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	<title>Tribut - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-24T03:56:16Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tribut&amp;diff=50195&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Tolanor: + ausführlicher RE-Artikel</title>
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		<updated>2024-12-29T21:08:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+ ausführlicher RE-Artikel&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{QS-Geschichte}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Apadana Persepolis Iran.JPG|mini|Tribut – Apadana, Persepolis, Iran]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tribut&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{laS|tributum}} „Abgabe“, „Steuer“; wörtlich „Zugeteiltes“, zu &amp;#039;&amp;#039;tribuere&amp;#039;&amp;#039; „zuteilen“) bezeichnet [[Geschichte|historisch]] eine [[Abgabe]] oder [[Steuer]]. Der Tribut wurde zum Zeichen der Unterwerfung oder der [[Vasall]]entreue geleistet. In der Regel handelte es sich um regelmäßige Geld- oder Sachleistungen, die nicht nur ökonomisch bedeutsam waren, sondern auch die Machtverhältnisse zum Ausdruck brachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Verschiedene [[antike]] Staaten forderten Tribut ({{grcS|φόρος ὑποτελείας|&amp;#039;&amp;#039;phóros&amp;#039;&amp;#039;|de=tragend}}) von den Gebieten oder Völkern, die sie unterworfen bzw. bedroht hatten. Im Falle von [[Bündnis]]sen gab die schwächere Partei der stärkeren Partei den Tribut als Zeichen der Untertanentreue und für die [[Finanzierung]] bestimmter Projekte – normalerweise zur Finanzierung des [[Militär]]s. Tribut wurde nicht nur in Form von [[Geld]] entrichtet, auch Wertgegenstände standen zur Disposition und Menschen, die gleichsam als [[Geisel]]n für [[Botmäßigkeit|botmäßiges]] Verhalten festgehalten wurden. Der Begriff kann auch auf religiöse Abgaben angewendet werden, für den [[Tempel]]dienst oder andere [[Heiligtum|Heiligtümer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Athen nahm Tribut von den anderen Städten des [[Attischer Seebund|Attischen Seebundes]]. [[Babylon]], [[Karthago]] und [[Rom]] forderten Tribut von ihren [[Provinz]]en und Vasallenstaaten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im alten Rom bezeichnete der Begriff ursprünglich eine Abgabe des Bürgers an den Staat, die dieser zurückzahlen konnte, aber nicht musste: Die [[Römische Republik]] forderte von ihren Bürgern Tribut in Form vom [[Äquivalenzprinzip (Steuer)|Äquivalent]] der [[Vermögensteuer]] mit dem Ziel der [[Krieg]]führung. Seit 167 v. Chr. waren römische Bürger dann allerdings vom &amp;#039;&amp;#039;tributum&amp;#039;&amp;#039; befreit, auch wenn unter Kaiser [[Augustus]] wieder eine [[Erbschaftsteuer]] eingeführt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Spätantike]] spielten Tribute eine wichtige Rolle für die römische Außenpolitik gegenüber Germanen, [[Hunnen]] und persischen [[Sassanidenreich|Sassaniden]]; dabei bemühten sich die Kaiser, die Zahlungen an die Barbaren zu „Hilfsgeldern“ ([[Subsidien]]) umzudeuten, um dem Anschein der Unterlegenheit entgegenzuwirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es kam auch vor, dass Eindringlinge wie [[Wikinger]] oder [[Kelten]] Tribut forderten (siehe: [[Danegeld]]), anstatt den Ort zu überfallen, so dass sich dieser durch die Zahlung einer bestimmten Menge von Wertgegenständen freikaufen konnte; ein regelmäßiger Tribut ähnelte dann einer [[Schutzgelderpressung|Schutzgeldzahlung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entrichtung von Tributen einzustellen bedeutete eine massive Provokation, die die Hierarchie zwischen Geber und Empfänger in Frage stellte. Als etwa König [[Heinrich I. (Ostfrankenreich)|Heinrich&amp;amp;nbsp;I.]] im [[10. Jahrhundert]] die Tributzahlungen an die Ungarn einstellte, kam dies einer Kriegserklärung gleich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verschiedene [[mittelalter]]liche Herrscher erzwangen Tribut von ihren [[Vasall]]en oder [[Landwirt|Bauer]]n, offiziell gegen die Gewähr von Schutz. Hieraus entwickelte sich das mittelalterliche [[Steuer]]system.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutiger Sprachgebrauch ==&lt;br /&gt;
Die symbolische Bedeutung von Tribut als Zeichen von Respekt und Unterordnung hat sich in der Redewendung „jemandem Tribut [[Zoll (Abgabe)|zollen]]“ erhalten. In der heutigen Alltagssprache bezeichnet Tribut häufig die Anerkennung, die einer Person, einer Tätigkeit oder einem Produkt entgegengebracht wird (vgl. auch &amp;#039;&amp;#039;[[Tributealbum]]&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man sagt auch, „etwas fordert einen hohen Tribut“ im Sinne von „etwas fordert hohe Opfer(zahlen)“, z.&amp;amp;nbsp;B. eine Naturkatastrophe, eine Krankheit oder ein Krieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An die ursprüngliche Bedeutung „Abgabe“ erinnert in der [[Hydrographie]] die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;tributär&amp;#039;&amp;#039;: Ein [[Nebenfluss]] ([[Englische Sprache|engl.]] &amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|tributary}}&amp;#039;&amp;#039;) ist stets tributär gegenüber dem größeren [[Fluss]], in den er [[Mündung (Gewässer)|mündet]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Hommage]]&lt;br /&gt;
* [[Ehre]]&lt;br /&gt;
* [[Verehrung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Henning Börm]]: &amp;#039;&amp;#039;„Es war allerdings nicht so, dass sie es im Sinne eines Tributes erhielten, wie viele meinten …“ Anlässe und Funktion der persischen Geldforderungen an die Römer (3. bis 6. Jh.).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Historia (Zeitschrift)|Historia]].&amp;#039;&amp;#039; Band 57, 2008, S. 327–346.&lt;br /&gt;
* Jérôme France: &amp;#039;&amp;#039;Tribut. Une histoire fiscale de la conquête romaine.&amp;#039;&amp;#039; Société d’Edition Les Belles Lettres, Paris 2021, ISBN 978-2-251-45178-7.&lt;br /&gt;
* {{RE|VII A,1|1|78|Tributum und tributus|Walther Schwahn||[https://elexikon.ch/RE/VIIA,1_1.png Digitalisat]}}&lt;br /&gt;
* {{KlP|5|952|954|Tributum|[[Thomas Pekáry]]}}&lt;br /&gt;
* {{LexMA|8|986|987|Tribut|[[Gerhard Wirth]], Ulrich Mattejiet}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Tribut}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Steuerrechtsgeschichte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Tolanor</name></author>
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