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	<title>Triple-Osteotomie - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-25T08:17:08Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Triple-Osteotomie&amp;diff=1290319&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-24345-12: /* Weblinks */ Link führt auf eine Webseite mit Pornos</title>
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		<updated>2026-04-20T19:54:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; Link führt auf eine Webseite mit Pornos&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Osteotomie-Ebenen der DBO bei HD links.png|mini|Becken einer erwachsenen Frau mit Hüftdysplasie links. Osteotomielinien der Triple-Osteotomie (rot).]]Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Triple-Osteotomie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;(Syn. Dreifache Beckenosteotomie – DBO, Tönnis-Osteotomie, modifizierte Tönnis-Osteotomie oder Triple-pelvic-osteotomy – TPO)&amp;#039;&amp;#039; des Beckens ist eine der jüngsten [[Operation (Medizin)|Operationstechniken]] zur Behandlung der [[Hüftdysplasie]] &amp;#039;&amp;#039;(Abk. HD)&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Publikation1&amp;quot;&amp;gt;R. Graf: &amp;#039;&amp;#039;Das Hüftgelenk. Vom Säugling bis zur Endoprothese&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Journal für Mineralstoffwechsel&amp;#039;&amp;#039;. Band 11, Heft 1, 2004, S. 12–21 [http://www.kup.at/perl/summary.pl?id=4141&amp;amp;q=Triple%20Osteotomie www.kup.at/2004 11-1]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Begriff erklärt sich aus der knöchernen Durchtrennung &amp;#039;&amp;#039;([[Osteotomie]])&amp;#039;&amp;#039; aller drei &amp;#039;&amp;#039;(Triple)&amp;#039;&amp;#039; die [[Acetabulum (Anatomie)|Hüftpfanne]] bildenden [[Becken (Anatomie)|Beckenknochen]] ([[Sitzbein]], [[Schambein]] und [[Darmbein]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ziel der Operation ist es, die bei Hüftdysplasie bestehenden ungünstigen biomechanischen Verhältnisse im Hüftgelenk zu verbessern. Der Eingriff verspricht auch bei beginnendem und bereits fortschreitendem Hüftgelenksverschleiß ([[Hüftgelenksarthrose|Coxarthrose]]) Erfolg, sodass die Notwendigkeit eines Gelenkersatzes ([[Endoprothese]]) hinausgezögert oder sogar ganz vermieden werden kann.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Publikation1&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wirth&amp;quot;&amp;gt;C.J. Wirth: &amp;#039;&amp;#039;Orthopädie und orthopädische Chirurgie. Bd. Becken/Hüfte&amp;#039;&amp;#039;. Thieme 2004&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Triple-Osteotomie wird die knöcherne Hüftpfanne (Acetabulum) vollständig vom Rest des [[Becken (Anatomie)|Hüftbeines]] gelöst. So wird es möglich, die Überdachung des Hüftkopfes dreidimensional und nahezu anatomisch zu rekonstruieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Deposit1&amp;quot;&amp;gt;Angela Ruwell: [http://d-nb.info/967334683/34 &amp;#039;&amp;#039;Individualschablonen bei der Triple-Osteotomie&amp;#039;&amp;#039;]. Dissertation&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Deposit2&amp;quot;&amp;gt;Axel Küpper: &amp;#039;&amp;#039;Mittelfristige Ergebnisse der dreifachen Beckenosteotomie nach Tönnis&amp;#039;&amp;#039;. Dissertation, 2002, {{URN|nbn:de:hebis:26-opus-10696}} (Volltext)&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Operationsverfahren – so wie es heute Anwendung findet – wurde Mitte der 1970er Jahre erstmals von [[Dietrich Tönnis]] unter Mitwirkung von Klaus Kalchschmidt an der [[Klinikum Dortmund|Städtischen Klinik Dortmund]] durchgeführt und auch dort entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein technisch vergleichbarer Eingriff, der in der [[Veterinärmedizin]] bei jungen [[Hüftdysplasie des Hundes|Hunden mit Hüftdysplasie]] durchgeführt wird, wird ebenfalls häufig Triple-Pelvic-Osteotomy (TPO) genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anatomische Besonderheiten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery heights=&amp;quot;300&amp;quot; widths=&amp;quot;300&amp;quot; caption=&amp;quot;Beckenanatomie&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Pelvis de.svg|Anatomie des gesunden Beckens (Ansicht von vorne)&lt;br /&gt;
Datei:Beckenmodell geändert.jpg|Modell eines gesunden Beckens&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das [[Becken (Anatomie)|Becken]] ist der Mittelpunkt des menschlichen Körpers und vereinigt die [[Wirbelsäule]] mit der unteren Extremität (Bein). Gleichzeitig liegen wichtige Organe, wie z.&amp;amp;nbsp;B. die Harnblase, der Enddarm, die Geschlechtsorgane und deren Anhänge, direkt im Beckengewölbe. Große Gefäße und Nerven ([[Nervus ischiadicus|Ischiasnerv]], [[Arteria iliaca communis|Beckenarterie]] und -vene) gabeln sich hier. Schließlich setzen zahlreiche Muskeln, Sehnen und Bänder am Becken an, die für die Körperstatik und besonders für die komplexen Hüftbewegungen wichtig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gewölbeartige Struktur des Beckens und die empfindlichen Weichteilverhältnisse (Nerven, Gefäße, Muskel-Sehnenansätze) machen die Zugangswege kompliziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die dysplastische Pfanne ===&lt;br /&gt;
Eine [[Hüftdysplasie]] führt zum Minderwachstum des Gelenks und somit zu einer minderwertigen Ausbildung der knöchernen Überdachung des Hüftkopfes. Der laterale und ventrale Pfannenerker sind nur teilweise oder gar nicht angelegt, was zu einer Dezentrierung des Hüftkopfes führt. Biomechanisch führen die unzureichende Überdachung und die Dezentrierung des Kopfes zu einer Verschiebung der Belastungszonen. Je kleiner die tragende Fläche (hier die dysplastische Pfanne), desto höher der entstehende Belastungsdruck (übertragen durch den Hüftkopf).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Meyer&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery perrow=&amp;quot;4&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Hüftgelenk gesund.png|Gesundes Hüftgelenk mit physiologisch ausgebildeten Pfannenerkern&lt;br /&gt;
Datei:Fehlende Pfannenerker.png|Dysplasiehüfte. Mangelhafte laterale und ventrale Überdachung/Pfannenerker.&lt;br /&gt;
Datei:Biomechanik-Hüftdysplasie-Normalstellung.svg|Biomechanik des Hüftgelenks in Normalstellung&lt;br /&gt;
Datei:Biomechanik-Hüftdysplasie-dysplastisch.svg|Biomechanik des Hüftgelenks bei Dysplasie&lt;br /&gt;
Datei:Pfannenerker-Gesund.svg|Gesunder Pfannenerker&lt;br /&gt;
Datei:Pfannenerker-Dysplasie.svg|Pfannenerker mit Dysplasie&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziel der Triple-Osteotomie ==&lt;br /&gt;
Ziel dieser Operation ist es, das &amp;#039;&amp;#039;[[Acetabulum (Anatomie)|Acetabulum]]&amp;#039;&amp;#039; (also die Hüftpfanne) in allen Ebenen so zu drehen und zu schwenken, dass der [[Oberschenkelknochen|Femurkopf]] wieder nahezu vollständig, wie von einer gesunden Pfanne, überdacht wird &amp;#039;&amp;#039;(„Containment“)&amp;#039;&amp;#039;. Deshalb spricht man auch von einer dreidimensionalen Rekonstruktion. Da sich die Fehlbildung bei einer [[Hüftdysplasie]] nicht auf den seitlichen Pfannenerker beschränkt, sondern die gesamte Pfannenhemisphäre betrifft, reicht es nicht aus, die Überdachung nur in eine Richtung zu verbessern. Ziel ist es, die dysplastische Pfanne anatomisch (soweit möglich) zu rekonstruieren. Dies beinhaltet auch die Einbeziehung der hinteren und besonders der vorderen Überdachung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Deposit2&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je nach Schweregrad der Erkrankung und der resultierenden Verformung von Femurkopf und Acetabulum, muss sich die Rekonstruktion auch an die gegebenen Umstände anpassen. Ist der Femurkopf z. B. stark abgeflacht oder so verformt, dass der laterale Schenkelhals-Kopf-Übergang wegfällt, kann eine zu weite Korrekturschwenkung der Pfanne zu Einschränkungen in der Bewegung führen. Es entsteht ein sogenanntes [[Femoro-acetabuläres Impingement]] (kurz FAI). In diesen Fällen wird die Rekonstruktion&amp;amp;nbsp;– also die Pfannenschwenkung&amp;amp;nbsp;– nur „so weit wie möglich“ vorgenommen. Manchmal sind auch remodellierende Maßnahmen am Schenkelhals oder an den Randkanten des Kopfes nötig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Hüftdysplasie oder [[Morbus Perthes|Perthes-bedingter]] Schenkelhalsanomalie (siehe [[CCD-Winkel]]), die eine anatomische Rekonstruktion verhindern oder einschränken, kann zusätzlich eine Intertrochantere [[Osteotomie]] durchgeführt werden. Die meisten Hüftdysplasien führen durch den Hochstand des Femurkopfes bedingt zu einer &amp;#039;&amp;#039;Coxa valga&amp;#039;&amp;#039; und häufig auch zu einer &amp;#039;&amp;#039;Coxa antetorta&amp;#039;&amp;#039;. Wenn notwendig wird deshalb eine &amp;#039;&amp;#039;Derotations-Varisationsosteotomie (DVO, siehe [[Osteotomie]])&amp;#039;&amp;#039; durchgeführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Publikation1&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Deposit2&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Duparc&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Indikationen und Kontraindikationen ==&lt;br /&gt;
[[Indikation]]en für eine Triple-Osteotomie sind eine angeborene Hüftdysplasie des erwachsenen Beckens sowie sekundäre Hüftdysplasien, beispielsweise im Rahmen neurologischer Erkrankungen wie einer [[Infantile Zerebralparese|infantilen Zerebralparese]] oder einer [[Poliomyelitis]]. Eine Dysplasiecoxarthrose &amp;#039;&amp;#039;(beginnender Gelenkverschleiß der Hüfte bei vorhandener Hüftdysplasie)&amp;#039;&amp;#039; gilt – besonders im Anfangsstadium – ebenfalls als Indikation, ebenso wie ein [[Morbus Perthes]] &amp;#039;&amp;#039;(frühkindliche Hüftkopfnekrose)&amp;#039;&amp;#039; mit starker Hüftkopfabflachung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Meyer&amp;quot;&amp;gt;Meyer, Gächtler: &amp;#039;&amp;#039;Hüftchirurgie in der Praxis&amp;#039;&amp;#039;. Springer 2005.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seltene Formen des [[Femoro-acetabuläres Impingement|Femoro-acetabulären Impingements]], beispielsweise bei einer [[Protrusio acetabuli]] &amp;#039;&amp;#039;(angeborene Fehlbildung mit zu tiefem Pfannengewölbe)&amp;#039;&amp;#039;, stellen ebenfalls eine Indikation zur Triple-Osteotomie dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Faktor Alter ===&lt;br /&gt;
Die Triple-Osteotomie ist nicht das Universalverfahren für jeden Patienten mit Hüftdysplasie oder Patienten jedes Alters. Erstrebenswert, aber nicht zwingend ist es, diesen Eingriff erst bei komplettem Verschluss aller Wachstumszonen durchzuführen. Bei Kindern im Wachstum haben Triple-Osteotomien jedoch auch gute Ergebnisse erzielt und nicht zu Wachstumsbehinderungen geführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Deposit2&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Meyer&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt verschiedene Ansichten darüber, ab welchem Alter eine solche Operation durchgeführt werden kann. Zeitweise wurden auch Kinder ab sieben Jahren mit diesem Verfahren behandelt. In diesem Alter werden jedoch mit einfacheren und schonenderen Operationstechniken, z. B. der [[Acetabuloplastik]] gleiche Ergebnisse erzielt. Zumeist wird der vollständige Verschluss der [[Epiphysenfuge|Wachstumsfugen]] am Becken in einem Alter zwischen zwölf und 14 Jahren erreicht, welches laut Experten auch als Untergrenze des Therapiealters gelten sollte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Deposit2&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Meyer&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach oben sind die Altersgrenzen weitaus schwieriger zu setzen. Sofern keine [[Kontraindikation]]en bestehen, können Patienten auch noch im Alter von 50 Jahren mit dieser Operation versorgt werden. Entscheidend ist hierfür der Grad des Gelenkverschleißes und der allgemeine körperliche Zustand des Menschen. Bei der Indikationsstellung ist darüber hinaus darauf zu achten, dass es sich um einen schweren und körperlich belastenden Eingriff handelt, der eine anstrengende und lange Rehabilitation nach sich zieht, aber bei gegebenen Umständen dem Patienten eine Hüftprothese ersparen kann.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Deposit2&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Absolute Kontraindikationen ===&lt;br /&gt;
Als absolute Gegenanzeigen werden eine fortgeschrittene [[Hüftgelenksarthrose|Dysplasiecoxarthrose]] mit entsprechender Bewegungseinschränkung, Erkrankungen oder Folgezustände des Muskel-Sehnen-Apparates der Hüfte, die das dreidimensionale Schwenken des Pfannengewölbes unmöglich machen würden&amp;lt;ref name=&amp;quot;Duparc&amp;quot;&amp;gt;J. Duparc: &amp;#039;&amp;#039;Chirurgische Techniken in Orthopädie und Unfallchirurgie&amp;#039;&amp;#039;. Bd. Beckenring und Hüfte. Elsevier 2005&amp;lt;/ref&amp;gt;, Narkose- oder Operationsunfähigkeit aus anderen medizinischen Gründen, [[Schwangerschaft]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Duparc&amp;quot;/&amp;gt;, bakteriell-entzündliche Veränderungen im Bereich der Beckenknochen (z. B. [[Osteomyelitis]] oder bakterielle [[Arthritis]] des Hüftgelenks), Wundheilungsstörungen, [[Entzündung|entzündliche Veränderungen]] im Bereich des Operationsfeldes und [[Tumor]]en oder [[Metastase]]n im Bereich des Beckens angesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diagnostik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:DBO prä op CT-VRT.jpg|mini|Virtuelle 3D-Darstellung des Beckens mit bds. Hüftdysplasie li.&amp;gt;re.(VRT-CT)]]Sowohl zur genauen Beurteilung der [[Hüftdysplasie]] und ihres Schweregrades, als auch zur Planung der Operation werden konventionelle [[Röntgen]]bilder des Beckens, sogenannte Beckenübersichtsaufnahmen, angefertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Computertomographie]]n (CT) oder [[Magnetresonanztomographie]]n (MRT) sind nur in Ausnahmefällen notwendig, um z.&amp;amp;nbsp;B. den Grad der Gelenkschädigung besser beurteilen zu können. Computerverfahren zur dreidimensionalen Darstellung von Organen haben sich im Bereich des Beckens nicht etabliert. Jedoch kommt das 3D-CT des Beckens bei CT-gestützten Navigationsverfahren (siehe unten) zum Einsatz.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Checkliste&amp;quot;&amp;gt;A. B. Imhof, R. Baumgartner: &amp;#039;&amp;#039;Checkliste Orthopädie&amp;#039;&amp;#039;. Kapitel Pädiatrische Orthopädie. Thieme 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Operationsablauf ==&lt;br /&gt;
=== Anästhesie und Schmerztherapie ===&lt;br /&gt;
Da dieser Eingriff postoperativ zu starken Schmerzen führt, wird meistens ein [[Periduralanästhesie|Periduralkatheter]] angelegt, der nach der Operation für mehrere Tage zur Schmerzbehandlung dient. Typischerweise wird dies in der Operationsabteilung oder in einem Anästhesie-Vorbereitungsbereich kurz vor der eigentlichen Narkose vorgenommen. Die Operation wird in [[Narkose|Vollnarkose]] mit [[Endotracheale Intubation|Intubation]] und [[Beatmung]] durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lagerung ===&lt;br /&gt;
Die drei verschiedenen Zugänge machen es notwendig, dass der Patient für den ersten Schritt – die Durchtrennung ([[Osteotomie]]) des Sitzbeins – auf der Seite oder auf dem Bauch gelagert wird. Das Lagern auf der entgegengesetzten Seite hat sich mittlerweile etabliert, da man so den Patienten steril, also ohne neue Desinfektion und Abdeckung, auf den Rücken drehen kann. Für den zweiten und dritten Zugang ([[Schambein|Scham-]] und [[Darmbein]]) bleibt der Patient in Rückenlage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfannenschwenkung links.jpg|mini|Hüftdysplasie links. Pfanne nach lateral und ventral geschwenkt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Operationstechnik ===&lt;br /&gt;
Im ersten Schritt wird die Durchtrennung des Sitzbeines vorgenommen. Das Sitzbein wird schräg zu seinem Verlauf durchtrennt und verbleibt ohne [[Osteosynthese]] (operative Wiederzusammenfügung). Nachdem der Patient wieder auf den Rücken gedreht wurde, erfolgt die Osteotomie des Schambeins. Bevor die Osteotomie des Darmbeins angegangen wird, schraubt der Operateur eine Führungsschraube oberhalb der Pfanne ein. An dieser stabilen Schraube kann er das Pfannenfragment unter Röntgenkontrolle so weit drehen und schwenken, bis die Pfanne die gewünschte Position erlangt hat ([[Joystick]]-Technik). Anschließend erfolgt die Befestigung des Darmbeins an das Pfannenfragment durch Osteosynthese mit Schrauben oder Drähten. Eine Osteosynthese des Schambeins ist nicht obligat, trägt aber stark zur Gesamtstabilität bei.&amp;lt;ref&amp;gt;J. Duparc: &amp;#039;&amp;#039;Chirurgische Techniken in Orthopädie und Unfallchirurgie&amp;#039;&amp;#039;. Bd. Beckenring und Hüfte. Elsevier 2005. &amp;#039;&amp;#039;Zusammenfassung der Operationstechnik Dreifache Beckenosteotomie&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Hip-dysplasia.jpg|Schwere HD li.&amp;gt;re. vor der Operation&lt;br /&gt;
Datei:Tönnis-TPO.jpg|Nach der Operation&lt;br /&gt;
Datei:Pelvis Triple-Osteotomie.svg|Skizze der Hüftdysplasie li. mit eingezeichneten Osteotomielinien&lt;br /&gt;
Datei:Pelvis Triple-Osteotomie-Operation.svg|Skizze der fertigen Triple-Osteotomie (rot gestrichelt: Verlauf der Beckenschrauben zur Fixierung)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Komplikationen ==&lt;br /&gt;
Als Komplikationen werden auch unerwartete Operationsergebnisse gesehen. Bei einer Triple-Osteotomie kann es zu Veränderungen der Beinlänge, Fehlkorrekturen und fehlerhafter Osteosynthese kommen. Auch wird ein postoperatives Anhalten der Beschwerden als Komplikation angesehen. Wie bei jeder anderen Operation kann auch hier nicht für den Erfolg der Behandlung garantiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Allgemeine intraoperative Komplikationen ===&lt;br /&gt;
Wie bei jeder Operation kann es auch hier zu Blutungen oder Organverletzungen kommen, daher wird in aller Regel mit einem [[Maschinelle Autotransfusion|Autotransfusionssystem]] gearbeitet. Bei komplikationsfreiem Verlauf ist mit einem Blutverlust unter einem Liter zu rechnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spezielle intraoperative Komplikationen ===&lt;br /&gt;
Verletzungen des Hüftgelenks selbst sind äußerst selten und auch nicht als Komplikation anzusehen. [[Knochenbruch|Frakturen]] im Bereich des Beckens durch die Osteotomien oder Verschraubungen können vorkommen und werden während der Operation direkt versorgt. Gelegentlich kommt es bei der Präparation des Schambeins zu Reizungen oder Verletzungen des [[Nervus cutaneus femoris lateralis]]. Als Folge davon treten andauernde oder [[Restitutio ad integrum|reversible]] [[Sensibilitätsstörung]]en im Bereich des Außenschenkels und der Leiste auf. Bei Männern besteht die Gefahr der Verletzung des [[Samenstrang]]es oder der parallel laufenden Gefäße und Nerven.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Duparc&amp;quot;/&amp;gt; Die Präparation zum Sitzbein verläuft sehr nah am [[Nervus ischiadicus]], welcher dabei verletzt werden kann. Bei der Schambeinpräparation kann es zu Verletzungen der &amp;#039;&amp;#039;Vena femoralis&amp;#039;&amp;#039; kommen, Verletzungen der &amp;#039;&amp;#039;Arteria femoralis&amp;#039;&amp;#039; sind nicht beschrieben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wirth&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Postoperative Komplikationen ===&lt;br /&gt;
Typische Frühkomplikationen nach Knocheneingriffen, wie das Versagen der [[Osteosynthese]]materialien &amp;#039;&amp;#039;(Schrauben oder Drähte)&amp;#039;&amp;#039; und Ausbrüche von Schrauben aus dem Knochen, sind selten. Wie nach jedem Knocheneingriff kann es auch hier zu [[Osteonekrose|Knochennekrosen]] oder Knochenheilungsstörungen kommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wirth&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Checkliste&amp;quot;/&amp;gt; Allgemeine Operations-Frühkomplikationen sind z.&amp;amp;nbsp;B. Wundheilungsstörungen, [[Thrombose]]n/[[Embolie]]n, andere [[Koagulopathie|Gerinnungsstörungen]] und [[Infektion|Wundinfektionen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spätinfektionen, hervorgerufen durch einen streuenden Entzündungsherd im Körper, sind als extrem selten beschrieben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Deposit2&amp;quot;/&amp;gt; Bei gelenknahen Operationen kann es u.&amp;amp;nbsp;U. zu postoperativen Bewegungseinschränkungen kommen. Als wirkliche Spätkomplikation ist die Schambein-[[Pseudarthrose]] zu nennen. Hierbei wachsen die beiden Schambeinfragmente nicht knöchern, sondern bindegewebig zusammen. Diese Pseudarthrose muss in jedem Fall revidiert, also noch einmal operiert werden, da sonst nicht genügend Stabilität im Becken erreicht wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Duparc&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachbehandlung und Rehabilitation ==&lt;br /&gt;
In den ersten vier bis sechs Wochen liegen die Schwerpunkte der Nachbehandlung in der Mobilisierung des Patienten und ggf. einer [[Schmerz]]therapie. Das Bein der betroffenen Seite darf während dieser Zeit nicht oder nur sehr wenig belastet werden. Die Patienten müssen dabei lernen an Unterarmgehstützen oder mittels anderer Gehhilfen zu gehen. Weiterhin übt der Patient unter [[physiotherapeut]]ischer Anleitung ein, wie er sitzen und aufstehen muss. In den folgenden Wochen wird in einer stationären oder ambulanten [[Anschlussheilbehandlung]] die Belastung des betroffenen Beines langsam und stetig aufgebaut, nicht zuletzt um die Muskulatur zu kräftigen. Auch das Treppensteigen und andere alltägliche Bewegungsabläufe müssen in der Zeit bis zum Erreichen der vollen Belastungsfähigkeit neu einstudiert werden. Zur Kontrolle des Heilungsprozesses der Knochen werden in regelmäßigen Abständen weitere Röntgenaufnahmen des Beckens angefertigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Checkliste&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
Die Dauer und der detaillierte Ablauf der Nachbehandlung variieren je nach Operateur sowie individuellen Faktoren. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nach der Entlassung aus der [[Anschlussheilbehandlung]] werden die Patienten grundsätzlich noch einige Zeit weiter physiotherapeutisch begleitet. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, über Reha Nachsorgeprogramme der Rentenversicherungen, wie z. B. IRENA ([[Intensivierte Rehabilitationsnachsorge]]) oder ASP weiter versorgt zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entfernung der Osteosynthesematerialien erfolgt etwa nach einem Jahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erfolgsquoten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Triple-Osteotomie-1Jahr-postop.jpg|mini|1 Jahr nach Triple-Osteotomie links; Radiologisch reibungsloser Heilungsverlauf]]&lt;br /&gt;
Wie sich in den letzten Jahren gezeigt hat, bieten dreidimensionale Hüftpfannen-Rekonstruktionsverfahren – wie die Triple-Osteotomie nach Tönnis – viele Möglichkeiten. Die wichtigste davon ist sicherlich die, ein Hüftgelenk vor dysplasiebedingtem Verschleiß zu retten. Trotzdem steht und fällt der Erfolg dieser Operation mit vielen Einflussfaktoren und nicht zuletzt mit dem Patienten selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einflussfaktoren, die den postoperativen Verlauf negativ beeinflussen oder erschweren können, sind z.&amp;amp;nbsp;B. Übergewicht, Rauchen und eine schlecht trainierte („schlaffe“) Muskulatur. Starke [[Adipositas]] &amp;#039;&amp;#039;(Übergewicht)&amp;#039;&amp;#039; belastet die Osteotomien und [[Osteosynthese]] ebenso, wie sie auch die Gelenke der unteren Extremitäten belastet. Das kommt besonders in den ersten Wochen zum Tragen, in denen das operierte Becken nur teilbelastet werden darf. Raucher haben nachweislich eine „weichere“, [[Ossifikation|osteogen]] weniger potente Knochensubstanz als Nichtraucher.&amp;lt;ref&amp;gt;J. M. Hoogendoorn, R. K. J. Simmermacher: &amp;#039;&amp;#039;Rauchen ist nachteilig für die Heilung von Knochen und Weichteilen&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Der Unfallchirurg&amp;#039;&amp;#039;. Band 105, Nr. 1/Januar 2002. Springer.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Ossifikation]], also die (Neu-)Bildung von Knochen, wird wesentlich vom Zug der Muskulatur am Knochen beeinflusst. Je kräftiger die Muskulatur, desto größer ist der Zug an den Knochen während der Anspannung.&amp;lt;ref&amp;gt;M. E. Müller, M. Allgöwer: &amp;#039;&amp;#039;Manual der Osteosynthese. AO-Technik&amp;#039;&amp;#039;. Kapitel Knochenheilung. Springer 1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je früher eine Hüftdysplasie erkannt wird, desto einfacher und wirkungsvoller ist die Therapie. Solange das Gelenk noch keine [[Arthrose|arthrotischen]] Veränderungen zeigt, sind die Chancen auf ein prothesenfreies Leben sehr hoch. Bei beginnendem Verschleiß ist es durchaus möglich, die Notwendigkeit einer Endoprothese zehn bis 15 Jahre oder sogar länger hinauszuzögern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tönnis&amp;quot;&amp;gt;D. Tönnis, K. Kalchschmidt, A. Heineke: &amp;#039;&amp;#039;Die Hüftpfannenschwenkung durch Dreifachosteotomie des Beckens. Stellenwert und Indikation in der Vielfalt operativer Korrekturen der Dysplasiehüfte&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Orthopädische Praxis&amp;#039;&amp;#039;. Band 35, S. 607–620.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt bereits einzelne Studien zu mittelfristigen Ergebnissen in Bezug auf die Triple-Osteotomie. Die Studien befassen sich durchgehend mit Patienten, die an [[Hüftdysplasie]] leiden. Das Altersspektrum der Studien liegt durchschnittlich zwischen 13 und 46 Jahren. Alle wurden in der Technik nach Tönnis operiert und in identischer Weise nachuntersucht. Die Nachuntersuchungs-Dauer der Studie aus dem Jahr 2002 liegt bei 11,5 Jahren, sie ist damit die langfristigste Studie. Hier wurden 46 Frauen und acht Männer mit&amp;amp;nbsp;– bis dahin unbehandelter&amp;amp;nbsp;– Hüftdysplasie untersucht, die alle in der Technik nach Tönnis operiert worden sind. Die [[Hüftgelenksarthrose|Coxarthrose]]-Entstehung konnte bei über 90 % der Patienten während der Studien-Dauer verhindert werden. Eine Patientin musste 11 Jahre nach der Tönnis-Osteotomie mit einer Hüft-[[Endoprothese]] versorgt werden. Innerhalb der Nachuntersuchungszeit gaben fast 90 % der Patienten eine deutliche Beschwerdebesserung mit Schmerzminderung und gesteigerter Beweglichkeit gegenüber der Zeit vor der Triple-Osteotomie an. Ca. 85 % der untersuchten Patienten beurteilten das Operationsergebnis subjektiv als „sehr gut“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Deposit2&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Meyer&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Seit den 1950er Jahren war die &amp;#039;&amp;#039;Verschiebeosteotomie nach Chiari&amp;#039;&amp;#039; zumeist in Verbindung mit einer [[Osteotomie|intertrochanteren Varisierungsosteotomie]] die gebräuchlichste Operation zur Behandlung der [[Hüftdysplasie]] beim geschlossenen Becken.&amp;lt;ref&amp;gt;K. Chiari: &amp;#039;&amp;#039;Ergebnisse mit der Beckenosteotomie als Pfannendachplastik&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Orthopädie und ihre Grenzgebiete&amp;#039;&amp;#039;. Band 87, 1955, S. 14–26.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bald wurde immer häufiger auf die [[Osteotomie|Intertrochantere OT]] verzichtet, da man herausfand, dass die optimale Therapie in der möglichst anatomischen Pfannenrekonstruktion zu finden war. Da bei der Methode nach Chiari die Rekonstruktion nur in einer Ebene stattfindet, war dies in den meisten Fällen – für eine anatomische Rekonstruktion – nicht ausreichend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1960er Jahren wurden zahlreiche Operationstechniken entwickelt, bei denen das Acetabulum – auf verschiedenen Wegen – aus der Beckenkontinuität gelöst und geschwenkt werden konnte. Die Gebrüder Blavier erprobten 1962 erstmals eine solche Technik, bei der die Pfanne sphärisch herausgelöst und in korrigierter Position wieder befestigt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;L. Blavier, J. Blavier: &amp;#039;&amp;#039;Traitement de la subluxation de la hanche&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Rev-Chir-Orthop&amp;lt;!--Bitte Abkürzung auflösen = Revue de chirurgie orthopâedique et râeparatrice de l&amp;#039;apparell moteur ???--&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;. Band 48, 1962, S. 208–213&amp;lt;/ref&amp;gt; 1965 führte Wagner eine ähnliche Operation durch.&amp;lt;ref&amp;gt;H. Wagner: &amp;#039;&amp;#039;Osteotomies for congenital hip dislocation&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;The hip. Proceedings of the fourth open scientific meeting of the Hip Society&amp;#039;&amp;#039;. St. Louis 1976, S. 45–66&amp;lt;/ref&amp;gt; Es folgten zahlreiche Modifikationen dieser &amp;#039;&amp;#039;Sphärischen Beckenosteotomie&amp;#039;&amp;#039; (Eppwright, Tagawa, Ganz etc.), die bis heute (vorwiegend in den Vereinigten Staaten und der Schweiz) angewendet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;M. Leuning, R. Ganz: &amp;#039;&amp;#039;Berner periazetabuläre Osteotomie&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Orthopäde&amp;#039;&amp;#039;. Band 27, 1988. S. 743–750.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Dreifachosteotomie wurde 1965 von LeCoeur beschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;P. Le Coeur: &amp;#039;&amp;#039;Correction des défauts d’orientation de l’isthme iliaque&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Rev-Chir-Orthop&amp;lt;!--Bitte Abkürzung auflösen = Revue de chirurgie orthopâedique et râeparatrice de l&amp;#039;apparell moteur ???--&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;. Band 51. 1965, S. 211–212&amp;lt;/ref&amp;gt; Etliche Chirurgen eiferten ihm nach und entwickelten Variationen der Dreifachosteotomie. Steel entwickelte 1972 eine weitere Form, die sich bis heute gehalten hat. Hier wird auf den posterioren (hinteren) Zugang zum Sitzbein verzichtet, was einen kosmetischen Vorteil darstellt. Der Nachteil dieser Methode ist, dass der [[Nervus ischiadicus]] bei der Steel-Osteotomie nicht dargestellt werden kann. Tönnis und Kalchschmidt kamen 1976 mit der hier beschriebenen Triple-Osteotomie dazu. Sie legten die Osteotomieebenen und somit den Drehpunkt noch etwas näher an die Pfanne und osteotomierten das Sitzbein über den beschriebenen hinteren Zugang. Beide Verfahren sind diejenigen, die heute typischerweise angewendet werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Deposit2&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;D. Tönnis: &amp;#039;&amp;#039;Eine neue Form der Hüftpfannenschwenkung durch Dreifachosteotomie zur Ermöglichung späterer Hüftprothesenversorgung&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Orthopädische Praxis&amp;#039;&amp;#039;. Band 12, 1979, S. 1003–1005.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten Operationen – nach der Technik nach Tönnis – dauerten in den 1970er Jahren noch zwischen sechs und zehn Stunden und bargen etliche Probleme und Komplikationen. Heute liegt die übliche Operationsdauer bei zwei bis vier Stunden. Die Erfahrungen der letzten Jahre haben dazu geführt, dass die Zugangswege, die Technik des Pfannenschwenkens und die Osteosynthese einfacher und sicherer wurden. Heute ist die Triple-Osteotomie ein Standardverfahren zur Therapie der Hüftdysplasie und wird an zahlreichen Kliniken durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Computergestützte Triple-Osteotomie ==&lt;br /&gt;
Seit Mitte der 1980er Jahre wurden Computersysteme entwickelt, die dem Operateur bei bestimmten Eingriffen als „Richtungsweiser“ dienen sollen. Der Begriff „Computer-assisted-surgery“ (CAS) ist heute in vielen Bereichen der Chirurgie, vor allem aber in der Knochenchirurgie, kaum noch wegzudenken. Zahlreiche technisch immer genauere Systeme kommen stetig neu auf den Markt. Die ersten sogenannten OP-Navigationssysteme wurden in der Neurochirurgie bei Mikroeingriffen am Gehirn eingesetzt. Seit 1996 wird akribisch an der „Navigierten Triple-Osteotomie“ gearbeitet. Verfahren, die schon regelmäßig benutzt werden, benötigen eine vorherige [[Computertomographie]] für die Berechnung eines 3D-Abbildes des Beckens. So kann das Navigationssystem den Operateur unter Verwendung spezieller – für die Navigation sichtbarer – Instrumente sowohl bei den Sägeschnitten als auch bei der Pfannenschwenkung einweisen. Dies ist nur ein Beispiel aus den verschiedenen technischen Möglichkeiten. Die Techniken und auch die Instrumente und Geräte werden zunehmend einfacher und schneller. Studien über die Erfolge der Navigation bei Beckenosteotomien liegen bereits vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Deposit1&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;H.-W. Staudte, E. Schkomodau: &amp;#039;&amp;#039;Beckenosteotomie mit der DISOS-Schablonen-Navigation&amp;#039;&amp;#039;. In: W. Konermann: &amp;#039;&amp;#039;Navigation und Robotic in der Gelenk- und Wirbelsäulenchirurgie&amp;#039;&amp;#039;. Springer 2003, ISBN 3540433058.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Triple-Osteotomie bei Hunden ==&lt;br /&gt;
Triple-Osteotomien werden in der Tiermedizin bislang nur bei Hunden mit [[Hüftdysplasie des Hundes|Hüftdysplasie]] durchgeführt. Da die Operation aufwändig ist, ist eine genaue Kosten-Nutzen-Analyse notwendig. Eine Triple-Osteotomie ist nur bei jungen Hunden angezeigt, für die eine Nutzung als Arbeitshund geplant ist. Voraussetzung ist, dass noch keine oder nur geringe [[Arthrose|arthrotische]] Veränderungen im Hüftgelenk röntgenologisch nachweisbar sind, der Reduktionswinkel im Hüftgelenk kleiner als 30° ist und der Subluxationswinkel weniger als 10° beträgt. Unter dem Reduktionswinkel wird dabei der Winkel verstanden, bei dem der Kopf des Oberschenkelknochens beim Abspreizen ([[Abduktion (Physiologie)|Abduktion]]) der Gliedmaße wieder in die Hüftpfanne zurückspringt. Der Subluxationswinkel ist als der Winkel definiert, bei dem der Oberschenkelkopf bei der Einwärtsbewegung ([[Adduktion]]) aus der Pfanne springt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Triple-Pelvic-Osteotomie wird vor allem nach der Methode von Slocum &amp;amp; Slocum&amp;lt;ref&amp;gt;B. Slocum und T.D. Slocum: &amp;#039;&amp;#039;Pelvic osteotomy for axial rotation of the acetabulum segment in dogs with hip dysplasia&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;The veterinary clinics of North America. Small animal practice&amp;#039;&amp;#039;. Band 22, 1992, S. 645.&amp;lt;/ref&amp;gt; durchgeführt, wobei nach der Durchtrennung der drei Beckenknochen die Hüftpfanne rotiert und nach außen verlagert wird. Die anschließende Fixierung der Beckenknochen erfolgt mit speziell dafür hergestellten Platten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
*[[Salter-Osteotomie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur und Quellen ==&lt;br /&gt;
* Breusch, Mau, Sabo: &amp;#039;&amp;#039;Klinikleitfaden Orthopädie&amp;#039;&amp;#039;. Elsevier 2006, ISBN 9783437224713.&lt;br /&gt;
* [[Klaus Buckup]], L.C. Linke, W. Cordier: &amp;#039;&amp;#039;Kinderorthopädie&amp;#039;&amp;#039;. Thieme 2001, ISBN 3136976029.&lt;br /&gt;
* V. Bühren, O. Trentz, U. Heim: &amp;#039;&amp;#039;Checkliste Traumatologie&amp;#039;&amp;#039;. Thieme 2005, ISBN 978-3135981062.&lt;br /&gt;
* J. Duparc: &amp;#039;&amp;#039;Chirurgische Techniken in Orthopädie und Traumatologie. Beckenring und Hüfte&amp;#039;&amp;#039;. Elsevier 2005, ISBN 3437225561.&lt;br /&gt;
* A.B. Imhoff, R. Baumgartner: &amp;#039;&amp;#039;Checkliste Orthopädie&amp;#039;&amp;#039;. Thieme 2006, ISBN 3131422815&lt;br /&gt;
* Ann L. Johnson und Donald A. Hulse: &amp;#039;&amp;#039;Diseases of the joints&amp;#039;&amp;#039;. In: Theresa Welch Fossum (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Small Animal Surgery&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage. Mosby, 2002, S. 1023–1157.&lt;br /&gt;
* W. Konermann: &amp;#039;&amp;#039;Navigation und Robotic in der Gelenk- und Wirbelsäulenchirurgie&amp;#039;&amp;#039;. Springer, 2003, ISBN 3540433058.&lt;br /&gt;
* R.-P. Meyer, A. Gächter: &amp;#039;&amp;#039;Hüftchirurgie in der Praxis&amp;#039;&amp;#039;. Springer, 2005, ISBN 978-3540227182.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.hueftdysplasie-tipps.de/selbsthilfe.html Ausführliche Informationen einer Selbsthilfegruppe]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Exzellent|21. Mai 2008|46299256}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Therapeutisches Verfahren in Orthopädie und Unfallchirurgie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Operatives Therapieverfahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Therapeutisches Verfahren in der Tiermedizin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hundemedizin]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-24345-12</name></author>
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