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	<title>Trialismus - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Bartleby08 am 2. Dezember 2025 um 17:31 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die politische Staatsidee der Habsburgermonarchie. Zu anderen Bedeutungen siehe [[Trialismus (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Trialismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{elS|τρία}} ‚drei‘ oder {{laS|&amp;#039;&amp;#039;trialis&amp;#039;&amp;#039;}} ‚drei enthaltend‘) bezeichnet die [[Austroslawismus|austroslawistischen]] Bemühungen in der zweiten Hälfte des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts, die [[Österreich-Ungarn|österreichisch-ungarische]] Doppelmonarchie mit einem slawischen Reichsteil in einen dreigeteilten Staat umzugestalten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Austriaforum|AEIOU/Trialismus}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der österreichisch-ungarische Thronfolger [[Franz Ferdinand von Österreich-Este|Franz Ferdinand]] galt als Vertreter dieses Trialismus.&lt;br /&gt;
[[Datei:Trialisticki zemljevid Bec 1905 Henrik Hanau.jpg|mini|hochkant=1.7|Vorschlag von [[Heinrich Hanau]], Wien 1909]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Trijalistički prijedlog prema NZB 1910.png|mini|hochkant=1.7|Vorschlag von N.Z. Bjelovučić aus dem Jahr 1910]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Varianten ==&lt;br /&gt;
Mehrere verschiedene Modelle, welcher slawische Reichsteil neben dem deutschsprachigen Österreich und [[Königreich Ungarn|Ungarn]] das dritte Hauptland sein sollte, konkurrierten miteinander:&amp;lt;ref name=&amp;quot;aeiou national&amp;quot;&amp;gt;Vergl. {{Austriaforum|AEIOU/Nationalit%C3%A4tenfrage|Die Nationalitätenfrage im alten Österreich}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;habsburger vielvölker&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.habsburger.net/de/kapitel/probleme-und-potenziale-eines-vielvoelkerstaates Probleme und Potenziale eines Vielvölkerstaates.]&amp;#039;&amp;#039; habsburger.net.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Böhmen]], [[Mähren]] und [[Österreichisch-Schlesien]] waren mit Österreich ebenso lange verbunden wie Ungarn. 1526 fielen beide Königreiche per Erbfolge an die [[Habsburg]]er. 1871 lehnte Kaiser Franz Joseph einen &amp;#039;&amp;#039;[[Österreichisch-Tschechischer Ausgleich|böhmischen Ausgleich]]&amp;#039;&amp;#039; ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;aeiou national&amp;quot; /&amp;gt; Die Erfolgschancen einer solchen Gleichberechtigung der [[Tschechen]] war nach 1890 mit dem Sieg der [[Panslawismus|panslawistischen]] [[Jungtschechen]] über die [[Austroslawismus|austroslawistischen]] [[Alttschechen]] niedrig. Dennoch forderte noch zu Beginn des Ersten Weltkriegs auch Russland von Wien diese Variante einer konföderativen Lösung. Eine Teilfrage zu einem Ausgleich mit den Tschechen Böhmens war der &amp;#039;&amp;#039;[[Mährischer Ausgleich|Mährische Ausgleich]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;1905.&amp;lt;ref name=&amp;quot;aeiou national&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Kroatien-Slawonien]] mit [[Königreich Dalmatien|Dalmatien]], und allfällig [[Kondominium Bosnien und Herzegowina|Bosnien-Herzegowina]]: Zusammen mit Ungarn hatte Österreich das [[Königreich Kroatien und Slawonien]] erworben, mit dem Gewinn Bosniens waren 1878 weitere Kroaten hinzugekommen. Eine Gleichberechtigung der katholischen [[Kroaten]] und der muslimischen [[Bosniaken]] sollte diese von einer südslawischen Einheit mit [[Serbisch-orthodox|orthodoxen Serben]] abhalten. Für diese Option trat besonders Erzherzog Franz Ferdinand ein, dagegen opponierte jedoch Ungarn, zu dessen Reichshälfte Kroatien gehörte – wenn auch der &amp;#039;&amp;#039;[[Ungarisch-Kroatischer Ausgleich|ungarisch-kroatische Ausgleich]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;1868 gewisse Autonomie gebracht hatte. Dabei sollte neben dem österreichischen und dem ungarischen Reichsteil ein südslawisches Reich unter kroatischer Führung entstehen, der zahlenmäßig stärksten südslawischen Gruppe des Reiches. Dieser südslawische Staat sollte im Interesse des Gesamtreiches einerseits Ungarn schwächen und andererseits [[Großserbien|großserbischen]] Ambitionen entgegenwirken. Mit der Verschärfung des kroatisch-ungarischen Konflikts ab 1904 sanken die Chancen dieser Variante. Die südslawischen Gebiete des [[Habsburgerreich]]es waren überwiegend kroatisch, einige Teile waren von Serben und Slowenen dominiert. Weitere Annexionen auf dem Balkan hätten das serbische Element nur verstärkt. Dessen und der enttäuschten Kroaten Anlehnung an [[Serbien]] führte zum [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]], dessen erstes Opfer ausgerechnet Franz Ferdinand werden sollte. Das südslawische trialistische Programm stand während des größten Teiles der letzten zwei Generationen des Habsburgerreiches an erster Stelle der Reformpläne, wobei in seiner konservativen Form die [[Slowenen]] nicht inbegriffen waren.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Robert A. Kann]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Nationalitätenproblem der Habsburgermonarchie. Geschichte und Ideengehalt der nationalen Bestrebungen vom Vormärz bis zur Auflösung des Reiches im Jahre 1918.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Das Reich und die Völker.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau, Graz u. a. 1964, S.&amp;amp;nbsp;441.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Einrichtung Bosniens und der Herzegowina als eigenständiges Land 1908 &amp;#039;&amp;#039;([[Bosnische Annexionskrise]])&amp;#039;&amp;#039; und die [[Islam in Österreich|Anerkennung des Islam]]&amp;amp;nbsp;1912 sollten nicht zuletzt auch das muslimische Element als Gegengewicht zum kroatischen Nationalismus stärken.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.derstandard.at/consent/tcf/1389857544369/Mit-dem-Fes-auf-dem-Kopf-fuer-Oesterreich-Ungarn Mit dem Fes auf dem Kopf für Österreich-Ungarn.]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
Adelheid Wölfl in: &amp;#039;&amp;#039;Der Standard&amp;#039;&amp;#039; online, 20. Jänner 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Galizien]] und [[Polen]]: 1772 war Galizien von Polen an Österreich gefallen. Im Gegensatz zu Tschechen, Serben und anderen Slawen der k.u.k.&amp;amp;nbsp;Monarchie opponierten die Polen meist nicht, blieben loyal gegenüber der österreichischen Monarchie und pflegten eine traditionelle Freundschaft zu den Ungarn. Sie blieben loyal zu Wien, weil man sie ab den 1860ern nicht daran hinderte, in der galizischen Verwaltung und im Schulwesen die [[polnische Sprache]] einzuführen, die die deutsche Amtssprache ersetzte. Die polnische Autonomie in Galizien berücksichtigte nicht die Interessen der dortigen [[Ukrainer|ukrainischen]] [[Ruthenen (Habsburgermonarchie)|Ruthenen]], die gegen die [[Polonisierung]] Ostgaliziens Widerstand leisteten. 1871 verwarf Kaiser Franz Joseph auch einen polnischen Autonomie-Entwurf für Galizien.&amp;lt;ref name=&amp;quot;aeiou national&amp;quot; /&amp;gt; Im Ersten Weltkrieg wurde über eine Angliederung Russisch-Polens an die Donaumonarchie nachgedacht. Den Vorteil dieser Option sah Wien in der mittelfristigen Konsolidierung [[Cisleithanien]]s, zu dem Galizien gehörte. Diese [[Kriegsziele im Ersten Weltkrieg#Austro-Polnische Lösung|austropolnische Lösung]] brachte naturgemäß Konflikte mit [[Russisches Kaiserreich|Russland]] und [[Deutsches Kaiserreich|Deutschland]]. Spätestens der [[Brotfrieden]] von 1918 mit der Ukraine brachte auch dieses Projekt zum Scheitern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einschätzung in der Forschung ==&lt;br /&gt;
Der Trialismus schloss eine umfassendere Lösung des Nationalitätenproblems aus. Der kroatische Trialismus zog, wie [[Karl Sigmund von Hohenwart|Hohenwarts]] Plan zur Versöhnung der Tschechen im Jahr 1871, nur den nationalen Status einer einzelnen Volksgruppe in Betracht. Die österreichische Nationalitätenfrage war jedoch so verwickelt, dass die Behandlung einer dieser Fragen offensichtlich die aller anderen beeinflusste. Das Konzept des Trialismus hatte in den letzten Jahrzehnten der Monarchie, durch den serbischen und damit verbundenen südslawischen Gegensatz (Antagonismus), neben der naturgemäßen Ablehnung durch Ungarn wenig Chancen auf Realisierung.&lt;br /&gt;
Hatte der Trialismus, neben kroatischen konservativen Kreisen, zeitweise auch den Thronfolger Franz Ferdinand als Förderer, so entwickelten sich dessen Reformpläne aber bald in die Richtung einer umfassenden Föderalisierung.&amp;lt;ref&amp;gt;Robert A. Kann: &amp;#039;&amp;#039;Das Nationalitätenproblem der Habsburgermonarchie. Geschichte und Ideengehalt der nationalen Bestrebungen vom Vormärz bis zur Auflösung des Reiches im Jahre 1918.&amp;#039;&amp;#039; Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Ideen und Pläne zur Reichsreform.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau, Graz u. a. 1964, S.&amp;amp;nbsp;196 und 256–263.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Manifest [[Karl I. (Österreich-Ungarn)|Kaiser Karls]] vom Oktober 1918, den Staat zu einem Donau-Völkerbund umzugestalten, kam im [[Zerfall Österreich-Ungarns]] bei Kriegsende zu spät.&amp;lt;ref name=&amp;quot;aeiou national&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Österreichisch-Tschechischer Ausgleich]]&lt;br /&gt;
* [[Ungarisch-Kroatischer Ausgleich]]&lt;br /&gt;
* [[Vereinigte Staaten von Groß-Österreich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nationalismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politik (Österreich-Ungarn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichisch-tschechische Beziehungen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bartleby08</name></author>
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