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	<title>Trinken - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Redonebird: Abschnittlink korrigiert</title>
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		<updated>2026-01-16T08:01:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Abschnittlink korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Woman drinking water.jpg|mini|Eine Frau beim Trinken von [[Wasser]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Trinken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet den Vorgang, bei dem der Körper durch den Mund [[Flüssigkeit]]en aktiv aufnimmt. Derselbe Vorgang bei Tieren wird vorwiegend bei größeren Tieren teilweise als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Saufen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tränken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, teilweise ebenfalls als &amp;#039;&amp;#039;Trinken&amp;#039;&amp;#039;, bezeichnet. Mit dem Trinken wird der [[Durst]] gestillt oder für eine leichtere Aufnahme des Essens&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. dazu etwa die &amp;#039;&amp;#039;Küchemmeysterey&amp;#039;&amp;#039;, ein Kochbuch des 15. Jahrhunderts: „Alle feste Speis ist schädlich, auch trocken Brot zu essen ist schädlich. Man muß immer dazu trinken.“ Zitiert aus [[Harry Kühnel]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Sachkultur bürgerlicher und patrizischer Nürnberger Haushalte des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit.&amp;#039;&amp;#039; In: Trude Ehlert (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Haushalt und Familie in Mittelalter und früher Neuzeit (Vorträge eines interdisziplinären Symposions vom 6.–9. Juni 1990 an der [[Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn|Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn]]). Mit einem Register von Ralf Nelles, Jan Thorbecke,&amp;#039;&amp;#039; Sigmaringen 1991, ISBN 3-7995-4156-X, S. 14–31; hier: S. 29 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; gesorgt. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist für wesentliche Körperfunktionen unverzichtbar. Üblicherweise trinkt man entweder aus Behältern (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Trinkglas|Glas]], [[Flasche]] oder [[Tasse]]), aus der hohlen Hand, aus natürlichen Gewässern, aus der [[Wasserleitung]] oder beim [[Stillen]] aus der [[Weibliche Brust|Mutterbrust]]. [[Fötus|Föten]] und [[Embryo]]s trinken das [[Fruchtwasser]], in dem sie schwimmen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Friedrich Ahlfeld |Titel=Lehrbuch der Geburtshilfe |Ort=Leipzig |Verlag=Friedrich Wilhelm Grunow |Jahr=1894 |Seiten=30 |Online={{Google Buch |BuchID=LlxwYTIylVIC |Seite=30}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Das [[Urgermanische Sprache|gemeingermanische]] Verb – [[Mittelhochdeutsche Sprache|mittelhochdeutsch]] &amp;#039;&amp;#039;trinken&amp;#039;&amp;#039;, [[Althochdeutsche Sprache|althochdeutsch]] &amp;#039;&amp;#039;trinkan&amp;#039;&amp;#039; – hat keine sicheren außergermanischen Beziehungen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur| Titel=Das Herkunftswörterbuch| Auflage=5. Auflage| Verlag=Dudenverlag| Ort=Berlin| Jahr=2014| Reihe=[[Duden#Duden in zwölf Bänden (2017)|Der Duden in zwölf Bänden]]| BandReihe=7| Online=[https://books.google.de/books?id=KqvWCgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA869&amp;amp;dq=trinken S. 869]}} &amp;#039;&amp;#039;Siehe auch [[Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache|DWDS]]&amp;#039;&amp;#039; ([https://www.dwds.de/wb/trinken#et-1 „trinken“]) &amp;#039;&amp;#039;und&amp;#039;&amp;#039; {{Literatur| Autor=[[Friedrich Kluge]]| Titel=[[Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache]]| Auflage=7. Auflage| Verlag=Trübner| Ort=Straßburg| Jahr=1910| Online=[http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/0007/bsb00070228/images/index.html?&amp;amp;seite=487 S. 465]}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Denkbar wären Bezüge zu germanisch &amp;#039;&amp;#039;drenk&amp;#039;&amp;#039; „einen Zug tun“ und zu indogermanisch &amp;#039;&amp;#039;dhreg̑&amp;#039;&amp;#039; „ziehen“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Friedrich Kluge]], [[Alfred Götze (Philologe)|Alfred Götze]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache]].&amp;#039;&amp;#039; 20. Aufl., hrsg. von [[Walther Mitzka]], De Gruyter, Berlin / New York 1967; Neudruck („21. unveränderte Auflage“) ebenda 1975, ISBN 3-11-005709-3, S. 790.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Physiologie ==&lt;br /&gt;
Die Flüssigkeit erreicht beim Trinken über den Mund und die Speiseröhre den Magen, von dort wird sie in den [[Darm]]trakt weitergeleitet. Im Darm wird die Flüssigkeit [[Absorption (Chemie)|absorbiert]]. Überschüssige Flüssigkeit gelangt über die [[Niere]]n in die [[Harnblase]] und wird vorwiegend als [[Urin]] (Harn) ausgeschieden, teilweise auch durch [[Schweiß|Schwitzen]] und über die ausgeatmete Luft. Der Vorgang des Schluckens wird [[Schluckakt]] genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein gesunder Körper signalisiert einen Flüssigkeitsmangel durch [[Durst]]. Durst (und darüber indirekt auch die Flüssigkeitszufuhr) wird vom [[Hypothalamus]] gesteuert und ist sowohl vom [[Volumenhaushalt|Elektrolythaushalt]] als auch von der [[Blut]]menge abhängig. Mit zunehmendem Alter nimmt das Durstgefühl ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zu geringes Trinkvolumen führt zur Austrocknung (Dehydratation, Exsikkose) und damit zur [[Hypovolämie]], zur [[Hämokonzentration]] und zur [[Arterielle Hypotonie|Hypotonie]]; diese wiederum führen zur [[orthostatische Dysregulation|orthostatischen Dysregulation]] und damit auch zu [[Schwindel]] und [[Gleichgewichtssinn|Gleichgewichtsstörungen]]. Deswegen wird Wassertrinken zur [[Therapie|Behandlung]] von Schwindel empfohlen. Denn eine verkleinerte [[Viskosität]] des Blutes verbessert die [[Durchblutung|Perfusion]] (Durchblutung) des [[Gleichgewichtsorgan]]s. Eine Hypovolämie verkleinert den [[Herzindex]] und das Herzzeitvolumen.&amp;lt;ref&amp;gt;Georg Sabin: &amp;#039;&amp;#039;Der kardiogene Schock&amp;#039;&amp;#039;, Kohlhammer Verlag, Stuttgart, Berlin, Köln, Mainz 1984, ISBN 3-17-008618-9, S. 18.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Erwachsener  hat einen durchschnittlichen Tagesbedarf von zwei Litern. Ein Teil davon wird durch feste Nahrung eingenommen. Die [[Deutsche Gesellschaft für Ernährung|Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE)]] empfiehlt, jeden Tag etwa 1,5 Liter Flüssigkeit zu trinken.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.dge.de/modules.php?name=News&amp;amp;file=article&amp;amp;sid=503 |wayback=20120109062719 |text=Hinweis der DGE }}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Urologie|Urologen]] empfehlen Erwachsenen dagegen, zur Vorbeugung von [[Nierenstein]]en und anderen [[Harnstein]]en täglich so viel Wasser zu trinken, dass ein tägliches [[Urin]]volumen (Sekundärharn) von anderthalb Litern&amp;lt;ref&amp;gt;[[Carl Erich Alken]], Peter May, Jess Braun: &amp;#039;&amp;#039;Harnsteinleiden.&amp;#039;&amp;#039; Georg Thieme Verlag, Stuttgart 1979, ISBN 3-13-581401-7, S. 107.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Carl Erich Alken]], Jürgen Sökeland: &amp;#039;&amp;#039;Urologie&amp;#039;&amp;#039;, 8. Auflage, Thieme-Verlag, Stuttgart 1979, ISBN 3-13-300608-8, S. 290.&amp;lt;/ref&amp;gt; (andere Angabe sogar 2,5&amp;amp;nbsp;l/d) entsteht. Diese Empfehlung würde zu einer täglichen Wasseraufnahme von mindestens 2,5&amp;amp;nbsp;Litern führen. Ein Erwachsener mit einem Gewicht von 100&amp;amp;nbsp;kg benötigt 4 bis 5 Liter Flüssigkeit am Tag.&amp;lt;ref&amp;gt;Dieter Palitzsch: &amp;#039;&amp;#039;Pädiatrie&amp;#039;&amp;#039;, Enke Verlag, Stuttgart 1983, ISBN 3-432-93131-X, Tabelle Seite 147: 40 bis 50 Milliliter pro Tag und pro Kilogramm Körpergewicht.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Gesamtbedarf hängt von externen Faktoren ab ([[Klima]], Wetter, körperliche Beanspruchung, Ernährungsgewohnheiten und anderen). Auch innere Faktoren, wie beispielsweise [[Fieber]] oder [[Durchfall]], können den Flüssigkeitsbedarf erhöhen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.kinderaerzte-im-netz.de/news-archiv/meldung/article/fieber-steigert-den-fluessigkeitsbedarf-eines-kindes/ |titel=Fieber steigert den Flüssigkeitsbedarf eines Kindes |zugriff=2017-10-11}} {{Internetquelle |url=https://www.apotheken-umschau.de/Durchfall/Durchfall-Diarrhoe-Therapie-11862_4.html |titel=Durchfall (Diarrhö): Therapie |zugriff=2017-10-11 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Insbesondere viele ältere Menschen trinken nicht genug. Zur Berechnung der täglichen Trinkmenge in den ersten zehn Lebenstagen bedient man sich der Formel (Lebenstage minus 1) × (50 bis 80&amp;amp;nbsp;ml).&amp;lt;ref&amp;gt;Dieter Palitzsch: &amp;#039;&amp;#039;Pädiatrie&amp;#039;&amp;#039;, Enke Verlag, Stuttgart 1983, ISBN 3-432-93131-X, S. 147. - Nach dieser Formel von [[Gustav-Adolf von Harnack]] dürften Säuglinge in den ersten 24 Stunden keine Flüssigkeit bekommen. Deswegen empfiehlt Palitzsch pro Tag für die drei ersten Lebenstage 60 bis 100&amp;amp;nbsp;ml und danach bis zum zehnten Lebenstag 125 bis 150&amp;amp;nbsp;ml.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für die ersten drei Lebensmonate empfiehlt man 165 bis 200&amp;amp;nbsp;ml pro Kilogramm [[Körpergewicht]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gustav-Adolf von Harnack]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kinderheilkunde&amp;#039;&amp;#039;, 3. Auflage, Springer-Verlag, Berlin, Heidelberg, New York 1974, ISBN 3-540-06453-2, Seiten 62 und 69. - Für ein Alter von drei Monaten empfiehlt Palitzsch 140 bis 165&amp;amp;nbsp;ml/d.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das gesunde Kind hat einen täglichen Flüssigkeitsbedarf von etwa 10 bis 15 Prozent (junge Säuglinge bis 20 Prozent) seines Körpergewichtes.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Georg-Winfried Schmidt]]: &amp;#039;&amp;#039;Leitfaden der Säuglings- und Kinderheilkunde&amp;#039;&amp;#039;, 5. Auflage, „Medizin von heute“, Band 12, Köln-Mülheim 1981, S.&amp;amp;nbsp;61.&amp;lt;/ref&amp;gt; Kindern mit einer primären [[Hyperoxalurie]] wird pro Quadratmeter [[Körperoberfläche]] eine tägliche Flüssigkeitsaufnahme von 3 Liter empfohlen.&amp;lt;ref&amp;gt;Jörg Dötsch, Lutz T. Weber: &amp;#039;&amp;#039;Nierenerkrankungen im Kindes- und Jugendalter&amp;#039;&amp;#039;, Springer-Verlag, Berlin 2017, ISBN 978-3-662-48788-4, S.&amp;amp;nbsp;143.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zur Behandlung einer [[Harnstein|Urolithiasis]] ohne Abflussbehinderung wird Erwachsenen die Erhöhung ihres Trinkvolumens auf mehr als 3&amp;amp;nbsp;l/d und zur [[Rezidiv]]prophylaxe auf mehr als 2&amp;amp;nbsp;l/d angeraten.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Rodeck (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Urologische Erkrankungen&amp;#039;&amp;#039;, Urban &amp;amp; Schwarzenberg, „Praxis der Allgemeinmedizin“, Band 18, München, Wien, Baltimore 1987, ISBN 3-541-13121-7, S.&amp;amp;nbsp;100 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Beim [[akutes Nierenversagen|akuten Nierenversagen]] der [[Erwachsener|Erwachsenen]] ist dagegen eine Beschränkung der Flüssigkeitszufuhr auf 0,7&amp;amp;nbsp;l/d angezeigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Dieter Klaus (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Nephrologische Erkrankungen&amp;#039;&amp;#039;, Urban &amp;amp; Schwarzenberg, „Praxis der Allgemeinmedizin“, Band 7, München, Wien, Baltimore 1983, ISBN 3-541-10811-8, S.&amp;amp;nbsp;14.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Körper nimmt Flüssigkeit über den Dünndarm auf. Bei nüchternem Magen bedarf die Aufnahme von ca. 200 ml Wasser nur wenige Minuten, da das Wasser ungehindert in den Dünndarm übergehen und dort aufgenommen werden kann&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Andraz-OW |url=https://www.donat.com/at/wie-lange-dauert-der-verdauungsprozess-von-wasser/ |titel=Wie lange dauert der Verdauungsprozess von Wasser? |werk=Donat |datum=2021-11-11 |sprache=de-AT |abruf=2025-01-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Soweit der Magen an der Verdauung von Nahrungsmitteln arbeitet, wird Wasser hintan gestellt, die Aufnahme verzögert sich dann beträchtlich – um bis zu zwei Stunden&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Andraz-OW |url=https://www.donat.com/at/wie-lange-dauert-der-verdauungsprozess-von-wasser/ |titel=Wie lange dauert der Verdauungsprozess von Wasser? |werk=Donat |datum=2021-11-11 |sprache=de-AT |abruf=2025-01-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der populären Ratgeberliteratur und von Wasseranbietern wird häufig behauptet, dass Erwachsene sich nicht nur auf ihren Durst verlassen, sondern auf jeden Fall zwei Liter Wasser pro Tag trinken sollen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.grander.com/international/wasser/wasser-trinken/zwei-liter-und-mehr-pro-tag |titel=Zwei Liter und mehr pro Tag |zugriff=2017-09-28 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20170929044048/http://www.grander.com/international/wasser/wasser-trinken/zwei-liter-und-mehr-pro-tag |archiv-datum=2017-09-29 |offline=ja }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese „Zwei-Liter-Regel“ ist umstritten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.focus.de/gesundheit/videos/wasser-trinken-ist-die-zwei-liter-regel-gesund-so-viel-sollten-sie-trinken_id_6160551.html |titel=Forscher widerlegen 2-Liter-Regel: So viel Wasser müssen Sie wirklich trinken |werk=2017-02-27 |zugriff=2017-09-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Heinz Valtin, [[Nephrologie|Nierenspezialist]] und Professor für [[Physiologie]] und [[Neurowissenschaften|Neurobiologie]] am [[Dartmouth College]], hat bereits 2002 darauf hingewiesen, dass es für einen gesundheitlichen Nutzen der Befolgung dieses Ratschlages keinerlei wissenschaftlichen Nachweis gebe.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.dartmouth.edu/~news/releases/2002/aug/080802.html |titel=„Drink at Least 8 Glasses of Water a Day“ - Really? |zugriff=2017-09-28 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20170909071409/http://www.dartmouth.edu/~news/releases/2002/aug/080802.html |archiv-datum=2017-09-09 |offline=ja  }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nieren arbeiten als Filter, ihre Gesundheit ist aus [[Nephrologie|nephrologischer]] Sicht weitgehend unabhängig vom Trinkvolumen. Die [[Glomerulum|Glomeruli]] und auch die [[Podozyt]]en reinigen sich selbst; ihre Funktionsfähigkeit leidet auch langfristig grundsätzlich nicht unter einer sehr kleinen oder einer sehr großen [[Filtration (Trennverfahren)|Filtration]]. Je größer die Trinkmenge, desto größer das [[Blutvolumen]] und damit das [[Herzzeitvolumen]] und desto besser die [[glomeruläre Filtrationsrate|glomeruläre Filtrationsrate (GFR)]]. Eine Vergrößerung dieser [[Primärharn]]bildung führt jedoch nicht unbedingt zu einer verbesserten Gesundheit, wenn man von der geringeren Gefahr für Nierensteine (Lithogenese) absieht. Ein größeres Blutvolumen schützt dagegen vor [[Thrombose]]n, [[Konzentrationsstörung|Konzentrationsschwäche]] und [[Schwindel|Vertigo]]. Ein großes Trinkvolumen schützt vor [[Obstipation]] (Verstopfung) und vor arterieller Hypotonie. Und ein großes [[Urin#Mensch und andere Säugetiere|Sekundärharnvolumen]] beugt [[Harnstein|Blasensteinen]] und [[Harnwegsinfekt]]ionen vor. Im Alter nimmt die GFR parallel zum Herzzeitvolumen ab. Manchmal aber verbessert sich die filtrative Nierenfunktion im Alter sogar.&amp;lt;ref&amp;gt;Dieter Platt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Geriatrics&amp;#039;&amp;#039;, Band 2, Springer-Verlag, Berlin, Heidelberg, New York 1983, ISBN 3-540-10982-X, S.&amp;amp;nbsp;204.&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch eine zusätzliche [[Hydratation]] bei Erwachsenen kann sich die altersgemäße Verschlechterung der GFR vielleicht sogar weiter beschleunigen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Medical Tribune]]: „Nierenkranke dürfen ihre Trinkgewohnheiten beibehalten“, 54. Jahrgang, Nummer 24/2019, 14. Juni 2019, S.&amp;amp;nbsp;10. - Wenn man ein Jahr lang täglich 600&amp;amp;nbsp;ml mehr als die [[Kontrollgruppe]] trinkt, verschlechtert sich bei niereninsuffizienten Patienten (im Stadium 3 in einer kanadischen Studie) die [normierte?] GFR in einem Jahr um 2,2&amp;amp;nbsp;ml/min im Vergleich zur Kontrollgruppe mit einer Verkleinerung von nur 1,9&amp;amp;nbsp;ml/min. Dieser Unterschied hat jedoch keine [[statistische Signifikanz]] und widerspricht diametral der klinischen Erfahrung.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Trinkrekord bei Schwerstarbeit und höchsten [[Temperatur]]en soll bei 10&amp;amp;nbsp;l/h oder 120&amp;amp;nbsp;l/d liegen; die hierbei auftretende tendenzielle kompensatorische [[Anurie]] wird durch eine Steigerung der [[Nierenkanälchen|tubulären]] Rückresorption als Folge der [[Transpiration]] bewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allgemein ist der Flüssigkeitsbedarf größer bei starkem Schwitzen, bei körperlicher Anstrengung, beim Stillen, bei Fieber, bei Durchfall, beim Erbrechen, bei der Einnahme bestimmter Medikamente, bei salzreicher Ernährung, bei proteinreicher Ernährung, bei [[ballaststoff]]reicher Ernährung, beim Aufenthalt in kalter oder trockener Luft, im [[Hochgebirge]], beim [[Gewichtsreduktion|Abnehmen]] oder [[Fasten]] und beim [[Sauna|Saunieren]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gängige Getränke sind [[Trinkwasser|Wasser]], [[Limonade]]n, [[Fruchtsaft|Säfte]], Milch, [[Kaffee]], [[Tee]] und [[Bier]]. Bei Embryonen und Säuglingen spielen [[Fruchtwasser]], [[Muttermilch]] und flüssige [[Säuglingsnahrung|Babynahrung]] eine wesentliche Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesundheitliche Risiken ==&lt;br /&gt;
Ein dauerhafter Mangel an Flüssigkeit führt zur [[Dehydratation (Medizin)|Dehydratation]], zur [[Exsikkose|Austrocknung]] (&amp;#039;&amp;#039;Exsikkose&amp;#039;&amp;#039;) und schließlich zum [[Verdursten]]. Auch zu viel Flüssigkeit kann auf den [[Organismus]] schädlich wirken. Bei mehr als sechs Litern Flüssigkeitszufuhr am Tag wird das Blut zu stark verdünnt, es kommt zu [[Ödem]]en,&amp;lt;ref&amp;gt;Dieter Palitzsch: &amp;#039;&amp;#039;Pädiatrie&amp;#039;&amp;#039;, Ferdinand Enke Verlag, Stuttgart 1983, ISBN 3-432-93131-X, S. 151&amp;lt;/ref&amp;gt; die Zellen platzen und die Gehirnmasse schwillt drastisch an. Eine mögliche Folge ist der Tod im Zuge dieser [[Hyperhydratation|Hyperhydration]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wissen/medizin/wasserkult-viel-trinken-muessen-eine-maer-11112293.html &amp;#039;&amp;#039;Viel trinken müssen - eine Mär?&amp;#039;&amp;#039;], faz.net (23. Juli 2011)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.welt.de/gesundheit/article2331469/Zuviel-Trinken-kann-auch-schaden.html &amp;#039;&amp;#039;Zuviel Trinken kann auch schaden&amp;#039;&amp;#039;], [[Die Welt#Online-Ausgabe|welt.de]] (20. August 2008)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Eine Kolumne von Christoph Drösser |url=https://www.zeit.de/2005/01/Stimmts_P_1 |titel=Über den Durst |datum=2004-12-31 |sprache=de |abruf=2025-07-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Polydipsie]] bezeichnet einen krankhaft gesteigerten Durst, (fälschlich) aber auch die dadurch verursachte &amp;#039;&amp;#039;Vieltrinkerei&amp;#039;&amp;#039; und sogar die [[Alkoholkrankheit|Trunksucht]],&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ludwig August Kraus]]: &amp;#039;&amp;#039;Kritisch-etymologisches medicinisches Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, 3. Auflage, Verlag der Deuerlich- und Dieterichschen Buchhandlung, Göttingen 1814, S. 829.&amp;lt;/ref&amp;gt; mit der Folge einer meist gesteigerten Filterleistung der Nieren. Durch eine zu große Flüssigkeitszufuhr und durch die folgenden Ausscheidungen kommt es zu einem [[Hyponatriämie|Verlust von Salzen und Mineralstoffen aus dem Körper]]. Mögliche Ursachen der Polydipsie sind ein [[Diabetes mellitus]] und ein [[Diabetes insipidus]], das [[Cushing-Syndrom]] und verschiedene seltene [[Nephropathie|Nierenerkrankungen]] (Nephropathien).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch verunreinigte Flüssigkeiten bzw. deren Behältnisse können – wie auch beim [[Ernährung des Menschen|Essen]] – [[Bakterien]], [[Viren]], Gifte, [[Spore]]n, [[Allergen]]e, Chemikalien und [[Radioaktivität]] übertragen werden. Durch das Trinken von [[Salzwasser]] wird dem Körper Flüssigkeit entzogen; es führt spätestens langfristig zum Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein mangelhaftes oder fehlendes Durstgefühl heißt in der Medizin [[Adipsie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom [[Ertrinken]] spricht man, wenn ein Mensch oder Tier für einen längeren Zeitraum unter Wasser gerät, dabei größere Mengen Wasser „einatmet“ und durch den folgenden Sauerstoffmangel verstirbt. Das Ertrinken ist vom &amp;#039;&amp;#039;Beinaheertrinken&amp;#039;&amp;#039; abzugrenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Trinken wird umgangssprachlich auch ein regelmäßiger oder unregelmäßiger, oft suchtgeleiteter [[Alkoholkonsum]] bis zur [[Alkoholkonsum#Physiologie|Trunkenheit]] (&amp;#039;&amp;#039;Trunksucht&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;#039;&amp;#039;[[Alkoholkrankheit]]&amp;#039;&amp;#039;, [[Rauschtrinken]]) bezeichnet. Es gibt dafür die [[Redewendung]] &amp;#039;&amp;#039;über den Durst trinken&amp;#039;&amp;#039;, auch wird hier das auf die Tierernährung zielende Wort &amp;#039;&amp;#039;saufen&amp;#039;&amp;#039; verwendet. Die Betroffenen werden &amp;#039;&amp;#039;Trinker&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Säufer&amp;#039;&amp;#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegner des Alkoholkonsums heißen Antialkoholiker, [[Abstinenz]]ler oder [[Abstinenzbewegung|Temperenzler]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kulturelle Aspekte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Drinking from a chalice during the Eucharist.jpg|mini|hochkant|[[Heilige Kommunion]] mit Eucharistiefeier]]&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Trinkkultur}}&lt;br /&gt;
Es existiert eine reiche Anzahl von Gefäßen, die eine besondere kultische oder feierliche Funktion erfüllen, zum Beispiel Prunkbecher. Die christliche [[Eucharistie]]feier ist ein liturgisches Fest, bei dem dem [[Abendmahl Jesu]] mit Brot und Wein gedacht wird. Der Wein verkörpert dabei das Blut Jesu, das dieser für die Gläubigen vergossen haben soll. Er wird dafür in einen speziellen [[Kelch (Liturgie)|Kelch]] gefüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[griechische Mythologie|griechischen Mythologie]] führte das Trinken aus dem Fluss [[Lethe (Mythologie)|Lethe]] zum Vergessen. Wer das Wasser des Flusses [[Mnemosyne (Mythologie)|Mnemosyne]] trank, erinnerte sich hingegen an alles. Im Jahr 399 v.&amp;amp;nbsp;Chr. wurde [[Sokrates]] durch das Trinken aus dem [[Schierlingsbecher]] hingerichtet. Als [[Vampirismus]] bezeichnet man die Lust am Bluttrinken, wie es im [[Vampir]]mythos und in der [[Erotik]] vorkommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere der Konsum [[Ethanol|alkoholhaltiger]] Getränke hat im Laufe der Jahrhunderte facettenreiche Traditionen und Riten hervorgebracht. Hierbei stehen die Geselligkeit und das Rauscherlebnis im Vordergrund (Rauschtrinken, Wetttrinken). Bei manchen gesellschaftlichen Anlässen wie beispielsweise [[Hochzeit]]en, wird ein [[Trinkspruch]] ausgebracht, der mit dem gemeinsamen Trinken bestätigt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als trinken &amp;#039;&amp;#039;pro poena&amp;#039;&amp;#039; (lateinisch: &amp;#039;&amp;#039;poena&amp;#039;&amp;#039; = Strafe) bezeichnet man den Zwang zu vermehrtem Trinken auch ungeeigneter Flüssigkeiten zur [[Strafe|Bestrafung]] (auch in [[Studentenverbindung]]en), als [[Kriegsverbrechen]] (zum Beispiel beim [[Schwedentrunk]]) oder als [[Folter]]methode (zum Beispiel beim [[Waterboarding]]). Analog gibt es auch den &amp;#039;&amp;#039;Trinkentzug&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umgangssprachlich gibt es die Wendungen &amp;#039;&amp;#039;Tabak trinken&amp;#039;&amp;#039; für das [[Tabakrauchen|Rauchen]] und &amp;#039;&amp;#039;Tabletten trinken&amp;#039;&amp;#039; für die [[Arzneimittel|Medikamenteneinnahme]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tiere ==&lt;br /&gt;
Bei größeren Tieren, insbesondere bei größeren Nutztieren wie z.&amp;amp;nbsp;B. Pferden, nennt man den Vorgang auch Saufen, während bei kleineren Tieren und Haustieren eher von Trinken gesprochen wird. Ebenso wie Menschen sind die meisten Tiere zwingend auf die aktive Flüssigkeitsaufnahme angewiesen. Eine Ausnahme bilden Süßwasserfische, die stattdessen [[Osmose]] verwenden. Manche [[Wüstentier]]e trinken nicht und nehmen die benötigten Flüssigkeiten über safthaltige Pflanzen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiteres ==&lt;br /&gt;
Insbesondere die erhöhte/übermäßige Aufnahme alkoholischer Getränke bzw. die Alkoholkrankheit wird umgangssprachlich „Trinken“ oder „Saufen“ genannt. Wenn von einer Person allgemein gesagt wird, „sie trinkt“, ist damit [[euphemistisch]] gemeint, dass diese Person [[Alkoholkrankheit|alkoholkrank bzw. -abhängig]] ist. Gelegentlicher Alkoholmissbrauch wird auch – teilweise verharmlosend – als „über den Durst trinken“ bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ernährung]]&lt;br /&gt;
* [[Trinkbrunnen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|drinking|Trinken}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4186180-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ernährung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stoffwechsel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Trinkkultur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Redonebird</name></author>
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