<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Tropaion</id>
	<title>Tropaion - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Tropaion"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tropaion&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-01T15:53:22Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tropaion&amp;diff=288519&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;DerMaxdorfer: + Literatur</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tropaion&amp;diff=288519&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-07-08T19:37:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+ Literatur&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Caesar venustrophy3b.jpg|mini|Denar Julius Cäsars, spanische Prägung 46–45 v. Chr.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Altgriechische Sprache|altgriechische]] Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tropaion&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (τρόπαιον, Plural: Tropaia) wurde von den Wörtern τρέπειν &amp;#039;&amp;#039;trépein&amp;#039;&amp;#039; („wenden; fliehen“) und τροπή &amp;#039;&amp;#039;tropé&amp;#039;&amp;#039; („Wende; Flucht“) abgeleitet und bezeichnete ursprünglich ein [[Symbol]], das an genau der Stelle aufgestellt wurde, an der die Feinde sich vom Schlachtfeld abgewandt und die Flucht ergriffen hatten. Es bestand aus einem meist hölzernen Pfahl oder Gerüst, an dem Waffen und Rüstung der Unterlegenen in der Weise befestigt wurden, in der sie bei einem [[Hoplit]]en (Fußsoldaten) positioniert waren; das Tropaion hatte also eine anthropomorphe Erscheinung. Vermutlich gingen mit der Aufstellung einer solchen „militärischen Vogelscheuche“ auch noch diverse religiöse Riten einher, zum Beispiel die Weihung an eine bestimmte Gottheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses temporäre [[Denkmal (Gedenken)|Denkmal]] – Ausdruck überschäumenden Glücksgefühls der Soldaten und zugleich Abschreckung für eventuell zurückkehrende Feinde – wurde ab dem 5. Jahrhundert v. Chr. in Kunst und Literatur verewigt. Das erste Tropaion sollen die siegreichen Griechen nach der [[Schlacht bei Marathon]] 490 v. Chr. errichtet haben. Von da an tauchte der Begriff fortwährend in griechischen Texten auf, sei es in detaillierten Beschreibungen ([[Plutarch]], [[Pausanias]]) oder als Metapher für die Erringung des Sieges ([[Aischylos]]). Auf Münzen wurde das Tropaion zum beliebten Motiv und demonstrierte nun die Überlegenheit der jeweiligen [[Polis]] auch über das Schlachtfeld hinaus. Rund 200 Jahre später wurde die erste Rundplastik in Gestalt eines Tropaions gefertigt, es folgten Darstellungen auf [[Gemme]]n, Terrakotten, [[Megarische Becher|megarischen Bechern]] und vielen anderen Kunstgattungen. So verbreitete sich das Siegeszeichen schließlich in [[Magna Graecia]], bis es im 3. Jahrhundert v. Chr. von den Römern übernommen und bald zum Inbegriff römischer Herrscherideologie wurde. Seine Blütezeit erlebte das Machtsymbol vom ersten vorchristlichen bis ins erste nachchristliche Jahrhundert, wo es in großer Menge und auf mannigfache Art und Weise die Überlegenheit des [[Römisches Reich|römischen Reichs]] visualisierte. Ein sehr bekanntes Tropaion aus dieser Zeit ist zum Beispiel das [[Tropaeum Alpium]] in [[La Turbie]] (oberhalb von [[Monaco]]). Ab dem 2. Jahrhundert n. Chr. setzte ein schleichender Rückgang der Darstellungen ein, der schließlich im 6. Jahrhundert unter Kaiser [[Justinian I.|Justinian]] vollendet wurde – das Tropaion in seiner über Jahrhunderte konstanten Form war tot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu einem Tropaion gehörten Helm, Schild, Schwert oder Lanze und manchmal die Oberbekleidung des gegnerischen Kämpfers. Dieses Grundschema wurde auch in der Kunst strikt eingehalten und war nur in wenigen Details variabel: Im 5. Jahrhundert v. Chr. ist allein der Hoplitentypus in der Frontalansicht bekannt, der ab dem 4. Jahrhundert auch im Profil dargestellt wird. Zeitgleich kommen der mit zwei symmetrisch angeordneten Schilden ausgestattete sowie der entwaffnete, nur mit Helm und Rüstung bewehrte Typus hinzu. In römischer Zeit wird dieser Spielraum noch einmal erweitert und es entsteht der so genannte „überladene Typus“, an dessen Armen und Füßen Waffen und Rüstwerk aufgehäuft sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Kontext wurde dieses allgemeine Machtsymbol mit einer expliziteren Bedeutung belegt. Häufig wurden gefesselte Barbaren am Fuße des Tropaion abgebildet, deren Physiognomie und Kleidung den speziellen Anlass für die Darstellung vermittelten. Aber auch die Sieger gesellten sich gerne zu dem Zeichen ihrer Überlegenheit. Eine weitere beliebte Begleitfigur aus römischer Zeit war die geflügelte Siegesgöttin [[Victoria (Mythologie)|Victoria]], die dem Waffenständer den Siegeskranz aufsetzte und ihn so den Göttern weihte, in der [[Numismatik]] wird dieser Münztypus [[victoriatus]] genannt. Die Liste der Götter, Heroen und Personifikationen, die in Nähe eines Tropaion gezeigt wurden, ist lang; immer dienten sie der näheren Erläuterung für den zuvor errungenen [[Römischer Triumph|Triumph]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So war das Siegeszeichen auch aus dem bunten Treiben der Triumphzüge, die in [[Rom]] nach jedem großen gewonnenen Krieg zu Ehren des [[Imperator]]s veranstaltet wurden, nicht mehr wegzudenken; bei den volkreichen Prozessionen gehörten auf riesigen Tragegestellen (fercula) transportierte Tropaia zur Grundausstattung. Nahezu jeder [[Triumphbogen]], jede [[Siegessäule]], jedes Schlachtrelief römischer Zeit trägt dann auch das Bild der „aufgespießten“ feindlichen Waffen. Das wohl wichtigste Monument in diesem Zusammenhang ist das [[Tropaeum Traiani]] in [[Adamclisi]] (heute [[Rumänien]]), das Kaiser [[Trajan]] nach seinem Sieg über die [[Daker]] im Jahre 110 n. Chr. errichten ließ. Hier zeigt sich die zentrale Rolle, die das Tropaion in der römischen Triumphalikonographie spielte. Weitere wichtige Darstellungen eines Siegesmales finden sich beispielsweise auf der [[Trajanssäule]] (113 n. Chr.)&amp;lt;ref&amp;gt;[[:Datei:Booty from the Dacian wars.JPG|Abbildung: Tropäum auf der Trajanssäule]].&amp;lt;/ref&amp;gt; und dem Triumphbogen [[Konstantin der Große|Konstantins des Großen]] (315 n. Chr.). Das Tropaion war zu einem Sinnbild römischen Herrscherdenkens geworden und wurde selbst dann noch auf Münzen geprägt, als das Imperium im Niedergang begriffen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Karl Woelcke: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Geschichte des Tropaions.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Bonner Jahrbücher]].&amp;#039;&amp;#039; Band 120, 1911, S. 127–235, Tafel VIII–XII, {{DOI|10.11588/bjb.1911.0.46345}}.&lt;br /&gt;
* Andreas Jozef Janssen: &amp;#039;&amp;#039;Het antieke tropaion.&amp;#039;&amp;#039; Erasmus, Lederberg/Gent 1957 (Dissertation, Universität Nijmegen 1957; niederländisch mit englischer Zusammenfassung).&lt;br /&gt;
* [[Ernst Künzl]]: &amp;#039;&amp;#039;Der römische Triumph. Siegesfeiern im antiken Rom.&amp;#039;&amp;#039; Beck, München 1988, ISBN 3-406-32899-7.&lt;br /&gt;
* Britta Rabe: &amp;#039;&amp;#039;Tropaia. Tropē und skyla. Entstehung, Funktion und Bedeutung des griechischen Tropaions.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Marie Leidorf, Rahden/Westf. 2008, ISBN 978-3-89646-985-4.&lt;br /&gt;
* Yvonne Schmuhl: &amp;#039;&amp;#039;Römische Siegesmonumente republikanischer Zeit. Untersuchungen zu Ursprüngen, Erscheinungsformen und Denkmalpolitik&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schriftenreihe Antiquitates.&amp;#039;&amp;#039; Band 43). Kovač, Hamburg 2008, ISBN 978-3-8300-3425-4.&lt;br /&gt;
* Lauren Kinnee: &amp;#039;&amp;#039;The Greek and Roman trophy. From battlefield marker to icon of power.&amp;#039;&amp;#039; Routledge, London/New York 2018, ISBN 978-0-415-78838-0.&lt;br /&gt;
* Kai Töpfer: &amp;#039;&amp;#039;Bedeutung, Funktion und Kontexte antiker Tropaia.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Roman Military Equipment Studies.&amp;#039;&amp;#039; Band 21, 2020, S. 147–157.&lt;br /&gt;
* Ulrich Hofstätter: &amp;#039;&amp;#039;Tropaea. Griechische Siegesmonumente im republikanischen Rom. Die archäologischen, literarischen und numismatischen Zeugnisse.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Jahrbuch für Numismatik und Geldgeschichte]].&amp;#039;&amp;#039; Band 73, 2023, S. 47–71.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Tropaion}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fachbegriff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärgeschichte (Antike)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologie (Klassische Antike)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;DerMaxdorfer</name></author>
	</entry>
</feed>