivalvia) und [[Muschelkrebse]] (Ostracoda). Am Top der Formation belegen [[Foraminiferen]] bereits marinen Einfluss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geomorphologie und wirtschaftliche Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Die [[Ausbiss (Geologie)|Ausbisse]] der Trossingen-Formation (Knollenmergel) werden durch sogenannte „buckelige“ Wiesen gekennzeichnet. Der Knollenmergel bildet sehr schwere Böden ([[Minutenboden]]), die durch typisches Baumwachstum (krumme und schiefe Bäume) erkennbar sind, und neigt nach Regenfällen zu häufigen Rutschungen. Oftmals können Knollenmergel-Landschaften nur für [[Streuobst]]wiesen genutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch seinen Reichtum an Tonstein ist der Knollenmergel, wie viele Keuper-Formationen, ein schwieriger Untergrund für Gebäude jeglicher Art, weil die Tonsteine Drei-Schicht-Tonminerale enthalten, die durch Wassereinlagerung in den Zwischenschichten quellfähig sind. Auch intensiver [[Ackerbau]] ist daher aufgrund der sehr von der [[Witterung]] abhängigen Bearbeitungsmöglichkeiten problematisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Knollenmergel neigt, wie viele tonsteindominierte Gesteinsfolgen, zum Hangkriechen. Dies äußert sich darin, dass Bäume an Hängen [[Säbelwuchs]] zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Klettgau-Formation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Gerhard Beutler: &amp;#039;&amp;#039;Lithostratigraphie.&amp;#039;&amp;#039; In: Deutsche Stratigraphische Kommission (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Stratigraphie von Deutschland IV – Keuper.&amp;#039;&amp;#039; Courier Forschungsinstitut Senckenberg, 253: 65-84, Stuttgart 2005. {{ISSN|0341-4116}}&lt;br /&gt;
* Gerhard Beutler, Norbert Hauschke und Edgar Nitsch: &amp;#039;&amp;#039;Faziesentwicklung des Keupers im Germanischen Becken.&amp;#039;&amp;#039; In: Norbert Hauschke &amp;amp; Volker Wilde (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Trias – Eine ganze andere Welt. Mitteleuropa im frühen Erdmittelalter.&amp;#039;&amp;#039; S. 129–174, Verlag Dr. Friedrich Pfeil, München 1999. ISBN 3-931516-55-5&lt;br /&gt;
* Edgar Nitsch: &amp;#039;&amp;#039;Der Keuper in der Stratigraphischen Tabelle von Deutschland 2002: Formationen und Folgen.&amp;#039;&amp;#039; Newsletters on Stratigraphy, 41(1-3): 159-171, Stuttgart 2005. {{ISSN|0078-0421}}&lt;br /&gt;
* Eduard Mückenhausen: &amp;#039;&amp;#039;Die Bodenkunde und ihre geologischen, geomorphologischen, mineralogischen und petrologischen Grundlagen.&amp;#039;&amp;#039; 4. erg. Aufl., 579 S., DLG-Verlag, Frankfurt/M. 1993. ISBN 3-7690-0511-2&lt;br /&gt;
* Ernst Schlichting: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Bodenkunde&amp;#039;&amp;#039;. 3. Aufl., 131 S, Parey, Hamburg &amp;amp; Berlin, 1993. ISBN 3-490-20115-9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Deutsche Stratigraphische Kommission (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[https://www.stratigraphie.de/std2002/download/STD2002_large.pdf Stratigraphische Tabelle von Deutschland 2002]&amp;#039;&amp;#039; (abgekürzt STD2002; Groß; PDF; 6,9&amp;amp;nbsp;MB). Potsdam 2002, ISBN 3-00-010197-7&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[http://www.geographie.uni-stuttgart.de/seminare/lehrpfad/geologie/Knollenmergel.htm Die Geologie der Schwälblesklinge: Der Knollenmergel]&amp;#039;&amp;#039;. Webseite des Instituts für Geographie der Universität Stuttgart&lt;br /&gt;
* E. Nitsch, A. Etzold, G. Geyer, T. Simon: &amp;#039;&amp;#039;[http://litholex.bgr.de/gesamt_ausgabe_neu.php?id=5000008 Trossingen-Formation]&amp;#039;&amp;#039;. In LithoLex [Online-Datenbank]. BGR Hannover, zuletzt aktualisiert am 9. März 2011 (abgerufen am 21. September 2013), Datensatz-Nr.: 5000008&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Germanische Trias]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geologie des Südwestdeutschen Schichtstufenlands]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bodenkunde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Trossingen)]]&lt;/div&gt;</summary>
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