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	<title>Trinkspruch - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T20:47:57Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Trinkspruch&amp;diff=2077647&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Knowledge2need: /* Formen */ Eigenständiger Einzelnachweis statt Abschnittslink</title>
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		<updated>2024-08-11T19:32:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Formen: &lt;/span&gt; Eigenständiger Einzelnachweis statt Abschnittslink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Muehlberg 03 einprosit.jpg|mini|hochkant|[[Georg Mühlberg]]: „Ein Prosit“ (um 1900), ein Verbindungsstudent beim Zuprosten auf einer [[Kneipe (Studentenverbindung)|Kneipe]]]]&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Trinkspruch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird in Gesellschaft, vor oder während des Anstoßens mit meist alkoholischen Getränken, in Form einer [[Rede]] oder in Versen ausgebracht. Seine Wurzeln lassen sich bis in die alten Religionen verfolgen: Schon das [[Trankopfer]] des Priesters wurde durch ein symbolisches Zum-Himmel-Erheben des Kelches und ein damit verbundenes [[Segen]]swort dargebracht. Die ältesten Prosits wurden zu Ehren von Göttern gehalten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wolfgang Schuller |Titel=Die Welt der Hetären |Kapitel=1. Kapitel: In ganz Hellas besungen. Die archaische Zeit |Verlag=Klett-Cotta |Datum=2008 |Ort=Stuttgart |ISBN=978-3608960013 |Online={{Webarchiv |url=http://www.berlinerliteraturkritik.de/detailseite/artikel/das-hetaerenwesen-der-antike-und-seine-entstehung.html |wayback=20160223050352 |text= Besprechung und Leseprobe bei berlinerliteraturkritik.de}} }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Spezielle Formen des Trinkspruchs sind das [[Prosit]] und der [[Trinkkultur in Europa#Toast|Toast]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemein ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Albert Ballin 1891, von C.W. Allers.jpg|mini|hochkant|[[Albert Ballin]] bei einem Toast zu Ehren des Deutschen Kaisers]]&lt;br /&gt;
Trinksprüche können auf verschiedene Arten vorgetragen werden. Sie reichen bei [[Monolog|monologischem]] Spruch von einer spontanen, prosaischen Rede über lyrische [[Prosa]] bis hin zur [[Lyrik]]. Zu lyrischen Trinksprüchen existieren teilweise [[Ritus|Riten]], die alle Mitglieder der anwesenden Gruppe zum Nach- oder Mitsprechen animieren sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei sind Art und Inhalt des Trinkspruchs abhängig vom kulturellen Hintergrund, dem Anlass der Versammlung sowie dem Maß der Vertrautheit unter den einzelnen Gruppenmitgliedern. Auch die Art der servierten Getränke kann bedeutend sein. Bei größeren Versammlungen oder weit entfernten Tischen wurde bisweilen auch ein &amp;#039;&amp;#039;Aufwärter&amp;#039;&amp;#039; bestellt, der die Trinksprüche der Herrschaften laut wiederholen musste.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Toast (engl.) |Sammelwerk=Allgemeine deutsche Real-Enzyklopädie für die gebildeten Stände |Band=14 |Auflage=9 |Verlag=F. A. Brockhaus |Ort=Leipzig |Datum=1847 |Seiten=314 |Online={{Google Buch |BuchID=2sAUAAAAYAAJ |Seite=314 |Hervorhebung=trinkspruch}} }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
In einigen Kulturen sind heute noch bei größeren Versammlungen eigene [[Tamada (Trinkkultur)|Tischmeister]] üblich, die vornehmlich für die Ausbringung von Trinksprüchen zuständig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Formen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Pirosmani. Family party.jpg|mini|[[Niko Pirosmani]]: Trinkspruch beim Familienfest. Um 1900]]&lt;br /&gt;
=== Als Rede ===&lt;br /&gt;
Die freie Rede ist die wahrscheinlich älteste Art des Trinkspruchs. Dabei hat besonders hierbei jeder Kulturkreis seine eigenen Rituale. Grundsätzlich ist allen &amp;#039;&amp;#039;formellen&amp;#039;&amp;#039; Trinksprüchen gleich, dass sie den Gästen, dem Gastgeber oder einer anderen Person Ehre, Dankbarkeit und [[Zuvorkommenheit]] zuteilwerden lassen wollen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kotthoff&amp;quot;&amp;gt;Helga Kotthoff: [https://www.researchgate.net/publication/347355444_Trinkspruche_als_Interaktionsrituale_1_Aspekte_der_Unterstutzungshoflichkeit_im_georgisch-deutschen_Vergleich &amp;#039;&amp;#039;Trinksprüche als Interaktionsrituale&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; In diesem Fall ist der Trinkspruch gleichbedeutend mit einem &amp;#039;&amp;#039;Toast&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Länge des Trinkspruchs sind keine Grenzen gesetzt. Mitunter werden &amp;#039;&amp;#039;Toasts&amp;#039;&amp;#039; verfasst, die mehrere Seiten füllen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der lyrische Trinkspruch ===&lt;br /&gt;
Trinksprüche in Gedichtform sind die einprägsamsten und wahrscheinlich auch bekanntesten. In Deutschland sind sie seit dem Mittelalter in Form von &amp;#039;&amp;#039;[[Leberreim]]en&amp;#039;&amp;#039; bekannt. Anscheinend galten sie im 19. Jahrhundert als veraltet und sind erst wieder über den britischen Brauch des &amp;#039;&amp;#039;Toasts&amp;#039;&amp;#039; nach Deutschland gelangt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=OS1CAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA1&amp;amp;q=toast&amp;amp;hl=de Allg. deutsche Real-Enzyklopädie für die gebildeten Stände 1824, 10. Band], S. 1 f. (&amp;#039;&amp;#039;Toast&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;font-style:italic;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es leben die Poeten!&lt;br /&gt;
Die erhabenen begrabenen&lt;br /&gt;
Und die strebenden lebenden,&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&amp;lt;poem style=&amp;quot;font-style:italic; margin-left:2em;&amp;quot;&amp;gt;sinnig waltenden,&lt;br /&gt;
innig entfaltenden,&lt;br /&gt;
minnig gestaltenden,&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;font-style:italic;&amp;quot;&amp;gt;klangentzückten entzückenden,&lt;br /&gt;
sangbeglückten beglückenden,&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;font-style:italic; margin-left:2em;&amp;quot;&amp;gt;bei Erlebnissen,&lt;br /&gt;
bei Begebnissen,&lt;br /&gt;
bei Begräbnissen,&lt;br /&gt;
bei Hoch-&lt;br /&gt;
und bei noch&lt;br /&gt;
andern Zeiten&lt;br /&gt;
und Gelegenheiten —&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;font-style:italic;&amp;quot;&amp;gt;Es leben alle Poeten auf Erden,&lt;br /&gt;
Die&amp;#039;s heute schon sind oder morgen noch werden!&amp;lt;ref&amp;gt;[[August Heinrich Hoffmann von Fallersleben]] - &amp;#039;&amp;#039;Unpolitische Lieder&amp;#039;&amp;#039; (1840) S.189: &amp;#039;&amp;#039;Trinksprüche, Breslauer Schillerfest 10. Nov. 1835&amp;#039;&amp;#039; [https://books.google.de/books?id=7hsQAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA189&amp;amp;hl=de Unpolitische Lieder] (1840)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Im Kollektiv ===&lt;br /&gt;
Der gemeinsam mit der Gruppe vorgetragene Trinkspruch, meist in [[Versdichtung|lyrischer Form]], gleicht in gefestigten Gruppengefügen oft einem zeremoniellen Ritual.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kotthoff&amp;quot; /&amp;gt; Dabei wird der Trinkspruch manchmal auch mit darauf abgestimmter Gestik oder Mimik ergänzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Wesentlichen hat der gemeinsame Trinkspruch eine Festigung der [[Soziale Gruppe|Gruppenzugehörigkeit]] und oft auch, von den Akteuren bewusster wahrgenommen, den schnellen Alkoholrausch aller Anwesenden zum Ziel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;„[[Prosit]]!“&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;„Prost!“&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;„Wohl bekomm&amp;#039;s!“&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;„Zum Wohl(e)!“&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;„Hoch die Gläser!“&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;„Auf uns wohl und niemand Übel!“&amp;#039;&amp;#039; ({{laS|„Nobis bene, nemini male.“}})&amp;lt;ref&amp;gt;Tobias George Smollett: &amp;#039;&amp;#039;Humphry Klinkers Reisen&amp;#039;&amp;#039;. Dritter Band. Aus dem Englischen [von [[Johann Joachim Christoph Bode]]]. Leipzig 1772, [https://books.google.de/books?id=5qBMAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA115&amp;amp;hl=de S. 115 books.google]. Siehe auch Johann Friedrich Schütze: Holsteinisches Idiotikon; ein Beitrag zur Volkssittengeschichte. Erster Theil. Hamburg 1800, [https://books.google.de/books?id=NBYUAAAAQAAJ&amp;amp;pg=PA278&amp;amp;hl=de S. 278 books.google]: „Eine Hamb. halbplattdeutsche Gesundheit heißt: Es geh uns wohl und niemand übel! Wer dat nig drinkt, den haal de Düvel!“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;„Möwie noch een?“&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.moewienocheen.de/ |titel=Möwie noch een - Was hat es mit den Möwen und dem Spruch &amp;quot;Möwie noch een?&amp;quot; auf sich? |sprache=de |abruf=2024-02-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.emsland.info/emslaendisch-deutsch-deutsch-emslaendisch-132/ |titel=Emsländisch – Deutsch, Deutsch – Emsländisch |titelerg=Schluss mit den Klischees – „Möwe?“ |hrsg=Landkreis Emsland |sprache=de |abruf=2022-11-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|prost}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Trinkkultur in Europa]]&lt;br /&gt;
* [[Trinklied]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* Helga Kotthoff: [https://www.researchgate.net/publication/347355444_Trinkspruche_als_Interaktionsrituale_1_Aspekte_der_Unterstutzungshoflichkeit_im_georgisch-deutschen_Vergleich &amp;#039;&amp;#039;Trinksprüche als Interaktionsrituale&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Trinkkultur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Redegattung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[bcl:Tigsik]]&lt;br /&gt;
[[es:Brindis]]&lt;br /&gt;
[[en:Toast (honor)]]&lt;br /&gt;
[[fr:Trinquer]]&lt;br /&gt;
[[he:הרמת כוסית]]&lt;br /&gt;
[[ja:乾杯]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Knowledge2need</name></author>
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