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	<title>Triggerwarnung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-25T03:54:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Triggerwarnung&amp;diff=452738&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;AetherBloom: /* Studien zu Wirksamkeit */ Was ist &quot;ineffektiv reduzieren&quot;?</title>
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		<updated>2025-11-27T07:43:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Studien zu Wirksamkeit: &lt;/span&gt; Was ist &amp;quot;ineffektiv reduzieren&amp;quot;?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die Warnung. Zu weiteren Bedeutungen siehe [[Trigger Warning]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:RESIST! Die Kunst des Widerstands-8258.jpg|mini|Triggerwarnung zu Gewalt im Kölner [[Rautenstrauch-Joest-Museum]] (2022): „Die explizite Darstellung körperlicher Gewalt auf den Bildern in diesem Raum kann bei einigen [[Gendersternchen|Besucher*innen]] unangenehme Gefühle oder körperliche Symptome auslösen.“]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Triggerwarnung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{enS|trigger warning}}, auch {{deS|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Inhaltshinweis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;}},&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.forschung-und-lehre.de/management/universitaet-bonn-distanziert-sich-von-leitfaden-4051 |titel=Universität Bonn distanziert sich von Leitfaden |werk=forschung-und-lehre.de |sprache=de |abruf=2023-10-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt; von englisch &amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|content note}}&amp;#039;&amp;#039;) ist eine Warnung vor möglichen [[Schlüsselreiz|Auslösereizen]] (Auslöser, englisch &amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|trigger}}&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Peter Ertle |url=http://www.tagblatt.de/Home/nachrichten/kultur/regionale-kultur_artikel,-Die-Triggerwarnung-_arid,293126.html |titel=Kulturphänomene (95): Die Triggerwarnung |werk=tagblatt.de |datum=2015-02-28 |abruf=2015-09-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Begriff „Trigger“ stammt ursprünglich aus der [[Trauma (Psychologie)|Traumatheorie]], hat aber inzwischen eine weite mediale und politische Rezeption erfahren. Für „Triggerwarnung“ ist in [[Soziale Medien|sozialen Medien]] die Abkürzung „TW“ gebräuchlich, für den verwandten neutraleren Begriff „Content Note“ (Anmerkung zum Inhalt, Inhaltshinweis) die Abkürzung „CN“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.giga.de/artikel/cn-und-tw-bei-twitter-was-heissen-die-abkuerzungen/ |titel=„CN“ und „TW“ bei Twitter: Was heißen die Abkürzungen? |datum=2019-11-26 |abruf=2022-08-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Wirksamkeit von Triggerwarnungen gilt als umstritten, da sie gegenteilige Wirkungen haben können.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Condé Nast |url=https://www.newyorker.com/news/our-columnists/what-if-trigger-warnings-dont-work |titel=What if Trigger Warnings Don’t Work? |datum=2021-09-28 |sprache=en-US |abruf=2023-02-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung ==&lt;br /&gt;
Die Ursprünge des Begriffs „Trigger“ liegen in der Traumatherapie, wo der Begriff „bestimmte Reize, die unwillkürlich die Erinnerung an ein zurückliegendes Trauma auslösen und dadurch [[Flashback (Psychologie)|Flashbacks]] hervorrufen können“ bezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brunner&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Markus Brunner |Hrsg=Eva Berendsen, Saba-Nur Cheema, Meron Mendel |Titel=Zur Politisierung eines traumatherapeutischen Konzepts |Sammelwerk=Trigger Warnung: Identitätspolitik zwischen Abwehr, Abschottung und Allianzen |Auflage=1. |Verlag=Verbrecher Verlag, [[Bildungsstätte Anne Frank]] |Ort=Berlin |Datum=2019 |ISBN=978-3-95732-380-4 |Seiten=21-36}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die heute gebräuchliche Verwendung nahm ihren Ursprung in Diskussionen über sexuelle Gewalt in feministischen Online-Foren und wurde seit Beginn der 2000er Jahre auch in weiteren Online-Communitys verwendet, bevor er durch Nutzer auf [[Tumblr]] weiter popularisiert wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Ali Vingiano |url=https://www.buzzfeednews.com/article/alisonvingiano/how-the-trigger-warning-took-over-the-internet |titel=How The “Trigger Warning” Took Over The Internet |werk=Buzzfeed News |datum=2014 |sprache=en |abruf=2021-04-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Universitäten ===&lt;br /&gt;
Insbesondere an angloamerikanischen Universitäten setzen sich Studierende seit etwa den 2000ern ausgehend von den [[Gesellschaftswissenschaften]] dafür ein, dass Inhalte, die auf Menschen mit Gewalterfahrung möglicherweise retraumatisierend wirken könnten, mit Triggerwarnungen versehen werden. Dadurch soll betroffenen Menschen ermöglicht werden, in potentiell retraumatisierenden Situationen entsprechend zu reagieren, z.&amp;amp;nbsp;B. indem sie diese vermeiden und sie in einem sicheren Umfeld (beispielsweise im Rahmen einer Psychotherapie oder im Gespräch mit Vertrauenspersonen) aufzuarbeiten. Zudem hat sich ein weiteres Verständnis von Triggerwarnungen durchgesetzt, das sich auf als verletzend empfundene Inhalte bezieht. Die Auseinandersetzung um Triggerwarnungen wurde und wird insbesondere in den USA intensiv geführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Moshenska&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gabriel Moshenska |Titel=Anatomy of a ‘trigger warning’ scandal |Sammelwerk=The free speech wars |Verlag=Manchester University Press |Datum=2020 |ISBN=978-1-5261-5255-8 |Online=https://www.manchesterhive.com/view/9781526152558/9781526152558.00021.xml |Abruf=2021-02-19 |DOI=10.7765/9781526152558.00021}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brunner&amp;quot; /&amp;gt; Triggerwarnungen werden dort insbesondere in Lehrveranstaltungen gefordert, die Themen über [[Gender|Geschlecht]], Hautfarbe (englisch &amp;#039;&amp;#039;[[Race (United States Census)|Race]]&amp;#039;&amp;#039;) oder [[Sexualität]] diskutieren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Alexis Lothian |Titel=Choose Not to Warn: Trigger Warnings and Content Notes from Fan Culture to Feminist Pedagogy |Sammelwerk=Feminist Studies |Band=42 |Nummer=3 |Datum=2016 |ISSN=0046-3663 |Seiten=743–756 |DOI=10.15767/feministstudies.42.3.0743}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur, Theater und Museen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Triggerwarnung Ausstellung Bonn 02.jpg|mini|hochkant|alt=Ein rundes Schild an einer Infotafel weist darauf hin, dass die Ausstellung rassistische, antisemitische und gewaltvolle Inhalte zeigt.|Trigger&amp;amp;shy;warnung zu [[Kolonialismus]]: „Diese Ausstellung beschreibt rassistische, antisemitische und gewalt&amp;amp;shy;verherr&amp;amp;shy;lichende Inhalte.“ [[Botanischer Garten Bonn]] (2023)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland werden seit den 2020er Jahren verstärkt Triggerwarnungen für Ausstellungen,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.monopol-magazin.de/gastbeitrag-sascia-bailer-content-notes-was-bei-der-diskussion-ueber-trigger-warnungen-untergeht |titel=Hinweise in Ausstellungen: Was bei der Diskussion über Trigger-Warnungen untergeht |sprache=de |abruf=2023-08-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bücher,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ines Heiser |Titel=Vorsicht, Roman! |Sammelwerk=DEUTSCH 5-10 |Band=2022 |Nummer=73 |Datum=2022-12-01 |Seiten=34–35 |Online=https://elibrary.utb.de/doi/abs/10.5555/d510-73-2022_08 |Abruf=2023-01-15 |DOI=10.5555/d510-73-2022_08}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Theaterstücke und -aufführungen,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Sabine Leucht |url=https://nachtkritik.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=20052&amp;amp;catid=38&amp;amp;Itemid=40 |titel=Like Lovers Do (Memoiren der Medusa) – Münchner Kammerspiele – Pınar Karabulut lässt Sivan Ben Yishais brutales Lied von der Schändung im fluffigen Niemandsland zwischen Star-Trek-Aliens und Superhelden-Comic ertönen |abruf=2021-10-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Serien und journalistische Artikel verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/triggerwarnungen-in-medien-sollten-nicht-inflation%C3%A4r-eingesetzt-werden |titel=Triggerwarnungen: Nicht inflationär einsetzen |abruf=2021-10-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der britische Schriftsteller [[Neil Gaiman]] verwendete die Bezeichnung 2015 für seine Kurzgeschichtensammlung &amp;#039;&amp;#039;Trigger Warning&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://30northliterarymagazine.com/2017/02/08/review-of-trigger-warning-by-neil-gaiman/ |titel=Review of “Trigger Warning” by Neil Gaiman |werk=30 N |datum=2017-02-08 |sprache=en |abruf=2022-02-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Büchern werden Triggerwarnungen als Teil des [[Paratext]]s vor dem Haupttext verwendet. Die Autorin [[Jasmina Kuhnke]] versah ihren Roman &amp;#039;&amp;#039;Schwarzes Herz&amp;#039;&amp;#039; 2021 mit einer Triggerwarnung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www1.wdr.de/radio/1live/podcast/1live-stories/jasmina-kuhnke-schwarzes-herz-102.html |titel=Jasmina Kuhnke – „Schwarzes Herz“ |datum=2021-10-24 |abruf=2021-10-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bücher &amp;#039;&amp;#039;[[Nullerjahre (Roman)|Nullerjahre]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Hendrik Bolz]] und &amp;#039;&amp;#039;Wir waren wie Brüder&amp;#039;&amp;#039; (2022) von [[Daniel Schulz (Journalist)|Daniel Schulz]] über [[Ostdeutschland seit 1990|Ostdeutschland]] enthalten Triggerwarnungen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.lvz.de/kultur/warum-nullerjahre-und-wir-waren-wie-brueder-mit-trigger-warnungen-beginnen-5BDWWO57A5DFBNJCWHEFFZBU4Q.html |titel=Warum „Nullerjahre“ und „Wir waren wie Brüder“ mit Trigger-Warnungen beginnen |hrsg=Leipziger Volkszeitung |abruf=2023-02-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fernsehen ===&lt;br /&gt;
Hier gibt es [[Epilepsie]]-Warnungen bei flackerndem Licht und Lichtblitzen: Unter anderem [[MTV]] blendet vor der Ausstrahlung von Bühnenshows und Videoclips, die einen hohen Anteil an grellen Lichteffekten und Stroboskopblitzen enthalten, einen entsprechenden Hinweis ein. Darin heißt es, dass die Lichteffekte bei entsprechend empfänglichen Zuschauern unter Umständen epileptische Anfälle auslösen können. In einem Bericht zur Übertragung der &amp;#039;&amp;#039;MTV Awards 2009&amp;#039;&amp;#039; heißt es: „Nach jeder Werbepause gab es eine Epilepsie-Warnung&amp;amp;nbsp;[…].“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Jürgen Kirsch |url=https://www.quotenmeter.de/n/38292/mtv-awards-zwischen-pyroshow-strapsen-und-symbolischen-momenten |titel=MTV-Awards: Zwischen Pyroshow, Strapsen und symbolischen Momenten |werk=Quotenmeter.de |datum=2009-11-06 |sprache=de |abruf=2023-12-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit mindestens Januar 2023 wird auf dem Fernsehsender [[Super RTL]] vor der Ausstrahlung von [[Asterix]]-Zeichentrickfilmen ein [[Warnhinweis]] eingeblendet:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;INFO:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Der folgende Film ist ein Produkt seiner Zeit. Er kann rassistische, sexistische und diskriminierende Stereotype darstellen. Diese Stereotype waren damals falsch und sie sind auch heute noch falsch. Auch wenn das Folgende die Sicht und die Wertvorstellungen von SUPER RTL nicht wiedergibt, wird der Film so gezeigt, wie er ursprünglich entstanden ist. Wir möchten anregen, aus den Inhalten zu lernen und darüber zu sprechen, um gemeinsam eine integrative, vielfältige Zukunft zu gestalten.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://uepo.de/2023/01/14/super-rtl-warnt-vor-asterix-rassistische-sexistische-und-diskriminierende-stereotype/ |titel=Super RTL warnt vor Asterix: „rassistische, sexistische und diskriminierende Stereotype“ |werk=uepo.de |datum=2023-01-14 |sprache=de |abruf=2024-01-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Kinderprogramm &amp;#039;&amp;#039;Toggo&amp;#039;&amp;#039; auf demselben Sender wurde im Dezember 2023 eine kindgerecht umformulierte Fassung eingeblendet:&lt;br /&gt;
[[Datei:Triggerwarnung Super RTL Asterix 2023-12-29.jpg|mini|Triggerwarnung vor Asterix-Zeichentrickfilm]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;INFO:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Der Film, den ihr jetzt hier bei TOGGO seht, ist vor vielen Jahren entstanden. Er kann deshalb an manchen Stellen Bilder von Menschen oder Menschengruppen enthalten, die damals schon falsch waren und es auch jetzt noch sind. Heute wissen wir das und zeigen euch den Film, um gemeinsam daraus zu lernen und um zu verstehen, wie sich Ideen und Bilder im Lauf der Zeit verändern. Wenn ihr mögt, dann sprecht doch in der Familie oder in der Schule darüber.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 2023 wurden Triggerwarnungen, die in der [[Westdeutscher Rundfunk Köln|WDR]]-Mediathek vor alte Sendungen der &amp;#039;&amp;#039;[[Otto Waalkes|Otto-Show]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Schmidteinander]]&amp;#039;&amp;#039; eingefügt wurden, kontrovers diskutiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Sebastian Herrmann |url=https://www.sueddeutsche.de/wissen/schimanski-und-die-trigger-warnung-1.6155732 |titel=Gleich wird es schlimm! |datum=2023-08-23 |sprache=de |abruf=2023-08-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Warnung vor der &amp;#039;&amp;#039;Otto-Show&amp;#039;&amp;#039;, die eingeblendet und von einer Sprecherin verlesen wurde, lautete:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Das folgende Programm wird, als Bestandteil der Fernsehgeschichte, in seiner ursprünglichen Form gezeigt. Es enthält Passagen, die heute als diskriminierend betrachtet werden.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.rnd.de/medien/otto-waalkes-reagiert-auf-wdr-warnhinweis-vor-otto-show-4A3QV5UZR5AOBF4SHMQDQUXLE4.html |titel=WDR zeigt Warnhinweis vor alter „Otto-Show“ – Waalkes: „Komik hat ja immer etwas Anstößiges“ |werk=RND |datum=2023-08-18 |sprache=de |abruf=2023-12-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Reaktion sprach [[Otto Waalkes]] im September einen satirischen Warnhinweis vor der &amp;#039;&amp;#039;[[heute-show]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Katharina Lembke |url=https://www.derwesten.de/panorama/promi-tv/heute-show-otto-walkes-wdr-alte-folgen-otto-show-zdf-warnung-warnhinweis-ottifanten-id300646536.html |titel=Heute Show: Otto Waalkes lacht über Warnhinweise des WDR |werk=DerWesten.de |datum=2023-09-09 |sprache=de-DE |abruf=2023-09-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Studien zu Wirksamkeit ==&lt;br /&gt;
Einige Studien deuten darauf hin, dass Triggerwarnungen Angstgefühle nicht reduzieren und dazu führen, dass das Trauma möglicherweise als wichtiger Bestandteil der Identität wahrgenommen wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Payton J. Jones, Benjamin W. Bellet, Richard J. McNally |Titel={{lang|en|Helping or Harming? The Effect of Trigger Warnings on Individuals with Trauma Histories}} |Verlag=Open Science Framework |Datum=2019-07-10 |Online=https://osf.io/axn6z |Abruf=2021-01-10 |DOI=10.31219/osf.io/axn6z}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Benjamin W. Bellet, Payton J. Jones, Richard J. McNally |Titel={{lang|en|Trigger warning: Empirical evidence ahead}} |Sammelwerk=Journal of Behavior Therapy and Experimental Psychiatry |Band=61 |Datum=2018-12 |Seiten=134–141 |Online=https://linkinghub.elsevier.com/retrieve/pii/S0005791618301137 |Abruf=2021-01-10 |DOI=10.1016/j.jbtep.2018.07.002}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Benjamin W. Bellet, Payton J. Jones, Cynthia A. Meyersburg, Miranda M. Brenneman, Kaitlin E. Morehead |Titel=Trigger warnings and resilience in college students: A preregistered replication and extension. |Sammelwerk=Journal of Experimental Psychology: Applied |Band=26 |Nummer=4 |Datum=2020-12 |ISSN=1939-2192 |Seiten=717–723 |Online=http://doi.apa.org/getdoi.cfm?doi=10.1037/xap0000270 |Abruf=2021-04-01 |DOI=10.1037/xap0000270}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Richard J. McNally, klinischer [[Psychologe]] und Professor der Psychologie in Harvard, differenziert zwischen Traumata und [[Posttraumatische Belastungsstörung|posttraumatischer Belastungsstörung]] (PTBS) und merkt an, dass Vermeidung zur Entstehung von PTBS beitrage. Betroffenen könne am besten durch eine [[kognitive Verhaltenstherapie]] geholfen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Richard J. McNally |url=https://www.nytimes.com/roomfordebate/2016/09/13/do-trigger-warnings-work/if-you-need-a-trigger-warning-you-need-ptsd-treatment |titel={{lang|en|If You Need a Trigger Warning, You Need P.T.S.D. Treatment}} |werk=NY Times |datum=2016-09-13 |sprache=en |abruf=2021-01-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Victoria Bridgland ([[Flinders University]]) und Psychologen der [[Harvard University]] sichteten die vorliegende Forschung zu Triggerwarnungen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://journals.sagepub.com/doi/10.1177/21677026231186625 &amp;#039;&amp;#039;A Meta-Analysis of the Efficacy of Trigger Warnings, Content Warnings, and Content Notes&amp;#039;&amp;#039;.] sagepub.com, 18. August 2023; [[doi:10.1177/21677026231186625]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihr Fazit: Die Warnungen schützten nicht vor negativen Gefühlen, sondern schürten im Gegenteil vorab leichte Erwartungsängste. Die Warnungen könnten vielleicht helfen – wenn sie auch Hinweise zum Umgang mit aufkommenden negativen Gefühlen geben würden. Das sei aber selten der Fall.&amp;lt;ref&amp;gt;Christiane Gelitz: [https://www.spektrum.de/news/triggerwarnungen-wirken-nicht-so-wie-sie-sollen/2177742 &amp;#039;&amp;#039;Triggerwarnungen wirken nicht so, wie sie sollen&amp;#039;&amp;#039;.] spektrum.de, 9. September 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik ==&lt;br /&gt;
Gabriel Moshenska sieht zwei besonders prominent vertretene Gruppen von Kritikern an Triggerwarnungen: Diejenigen, die verletzende Inhalte an sich befürworten, und diejenigen, die bezweifeln, dass entsprechende Inhalte tatsächlich Schaden anrichten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Moshenska&amp;quot; /&amp;gt; Konservative und liberale Kritiker argumentieren, dass Triggerwarnungen ähnlich wie [[Politische Korrektheit|Political Correctness]] eine Form der Zensur herbeiführen könnten, da sie zu einer Hemmung von kritischer Diskussion und Meinungsvielfalt beitrügen. Diese Position beruht unter anderem auf der Annahme, dass Menschen aufgrund von Triggerwarnungen bestimmte Themen eher vermeiden würden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Sarah Glatte |url=https://freespeechdebate.com/de/discuss/mit-dem-finger-am-abzug-wer-sollte-ueber-triggerwarnungen-entscheiden/ |titel=Mit dem Finger am Abzug. Wer sollte über Triggerwarnungen entscheiden? |werk=Free Speech Debate |abruf=2021-01-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Moshenska&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Psychologe Markus Brunner begrüßt zwar, dass die Ausweitung des Traumadiskurses „der Anerkennung der Vulnerabilität von strukturell benachteiligten Gruppen“ zuträglich sei, kritisiert aber die damit einhergehende Unschärfe in der Verwendung des Traumabegriffs. Der Fokus auf die Macht von Sprache sei zwar in Anbetracht der für Linke und für von [[Diskriminierung]] Betroffene spürbaren fehlenden gesellschaftlichen Handlungsmacht verständlich, berge aber die Gefahr, kontroverse Themen nicht mehr zu behandeln. Die Kritik an studentischen Bestrebungen sei aber übertrieben und überschätze den Einfluss Studierender stark. Die Kritiker von Triggerwarnungen seien an „nuancierten Auseinandersetzungen“ wenig interessiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brunner&amp;quot; /&amp;gt; Constantin Wagner sieht dagegen Triggerwarnungen als „Berücksichtigung von nicht-privilegierten Sprecher*innenpositionen“ und „möglicherweise bisweilen unbeholfener Versuch, mit Verhältnissen struktureller Gewalt umzugehen“. Sie könnten somit eine hilfreiche Debatte anstoßen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Constantin Wagner |Titel=Psychologisierung des Politischen oder Etablierung »neuer« Sprecher*innenpositionen?: Anmerkungen zu Markus Brunners Text »Trigger-Warnung. Zu den Aporien im Umgang mit gesellschaftlicher Gewalt« |Sammelwerk=Freie Assoziation |Band=23 |Nummer=1 |Datum=2021-03 |ISSN=1434-7849 |Seiten=140–143 |Online=https://www.psychosozial-verlag.de/21365 |Abruf=2021-10-26 |DOI=10.30820/1434-7849-2020-1-2-140}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Sara Ahmed (Geschlechterforscherin)|Sara Ahmed]] sieht durch Triggerwarnung als „unvollständige und notwendigerweise unzureichende“ Maßnahme erst die Möglichkeit gegeben, schwierige Themen mit allen betroffenen Personen zu besprechen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Sara Ahmed |url=https://thenewinquiry.com/against-students/ |titel=Against Students |werk=The New Inquiry |datum=2015-06-29 |sprache=en-US |abruf=2022-08-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Anglist [[Ingo Berensmeyer]] kritisierte den Einsatz von Triggerwarnungen an deutschen Universitäten 2022 in der &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Allgemeine Zeitung|FAZ]]&amp;#039;&amp;#039;. Wissenschaft benötige kein „betreutes Lesen“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Ingo Berensmeyer |url=https://www.faz.net/aktuell/karriere-hochschule/hoersaal/wissenschaft-braucht-kein-betreutes-lesen-replik-auf-eva-von-contzen-17787412.html |titel=Trigger-Warnungen: Wissenschaft braucht kein betreutes Lesen |werk=[[Frankfurter Allgemeine Zeitung|FAZ.net]] |datum= |abruf=2022-02-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Meron Mendel]], Eva Berendsen, [[Saba-Nur Cheema]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Trigger-Warnung: [[Identitätspolitik]] zwischen Abwehr, Abschottung und Allianzen.&amp;#039;&amp;#039; Verbrecher Verlag, 2019, ISBN 978-3-95732-380-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Netzkultur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialpsychologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anti-Diskriminierung]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;AetherBloom</name></author>
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