<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Tribadie</id>
	<title>Tribadie - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Tribadie"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tribadie&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-08T19:45:36Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tribadie&amp;diff=135651&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Josef J. Jarosch am 15. Dezember 2025 um 21:04 Uhr</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tribadie&amp;diff=135651&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-12-15T21:04:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Weiterleitungshinweis|Tribade|Für die spanische Hip-Hop-Gruppe siehe [[Tribade (Rapgruppe)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki-tribadism.png|mini|Zeichnerische Darstellung der Scherenstellung]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tribadie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Griechische Sprache|gr]]. &amp;#039;&amp;#039;tribein&amp;#039;&amp;#039; „reiben“), auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tribadismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, ist eine nicht [[Geschlechtsverkehr|penetrative]] [[sexuelle Praktik]], bei der eine Frau ihre äußeren [[Genital]]ien zum Zweck der [[Klitoris|klitoralen]] Stimulation beispielsweise an ihrem Sexualpartner oder ihrer Partnerin reibt. Überwiegend wird der Begriff im Zusammenhang mit einer gleichgeschlechtlichen Praktik unter Frauen verwendet, er kann sich aber auch unabhängig von der sexuellen Orientierung auf das Reiben der [[Vulva]] und der Klitoris an einem Gegenstand beziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zur Mitte des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts wurde das Wort im deutschen Sprachraum als [[Synonym]] für weibliche [[Homosexualität]] verwendet („[[Unzucht]] zwischen zwei [[Weib]]ern“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Otto Dornblüth]]: &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der klinischen Kunstausdrücke.&amp;#039;&amp;#039; 1. Auflage, Verlag von Veit &amp;amp; Comp., Leipzig 1894, S. 138.&amp;lt;/ref&amp;gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung und Verständnis des Begriffes ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gamiani - Image VI.png|mini|Illustration aus dem Buch &amp;#039;&amp;#039;Gamiani oder zwei tolle Nächte&amp;#039;&amp;#039; von [[Alfred de Musset]], die zwei Frauen darstellt, die in der Scherenstellung ihre Vulven aneinanderreiben]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki-tribadism02.png|mini|Zeichnerische Darstellung der [[Missionarsstellung]]]]&lt;br /&gt;
Im antiken Griechenland beschrieb Tribadie eine hypermaskuline Frau, die ihre Sexualpartner – egal ob Frauen oder Männer – mit einem [[Dildo#Geschichte|Dildo]] beziehungsweise einer [[Klitoromegalie|vergrößerten Klitoris]] penetrierte. Erst als im 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert die griechischen Texte einem größeren Publikum durch Übersetzungen zugänglich wurden, kam der Begriff wieder auf. Reiseberichte und Erzählungen über homoerotische weibliche Sexualität aus der Türkei, Arabien und Afrika führten anfangs dazu, dass die Tribadie als ein Fehlverhalten nicht-christlicher Frauen betrachtet wurde. Erst gegen Mitte des 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts wurden Berichte verbreitet, die nahelegten, dass auch christliche Frauen diese Praktik zur Stimulation benutzten.&amp;lt;ref&amp;gt;Bis dahin war der Begriff weiblicher gleichgeschlechtlicher Liebe überwiegend mit der griechischen Dichterin Sappho und oralen Praktiken in Zusammenhang gebracht worden. Ab diesem Zeitpunkt wurde unter dem Begriff der Tribadie diskutiert, ob eine vergrößerte Klitoris zu dieser Art der „Unzucht“ führt, oder ob die Klitoris sich durch diese Praktik erst vergrößerte. Für die Forscher des Mittelalters bestand zwischen der Entwicklung einer weiblich-homosexuellen Neigung und Zwischengeschlechtlichkeit, beziehungsweise Hermaphrodismus ein Zusammenhang. Siehe hierzu Zimmerman, S.&amp;amp;nbsp;280&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem griechischen Ursprung entstanden in anderen Sprachen analog zu dem griechischen Begriff des „Reibens“ oder „Rubbelns“ im Lateinischen die &amp;#039;&amp;#039;Fricatrix&amp;#039;&amp;#039;, im frankophonen Sprachraum &amp;#039;&amp;#039;Ribaude&amp;#039;&amp;#039; und in der englischen Sprache der Begriff &amp;#039;&amp;#039;rubster&amp;#039;&amp;#039;, um Frauen zu bezeichnen, die diese sexuelle Praktik ausüben.&amp;lt;ref&amp;gt;Bonne Zimmerman: &amp;#039;&amp;#039;Lesbian Histories and Cultures: An Encyclopedia&amp;#039;&amp;#039;. Taylor &amp;amp; Francis, 2000, S.&amp;amp;nbsp;280, ISBN 0-8153-1920-7.&amp;lt;/ref&amp;gt; Entsprechend nannte man [[Lesbe|lesbische]] Frauen auch in der deutschen Sprache &amp;#039;&amp;#039;Tribaden&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
Der deutsche Begriff Tribadie leitet sich vermutlich vom Perfektstamm des lateinischen Verbums &amp;#039;&amp;#039;terere – tero – &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;trivi&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; – tritum&amp;#039;&amp;#039; (konsonantische Konjugation) ab, das so viel wie &amp;#039;&amp;#039;reiben&amp;#039;&amp;#039; bedeutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In vielen Sprachen sind aus diesem Zusammenhang heraus tendenziell [[pejorativ]]e (abwertende) Begriffe entstanden, die lesbische Sexualität beschreiben; ein Beispiel hierfür ist der englische [[Jargon|Slangausdruck]] „scissoring“ (dt.: „mit der Schere schneidend“, was sich auf die Beinbewegungen in der Scissoring-Position bezieht).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sexuelle Praktik ==&lt;br /&gt;
Mögliche Varianten sind das Reiben der Klitoris an der Klitoris der Partnerin, während die Beine wie Scheren ineinander verschränkt sind, oder das der [[Missionarsstellung]] ähnliche Reiben der Vulva an der Partnerin. Die Praktik kann individuell durch die Verwendung von [[Dildo]]s, [[Strap-On]]s, [[Vibrator]]en und anderen Körperstellen oder Gegenständen abgeändert und verstärkt werden. Auch Varianten unter Einbeziehung der Brüste sind bekannt, bei denen die Klitoris durch die erigierte Brustwarze der Sexualpartnerin stimuliert wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bright&amp;quot; /&amp;gt; Die Praktik kann auch zur Masturbation oder in einem heterosexuellen Kontext eingesetzt werden. Entgegen der bis weit in die Neuzeit reichenden Vorstellung, dass weibliche Homosexualität sich überwiegend durch gegenseitige orale Befriedigung auszeichnet, ist die Tribadie nach heftigen Diskussionen im Mittelalter eine bis heute zwar selten erwähnte Praktik, wurde und wird aber durchaus praktiziert.&amp;lt;ref&amp;gt;Beispielsweise wurde 1811 im Gerichtsverfahren &amp;#039;&amp;#039;Woods and Pirie vs. Cumming Gordon&amp;#039;&amp;#039; darüber debattiert, wie und ob eine gleichgeschlechtliche Erregung in dieser Form ohne Penetration möglich sei und ob britische Frauen überhaupt zu mehr fähig seien als einer romantischen Freundschaft zu einer Frau. Siehe Judith Halberstam: &amp;#039;&amp;#039;Female Masculinity.&amp;#039;&amp;#039; Duke University Press, 1998, ISBN 0-8223-2243-9, S.&amp;amp;nbsp;61–74.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die lesbische Autorin [[Susie Bright]] geht davon aus, dass die Praktik aufgrund ihrer sich aus der Umarmung ergebenden Unkompliziertheit und der Möglichkeit, diese Praktik auch mit Kleidung durchzuführen, nicht so stark als typisch lesbische sexuelle Praktik wahrgenommen wird. Sie vermutet, wie auch [[Jack Halberstam]], dass die eher typisch maskuline, fordernde und eventuell penetrierende Rolle der einen Partnerin und die eher passive Rolle der anderen sich mit den herkömmlichen feministischen Vorstellungen von einer gleichberechtigten Sexualität nicht problemlos vereinbaren lässt und deshalb nicht weiter diskutiert wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bright&amp;quot;&amp;gt;Susie Bright: &amp;#039;&amp;#039;Susie Sexpert&amp;#039;s Lesbian Sex World.&amp;#039;&amp;#039; Cleis Press Inc., 1999, ISBN 1-57344-077-9, S.&amp;amp;nbsp;57–63.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie bei allen anderen sexuellen Kontakten sollte auch bei der Tribadie auf eine entsprechende [[Sexualhygiene]] zur Vermeidung von [[Sexuell übertragbare Erkrankung|sexuell übertragbaren Krankheiten]] geachtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tribadie als Mittel des sexuellen Wettkampfes ==&lt;br /&gt;
Homo- und bisexuelle Frauen nutzen die Tribadie bisweilen auch als Mittel des sexuellen Kräftemessens. Als Regel eines solchen „Sexkampfes“ ([[Englische Sprache|engl.]] Sexfight) gilt meistens: Wer zuerst zum Orgasmus kommt, hat verloren. Nichtsdestoweniger sind bei einer klitoridal stimulierten Frau [[Sexueller Reaktionszyklus|multiple Orgasmen]] möglich. Schon bei der nächsten Gegnerin, sogar noch im selben Kampf, kann abermals ein Orgasmus erzielt werden. Sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Pussy-&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Sex-&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Tribfights&amp;#039;&amp;#039; bilden unter kommerziell hergestellten Videos eigene Kategorien. Tribadische Szenen und erotische Kämpfe sind daher nicht immer zu unterscheiden. Gleichwohl lässt sich erkennen, dass diese Praxis vermehrt ihren Weg von der [[Pornografie im Internet|Pornografie]] in die Realität gefunden hat und sich besonders bei Frauen in [[Nordamerika]] und [[Europa]] steigender Popularität erfreut.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Werner Sonntag |Hrsg= |Titel=Kampfes Lust. Über die Erotik der Körperbegegnung im Zweikampf * Beschreibung einer Szene * Wenn Frauen kämpfen und Männer zuschauen: Emanzipation, Stimulation, Obsession? |Auflage= |Verlag=Verlag Laufen und Leben |Ort=Ostfildern |Datum=2002 |ISBN=3-9802835-2-6 |Seiten=221, 274, 383, 384, 386, 618}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Siehe auch: [[Catfight]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Genito-Genital-Reiben bei Bonobos ==&lt;br /&gt;
Außer beim Menschen ist die Praktik auch bei weiblichen [[Bonobo]]s, einer mit dem [[Gemeiner Schimpanse|Schimpansen]] verwandten Primatenart, zu beobachten, wo sie als „Genito-genital-Reiben“ oder &amp;#039;&amp;#039;GG rubbing&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet werden. Afrikanische Einheimische bezeichnen dieses Verhalten der Bonobo-Weibchen als &amp;#039;&amp;#039;hoka-hoka,&amp;#039;&amp;#039; wie Dale Petersen und [[Richard Wrangham]] in ihrem Buch &amp;#039;&amp;#039;Demonic Males&amp;#039;&amp;#039; berichten. Dieses Verhalten dürfte der Reduktion von Spannungen dienen, den Zusammenhalt innerhalb der Weibchen einer Gruppe stärken und auch die hierarchische Rangstufe anzeigen, da es häufiger von rangniedrigeren Weibchen begonnen wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Frans de Waal]]: {{Webarchiv |url=http://www.primatesworld.com/bonobos.html |text=&amp;#039;&amp;#039;Bonobo Sex and Society&amp;#039;&amp;#039;. |wayback=20070702133857}} (englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Bonne Zimmerman: &amp;#039;&amp;#039;Lesbian Histories and Cultures: An Encyclopedia&amp;#039;&amp;#039;. Taylor &amp;amp; Francis, 2000, ISBN 0-8153-1920-7.&lt;br /&gt;
* [[Susie Bright]]: &amp;#039;&amp;#039;Susie Sexpert&amp;#039;s Lesbian Sex World&amp;#039;&amp;#039;. Cleis Press Inc., 1999, ISBN 1-57344-077-9.&lt;br /&gt;
* [[Manuela Kay]], Anja Müller (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Schöner kommen. Das Sex-Buch für Lesben&amp;#039;&amp;#039;. querverlag, 2005, ISBN 3-89656-047-6. Leseprobe des Abschnittes „Tribadie“ als PDF unter [http://www.querverlag.de/pdf/schoener_kommen.pdf querverlag.de] (PDF; 200&amp;amp;nbsp;kB) verfügbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Judith Halberstam]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Female Masculinity&lt;br /&gt;
   |Verlag=Duke University Press&lt;br /&gt;
   |Datum=1998&lt;br /&gt;
   |ISBN=0-8223-2243-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Tribadic positions|Tribadie}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Homosexualität]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sexualpraktik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Josef J. Jarosch</name></author>
	</entry>
</feed>