<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Troch%C3%A4us</id>
	<title>Trochäus - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Troch%C3%A4us"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Troch%C3%A4us&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-24T09:01:59Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Troch%C3%A4us&amp;diff=20385&amp;oldid=prev</id>
		<title>2A02:6D40:3BAC:C501:37F1:C223:C0D3:E0BE: Zeilenumbruch mitten im Satz gelöscht.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Troch%C3%A4us&amp;diff=20385&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-06-20T08:49:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Zeilenumbruch mitten im Satz gelöscht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Trochäus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|τροχαῖος|trochaios}} „laufend“, „schnell“, {{laS|trochaeus}}; [[Plural]] &amp;#039;&amp;#039;Trochäen&amp;#039;&amp;#039;) ist in der [[Quantitierendes Versprinzip|quantitierenden]] antiken [[Verslehre]] ein aus zwei [[Verselement]]en bestehender [[Versfuß]], bei dem einem [[elementum longum|Longum]] ([[lange Silbe|lang]]/[[Schwere Silbe|schwer]]) ein [[elementum breve|Breve]] (kurz/leicht) folgt, [[Metrische Notation|notiert]] als {{Vers|/-}}. Sein metrisches Gegenstück ist der [[Jambus]] ({{Vers|-/}}).  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== &amp;#039;&amp;#039;Trochäus&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Choreus&amp;#039;&amp;#039; ==&lt;br /&gt;
Der Trochäus wurde gelegentlich auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Choreus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|grc|χορεῖος|choreios}} „zum Tanz gehörig“) genannt, beispielsweise bei [[Cicero]]. &amp;#039;&amp;#039;Choreus&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Chorius&amp;#039;&amp;#039; erscheint bei [[Diomedes Grammaticus]] allerdings auch als Bezeichnung für den dreisilbigen [[Tribrachys]] ({{Vers|---}}).&amp;lt;ref&amp;gt;Diomedes Grammaticus &amp;#039;&amp;#039;ars grammatica&amp;#039;&amp;#039; 465,20 bzw. 479,2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Umgekehrt erscheint in Ciceros &amp;#039;&amp;#039;[[Orator (Cicero)|Orator]]&amp;#039;&amp;#039; Trochäus auch als Bezeichnung des Tribrachys. Er erwähnt an einer Stelle unter Bezug auf Aristoteles, dass Trochäus und Choreus die gleiche Länge hätten, was zutrifft, da {{Vers|/-}} und {{Vers|---}} drei [[Mora (Einheit)|Moren]] zählen. Die Verwirrung bzw. Identifikation der beiden Füße könnte dadurch entstanden sein, dass man sich {{Vers|---}} als durch Auflösung der Länge in {{Vers|/-}} in eine [[Doppelkürze]] entstanden dachte.&amp;lt;ref&amp;gt;Cicero &amp;#039;&amp;#039;Orator&amp;#039;&amp;#039; 193: &amp;#039;&amp;#039;Trochaeum autem, qui est eodem spatio quo choreus, cordacem appellat, quia contractio et brevitas dignitatem non habeat.&amp;#039;&amp;#039; Vgl. auch 191.&amp;lt;/ref&amp;gt; Weiter unten erwähnt Cicero den &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dichoreus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, der aus zwei Choreen bestehe und die Gestalt {{Vers|/-/-}} habe, kurz darauf sagt er dann, dass der Choreus aus drei Kürzen bestehe.&amp;lt;ref&amp;gt;Cicero &amp;#039;&amp;#039;Orator&amp;#039;&amp;#039; 212f. u. 217&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Frage, welchen Versfuß [[Aristoteles]], Cicero und andere jeweils meinten, wenn sie von Trochäus bzw. Choreus sprachen, konnte bis heute nicht befriedigend in allen Details geklärt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;David Mankin: &amp;#039;&amp;#039;Cicero. De Oratore III.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge University Press, Cambridge 2011, ISBN 978-0-521-59657-2, S. 274.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bezeichnung Choreus als Synonym für Trochäus hat sich im Namen des [[Chorjambus]] ({{Vers|/--/}}, also Choreus {{Vers|/-}} plus Jambus {{Vers|-/}}) erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Realisierung ==&lt;br /&gt;
In der antiken Dichtung erscheint der Trochäus in ambivalenter Form mit einem [[Anceps]] ({{Vers|%}}) an zweiter Stelle:&lt;br /&gt;
:{{Vers|/%}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er kann also nicht nur als {{Vers|/-}}, sondern auch [[Spondeus|spondeisch]] als {{Vers|//}} und [[Daktylus|daktylisch]] als {{Vers|/--}} realisiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Trochäus gilt [[Dipodie]], das heißt, das [[Metron]], das Grundelement, als das der Trochäus in der antiken Metrik erscheint, besteht aus zwei Versfüßen, gebildet nach dem Schema:&lt;br /&gt;
:{{Vers|/-/%}}&lt;br /&gt;
In einem aus Trochäen gebildeten Versmaß werden daher die ungeradzahligen Versfüße in der Regel mit einem &amp;#039;&amp;#039;[[elementum breve]]&amp;#039;&amp;#039; ({{Vers|-}}) am Ende gebildet sein, während die geradzahligen Füße ambivalent, also mit &amp;#039;&amp;#039;[[elementum anceps]]&amp;#039;&amp;#039; enden. Das letzte Element im Versmaß ist meist [[elementum indifferens|indifferent]] ({{Vers|\i}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Akzentuierendes Versprinzip|akzentuierenden Metrik]] moderner Sprachen wie dem Deutschen fehlt dem Trochäus die Ambivalenz und er wird regelmäßig nach dem Schema {{Vers|/-}} (bzw. {{Vers|x&amp;#039;x}} in der [[Heuslersche Notation|Heuslerschen Notation]]) gebildet, das heißt, dass er stets aus zwei Silben besteht, wobei die erste betont und die zweite unbetont ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Wortfuß]] ist der Trochäus im Deutschen häufig. Beispiele sind „&amp;lt;u&amp;gt;Va&amp;lt;/u&amp;gt;ter“, „&amp;lt;u&amp;gt;lo&amp;lt;/u&amp;gt;ben“ und „&amp;lt;u&amp;gt;freund&amp;lt;/u&amp;gt;lich“ (die Hebungen sind durch Unterstreichung der entsprechenden Silben kenntlich gemacht).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anker|Versmaß}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trochäische Versmaße ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anker|Antike}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Antike Dichtung ===&lt;br /&gt;
Trochäische [[Versmaß]]e sind in der antiken Metrik:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Trochäische [[Dipodie]] ({{Versmaß|tr|2}}) bzw. trochäischer [[Monometer]]:&lt;br /&gt;
:{{Vers|/-\f/\i}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Trochäische [[Tripodie]] ({{Versmaß|tr|3}}), besser bekannt als [[Ithyphallikos]] ({{Versmaß|ith}}):&lt;br /&gt;
:{{Vers|/-\f/%\f/\i}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Trochäischer [[Quaternar]] ({{Versmaß|tr|4}}) bzw. trochäischer [[Dimeter]] ({{Versmaß|tr|d}}):&lt;br /&gt;
:{{Vers|/-\f/%\f/-\f/\i}}, auch [[katalektisch]] ({{Versmaß|tr|4c}}) als {{Vers|/-\f/%\f/-\f\i}}&lt;br /&gt;
:Der katalektische Dimeter ist als [[Kolon (Verslehre)|Kolon]] auch unter der Bezeichnung [[Lekythion]] bekannt.&lt;br /&gt;
:{{Hauptartikel|Trochäischer Dimeter}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Trochäischer [[Septenar]] ({{Versmaß|tr|7}}) mit [[Zäsur]] ({{Vers|!!}}) nach dem vierten Fuß:&lt;br /&gt;
:{{Vers|/-\f/%\f/-\f/\i!!/-\f/%\f/-\f\i}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Trochäischer [[Oktonar]] ({{Versmaß|tr|8}}), ebenfalls mit Zäsur nach dem vierten Fuß:&lt;br /&gt;
:{{Vers|/-\f/%\f/-\f/\i!!/-\f/%\f/-\f/\i}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Katalektischer trochäischer [[Tetrameter]] ({{Versmaß|tr|qc}})&lt;br /&gt;
:{{Vers|/-/%\f/-/%\f/-/%\f/-/}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anker|Mittelalter}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--=== Mittellateinische Dichtung ===&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Anker|Neuzeit}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neuzeitliche Dichtung ===&lt;br /&gt;
In der akzentuierenden Metrik moderner Sprachen wie dem Deutschen verliert der Trochäus seine Ambivalenz. Die trochäischen Versmaße sind daher entsprechend regelmäßig und können allein durch die Zahl der Hebungen bestimmt werden. Man spricht daher zum Beispiel im Deutschen eher von trochäischem [[Vierheber]], [[Fünfheber]] usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bildung trochäischer Verse im Deutschen ist relativ einfach, da zahlreiche zweisilbige Worte trochäische Wortfüße bilden, mit denen sich leicht trochäische Rhythmen bilden lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zweisilbige Wörter sind somit meist trochäisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Trochäische Versmaße im Deutschen ====&lt;br /&gt;
Obwohl zahlreiche deutsche Wörter von ihrer natürlichen Betonung her trochäisch sind, sind dennoch [[Jambisches Versmaß|jambische Versmaße]] bei weitem die am häufigsten verwendeten in der deutschen Dichtung. Einer der Gründe ist, dass mit einem vorangestellten Funktionswort wie zum Beispiel dem [[Artikel (Wortart)|Artikel]] sich sofort ein jambischer Ansatz ergibt („&amp;lt;u&amp;gt;Va&amp;lt;/u&amp;gt;ter“ → „der &amp;lt;u&amp;gt;Va&amp;lt;/u&amp;gt;ter“).&lt;br /&gt;
Trotzdem sind trochäische Verse im Deutschen durchaus nicht selten. Bekannte Beispiele solcher trochäische Versmaße sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anker|Dreiheber}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Trochäischer [[Dreiheber]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Deutschen ist der trochäische Dreiheber relativ selten und erscheint praktisch nur als [[Kolon (Verslehre)|Kolon]] oder als [[brachykatalektisch]] verkürzter Vers in einer sonst vierhebigen Strophe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schema: {{Vers|/-\f/-\f/(-)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Beispiel die erste Strophe des bekannten [[Schüttelreim]]gedichts &amp;#039;&amp;#039;Die Rabenklippen&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Anonymes Gedicht, entstanden vor 1905, gelegentlich [[Heinrich Seidel]] zugeschrieben. Zitiert nach: [[Robert Gernhardt]], [[Klaus Cäsar Zehrer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Hell und Schnell]]. 555 komische Gedichte aus 5 Jahrhunderten.&amp;#039;&amp;#039; S. Fischer, Frankfurt a. M. 2004, ISBN 3-10-025505-4, S. 404.&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left:2em;font-style:italic;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;u&amp;gt;Auf&amp;lt;/u&amp;gt; den &amp;lt;u&amp;gt;Ra&amp;lt;/u&amp;gt;ben&amp;lt;u&amp;gt;klip&amp;lt;/u&amp;gt;pen&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Blei&amp;lt;/u&amp;gt;chen &amp;lt;u&amp;gt;Kna&amp;lt;/u&amp;gt;ben&amp;lt;u&amp;gt;rip&amp;lt;/u&amp;gt;pen&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Und&amp;lt;/u&amp;gt; der &amp;lt;u&amp;gt;Mond&amp;lt;/u&amp;gt; scheint &amp;lt;u&amp;gt;fins&amp;lt;/u&amp;gt;ter &amp;lt;u&amp;gt;durch&amp;#039;s&amp;lt;/u&amp;gt; Ge&amp;lt;u&amp;gt;wölk&amp;lt;/u&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Rings&amp;lt;/u&amp;gt; im &amp;lt;u&amp;gt;Krin&amp;lt;/u&amp;gt;gel &amp;lt;u&amp;gt;schnat&amp;lt;/u&amp;gt;tern&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Schwar&amp;lt;/u&amp;gt;ze &amp;lt;u&amp;gt;Rin&amp;lt;/u&amp;gt;gel&amp;lt;u&amp;gt;nat&amp;lt;/u&amp;gt;tern&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Und&amp;lt;/u&amp;gt; der &amp;lt;u&amp;gt;U&amp;lt;/u&amp;gt;hu &amp;lt;u&amp;gt;naht&amp;lt;/u&amp;gt; sich &amp;lt;u&amp;gt;mit&amp;lt;/u&amp;gt; Geb&amp;lt;u&amp;gt;ölk&amp;lt;/u&amp;gt;.&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Gedicht aus sechs sechszeiligen Strophen besteht jede Strophe aus paarweise schüttelreimenden trochäischen Dreihebern im 1., 2., 4. und 5. Vers und katalektischen Vierhebern in den 3. und 6. Versen, die ein normales Reimpaar bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres Beispiel, in dem der Dreiheber als Verkürzung des Vierhebers erscheint, ist die erste Strophe von [[Max Goldt]]s &amp;#039;&amp;#039;Könnten Bienen fliegen&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Gernhardt, Zehrer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hell und schnell.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt a. M. 2004, S. 457.&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left:2em;font-style:italic;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;u&amp;gt;Könn&amp;lt;/u&amp;gt;ten &amp;lt;u&amp;gt;Bie&amp;lt;/u&amp;gt;nen &amp;lt;u&amp;gt;flie&amp;lt;/u&amp;gt;gen&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;herrsch&amp;lt;/u&amp;gt;te &amp;lt;u&amp;gt;Pracht&amp;lt;/u&amp;gt; in &amp;lt;u&amp;gt;je&amp;lt;/u&amp;gt;dem &amp;lt;u&amp;gt;Gar&amp;lt;/u&amp;gt;ten&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;doch&amp;lt;/u&amp;gt; sie &amp;lt;u&amp;gt;fah&amp;lt;/u&amp;gt;ren &amp;lt;u&amp;gt;Bahn&amp;lt;/u&amp;gt; und &amp;lt;u&amp;gt;krie&amp;lt;/u&amp;gt;gen&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Streit&amp;lt;/u&amp;gt; am &amp;lt;u&amp;gt;Fahr&amp;lt;/u&amp;gt;schein&amp;lt;u&amp;gt;au&amp;lt;/u&amp;gt;to&amp;lt;u&amp;gt;ma&amp;lt;/u&amp;gt;ten.&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hier ist der erste Vers der vierzeiligen Strophe gegenüber den restlichen drei Vierhebern zum Dreiheber verkürzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anker|Vierheber}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Trochäischer [[Vierheber]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der deutschen Dichtung wird der trochäische Vierheber oft zur Nachbildung romanischer Versmaße verwendet, so von [[Johann Gottfried Herder|Herder]] in seiner Nachdichtung des spanischen Nationalepos vom [[El Cantar de Mio Cid|Cid]]&amp;lt;ref&amp;gt;Herder: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Cid]]. Nach spanischen Romanzen besungen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Adrastea.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 5, 9. Stück. Hartknoch, Leipzig 1803f., [http://www.zeno.org/nid/20005047919 online].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als Vers der [[Romanzenstrophe]] vor allem bei den Romantikern sehr beliebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schema: {{Vers|/-\f/-\f/-\f/(-)}}&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Trochäischer Vierheber}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anker|Fünfheber}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Trochäischer [[Fünfheber]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besser bekannt als [[Serbische Trochäen]] nach einem in der serbischen Volksdichtung verbreiteten ungereimten katalektischen [[Zehnsilbler]], der ebenfalls von Herder im Deutschen eingeführt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schema: {{Vers|/-\f/-\f/-\f/-\f/(-)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Beispiel die ersten Verse des Gedichts &amp;#039;&amp;#039;[[Tristan (Platen)|Tristan]]&amp;#039;&amp;#039; von [[August von Platen]]&amp;lt;ref&amp;gt;August Graf von Platen: &amp;#039;&amp;#039;Werke in zwei Bänden.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Lyrik&amp;#039;&amp;#039;. München 1982, S. 69, [http://www.zeno.org/nid/20005482992 online].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left:2em;font-style:italic;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;u&amp;gt;Wer&amp;lt;/u&amp;gt; die &amp;lt;u&amp;gt;Schön&amp;lt;/u&amp;gt;heit &amp;lt;u&amp;gt;an&amp;lt;/u&amp;gt;ge&amp;lt;u&amp;gt;schaut&amp;lt;/u&amp;gt; mit &amp;lt;u&amp;gt;Au&amp;lt;/u&amp;gt;gen,&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Ist&amp;lt;/u&amp;gt; dem &amp;lt;u&amp;gt;To&amp;lt;/u&amp;gt;de &amp;lt;u&amp;gt;schon&amp;lt;/u&amp;gt; an&amp;lt;u&amp;gt;heim&amp;lt;/u&amp;gt;ge&amp;lt;u&amp;gt;ge&amp;lt;/u&amp;gt;ben, […]&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Längere Formen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
{{Anker|Sechsheber}}{{Anker|Achtheber}}&lt;br /&gt;
Längere Formen trochäischer Verse sind im Deutschen extrem selten, was daran liegen mag, dass durch das häufige Zusammenfallen von Wortgrenze und Versgrenze die Neigung groß ist, einen trochäischen [[Sechsheber|Sechs-]] oder [[Achtheber]] in zwei gleich lange [[Halbvers]]e zu zerlegen. Das wird merklich in den Übersetzungen spätantiker trochäischer Tetrameter, die meist als Vierheber übersetzt werden. Ein Beispiel eines katalektischen trochäischen Sechshebers ist das Gedicht &amp;#039;&amp;#039;Der Krieg I&amp;#039;&amp;#039; von [[Georg Heym]]&amp;lt;ref&amp;gt;Georg Heym: &amp;#039;&amp;#039;Dichtungen.&amp;#039;&amp;#039; Reclam, Stuttgart 1969, S. 11–13, [https://www.projekt-gutenberg.org/heym/gedichte/chap013.html online].&amp;lt;/ref&amp;gt;. Hier die erste Strophe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left:2em;font-style:italic;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;u&amp;gt;Auf&amp;lt;/u&amp;gt;ge&amp;lt;u&amp;gt;stan&amp;lt;/u&amp;gt;den &amp;lt;u&amp;gt;ist&amp;lt;/u&amp;gt; er, &amp;lt;u&amp;gt;wel&amp;lt;/u&amp;gt;cher &amp;lt;u&amp;gt;lan&amp;lt;/u&amp;gt;ge &amp;lt;u&amp;gt;schlief&amp;lt;/u&amp;gt;,&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Auf&amp;lt;/u&amp;gt;ge&amp;lt;u&amp;gt;stan&amp;lt;/u&amp;gt;den &amp;lt;u&amp;gt;un&amp;lt;/u&amp;gt;ten &amp;lt;u&amp;gt;aus&amp;lt;/u&amp;gt; Ge&amp;lt;u&amp;gt;wöl&amp;lt;/u&amp;gt;ben &amp;lt;u&amp;gt;tief&amp;lt;/u&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;In&amp;lt;/u&amp;gt; der &amp;lt;u&amp;gt;Dämm&amp;lt;/u&amp;gt;rung &amp;lt;u&amp;gt;steht&amp;lt;/u&amp;gt; er, &amp;lt;u&amp;gt;groß&amp;lt;/u&amp;gt; und &amp;lt;u&amp;gt;un&amp;lt;/u&amp;gt;er&amp;lt;u&amp;gt;kannt&amp;lt;/u&amp;gt;,&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Und&amp;lt;/u&amp;gt; den &amp;lt;u&amp;gt;Mond&amp;lt;/u&amp;gt; zer&amp;lt;u&amp;gt;drückt&amp;lt;/u&amp;gt; er &amp;lt;u&amp;gt;in&amp;lt;/u&amp;gt; der &amp;lt;u&amp;gt;schwar&amp;lt;/u&amp;gt;zen &amp;lt;u&amp;gt;Hand&amp;lt;/u&amp;gt;.&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Beispiel eines katalektischen trochäischen Achthebers findet sich in dem Sonett &amp;#039;&amp;#039;Ewige Freude der Außerwehlten&amp;#039;&amp;#039; von [[Andreas Gryphius]]&amp;lt;ref&amp;gt;Gryphius: &amp;#039;&amp;#039;[[s:Ewige Freude der Außerwehlten|XLIX. Ewige Freude der Außerwehlten]]&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Freuden vnd Trauer-Spiele auch Oden vnd Sonnette sampt Herr Peter Squentz Schimpff-Spiel. Sonnette. Das Ander Buch.&amp;#039;&amp;#039; Breslau 1658, S. 55f.&amp;lt;/ref&amp;gt;, hier die ersten beiden Verse:&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left:2em;font-style:italic;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;u&amp;gt;O&amp;lt;/u&amp;gt;! wo &amp;lt;u&amp;gt;bin&amp;lt;/u&amp;gt; ich! &amp;lt;u&amp;gt;O&amp;lt;/u&amp;gt; was &amp;lt;u&amp;gt;seh&amp;lt;/u&amp;gt;’ ich / &amp;lt;u&amp;gt;wach&amp;lt;/u&amp;gt; ich! &amp;lt;u&amp;gt;treummt&amp;lt;/u&amp;gt; mir? &amp;lt;u&amp;gt;wie&amp;lt;/u&amp;gt; wird &amp;lt;u&amp;gt;mir&amp;lt;/u&amp;gt;?&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;JE&amp;lt;/u&amp;gt;su! &amp;lt;u&amp;gt;we&amp;lt;/u&amp;gt;lcher &amp;lt;u&amp;gt;Wol&amp;lt;/u&amp;gt;lust &amp;lt;u&amp;gt;Meer&amp;lt;/u&amp;gt; / &amp;lt;u&amp;gt;ü&amp;lt;/u&amp;gt;ber&amp;lt;u&amp;gt;schwemmt&amp;lt;/u&amp;gt; mein &amp;lt;u&amp;gt;frö&amp;lt;/u&amp;gt;lich &amp;lt;u&amp;gt;Hertz&amp;lt;/u&amp;gt;&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hier sieht man die stark ausgeprägte [[Dihärese]], die den Achtheber &amp;#039;&amp;#039;de facto&amp;#039;&amp;#039; in zwei Vierheber zerlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ganz in trochäischen Achthebern verfasst sind die &amp;#039;&amp;#039;Spaziergänge eines Wiener Poeten&amp;#039;&amp;#039; von [[Anastasius Grün]].&amp;lt;ref&amp;gt;Anastasius Grün: &amp;#039;&amp;#039;Spaziergänge eines Wiener Poeten.&amp;#039;&amp;#039; Hoffmann und Campe, Hamburg 1831.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Verse wechselnder Länge&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häufig werden in deutschen Gedichten [[Strophe]]n aus trochäischen Versen unterschiedlicher Länge gebaut. Als Beispiel das bekannte Gedicht &amp;#039;&amp;#039;Er ist&amp;#039;s&amp;#039;&amp;#039; von [[Eduard Mörike]]&amp;lt;ref&amp;gt;Eduard Mörike: &amp;#039;&amp;#039;Sämtliche Werke in zwei Bänden.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 1, München 1967, S. 684, [http://www.zeno.org/nid/20005398045 online].&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left:2em;font-style:italic;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;u&amp;gt;Früh&amp;lt;/u&amp;gt;ling &amp;lt;u&amp;gt;läßt&amp;lt;/u&amp;gt; sein &amp;lt;u&amp;gt;blau&amp;lt;/u&amp;gt;es &amp;lt;u&amp;gt;Band&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Wie&amp;lt;/u&amp;gt;der &amp;lt;u&amp;gt;flat&amp;lt;/u&amp;gt;tern &amp;lt;u&amp;gt;durch&amp;lt;/u&amp;gt; die &amp;lt;u&amp;gt;Lüf&amp;lt;/u&amp;gt;te;&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Sü&amp;lt;/u&amp;gt;ße, &amp;lt;u&amp;gt;wohl&amp;lt;/u&amp;gt;be&amp;lt;u&amp;gt;kann&amp;lt;/u&amp;gt;te &amp;lt;u&amp;gt;Düf&amp;lt;/u&amp;gt;te&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Strei&amp;lt;/u&amp;gt;fen &amp;lt;u&amp;gt;ah&amp;lt;/u&amp;gt;nungs&amp;lt;u&amp;gt;voll&amp;lt;/u&amp;gt; das &amp;lt;u&amp;gt;Land&amp;lt;/u&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Veil&amp;lt;/u&amp;gt;chen &amp;lt;u&amp;gt;träu&amp;lt;/u&amp;gt;men &amp;lt;u&amp;gt;schon&amp;lt;/u&amp;gt;,&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Wol&amp;lt;/u&amp;gt;len &amp;lt;u&amp;gt;bal&amp;lt;/u&amp;gt;de &amp;lt;u&amp;gt;kom&amp;lt;/u&amp;gt;men.&lt;br /&gt;
– &amp;lt;u&amp;gt;Horch&amp;lt;/u&amp;gt;, von &amp;lt;u&amp;gt;fern&amp;lt;/u&amp;gt; ein &amp;lt;u&amp;gt;lei&amp;lt;/u&amp;gt;ser &amp;lt;u&amp;gt;Har&amp;lt;/u&amp;gt;fen&amp;lt;u&amp;gt;ton&amp;lt;/u&amp;gt;!&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Früh&amp;lt;/u&amp;gt;ling, &amp;lt;u&amp;gt;ja&amp;lt;/u&amp;gt; du &amp;lt;u&amp;gt;bist&amp;#039;s&amp;lt;/u&amp;gt;!&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Dich&amp;lt;/u&amp;gt; hab &amp;lt;u&amp;gt;ich&amp;lt;/u&amp;gt; ver&amp;lt;u&amp;gt;nom&amp;lt;/u&amp;gt;men!&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hat drei- und vierhebige Verse und auch einen fünfhebigen Vers. Davon enden der erste, vierte, fünfte, siebte und achte [[Männliche Kadenz|männlich]], also mit einer betonten Silbe. Da im trochäischen Gedicht das Enden mit einer betonten Silbe keinen vollständigen letzten mehr ergibt, sind diese Verse auch katalektisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stellung des Trochäus im Deutschen ====&lt;br /&gt;
Die Taktreihe&lt;br /&gt;
:{{Vers|x&amp;#039;x!x&amp;#039;x!x&amp;#039;x!x&amp;#039;}}&lt;br /&gt;
in der Heuslerschen Schreibweise lässt sich sowohl als [[katalektisch]] trochäisch&lt;br /&gt;
:{{Vers|/-\f/-\f/-\f/-\f/}}&lt;br /&gt;
als auch als [[Akephaler Vers|akephal]] jambisch&lt;br /&gt;
:{{Vers|/\f-/\f-/\f-/\f-/}}&lt;br /&gt;
interpretieren. Man hat daher den fehlenden [[Auftakt (Verslehre)|Auftakt]] als Kennzeichen des trochäischen Versmaßes ausgemacht und diesem dementsprechend einen fallenden Rhythmus zugeschrieben, weshalb nach einem Vorschlag von [[Ivo Braak]] der Trochäus im Deutschen besser als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Faller&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet werden sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;Ivo Braak: &amp;#039;&amp;#039;Poetik in Stichworten.&amp;#039;&amp;#039; 8. Aufl. Stuttgart 2001, S. 82.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Gerhard Storz]] hat diese Bezeichnung als irreführend kritisiert, da&lt;br /&gt;
„mit Hebung und Senkung keineswegs ein Wechsel der Tonhöhe verbunden ist“. Storz meint im trochäischen Vers weiterhin „eine gewisse Beschwingtheit […], die durch das Drängen auf den Anfang zu verursacht wird“&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Storz: &amp;#039;&amp;#039;Der Vers in der neueren deutschen Dichtung.&amp;#039;&amp;#039; Reclam, Stuttgart 1970, S. 45 u. 47.&amp;lt;/ref&amp;gt; wahrnehmen zu können.&lt;br /&gt;
Heusler sah im Trochäus den Grundtakt der deutschen Sprache und [[Ulrich Pretzel]] schlug dieser Linie folgend vor, nur „Trochäen mit und ohne Auftakt“ zu unterscheiden.&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrich Pretzel: &amp;#039;&amp;#039;Interpretationen Goethescher Verskunst.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen des Instituts für Deutsche Sprache und Literatur&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 11. Berlin 1958, S. 226.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch [[Wolfgang Kayser]] macht den Unterschied am Auftakt fest:&lt;br /&gt;
„Es ist gewiß seltsam, aber unleugbar, daß der kleine Unterschied des vorhandenen oder fehlenden Auftaktes, denn darauf läuft praktisch der Unterschied zwischen den beiden Geschwistern hinaus, dem Vers einen völlig anderen Charakter gibt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Kayser: &amp;#039;&amp;#039;Kleine deutsche Verslehre.&amp;#039;&amp;#039; Francke, Bern 1946, S. 26.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das hält Otto Knörrich für falsch und verweist darauf, „daß der Rhythmus eines Verses nicht nur vom Metrum bestimmt wird, sondern vor allem auch von Faktoren wie dessen sprachlicher Realisation und dem Verhältnis zwischen Wortfüßen und Versfüßen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Knörrich: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon lyrischer Formen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Kröners Taschenausgabe.&amp;#039;&amp;#039; Band 479). 2., überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 2005, ISBN 3-520-47902-8, S. 242f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tatsächlich entsteht durch eine allzu regelmäßige und allzu vorhersehbare Übereinstimmung von Wort- und Versfüßen ein Effekt, den [[Heinrich Heine]] als „Klappern“ bezeichnete. In einem Brief an [[Karl Immermann|Immermann]] schrieb er, dass es nicht wünschbar sei, „daß die Wörter und die Versfüße immer zusammenklappen, welches bei vierfüßigen Trochäen immer unerträglich ist, nämlich wenn nicht just das Metrum sich selbst parodieren soll“.&amp;lt;ref&amp;gt;Brief an Immermann, 3. Februar 1830, in Zusammenhang mit Heines Änderungsvorschlägen zu Immermanns &amp;#039;&amp;#039;Tulifäntchen&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Den Effekt sieht man deutlich, wenn man den ersten Vers von Goethes &amp;#039;&amp;#039;[[Der Zauberlehrling|Zauberlehrling]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;u&amp;gt;Hat&amp;lt;/u&amp;gt; der &amp;lt;u&amp;gt;al&amp;lt;/u&amp;gt;te &amp;lt;u&amp;gt;Hex&amp;lt;/u&amp;gt;en&amp;lt;u&amp;gt;meis&amp;lt;/u&amp;gt;ter …&amp;#039;&amp;#039; ({{Vers|/-/-/-/-}}, trochäischer Vierheber)&lt;br /&gt;
mit dem ersten Vers von Heines [[Nachtgedanken]]&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;Denk &amp;lt;u&amp;gt;ich&amp;lt;/u&amp;gt; an &amp;lt;u&amp;gt;Deutsch&amp;lt;/u&amp;gt;land &amp;lt;u&amp;gt;in&amp;lt;/u&amp;gt; der &amp;lt;u&amp;gt;Nacht&amp;lt;/u&amp;gt; …&amp;#039;&amp;#039; ({{Vers|-/-/-/-/}}, jambischer Vierheber)&lt;br /&gt;
vergleicht. Der Unterschied liegt hier nicht in einer rhythmischen Zauberwirkung des Auftakts, sondern darin, dass im pseudonaiven Vers Goethes der Rhythmus nach den ersten vier Silben klar ist und klar bleibt, während bei Heine es nach den ersten drei Silben nicht klar ist, welcher Rhythmus sich etablieren wird, da z. B. das relative Gewicht von „denk“ und „ich“ ungefähr gleich ist. Es könnte auch ganz anders weiter gehen:&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;u&amp;gt;Denk&amp;lt;/u&amp;gt; ich an &amp;lt;u&amp;gt;Glau&amp;lt;/u&amp;gt;be und &amp;lt;u&amp;gt;Hoff&amp;lt;/u&amp;gt;nung und &amp;lt;u&amp;gt;Lie&amp;lt;/u&amp;gt;be …&amp;#039;&amp;#039; ({{Vers|/--/--/--/-}})&lt;br /&gt;
Oder:&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;u&amp;gt;Denk&amp;lt;/u&amp;gt; ich &amp;lt;u&amp;gt;an&amp;lt;/u&amp;gt; den &amp;lt;u&amp;gt;al&amp;lt;/u&amp;gt;ten &amp;lt;u&amp;gt;Sack&amp;lt;/u&amp;gt; … &amp;#039;&amp;#039;({{Vers|/-/-/-/}})&lt;br /&gt;
Es ist jedenfalls so, dass der jambische Vers gegenüber dem trochäischen im Deutschen die mit sehr großem Abstand häufigste Versform ist und die Domänen des trochäischen Verses die sich harmlos gebende Satire und humoristische Dichtung und der naive Ton im Volksliedhaften sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Sandro Boldrini]]: &amp;#039;&amp;#039;Prosodie und Metrik der Römer.&amp;#039;&amp;#039; Teubner, Stuttgart &amp;amp; Leipzig 1999, ISBN 3-519-07443-5, S. 99–110.&lt;br /&gt;
* Otto Knörrich: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon lyrischer Formen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kröners Taschenausgabe]].&amp;#039;&amp;#039; Band 479). 2., überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 2005, ISBN 3-520-47902-8, S. 242f.&lt;br /&gt;
* [[Günther Schweikle]], [[Dieter Burdorf]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Metzler Lexikon Literatur. Begriffe und Definitionen.&amp;#039;&amp;#039; Metzler, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-476-01612-6, S. 784f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Versfüße}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Trochaus}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Versfuß]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>2A02:6D40:3BAC:C501:37F1:C223:C0D3:E0BE</name></author>
	</entry>
</feed>