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	<title>Triforium - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T10:54:03Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Triforium&amp;diff=120610&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-12-21T03:15:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt das &amp;#039;&amp;#039;Triforium&amp;#039;&amp;#039; als Geschoss der Basilika. Zum Triforium als Fensterform siehe [[gekuppelte Fenster]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Bern Peter und Paul Triforium.jpg|mini|Dieses echte Triforium (als Element der Basilika) in der neogotischen Kirche [[St. Peter und Paul (Bern)|St. Peter und Paul]] in [[Bern]] besteht gleichzeitig aus Triforien im Sinne der [[Gekuppelte Fenster|Fenstergestaltung]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Triforium&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Gang in der Hochwand von [[Romanik|spätromanischen]], vor allem aber [[Gotik|gotischen]] [[Basilika (Bautyp)|Basiliken]], der nur zum [[Kirchenschiff|Mittelschiff]] hin geöffnet ist. Es bildet ein Mittelgeschoss zwischen den [[Arkade]]n im Erdgeschoss und dem [[Obergaden]], der Fensterzone des Mittelschiffes. Ist das Triforium nicht als Laufgang ausgebildet, sondern dem Mauerwerk bloß als Wandgliederung [[Blende (Architektur)|aufgeblendet]], spricht man von einem &amp;#039;&amp;#039;Blendtriforium&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wortbedeutung ==&lt;br /&gt;
Die häufig behauptete Ableitung des Begriffs von [[latein]]isch &amp;#039;&amp;#039;tri-&amp;#039;&amp;#039; (drei-) und &amp;#039;&amp;#039;foris&amp;#039;&amp;#039; (Tür, Öffnung) im Sinne von „Dreifachöffnung“ ist wahrscheinlich falsch, da die erste Verwendung des Begriffs im Bericht des mittelalterlichen [[Gervasius von Canterbury|Mönches Gervasius]] über den Wiederaufbau der [[Kathedrale von Canterbury]] aus dem Jahr 1185  sich auf Laufgänge mit und ohne Dreifachöffnungen bezieht. Gervasius schreibt zur romanischen Vorgängerkirche: &amp;#039;&amp;#039;supra quem murum via erat quae triforium appelatur&amp;#039;&amp;#039; („über dieser Mauer war ein Weg, der Triforium genannt wird“). Zum heute noch stehenden Neubau (errichtet ab 1175) berichtet er über die Taten des Baumeisters: „&amp;#039;&amp;#039;triforium inferius multis intexuit columpnis marmoreis. Super quod triforium aliud quoque ex alia materia et fenestras superiores aptavit.&amp;#039;&amp;#039;“ („In das untere Triforium fügte er viele marmorne Säulen ein. Über diesem legte er ein anderes Triforium aus anderem Material und die oberen Fenster an.“)&amp;lt;ref&amp;gt;Gervasius von Canterbury: &amp;#039;&amp;#039;Tractatus de combustione et reparatione Cantuariensis ecclesiae&amp;#039;&amp;#039;, hrsg. W. Stubbs, London 1879. [https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k50339v Online bei Gallica].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;180&amp;quot; heights=&amp;quot;270&amp;quot; caption=&amp;quot;Vierzoniger Chor der [[Kathedrale von Canterbury]]&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
27-Canterbury-025.jpg|Ober&amp;amp;shy;gaden, Triforium bzw. Em&amp;amp;shy;pore, Lauf&amp;amp;shy;gang mit gelappten Fenstern, Seiten&amp;amp;shy;schiffs&amp;amp;shy;fenster&lt;br /&gt;
Canterbury Cathedral, western section of the choir.jpg|Westlicher Teil des Chors: Ober&amp;amp;shy;gaden, paarige Emporen&amp;amp;shy;fenster, gelappte Lauf&amp;amp;shy;gang&amp;amp;shy;fenster, Seiten&amp;amp;shy;schiffs&amp;amp;shy;fenster, Kryptenfenster&lt;br /&gt;
Canterbury Cathedral 002 2004.jpg|Westlicher Teil des Chors: Ober&amp;amp;shy;gaden verdeckt, paarige Emporen&amp;amp;shy;fenster, gelappte Lauf&amp;amp;shy;gang&amp;amp;shy;fenster, Seiten&amp;amp;shy;schiffs&amp;amp;shy;fenster&lt;br /&gt;
Canterbury Cathedral (34023333194).jpg|Östlicher Teil des Chors: Ober&amp;amp;shy;gaden, Emporen&amp;amp;shy;dach verdeckt, gelappte Lauf&amp;amp;shy;gang&amp;amp;shy;fenster, Sei&amp;amp;shy;ten&amp;amp;shy;schiffs&amp;amp;shy;fenster, Kryptenfenster&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bezogen auf die aus Gervasius&amp;#039; Zeit erhaltenen Gebäudeteile ist das untere Triforium ein Laufgang oberhalb der aufrechten Seitenschiffsfenster aber unterhalb der Seitenschiffsgewölbe, erhellt durch ein Fächerfenster pro Joch. Gervasius&amp;#039; oberes Triforium liegt zwischen Seitenschiffsarkaden und Obergaden, zeigt selber zum Mittelchor hin eine Arkade aus [[Triforium (Fenster)|Dreifachöffnungen]] und hat teils keine Rückwand zum Dachraum über den Seitenschiffen, teils ist es eine Empore mit zwei schlanken Außenfenstern pro Joch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher wird als wahrscheinlicher eine Ableitung von dem mittelalterlichen anglolateinischen Begriff für „durchbrochene“ kunsthandwerkliche Arbeiten&amp;lt;ref&amp;gt;Ducange, Glossarium, Stichwort „Triforium“ [http://ducange.enc.sorbonne.fr/TRIFORIUM. (Online-Edition der &amp;#039;&amp;#039;École nationale des chartes&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 4. Oktober 2010)]&amp;lt;/ref&amp;gt; oder eine Entstehung als englisch-lateinisches Kunstwort &amp;#039;&amp;#039;thoroughfarum&amp;#039;&amp;#039; („Durchgang“) vorgeschlagen.&amp;lt;!--siehe [[:en:Triforium|Vgl. Wikipedia (englisch): Triforium]]--&amp;gt; In der heutigen Verwendung ist das Wort jedenfalls nicht an das Vorkommen von [[Triforium (Fenster)|Dreifachöffnungen]] gebunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Wortbedeutung folgt auch bereits die architektur- und kunstgeschichtliche Literatur des 19. Jahrhunderts. So heißt es im „Reallexikon der Kunstgewerbe“ von Bruno Bucher (Verlag von Georg Paul Faesy, Wien 1884) auf Seite 410: „Triforium (mittellat.), in mittelalterlichen Kirchen ein oberhalb der Scheidbögen in der Mauerstärke hinlaufender und nach dem Innern der Kirche sich in Bogenstellungen öffnender Gang; auch bloß Bogenstellungen an demselben Platze ohne Gang dahinter: blinde Triforien.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktion ==&lt;br /&gt;
Das Triforium ist im Wesentlichen ein Stilelement, das seinen Ursprung darin hat, dass dahinter ursprünglich die [[Pultdach|Pultdächer]] der Seitenschiffe liegen und somit die Fenster des Obergaden nicht bis auf die Arkadenbögen reichen. Es vermeidet, dass dadurch eine ungegliederte Fläche entsteht, und dient so der plastischen Bereicherung, weniger einem praktischen Zweck (Funktion als Laufgang).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Eine wichtige Vorstufe des Triforiums entstand um 1140 in der [[Kathedrale von Sens]] (Frankreich). Erstmals trat das echte Triforium wohl in der [[Kathedrale von Noyon]] (Frankreich) um 1150 in Erscheinung – allerdings in einem für die frühe Gotik charakteristischen viergeteilten Wandaufriss (Soissons, Laon u.&amp;amp;nbsp;a.). Seit dem Baubeginn des neuen Langhauses der [[Kathedrale von Chartres]] setzte sich nach dem Jahr 1190 bei fast allen Kathedralneubauten der klassische dreiteilige Wandaufriss der Gotik (Arkadenzone, Triforium, Obergaden) durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Weiterentwicklung der gotischen Architektur entwarf man andere Dachformen für das Seitenschiff, um jedwede fensterlose Zone zu vermeiden. Entweder erhielt das Seitenschiff ein [[Satteldach]] oder jedes [[Joch (Architektur)|Joch]] des Seitenschiffes bzw. Joch-Paar bei doppelten Seitenschiffen eine separate Haube als [[Walmdach]]. So konnte das Triforium mit Fenstern versehen werden und fast die gesamte Wandfläche war durchlichtet. Hierdurch hatte das Triforium zwar seine eigentliche Funktion verloren, wurde aber als Gliederungselement noch lange Zeit beibehalten. In einigen spätgotischen Kirchen verschwand es jedoch völlig; der Ober- bzw. Lichtgaden wurde dann bis auf die Arkadenzone heruntergeführt, so dass der klassische dreiteilige Wandaufriss der Gotik nunmehr zu einem zweigeteilten reduziert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;150&amp;quot; heights=&amp;quot;200&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Abbaye aux Dames - Nef - Caen.jpg|[[Ste-Trinité (Caen)|Sainte-Trinité]] in [[Caen]], [[Normandie]]: romanisches Blendtriforium&lt;br /&gt;
Internal detail of the Laon cathedral 2007-05-06-17.jpg|Vierteiliger Wandaufriss mit Empore und Triforium (Kathedrale von Laon, Spätromanik/Frühgotik)&lt;br /&gt;
Reims cathedral IMG 8101.JPG|Dreiteiliger Wandaufriss mit fenster&amp;amp;shy;losem Triforium (Kathedrale von Reims, Hochgotik ab 1211)&lt;br /&gt;
Saint-Denis (93), basilique Saint-Denis, abside 1.jpg|Dreiteiliger Wandaufriss mit durchleuchtetem Triforium (Kathedrale von Saint-Denis, oben Hochgotik ab 1231)&lt;br /&gt;
0722 - Belgientour 2015 - Brüssel (21528860648).jpg|[[Kathedrale St. Michael und St. Gudula|St. Michael und St. Gudula]], [[Brüssel]]: Verbindung von Ober&amp;amp;shy;gaden und Triforium, hoch&amp;amp;shy;gotisch nach 1226&lt;br /&gt;
Gezicht in het koor uit het zuid westen - Utrecht - 20231941 - RCE.jpg|Utrechter Dom, fenster&amp;amp;shy;loses Triforium, Hochgotik ab 1256&lt;br /&gt;
Mecklenburg-Vorpommern. Marienleuchter im gotischen Münster - 50765295588.jpg|[[Doberaner Münster]], gemaltes Triforium, Hochgotik Ende 13.&amp;amp;nbsp;Jh.&lt;br /&gt;
Antwerpen, Kathedrale Onze Lieve Vrouwe (Innenansicht) (52).jpg|Zweiteiliger Wandaufriss ohne Triforium (Kathedrale von Antwerpen, Spätgotik)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Empore]]&lt;br /&gt;
* [[Obergaden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Triforia|Triforium}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirche (Architektur)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architektur der Gotik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Belichtung (Architektur)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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