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	<title>Trivia - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Trivia&amp;diff=189175&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wurgl: ISBN als falsch markiert, siehe https://d-nb.info/911228160</title>
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		<updated>2026-03-12T07:02:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ISBN als falsch markiert, siehe https://d-nb.info/911228160&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Trivia&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Varia&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Pluraletantum|Pluraliatantum]]) sind Bezeichnungen für scheinbar unwichtige Informationen oder [[Wissen]], das nur in weiterem Sinne mit einer konkreten Thematik zu tun hat. &amp;#039;&amp;#039;Trivia&amp;#039;&amp;#039; bedeutet etwa „wissenswerte Kleinigkeiten“, „dies und das“, manchmal auch „Kurioses“ oder „[[Kuriosität]]en“. &amp;#039;&amp;#039;Varia&amp;#039;&amp;#039; bedeutet wörtlich „Verschiedenes“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wortherkunft ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Trivia&amp;#039;&amp;#039; ist abgeleitet vom [[latein]]ischen Adjektiv &amp;#039;&amp;#039;trivialis&amp;#039;&amp;#039;, „jedermann zugänglich, allgemein bekannt“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Duden_Trivia&amp;quot;&amp;gt;Duden online: [https://www.duden.de/rechtschreibung/Trivia &amp;#039;&amp;#039;Trivia&amp;#039;&amp;#039;].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;[[Trivium]]&amp;#039;&amp;#039; (ursprl. „Ort, an dem drei Wege zusammenstoßen“, „viel begangener öffentlicher Weg“) bezeichnete an mittelalterlichen Universitäten das Grundstudium, in dem die ersten drei der [[Sieben freie Künste|Sieben freien Künste]] erlernt wurden: Grammatik, Dialektik und Rhetorik.&amp;lt;ref&amp;gt;Renate Wahrig-Burfeind (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wahrig Fremdwörterlexikon&amp;#039;&amp;#039;. Neuausgabe. Bertelsmann Lexikon-Verlag, Gütersloh 1991, {{Falsche ISBN|3-570-06576-X}}, S.&amp;amp;nbsp;785.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihm folgte das &amp;#039;&amp;#039;[[Quadrivium]]&amp;#039;&amp;#039; mit den übrigen vier freien Wissenschaften &amp;#039;&amp;#039;(artes liberales)&amp;#039;&amp;#039;, die ein freier Mann studieren konnte (Arithmetik, Geometrie, Musiktheorie und Astronomie).&amp;lt;ref&amp;gt;Duden online: [https://www.duden.de/rechtschreibung/Trivium &amp;#039;&amp;#039;Trivium&amp;#039;&amp;#039;].&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Trivium wurde mit dem [[Bachelor|Bakkalaureat]] (&amp;#039;&amp;#039;Baccalaureus Artium&amp;#039;&amp;#039;, kurz B.&amp;amp;nbsp;A.), abgeschlossen, dem niedrigsten [[akademischer Grad|akademische Grad]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Pluraletantum|Pluralwort]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Duden_Trivia&amp;quot; /&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Trivia&amp;#039;&amp;#039; fasst dementsprechend einfache Dinge zusammen, die zum Basiswissen oder Grundbestand der [[Allgemeinbildung]] gehören bzw. allgemein geläufig und vielzitiert sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weder die Druckausgaben des &amp;#039;&amp;#039;[[Duden]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. &amp;#039;&amp;#039;Duden. Band 1: Die deutsche Rechtschreibung&amp;#039;&amp;#039;. 25. Auflage. Dudenverlag, Mannheim, Leipzig, Wien und Zürich 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; noch das &amp;#039;&amp;#039;[[Gerhard Wahrig#Verlagsprogramm|Wahrig Fremdwörterlexikon]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Renate Wahrig-Burfeind et al.: &amp;#039;&amp;#039;Wahrig Fremdwörterlexikon&amp;#039;&amp;#039;. 6., vollständig neu bearbeitete und aktualisierte Auflage. RM Buch und Medien Vertrieb GmbH, s.&amp;amp;nbsp;l. 2000.&amp;lt;/ref&amp;gt; verzeichnen das Wort &amp;#039;&amp;#039;Trivia&amp;#039;&amp;#039;. Auch in der Druckausgabe des Brockhaus von 2000 ist es nicht mehr enthalten. In der Online-Ausgabe des Duden ist das Wort aber inzwischen aufgeführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Duden_Trivia&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Varia&amp;#039;&amp;#039; ist als Neutrum-Pluralform von lat. &amp;#039;&amp;#039;varius&amp;#039;&amp;#039; („verschieden, bunt“) ein deutsches Fremdwort, meist in wissenschaftlichen Texten, mit der Bedeutung „Verschiedenes, Vermischtes, Diverses“.&amp;lt;ref&amp;gt;Duden online: [https://www.duden.de/rechtschreibung/Varia &amp;#039;&amp;#039;Varia&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung der Begriffe ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Trivia&amp;#039;&amp;#039; sind Daten, Fakten oder Sachverhalte ohne wissenschaftlichen oder vordergründig praktischen Nutzen; sie werden oft mit Belanglosigkeiten gleichgesetzt.&lt;br /&gt;
* Unter &amp;#039;&amp;#039;Varia&amp;#039;&amp;#039; werden in [[Wissenschaftliche Publikation|wissenschaftlichen Publikationen]] ergänzende Hinweise angeführt, die für den Kern der Arbeit und dessen schlussfolgernden Aufbau nicht erforderlich sind, aber nach Meinung des Autors doch erwähnt werden sollten, weil sich ihr Nutzen nicht abschätzen lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele in Kultur und Massenmedien ==&lt;br /&gt;
Viele Fragen in [[Kreuzworträtsel]]n oder [[Quizsendung]]en sind Trivia. Auch [[Alltagsgespräch]]e haben oft Trivia zum Thema, so dass sie mehr noch als eine informative eine [[Kommunikation|kommunikative]] Funktion haben. Ein bekanntes Gesellschaftsspiel, das sich mit Trivia beschäftigt, ist [[Trivial Pursuit]]. Die meisten [[Rekord]]e im [[Guinness-Buch der Rekorde]] sind ebenfalls Trivia: Die Information, dass ein Japaner in einer halben Stunde 43 [[Hot Dog]]s essen kann, ist weder eine wissenschaftliche Erkenntnis noch bringt sie persönliche Vorteile. Sie ist einfach „nur“ interessant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;[[Trivia no Izumi]]&amp;#039;&amp;#039;, eine der erfolgreichsten Fernsehsendung des [[Japanisches Fernsehen|japanischen Fernsehens]] der 2000er Jahre, behandelte ausschließlich Trivia: Jede Woche wurden zehn bis zwölf Trivia in Videobeiträgen vorgestellt, die allein vom [[Publikum]] auf den Grad ihrer Interessantheit bewertet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trivia bilden einen wesentlichen Teil des [[Boulevard (Medien)|Medienboulevards]], in dem es um [[Unterhaltungsbranche|Unterhaltung]] statt um [[Bildung]] geht. Auch lässt sich eine unscharfe Grenzlinie zwischen [[Comedy]] und politischem [[Kabarett]] nach dem Anteil der nichtkontroversen, dem behandelten Thema zugrundeliegenden Trivia ziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung des nützlichen Wissens vom unnützen Wissen ==&lt;br /&gt;
Der Begriff der Trivia setzt voraus, es gebe objektive Kriterien, mit denen sich nützliches von unnützem Wissen trennen lasse. Eine genaue Definition solcher Kriterien erscheint freilich sehr schwierig, da nahezu jeder Mensch die subjektive Grenze zwischen trivialem und nichttrivialem Wissen anders ziehen wird und ein Konsens kaum denkbar ist. Möglicherweise lässt sich eine gemeinsame Auffassung ermitteln, wonach es nützliches Wissen ist, dass eins und eins zusammen zwei ergibt, und triviales Wissen ist, dass eine Fernsehschauspielerin zehn [[Kilogramm]] abgenommen hat. Doch bewegen sich die meisten Wissensgegenstände zwischen diesen Extremen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Antworten, ob ein Thema trivial oder nicht „nützlich“ ist, können höchst unterschiedlich ausfallen, je nachdem, wie die eigene Einschätzung von [[Sport]]&amp;amp;shy;daten, [[Literatur]], [[Geisteswissenschaften]], [[Kunst]], [[Kultur]] ([[Werbung]], [[Kinofilm]]e, Fernsehen, [[Mode]] als Teil der Kultur), [[Computerspiel]]en, [[Geschichte|Geschichtsdaten]], Lokalereignissen, nicht unmittelbar umsetzbarer [[Grundlagenforschung]] usw. sich darstellt. Die jeweils gleiche Information kann für eine Person wissenschaftlich und für eine andere Person trivial sein. Symptomatisch ist, dass eine populäre Sammlung scheinbarer Trivia, das &amp;#039;&amp;#039;Handbuch des nutzlosen Wissens&amp;#039;&amp;#039; von [[Hanswilhelm Haefs]], mehrheitlich solche Wissenssplitter enthält, die in ihren Fachdisziplinen durchaus als Gegenstand von universitärer Forschung in Frage kommen und erst durch die Art der Präsentation trivial wirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinzu kommt, dass sich der Gehalt einer Information an Nützlichkeit und „Wissenschaftlichkeit“ (deren genaue Definition kulturbedingt sehr unterschiedlich sein kann) meist nicht genau bestimmen lässt. Eine beachtliche Anzahl von [[Erfindung]]en, [[Entdeckung]]en, Werken der Kunst und Literatur ist nicht als angestrebtes Ergebnis von Planung entstanden, sondern aufgrund von [[Zufall]], als Ergebnis [[Spieltheorie|spielerischer]] Prozesse, aufgrund [[Chaostheorie|chaotischer]] Verläufe oder auch als Nebenprodukt einer misslungenen Planung. Dass Trivia Teil einer spielerischen Aneignung von Wissen sein können, bei dem aufgrund zufälliger Abläufe auch sogenanntes nichttriviales Wissen gelernt, neu geordnet und neu interpretiert wird, ist demnach naheliegend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Neon (Zeitschrift)|Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Neon&amp;#039;&amp;#039;]] befasste sich über einen Zeitraum von fünf Jahren mit dem Thema „Unnützes Wissen“.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Ebert und Timm Klotzeck (Herausgeber): &amp;#039;&amp;#039;Neon - Unnützes Wissen&amp;#039;&amp;#039;, Wilhelm Heyne Verlag, 7. Auflage, München 2009, Seite 2 des Vorworts&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn eine Information von ihrem Inhalt her als nicht nützlich erscheint (d.&amp;amp;nbsp;h., sie hilft nicht bei der Bewältigung einer Aufgabe), aber trotzdem als interessant wahrgenommen wird, bedeutet das, dass es die entsprechende Person anders vermutet hätte. Trivia können in dieser Funktion nützlich sein. Dabei ist auch nicht so wichtig, ob die Information exakt stimmt oder nur ungefähr; entsprechend nachlässig wird oft mit der Quellenangabe verfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Primärer Vorteil trivialen Wissens dürfte in einer konkreten „Umwegrentabilität“ für [[zwischenmenschliche Kommunikation]] liegen: Es gibt die Möglichkeit, an Gesprächen teilnehmen und etwas beitragen zu können, oder schlicht ein Thema für ein zu beginnendes Gespräch zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung von Information und Wissen ==&lt;br /&gt;
Als Trivia werden üblicherweise [[Information|Einzelinformationen]] bezeichnet, die in keinem größeren Zusammenhang präsentiert werden. Ob [[Kontext (Sprachwissenschaft)|kontext]]lose Einzelinformationen überhaupt als Wissen bezeichnet werden können, ist fraglich. Bei Quizsendungen und -spielen oder Kreuzworträtseln werden vielmehr zusammenhanglose Informationen aneinandergereiht. Den eigentlichen Zusammenhang bildet hier das Spielformat und damit der Unterhaltungscharakter der dargebotenen Fragen und Antworten. Inhaltlich hängen die Informationen nur durch ihre Kuriosität oder Unerwartetheit zusammen. Wissensgewinnung oder Bildung kann direkt durch Quizwissen nicht gewährleistet werden. Indirekt ist dies allerdings dadurch möglich, dass Quizfragen das Interesse auf ein Thema lenken können, das anschließend vertieft wird. Dies legt nahe, dass triviales oder Quizwissen nicht als Wissen bezeichnet werden kann, obwohl dies oft üblich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Dietrich Schwanitz]]: &amp;#039;&amp;#039;Was man nicht wissen sollte&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Bildung: Alles, was man wissen muß&amp;lt;!--sic--&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;, Zweiter Teil, Kapitel V., Goldmann, München 2002, ISBN 3-442-15147-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesprochene Version&lt;br /&gt;
|datei=De-Trivia-article.ogg&lt;br /&gt;
|länge=7:37 min&lt;br /&gt;
|größe=3,8 MB&lt;br /&gt;
|version=45172368&lt;br /&gt;
|exzellent=nein&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Allgemeinbildung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wurgl</name></author>
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