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	<title>Trinkgelage - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T21:14:47Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Trinkgelage&amp;diff=1156756&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Tolanor: /* Römer */ Rotlink</title>
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		<updated>2026-01-31T02:06:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Römer: &lt;/span&gt; Rotlink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:William Hogarth - A Midnight Modern Conversation - Google Art Project.jpg|miniatur|hochkant=1.5|Nächtliches Trinkgelage ([[William Hogarth]], 1731)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Trinkgelage&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zechgelage&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Besäufnis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man eine Zusammenkunft mehrerer Personen, die vor allem dem ausgiebigen [[Alkoholkonsum|Konsum von Alkohol]] dient. Im deutschsprachigen Raum werden ausufernde Trinkgelage von Jugendlichen und jungen Erwachsenen seit einiger Zeit umgangssprachlich häufig als [[Rauschtrinken|Komasaufen]] bezeichnet, im englischen Sprachraum spricht man von &amp;#039;&amp;#039;binge drinking&amp;#039;&amp;#039;. Die antiken Trinkgelage wurden [[Symposion]] genannt. Synonym kann der Begriff ‚Gelage‘ auch auf andere körperliche Genüsse wie beispielsweise Essen (Fressgelage) übertragen werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen||Der geschichtliche Teil des Artikels}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Griechen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Griechen]] begann das Trinkgelage ({{lang|grc|συμπόσιον}}, &amp;#039;&amp;#039;[[Symposion]]&amp;#039;&amp;#039;) nach der Beendigung des Fest- bzw. Gastmahls, wenn der Nachtisch aufgetragen und dem „guten Geist“ ein Trankopfer dargebracht worden war. Teilnehmen durften ausschließlich Männer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gäste, welche an dem Trinkgelage nicht teilnehmen wollten, waren berechtigt, sich beim Auftragen des Desserts zu entfernen. Getrunken wurde nur mit kaltem oder warmem Wasser gemischter Wein; das kalte Getränk wurde manchmal mit Schnee gekühlt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mischung selbst geschah im Mischgefäß ({{lang|grc|κράτηρ}}, „[[Krater (Gefäß)|Krater]]“), gewöhnlich im Verhältnis von drei Teilen [[Wasser]] zu einem Teil [[Wein]]. Aus dem Krater wurde dann das Getränk mit dem Schöpfer ({{lang|grc|Οἰνοχόη}}, &amp;#039;&amp;#039;[[oinochoe]]&amp;#039;&amp;#039;, wörtl. „Weingießer“) in die Becher gefüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man trank rote, weiße und gelbe Weine und mischte diese Sorten miteinander; außerdem wurden Gewürze oder [[Honig]] zugesetzt. Auch [[Obstwein]]e wurden getrunken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leitung des Gelages übernahm ein von der Gesellschaft gewählter oder durch das [[Losverfahren|Los]] bestimmter Vorsteher (übliche Bezeichnungen waren: {{lang|grc|συμποσιάρχος}}, &amp;#039;&amp;#039;[[Symposiarch|symposiarchos]]&amp;#039;&amp;#039;, „Vorsitzender des Gelages“; {{lang|grc|βασιλεύς}}, &amp;#039;&amp;#039;basileus&amp;#039;&amp;#039;, „König“; {{lang|grc|ἄρχων τῆς πόσεως}}, &amp;#039;&amp;#039;archon tes poseos&amp;#039;&amp;#039;, „Vorsitzender des Trinkens“). Dieser setzte das Mischungsverhältnis fest: Bis zu zehn Teile Wasser pro Teil Wein ist überliefert, meist war der Weinanteil jedoch höher. Auch bestimmte er die Zahl der von jedem zu trinkenden Becher, die Regeln, nach denen getrunken wurde und legte für Verstöße gegen diese Regeln Strafen fest, die gewöhnlich darin bestanden, dass ein Becher in einem Zug geleert werden musste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei manchen Gelagen war das erklärte Ziel die Trunkenheit der Teilnehmer ({{lang|grc|πίνειν πρὸς βίον}}, &amp;#039;&amp;#039;pinein pros bion&amp;#039;&amp;#039;, „aufs Leben trinken“). Auch das Zutrinken auf die Anwesenden der Reihe nach um den Tisch herum ({{lang|grc|ἐπὶ δεξιά}}, &amp;#039;&amp;#039;epi dexia&amp;#039;&amp;#039;, „rechtsrum“) und von Person zu Person waren Sitte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei diesen Gelagen spielte auch die geistreiche witzige Unterhaltung eine wichtige Rolle. Oft traten [[Hetäre]]n auf, die sangen und tanzten sowie das Doppelblasinstrument &amp;#039;&amp;#039;[[aulos]]&amp;#039;&amp;#039; und die Leier &amp;#039;&amp;#039;[[kithara]]&amp;#039;&amp;#039; spielten; jugendliche Sklaven und Gaukler zeigten mimische Darstellungen und Kunststücke. Teilweise amüsierte man sich auch beim &amp;#039;&amp;#039;[[Kottabos]]&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|grc|κοτταβος}}), einem von den Griechen hauptsächlich im 5. und 4.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr. vor allem bei Trinkgelagen gespielten [[Geschicklichkeitsspiel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer im Wettkampf das meiste vertrug, erhielt einen Kuchen, die Eingeschlafenen wurden verhöhnt und mit Wein begossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Römer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Antike|antiken Rom]] wurde die Abhaltung besonderer Trinkgelage (&amp;#039;&amp;#039;[[comissatio]]nes&amp;#039;&amp;#039;),&amp;lt;ref&amp;gt;{{RE|IV,1|610|619|Comissatio|[[August Mau]]|RE:Comissatio}}&amp;lt;/ref&amp;gt; welche sich ebenfalls an die Hauptmahlzeit abends anzuschließen pflegten, erst üblich, nachdem die Römer griechische Sitten übernommen hatten. Auch hier wurde das Trinken systematisch betrieben, und man hielt sich ziemlich streng an das griechische Vorbild. Bei den Römern waren seit der späten Republik teilweise Frauen zu den Gelagen zugelassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine besondere Sitte stellte das &amp;#039;&amp;#039;ad numerum bibere&amp;#039;&amp;#039; dar, wobei man so viele Becher leerte, wie der Name des zu Feiernden Buchstaben enthielt oder wie viele Lebensjahre man ihm wünschte. Das Trinken in der Runde ([[Circumpotatio]]) artete vor allem bei den [[Leichenschmaus|Leichenschmäusen]] derartig aus, dass dieser Brauch durch besondere Gesetze der [[Decemviri]] verboten wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Gelages spendete man den Göttern zahlreiche [[Trankopfer]]. Um den Durst zu fördern, wurden pikante Leckerbissen serviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Germanen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den Germanen sind ebenfalls Angaben über Trinkgelage überliefert. Diese fanden auch Eingang in die religiösen Vorstellungen: Die Seligkeit in [[Walhall]] bestand ihrer Glaubensvorstellung nach vornehmlich in der Teilnahme an ewigen Göttergelagen, bei denen die Helden [[Met]] tranken; nur [[Odin]] war [[Wein]] vorbehalten. An Getränken fehlte es in der Walhalla nie, denn die unerschöpfliche Ziege [[Heidrun (Mythologie)|Heidrun]] füllte stets die Schale neu mit schäumendem Met. Auf Erden wurden zu Ehren der [[Germanische Gottheit| heidnischen Götter]] Trinkfeste veranstaltet, den Göttern selbst wurden reichliche Trankopfer dargebracht, anfänglich von Met, später von Wein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So oft der Priester opferte, goss er ein Horn zu Füßen des [[Bilderverehrung|Götterbildes]] aus, füllte es wieder und trank ihm zu. In den Tempeln wurden die Becher in folgender Ordnung geleert: der erste zu Ehren [[Odin]]s, der zweite zu Ehren [[Thor]]s und der [[Freya]], der dritte zum Gedächtnis berühmter Helden (Bragakelch) und der vierte zum Andenken gestorbener Freunde ([[Minne]]becher).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Siehe auch&amp;#039;&amp;#039;: [[Sumbel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter und frühe Neuzeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im [[Mittelalter]] waren Trinkgelage üblich. „Sänger sangen Lieder und spielten die Harfe dazu; umher saßen Zuhörer bei ehernen Bechern und tranken wie Rasende Gesundheiten um die Wette. Wer nicht mitmachte, ward für einen Thoren gehalten. Man muss sich glücklich preisen, nach solchem Trinken noch zu leben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Poemata I praef. Vgl. allgemein [[Hasso Spode]]: Alkohol und Zivilisation, Berlin 1991, Teil I, hier S. 25&amp;lt;/ref&amp;gt; So erzählt der römische Schriftsteller [[Venantius Fortunatus]]. In gefüllten Bechern brachte man sich die vorgeschriebenen Höflichkeiten dar: Willkommen, Valettrunk, Ehrentrunk, Rund-, Kundschafts- und Freundschaftstrunk. Hieran schloss sich das nach ganz bestimmten Regeln geordnete Zu- und Vortrinken und das Wetttrinken. Das Trinken wurde von den Fürsten durch Trinkordnungen geregelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Chroniken des 15. und 16. Jahrhunderts berichten über die mit größter Verschwendung und Pracht gefeierten Trinkfeste an den Höfen; der Wein wurde in großen Mengen getrunken, so dass am Schluss alle Anwesenden volltrunken waren. Besonders berühmt waren die Zechgelage am Hof [[August II. (Polen)|Augusts des Starken]], wo die sächsischen Kavaliere die Aufgabe hatten, ihre polnischen Standesgenossen unter den Tisch zu trinken. Eine besondere Form bildeten die studentischen Zechgelage; besonders die [[Eberhard Karls Universität Tübingen|Universität Tübingen]] war im Mittelalter dafür berühmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Studentengelage jener Zeit beschreibt [[Johann Michael Moscherosch]] in seinen &amp;#039;&amp;#039;Wunderlichen und wahrhaften Gesichten Philanders von Sittewalt&amp;#039;&amp;#039;. [[Hans Sachs]] gibt in seinem Gedicht &amp;#039;&amp;#039;Wer erstlich hat erfunden das Bier&amp;#039;&amp;#039; eine drastische Beschreibung eines Saufgelages.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der frühen Neuzeit waren Trinkgelage in allen Schichten der damaligen Bevölkerung verbreitet: Im Rittersaal der [[Riegersburg (Burg)|Riegersburg]] in der [[Steiermark]] findet man bis heute eine Inschrift, die in ein Glasfenster eingeritzt wurde: „Anno 1635, den 6. April, hat das Sauffen angehebt und ale Tage ein Rausch gegeben biß auff den 26 detto“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zeit.de/1991/17/rosenbaum-und-himmelbett/seite-2 &amp;#039;&amp;#039;Rosenbaum und Himmelbett&amp;#039;&amp;#039;] [[Die Zeit]], 17/1991&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst mit der verstärkten Übernahme höfischer Sitten aus Frankreich und dem steigenden Konsum von [[Kaffee]] und [[Tee]] gegen Ende des 17. Jahrhunderts waren Trinkgelage in der Oberschicht nicht mehr die bevorzugte Form der Geselligkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gegenwart ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Nicolae Grigorescu - Doi bețivi.jpg|miniatur|„Zwei Betrunkene“ von Nicolae Grigorescu]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Gegenwart werden traditionelle Trinkgelage, d.&amp;amp;nbsp;h. Festversammlungen, bei denen das ritualisierte Trinken Hauptanlass und Alleinzweck ist, seltener abgehalten. Vor allem Studentenverbindungen wird oft unterstellt, dass dort solche Veranstaltungen noch üblich seien (siehe [[Kneipe (Studentenverbindung)]]). Allerdings gehören zu privaten und kommerziellen Partys und Veranstaltungen oft auch Trinkgelage. Ein Phänomen in diesem Kontext ist die umgangssprachlich so genannte [[Ballermann 6|Ballermannkultur]]. In Großbritannien ist das Phänomen als Binge-Drinking Teil der [[Lad culture]] wie auch von [[Junggesellenabschied]]en. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Flatrate-Partys ===&lt;br /&gt;
[[Datei:751 Disco Lolly Pop in Cala Millor.jpg|mini|Werbung für eine Flatrate-Party in [[Cala Millor]] auf Mallorca (2012)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Flatrate-Party&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;All-you-can-drink-Party&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind Bezeichnungen für kommerzielle Veranstaltungen, bei denen alkoholische Getränke ohne Begrenzung der Menge zu einem Pauschalpreis ausgeschenkt werden. Dabei ist der Eintrittspreis zu der eigentlichen Party oft enthalten und die Auswahl an Getränken auf einen bestimmten Zeitraum und auf gewisse Getränkearten begrenzt. In der Regel werden neben alkoholfreien Getränken Bier und eine Auswahl an hochprozentigen Drinks angeboten. Kritisiert wird, dass mit derartigen Veranstaltungen das [[Rauschtrinken]] („Komasaufen“/„binge drinking“) vor allem bei Jugendlichen gefördert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass immer jüngere Jugendliche immer exzessiver Alkohol konsumieren (vgl. [[Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen]]). Eine steigende Anzahl von [[Alkoholvergiftung]]en unter jungen Menschen wird auch auf die Zunahme von Flatratepartys zurückgeführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Berlin&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.berlin.de/landespressestelle/archiv/2007/03/16/74594/ |wayback=20070929225133 |text=Pressemeldung des Landes Berlin |archiv-bot=2024-06-01 06:59:41 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; So warnt die [[Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen]] vor solchen Veranstaltungen, da durch den niedrigen Preis die Hemmschwelle sinkt, sich zu betrinken.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.dhs.de/fileadmin/user_upload/pdf/dhs_stellungsnahmen/aktionsplan_alkohol_der_dhs_2008final_din.pdf |wayback=20111112194603 |text=&amp;#039;&amp;#039;Aktionsplan Alkohol der DHS 2008&amp;#039;&amp;#039; nennt auf Seite 6 Abschnitt &amp;#039;Maßnahmen zur Reduzierung der Verfügbarkeit von Alkohol&amp;#039; und nennt die &amp;#039;Durchsetzung des Gaststättengesetzes&amp;#039; eine Maßnahme von zentraler Bedeutung }}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Neigung mancher Jugendlicher zur Gewalttätigkeit wird mit dem gesteigerten Alkoholkonsum in Verbindung gebracht. Vermehrt fordern auch deutsche Politiker, Flatrate-Partys zu verbieten oder den Alkoholausschank zu begrenzen. Manche Großstädte drängen die Gastronomie zur Einstellung dieser Praktiken; so hat im Mai 2007 die Stadt Freiburg der Nachtgastronomie die Unterzeichnung einer diesbezüglichen Selbstverpflichtung abverlangt, andernfalls drohe die Verkürzung der Betriebszeiten. Von Sozialpädagogen wird diese Orientierung an Zwangsmaßnahmen kritisiert und eine vorbeugende pädagogische Arbeit gefordert.&amp;lt;ref&amp;gt;Badische Zeitung, 12. Mai 2007, S. 25, 28&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den Innenministern der Bundesländer in Deutschland wird erwogen, ein gesetzliches Verbot von Flatrate-Angeboten in Gaststätten zu erlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.ftd.de/politik/deutschland/:Innenminister%20Killerspiele%20Sauf%20Partys%20Spielzeugwaffen/207489.html | wayback=20070603104809 | text=ftd:Innenminister bekämpfen Killerspiele, Sauf-Partys und Spielzeugwaffen}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 8. Juni 2007 hat als erstes Bundesland Baden-Württemberg ein Verbot von &amp;#039;&amp;#039;Flatrate-Partys&amp;#039;&amp;#039; erlassen. Der baden-württembergische Innenminister [[Ernst Pfister]] (FDP) argumentierte, dass gesetzliche Grundlagen dafür mit dem [[Jugendschutzgesetz (Deutschland)|Jugendschutzgesetz]] und dem [[Gaststättenrecht|Gaststättengesetz]] bereits vorhanden seien. Das Gaststättengesetz verbiete die Abgabe alkoholischer Getränke an Betrunkene ({{§|20|gastg|juris}} GastG). Flatrate-Partys seien ein gezielter Versuch, dieses Gesetz zu umgehen, indem die Kunden zunächst den Kaufpreis entrichten und danach die bezahlte Leistung erhielten; deshalb seien sie gesetzwidrig. In Baden-Württemberg müssen Wirte, die solche Partys veranstalten, nun mit Strafen bis hin zum Entzug der Gaststättenerlaubnis rechnen.&amp;lt;ref&amp;gt;Badische Zeitung, 9. Juni 2007, S. 1.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine weitere Handhabe bietet {{§|4|gastg|juris}} GastG: Er ermöglicht, die [[Gaststättenkonzession|Schankerlaubnis]] zu versagen, wenn der Antragsteller dem Alkoholmissbrauch Vorschub leistet. In [[Nürnberg]] wurde bereits eine [[Diskothek]] vorübergehend geschlossen, da der Besitzer sich nicht an diesen Vertrag gehalten hat. Die Schließung wurde von einem Gericht bestätigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nürnberger Nachrichten&amp;quot;&amp;gt;[http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=687651&amp;amp;kat=10&amp;amp;man=2 Artikel in den Nürnberger Nachrichten über die Schließung einer Disko wegen Billig-Alkohol]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zunahme des Rauschtrinkens bei Jugendlichen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Quelle}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zahl der deutschen Jugendlichen, die aufgrund von akuten Alkoholmissbrauchs im Krankenhaus stationär behandelt werden mussten, stieg von 2000 bis 2011 um 178 % auf 26.400.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://drogenbeauftragte.de/fileadmin/dateien-dba/Service/Publikationen/Drogen_und_Suchtbericht_2011_110517_Drogenbeauftragte.pdf |wayback=20111125022656 |text=Drogen- und Suchtbericht Mai 2011 }} (PDF; 1,6&amp;amp;nbsp;MB) herausgegeben von der Drogenbeauftragten der Bundesregierung. S. 21f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine ähnliche Entwicklung konnte auch in Österreich beobachtet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Uhl A. et al. (2009): [http://bmg.gv.at/cms/home/attachments/6/4/1/CH1039/CMS1305198709856/handbuch_alkohol_-_oesterreich_2009__zahlen,_daten_fakten_trends.pdf] (PDF; 7,7&amp;amp;nbsp;MB): Bundesministerium für Gesundheit, Wien (Seite 172, Zunahme der alkoholbedingten Spitalsaufnahmen von Kindern und Jugendlichen)&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Ursache für diese Entwicklung wurde unter anderem das auf ein jüngeres Zielpublikum ausgedehnten Marketing der Hersteller von hochprozentigen Alkoholika und dem damit verbreiteten Eindruck Jugendlicher, Trinken sei eine kulturelle Norm, sowie die gesteigerten Popularität von [[Alkopop]]s erwogen, was in Deutschland die Einführung einer [[Alkopop#Alkopop-Steuer|Sondersteuer auf Alkopops]] zur Folge hatte. Nach der Einführung dieser Sondersteuer sank der Alkopops-Umsatz rasch deutlich ab. Da ein proportionaler Umsatzrückgang aber auch in Österreich festzustellen war, wo keine Sondersteuer eingeführt wurde, ist fraglich, ob man den Rückgang in Deutschland ursächlich mit der Sondersteuer begründen darf.&amp;lt;ref&amp;gt;Uhl A. et al. (2009): [http://bmg.gv.at/cms/home/attachments/6/4/1/CH1039/CMS1305198709856/handbuch_alkohol_-_oesterreich_2009__zahlen,_daten_fakten_trends.pdf] (PDF; 7,7&amp;amp;nbsp;MB): Bundesministerium für Gesundheit, Wien (Seite 257, Konsumentwicklung bei Alkopops, Radler und andere alkoholhältige Mischgetränken)&amp;lt;/ref&amp;gt; Laut einer Studie des Institute for Social Research (ISR) der [[Universität]] [[Michigan]] haben auch in den USA Alkopops seit 2004, auch dort ohne Einführung einer Sondersteuer, stark an Bedeutung und Popularität verloren. Dabei wurde herausgestellt, dass starker Alkoholkonsum US-amerikanischer Jugendlicher in den letzten 25 Jahren deutlich zurückgegangen sei und sich momentan an einem historischen Minimum befinde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://ns.umich.edu/htdocs/releases/plainstory.php?id=8174 |wayback=20110615031207 |text=Marijuana use is rising; ecstasy use is beginning to rise; and alcohol use is declining among U.S. teens }} Zusammenfassung der aktuellen Drogenstudie in den USA (engl.).&amp;lt;/ref&amp;gt; Lediglich die öffentliche Wahrnehmung suggeriere einen Anstieg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob der problematische Alkoholkonsum von Jugendlichen (teilweise bis zur [[Alkoholvergiftung#Drittes Stadium|Bewusstlosigkeit]], [[Rauschtrinken|Komatrinken]]), im deutschen Sprachraum in den letzten Jahren wirklich so dramatisch zugenommen hat, wie das die stationären Aufnahmezahlen ins Krankenhaus wegen akuten Alkoholmissbrauchs nahelegen, oder ob diese Zahlen bloß ganz andere Entwicklungen widerspiegeln, darüber gibt es in der Fachwelt unterschiedliche Meinungen. So kam eine Untersuchung des europäischen Megapoles-Projektes zur Ansicht, dass tatsächlich ein Anstieg gefährlichen Alkoholkonsums unter Jugendlichen zu verzeichnen sei,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.lho.org.uk/Download/Public/7665/1/YoungPeopleandAlcohol_finalreport_3.pdf Megapoles: Young People and Alcohol]. Abschlussbericht (engl.) des europäischen Projekts zur Erforschung des Trinkverhaltens europäischer Jugendlicher 2003.&amp;lt;/ref&amp;gt; während andere Autoren das stark bezweifeln.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.researchgate.net/publication/258628427_Rauschtrinken_bei_Jugendlichen_-_Medienhype_oder_bedenkliche_Entwicklung Uhl und Kobrna (2012): Rauschtrinken bei Jugendlichen – Medienhype oder bedenkliche Entwicklung?] (PDF; 454&amp;amp;nbsp;kB) Suchttherapie 2012; 13(01): 15-24.&amp;lt;/ref&amp;gt; Weitgehende Einigkeit besteht in beiden Publikationen dahingehend, dass im deutschsprachigen Raum die Gesamtmenge des von Jugendlichen getrunkenen Alkohols rückläufig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein [[Soziobiologie|soziobiologischer]] und [[Soziologie|soziologischer]] Erklärungsansatz für die Zunahme jugendlichen Alkoholkonsums bringt drei Faktoren zusammen:&lt;br /&gt;
* die [[Anthropologie|anthropologische]] Konstante des Konsums giftiger Stoffe als [[Handicap-Prinzip|Handicap-Signal]], das die eigene Leistungsfähigkeit gegenüber potentiellen Paarungspartnern, Kooperationspartnern und Konkurrenten dokumentieren soll;&lt;br /&gt;
* die Zunahme der [[Rivalität|Konkurrenz]]intensität auch der Gesellschaften industrialisierter Länder in der Epoche der [[Globalisierung]], was die Neigung zu Handicap-Signalen verstärkt;&lt;br /&gt;
* die [[Über den Prozeß der Zivilisation| zivilisationstheoretisch]] erklärbare Abnahme einiger zivilisatorischer Verhaltenskontrollen ab dem Ersten Weltkrieg und insbesondere seit den 1960er Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: [[Rauschtrinken]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Gelage}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.uni-muenster.de/PsyWeb/studies/index/permanent Selbsttest zum Alkoholkonsum mit individueller Rückmeldung]: Fragebogen der AE Klinische Psychologie der Uni Münster (kostenlos nach Anmeldung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Trinkkultur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Feste und Brauchtum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Essen und Trinken (Veranstaltung)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Alkoholkonsum]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Tolanor</name></author>
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