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	<title>Trompeterkorps - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T09:53:28Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Wheeke: HC: Ergänze Kategorie:Geschichte der Instrumentalmusik</title>
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		<updated>2024-10-21T12:43:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Geschichte_der_Instrumentalmusik&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Geschichte der Instrumentalmusik (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Geschichte der Instrumentalmusik&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Trompeterkorps&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war die Nachrichtentruppe einer berittenen Truppe, also der [[Kavallerie]] oder der [[Feldartillerie]] im Felde. In Friedenszeiten arbeitete es als [[Militärmusikdienst|Musikkorps]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Blütezeit hatten die Trompeterkorps im 19. Jahrhundert. Es gab sie in [[Preußen]], [[Königreich Sachsen|Sachsen]], [[Königreich Bayern|Bayern]], [[Kaisertum Österreich|Österreich]] (bis 1866), im [[Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland|Vereinigten Königreich]], in [[Schweden]] und [[Frankreich]]. Frankreich, England und Schweden unterhalten bis heute noch Trompeterkorps zu Repräsentationszwecken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besetzung ==&lt;br /&gt;
Eine Kavalleriemusik besteht nur aus Blechinstrumenten: [[Flügelhorn|Flügelhörner]] (früher Pistons genannt), [[Trompete]]n in B und Es, Basstrompeten, Alt- und [[Tenorhorn|Tenorhörner]], [[Baritonhorn|Bariton]], [[Posaune]]n, [[Tuba|Tuben]] ([[Bombardon]]) und [[Helikon (Musikinstrument)|Helikons]]. Es fehlen [[Klarinette]]n, [[Flöte]]n, [[Oboe]], [[Saxophon]]e und das [[Fagott]]. [[Waldhorn|Waldhörner]] wurden ebenfalls nicht besetzt. Diese gehörten zum Musikkorps der Jäger-[[Bataillon]]e.&lt;br /&gt;
Als Schlagzeug waren in der Regel nur die [[Kesselpauke]]n etatmäßig zugelassen. Dennoch sind auf alten Bildern auch manchmal die Große und [[Kleine Trommel]] zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert war es üblich, dass jedes Regiment ein Musikkorps besaß. Im Deutschen Reich gab es 110 Kavallerie- und 96 Feldartillerie-Regimenter, das ergab eine Summe 206 Trompeterkorps. Nur 26 [[Regiment]]er davon besaßen etatmäßig Kesselpauken.&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrich Herr, Jens Nguyen, Die Deutsche Kavallerie von 1871-1914, Militaria-Verlag, 2006&amp;lt;/ref&amp;gt; Vor allem in den Königreichen Sachsen und Bayern waren sie rar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Uniform ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Leibgardereiter.jpg|mini|Trompeter um 1908]]&lt;br /&gt;
Die Kavallerie-Regimenter hatten traditionsgemäß unterschiedlichste Uniformierungen. So gab es [[Kürassiere]], Schwere Reiter, [[Ulanen]], [[Dragoner]], Chevaulegers, [[Husaren]] und Jäger zu Pferde. So waren auch die Trompeterkorps unterschiedlich bunt uniformiert. Die Militärmusiker waren stets an den so genannten [[Schwalbennest (Uniform)|Schwalbennestern]] zu erkennen. Dies waren rote Ansätze oben am Ärmel, versehen mit weißen Litzen, die nach unten verliefen. Bei den Trompetern der Kavallerie und Feldartillerie liefen diese leicht schräg nach vorne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dienstgrade im Deutschen Reich ==&lt;br /&gt;
* Stabstrompeter (Leiter des Trompeterkorps)&lt;br /&gt;
* Pauker (Kesselpauke, auch Stellvertretender Leiter)&lt;br /&gt;
* Sergeant-Trompeter (Stellvertretender Leiter)&lt;br /&gt;
* Unteroffiziers-Trompeter (Berufssoldaten)&lt;br /&gt;
* Trompeter (Berufssoldaten im Gefreitenstand)&lt;br /&gt;
* Hilfstrompeter (Wehrpflichtige im niedrigsten Mannschaftsdienstgrad; drei Jahre Wehrpflicht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufgabe und Einsatz ==&lt;br /&gt;
Die Trompeterkorps bestanden im Deutschen Reich nur zu Friedenszeiten. Im Krieg wurden sie aufgelöst. Während bei der Infanterie die so genannten [[Hautboist]]en (Musiker der Infanterie) in der Schlacht als Sanitäter eingesetzt wurden, hatten sie in der [[Kriegs-Etappenwesen|Etappe]] durchaus wieder musikalische Aufgaben für die Unterhaltung und Ablenkung der Truppe, für Paraden und Präsentierungen, zeitweilig unterstützen sie sogar das Marschieren der Truppe durch [[Marschmusik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Trompeter (Musiker der berittenen Truppen) waren stets den [[Eskadron]]s als [[Signaltrompeter]] zugeordnet. Sie mussten die Befehle musikalisch der Truppe mitteilen, da beim Kampfeslärm diese durch Worte nicht mehr verstanden wurden. Nur im Regimentsverband traten sie im Frieden als Trompeterkorps auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Aufgaben hatte das Trompeterkorps beim Paradieren und Präsentieren. Paraden wurden zu Fuß und zu Pferd abgehalten. Dafür gab es für jede Gangart eigene Märsche, die dem Regiment per kriegsministeriellen Erlass zugeordnet wurden. Der Parademarsch zu Fuß für das marschierende Regiment in Regimentskolonne. Die Parademärsche im Schritt (zu Pferd), im [[Trab]] und im [[Pferdegangart#Galopp|Galopp]]. Letzterer war äußerst selten, da im Galopp sehr viel Staub aufgewirbelt wurde und dies der Darstellung einer Parade eher störend war. Außerdem war es für die Musiker schwierig, im Galopp zu blasen. Ein weiterer Marsch, der Präsentiermarsch, war für das Präsentieren vor einer hohen Persönlichkeit zugeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Signal-Trompeter musste mindestens 40 [[Hornsignal]]e aus dem Stegreif auswendig blasen können.&amp;lt;ref&amp;gt;Exerzier-Reglement für die Kavallerie, München, 1909&amp;lt;/ref&amp;gt; Besonders beim Exerzieren wurde von ihm verlangt, jeden Befehl sofort als Trompeten-Signal an seine Eskadron weiterzugeben. Zuletzt probte jedes Trompeterkorps auch für Konzerte in der [[Garnison]]. Es waren häufig sonntägliche Vormittagskonzerte zur Erbauung für die Bevölkerung. Ebenso wurde gerne sein Können gezeigt, wenn eine hohe Persönlichkeit die Garnison besuchte. Der Musikmeister organisierte in manchen Jahren Konzertreisen im In- und Ausland. Dabei wurde die Korpskasse aufgebessert und es wurden nicht etatmäßige Instrumente beschafft – manchmal sogar [[Streichinstrument]]e, die im 19. Jahrhundert von jedem Musiker beherrscht wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Alltag im Frieden ==&lt;br /&gt;
Der Alltag eines Trompeters in Friedenszeiten war etwa folgender: In der [[Kaserne]] bliesen die „Trompeter der Wache“ früh morgens „das Wecken“ mit drei Posten (vgl. [[Zapfenstreich]] der berittenen Truppen). Die Truppe stand auf, machte ihre Betten und bereitete das Frühstück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Signale „Futter holen“ und „Futtern“ wurde jedem Kavalleristen befohlen, sein Pferd zu versorgen.&lt;br /&gt;
Eine Stallwache sorgte ohnehin dafür, dass kein Pferd bei Erkrankung ohne Pflege war.&lt;br /&gt;
Dann wurde der Eskadron durch die Signale „Satteln“, „[[Aufsitzen]]“ und „Ausrücken“ mitgeteilt, dass zum Exerzieren auf den Garnisonsübungsplatz geritten wurde. Dabei gab es für jede der fünf Eskadrons eines Regimentes ein eigenes Signal, den Regimentsruf, damit jeder wusste, wer gemeint war. Selbstverständlich hatte jedes der 110 Kavallerieregimenter ebenso seinen Regimentsruf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erfolgte das Ausrücken in Regimentskolonne, so ritt das Trompeterkorps in voller Besetzung voran, also auch mit Kesselpauken. Dieses Aus- und Einrücken war für die Zivilbevölkerung eine tägliche Attraktion, der man sehr aufgeschlossen war. Münchner Bürger bedauerten es außerordentlich, als ihr [[Königlich Bayerisches 1. Schwere-Reiter-Regiment „Prinz Karl von Bayern“|1. Schweres Reiterregiment]] 1902 in die neue [[Prinz-Leopold-Kaserne (München)|Prinz-Leopold-Kaserne]] in die Nähe des [[Truppenübungsplatz]]es [[Oberwiesenfeld]] zog und dieses tägliche [[Ritual]] entfiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ausrücken gaben alle Trompeter ihre Blechinstrumente beim Regimentsstab ab und eilten zu ihren Eskadrons zum Gefechtsexerzieren. Die Signaltrompeten hatte man schon in der Frühe beim Antreten umgehängt. Jetzt wurden sie ständig gebraucht. Am Abend wurden die Blechblasinstrumente beim Stab wieder aufgenommen und beim Einrücken in Formation musiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Regel um 10:00 nachts blies der „Trompeter der Wache“ den „Zapfenstreich der Kavallerie“ mit seinen drei Posten. Dies war das Zeichen für die Nachtruhe in der Kaserne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orchestertyp (Blasmusik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Trompete]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärmusikgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärischer Verband (Deutsches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte der Instrumentalmusik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wheeke</name></author>
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