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	<title>Triglaw - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T14:32:19Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Triglaw&amp;diff=66723&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Buster Baxter am 9. Oktober 2023 um 08:35 Uhr</title>
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		<updated>2023-10-09T08:35:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt die slawische Gottheit. Für weitere Bedeutungen von Triglaw siehe [[Triglav (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Picture of Slavik God Trieglaff in Palace of Trzyglow 02.jpg|mini|Bild des dreiköpfigen Gottes in einem Jugendstil-Fenster des nach ihm benannten [[Schloss Trieglaff]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Triglaw&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Triglav&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Triglaf&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;der Dreiköpfige&amp;#039;&amp;#039; genannt, ist ein [[Slawische Mythologie|slawischer Kriegs- und Stammesgott]], welcher von den [[Pomoranen]] besonders in [[Wolin|Wollin]] und [[Stettin]], später auch in [[Brandenburg]] verehrt wurde. Über den Kult des Triglaw berichten vor allem drei Biographien des Bischofs [[Otto von Bamberg]], der in den Jahren 1124 und 1128 zwei Missionsreisen in das Gebiet der Pomoranen unternahm. In der älteren Literatur wurde Triglaw auch als weibliche Gottheit dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Triglaw-Kult in Wollin und Stettin ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ihm geweihte Haupttempel stand in Stettin. Seine drei Köpfe (manchmal mit verbundenen Augen und Mund, damit er die Sünden der Menschen weder sehen, noch von ihnen künden konnte) stehen für Himmel, Erde und Hölle; in seinen Händen hielt er einen gehörnten Mond. Mit Hilfe eines goldgeschmückten Pferdes, das Lanzen überschreiten muss, gab Triglaw Auskunft über den Ausgang einer bevorstehenden Schlacht. Seine Kultstätten wurden zu einem großen Teil durch Kriegsbeute finanziert, wobei nach jedem Feldzug ein Zehntel der Beute als Tribut an den Tempel abgegeben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Stettin [[1127]] im Zuge des [[Wendenkreuzzug]]s [[Christianisierung|christianisiert]] wurde, ließ Bischof Otto von Bamberg die Kultstätten zerstören und die Statue des Triglaw stürzen. Die drei Köpfe wurden abgeschlagen, einer davon wurde zum Papst nach Rom geschickt. Eine andere Triglaw-Statue, aufgestellt nahe der Insel Wollin, wurde von den Priestern versteckt und so vor der Zerstörung bewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Triglaw-Kult in Brandenburg und Berlin ==&lt;br /&gt;
Mit der Christianisierung der Mark Brandenburg wurde das Triglav-Heiligtum auf dem [[Harlungerberg]], dem heutigen [[Marienberg (Brandenburg an der Havel)|Marienberg]] in der [[Brandenburg an der Havel|Stadt Brandenburg]], vom Neubau der viertürmigen [[Marienkirche (Brandenburg an der Havel)|Marienkirche]] abgelöst. In diesem sakralen Bauwerk, das 1722 auf Befehl des Königs [[Friedrich Wilhelm I. (Preußen)|Friedrich Wilhelm I.]] von Preußen abgerissen wurde, soll bis in das 16. Jahrhundert hinein die Triglav-Statue Brandenburgs aufbewahrt worden sein. Zeitgenössischen Chronisten zufolge wurde sie, wie der Brandenburger Stadthistoriker [[Otto Tschirch]] berichtet, 1526 an den dänisch-norwegischen König [[Christian II. (Dänemark, Norwegen und Schweden)|Christian II.]] verschenkt. Neuere Nachforschungen führten jedoch noch zu keinen konkreten Anhaltspunkten zum Verbleib der kulturhistorisch bedeutenden Götterfigur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die allererste [[Spree]]&amp;lt;nowiki&amp;gt;brücke&amp;lt;/nowiki&amp;gt;, die auf [[Berlin]]er Gebiet von dem Fluss erreicht wird, trägt den Namen [[Triglawbrücke]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Triglaw-Kult in Westfalen ==&lt;br /&gt;
Der Historiker [[Hermann Stangefol]] berichtete 1656 über die [[Drüggelter Kapelle]]:&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann(us) Stangefol: &amp;#039;&amp;#039;Annalium circuli westphalici liber tertius, continens [...].&amp;#039;&amp;#039; Colonia agrippina [Köln], 1656, p. 365&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;„Vti in peruetusto templo ꝛ [templorum],quod etiamnum superest,extitit olim simulachrum Triglæ Deæ,tria habens capita , ad quam gentilitas,in summis necessitatibus opem imploratura,confugere solebat. Estque credibile,ab eadem imagine, hunc pagum nomen suum mutuasse. Statua hæc anno 1583,in bello Truksesiano,omnino periit.“&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;„Dort im sehr alten Tempel, der noch immer steht, gab es einst ein Bildnis der Göttin Trigla, das drei Köpfe hatte, zu dem sich die Heiden in höchsten Nöten, um Beistand flehend, gewöhnlich flüchteten. Es ist glaubhaft, daß von eben jenem Bild dieses Dorf seinen Namen abgeleitet hat. Diese Statue ging 1583 im [[Truchsessischer Krieg|Truchsessischen Krieg]] ganz unter.“&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensherkunft und Parallelen ==&lt;br /&gt;
Der Name leitet sich vermutlich aus den beiden slawischen Wörtern &amp;#039;&amp;#039;tri&amp;#039;&amp;#039; (Drei) und &amp;#039;&amp;#039;golowa, glaw, glawnyi~&amp;#039;&amp;#039; (Haupt) ab. Eine weitere Theorie sagt aus, dass der Name &amp;#039;&amp;#039;Triglav&amp;#039;&amp;#039; griechischen Ursprungs sei; die Griechen nannten die Göttin [[Hekate]] nämlich auch &amp;#039;&amp;#039;Trikephalos&amp;#039;&amp;#039; (die Dreiköpfige), demnach wäre &amp;#039;&amp;#039;Triclaf&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Triglav&amp;#039;&amp;#039; als Entsprechung dieses griechischen Namens anzusehen. Es wäre ebenso möglich, dass in den Chroniken die Mönche einen ihnen bekannten griechischen Namen zur Bezeichnung dieser Gottheit wählten, ähnlich wie schon zuvor römische Autoren germanische Gottheiten immer mit römischen Götternamen bezeichneten (bei Tacitus z. B. [[Mercurius]] statt [[Odin|Wodan]]). Es ist also ungesichert, „ob dies (Triglav) ein ursprünglicher Name ist oder nur das Attribut eines anders benannten Gottes, der aufgrund seiner Dreiköpfigkeit diesen Namen nachträglich erhielt“&amp;lt;ref&amp;gt;Zdeněk Váňa: &amp;#039;&amp;#039;Mythologie und Götterwelt der slawischen Völker&amp;#039;&amp;#039;, Stuttgart 1992, (ISBN 3-87838-937-X), S. 93.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dreiköpfige (oder sogar dreileibige) Götter gibt es auch bei anderen indoeuropäischen Völkern, so den [[Hindu]]-Gott [[Trimurti]], dessen drei Köpfe die kosmischen Prinzipien der Erschaffung, Erhaltung und Zerstörung verkörpern, und [[Geryon]] in der griechischen Mythologie. Der ehemalige germanische Hauptgott [[Tyr]] gilt gelegentlich als dreiköpfiger Riese, der [[Kelten|keltische]] Gott [[Sucellus]] wird oft von einem dreiköpfigen Hund begleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* {{MGH|SS|12|721|}}&lt;br /&gt;
** Ebonis vita sancti Ottonis episcopi Babenbergensis&lt;br /&gt;
** Vita Ottonis auctore monacho Prufeningensi&lt;br /&gt;
** Herbordi Dialogus de vita Ottonis episcopi Babenbergensis&lt;br /&gt;
* Wolfgang Gondolatsch: Studien über die Entwicklung der Sage von den Harlungen und vom treuen Eckehart: Leipzig, Univ. Diss. 1922&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Triglav]], höchster Berg und Nationalsymbol Sloweniens&lt;br /&gt;
* [[Die Nacht auf dem Berge Triglaw]]&lt;br /&gt;
* [[Triglawbrücke]]&lt;br /&gt;
* [[Trzygłów|Trieglaff]], Ortsname&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://freepages.rootsweb.com/~catshaman/history/23erils2/0trinity.htm Bilder von Triglaw]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Slawische Gottheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pommersche Geschichte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Buster Baxter</name></author>
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