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	<title>Tresminas - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T03:04:36Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tresminas&amp;diff=1439852&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;DerMaxdorfer: Publikation zu Tresminas ergänzt</title>
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		<updated>2025-10-10T13:42:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Publikation zu Tresminas ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|1=behandelt den antiken Bergwerkskomplex. Zur danach benannten modernen Gemeinde siehe [[Tresminas (Gemeinde)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Roman Stone Anvil for Ore-Crushing Stamp Battery.jpg|miniatur|Pochwanne aus Granit. Die regelmäßigen Vertiefungen weisen auf den Einsatz eines [[Pochwerk]]s hin.]]&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=DMS|map=right|NS=41/30/12.37/N|EW=7/30/7.01/W|type=landmark|region=PT-17}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tresminas&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (teils auch &amp;#039;&amp;#039;Três Minas&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Trêsminas&amp;#039;&amp;#039;) war ein [[antike]]s [[Römisches Reich|römisches]] [[Bergwerk|Goldbergwerk]] im Kreis von [[Vila Pouca de Aguiar]] in [[Portugal|Nordportugal]]. Der Fundort liegt im Bergland &amp;#039;&amp;#039;Trás-os-Montes&amp;#039;&amp;#039; zwischen [[Braga]] und [[Bragança (Portugal)|Bragança]], nahe dem nach ihm benannten [[Tresminas (Gemeinde)|Tresminas]]. Das [[Gestein]], das auch [[silber]]- und [[blei]]haltig ist, wurde überwiegend im Tagebau gebrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Ausbeutung der Minen begann offenbar bald nach der Eroberung der späteren [[Provinz]] [[Lusitania (Provinz)|Lusitania]]. Diese erfolgte durch Kaiser [[Augustus]] ab 27 v.&amp;amp;nbsp;Chr. und hatte unter anderem zum Ziel, die Kontrolle über die restlichen [[Erz]]vorkommen der [[Iberische Halbinsel|Iberischen Halbinsel]] zu erlangen. Die Hauptphase des römischen Goldbergbaus in Tresminas dürfte zwischen 50 und 150 n. Chr. fallen. Das Ende des Bergbaus in industriellem Ausmaß, das wenige Jahrzehnte später eintrat, könnte mit den veränderten wirtschaftlichen und administrativen Rahmenbedingungen unter der [[Severer|severischen Dynastie]] (regierte 193–235 n. Chr.) zusammenhängen. Anschließend könnte allerdings noch in kleinerem Maßstab Bergbau betrieben worden sein, vielleicht durch die vor Ort verbleibende einheimische Bevölkerung.&amp;lt;ref&amp;gt;Regula Wahl-Clerici: &amp;#039;&amp;#039;Roman Gold from Tresminas (Portugal). Prospection – Mining – Treatment.&amp;#039;&amp;#039; LIBRUM, Basel/Frankfurt am Main 2020, ISBN 978-3-906897-43-1, S. 9–13.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Menge des dort abgebauten Goldes gibt es keine verlässlichen Angaben. Ein Anhaltspunkt sind jene 6,5 Tonnen, die [[Plinius der Ältere]], Kurator der Provinz [[Hispania Tarraconensis]] in den Jahren 72–74 n.&amp;amp;nbsp;Chr., für die Gewinnung aus Sekundärlagerstätten benennt.&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Wahl: &amp;#039;&amp;#039;Römischer Goldbergbau in Trás-os-Montes.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Hermanfrid Schubart]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Sternstunden der Archäologie: Funde in Portugal.&amp;#039;&amp;#039; Muster-Schmidt-Verlag, Göttingen/Zürich 1993, ISBN 3-7881-1512-2, S. 139–157.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archäologischer Befund ==&lt;br /&gt;
=== Erzabbau ===&lt;br /&gt;
Das Abbaugebiet bedeckt eine Gesamtfläche von etwa zwei Quadratkilometern. Die antiken Einschnitte, Gruben und [[Stollen (Bergbau)|Stollen]] sind dank der Tatsache, dass hier keine späteren Eingriffe erfolgten, gut erkennbar und machen Três Minas zu einem [[Archäologie|archäologisch]] wichtigen [[Denkmal]] für das [[Studium]] römischer Bergbautechnik und deren [[Infrastruktur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Corta de Covas (50730551193).jpg|miniatur|Corta de Covas]]&lt;br /&gt;
Dominiert wird das Areal von zwei großen Schluchten im Gelände, die durch den antiken [[Tagebau]] entstanden sind, die Corta de Covas und die Corta da Ribeirinha. Letztere weist Steinstufen auf, die durch den Tagebau in den 100&amp;amp;nbsp;m hohen Steilhang geschnitten wurden. Von diesen beiden Schluchten ausgehend führen diverse [[Stollenbau|Stollen]] in das Gestein. Eine dritte, kleinere Schlucht im Gelände ist die Corta dos Lagoinhos, die jedoch nicht vom Tagebau herrührt, sondern durch den Einsturz eines unterirdischen Stollens entstand, heute jedoch als 60&amp;amp;nbsp;m langer, 5–6&amp;amp;nbsp;m breiter und 9&amp;amp;nbsp;m tiefer Geländeeinschnitt sichtbar ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Zur Corta dos Lagoinhos: Regula Wahl-Clerici, Markus Helfert, Thomas Schierl, João Moutinho, Vitor Gandra: &amp;#039;&amp;#039;Die Abbauzone Lagoinhos im römischen territorium metallorum Três Minas / Jales (Nordportugal).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter elektronische Rundschau zur Altertumskunde]].&amp;#039;&amp;#039; Nummer 33, 2017, S. 1–21 ([https://www.fera-journal.eu/index.php/ojs-fera/article/view/205 online]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stollen, auch als Galerien bezeichnet, wurden von den beiden großen Tagebauen ins Gestein getrieben, um einerseits weitere Metallvorkommen aufzuspüren (Prospektion), dienten andererseits aber auch dem Abbau von Erzvorkommen im [[Untertagebau]]. Zudem bewirkten sie teilweise eine Entwässerung der beiden Tagebaue. Ihre Breite, die Gleisspuren und die Ausweichstellen belegen den Transport durch Lastkarren. Ein Beispiel ist die Galeria do Pilar, ein 250&amp;amp;nbsp;m langer, schnurgerader Stollen mit einem gemauerten Pfeiler, der einen Lichtschacht abstützt. In dem runden, tiefer gelegenen Vorraum befand sich ein Hebewerk. In einem anderen Stollen, der Galeria dos Alargamentos, ließ sich rekonstruieren, dass in der Antike ein Teil des Ganges eingestürzt war und daraufhin versucht wurde, die verschütteten Bergarbeiter zu retten.&amp;lt;ref&amp;gt;Zum Grubenunglück Regula Wahl-Clerici, Markus Helfert, Annemarie Wiechowski: &amp;#039;&amp;#039;Três Minas – Eine Bergwerkskatastrophe mit Rettungsaktion in der römischen Kaiserzeit.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Frankfurter elektronische Rundschau zur Altertumskunde.&amp;#039;&amp;#039; Nummer 17, 2012, S. 12–28 ([https://www.fera-journal.eu/index.php/ojs-fera/article/view/62 online]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben verschiedenen Stollen befindet sich in der Corta da Ribeirinha zudem ein Prospektions- und Abbauschacht, aus mehrfach abknickenden Treppen und kurzen Gängen besteht und dadurch die Form einer Wendeltreppe hat.&amp;lt;ref&amp;gt;Zum „Wendeltreppen“-Schacht siehe Regula Wahl-Clerici, Thomas Schierl, Klaus Mechelke, Markus Helfert, Maren Lindstaedt: &amp;#039;&amp;#039;Der römische Wendeltreppenschacht im territorium metallorum Tresminas/Jales (Freg. Tresminas; Distr. Vila Real/P).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Archäologisches Korrespondenzblatt]].&amp;#039;&amp;#039; Band 49, Heft 1, 2019, S. 109–125, [[doi:10.11588/ak.2019.1.90663]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 2010 erfolgten in verschiedenen Schächten und Abbauzonen Vermessungen mittels eines 3D-Laserscanners.&amp;lt;ref&amp;gt;Regula Wahl-Clerici: &amp;#039;&amp;#039;Mit 3D unter Tage – römischen Bergbauingenieuren auf der Spur.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Archäologie in Deutschland]].&amp;#039;&amp;#039; Jahrgang 27, Nummer 2, 2011, S. 54–55; Regula Wahl-Clerici: &amp;#039;&amp;#039;Roman Gold from Tresminas (Portugal). Prospection – Mining – Treatment.&amp;#039;&amp;#039; LIBRUM, Basel/Frankfurt am Main 2020, ISBN 978-3-906897-43-1, S. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erzaufbereitung ===&lt;br /&gt;
Zur Aufbereitung des Materials nennt Plinius der Ältere folgende Arbeitsschritte: Stampfen, Sieben, Mahlen, Waschen und Schmelzen. Archäologische Zeugnisse dieser Tätigkeiten sind Überbleibsel von [[Pochwerk]]en zur Zerkleinerung des Erzgesteins (siehe Photo).&amp;lt;ref&amp;gt;Regula Wahl-Clerici, Annemarie Wiechowski, Markus Helfert, Britta Ramminger: &amp;#039;&amp;#039;Die Golderzaufbereitung im römischen Bergwerksbezirk von Tres Minas und Campo de Jales in Nordportugal.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Anschnitt]].&amp;#039;&amp;#039; Jahrgang 2012, Nummer 2/3, S. 109–118.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der enorme Wasserbedarf (auch für die Fördertechnik) wurde durch Stauwerke und [[Aquädukt]]e gedeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Ausbeutung der Erzvorkommen im Nordwesten der [[Iberische Halbinsel|Iberischen Halbinsel]] errichteten die Römer eine Infrastruktur aus Straßen und Brücken (zum Beispiel die [[Ponte Romana (Chaves)|Brücke von Chaves]]). Um die zahlreichen Mühlsteine zu beschaffen, die für die Weiterverarbeitung des gewonnenen Erzes nötig waren, eröffnete man im nahegelegenen Fonte da Ribeira einen [[Granit]]steinbruch.&amp;lt;ref&amp;gt;Regula Wahl-Clerici, Annemarie Wiechowski, Markus Helfert, Britta Ramminger, Thomas Schierl: &amp;#039;&amp;#039;Die Mühlsteinproduktion im Steinbruch von Fonte da Ribeira. Zum römischen Bergwerksdistrikt von Três Minas, Gralheira und Campo de Jales (distr. Vila Real/P).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Archäologisches Korrespondenzblatt.&amp;#039;&amp;#039; Band 45, Heft 3, 2015, S. 379–393 ([https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/51811 online]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Minas romanas de Tresminas|Tresminas}}&lt;br /&gt;
* [https://www.tresminas.eu/ Projecto – Três Minas] (deutsch/englisch/portugiesisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jürgen Wahl: &amp;#039;&amp;#039;Três Minas. Vorbericht über die archäologischen Untersuchungen im Bereich des römischen Goldbergwerks 1986/87&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Madrider Mitteilungen.&amp;#039;&amp;#039; Band 29, 1988, {{ISSN|0418-9744}}, S. 221–244.&lt;br /&gt;
* Regula Wahl-Clerici: &amp;#039;&amp;#039;Roman Gold from Tresminas (Portugal). Prospection – Mining – Treatment&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Studien zur Technikgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band 3.1). LIBRUM, Basel/Frankfurt am Main 2020, ISBN 978-3-906897-43-1 ([https://edoc.unibas.ch/78848/ online]).&lt;br /&gt;
* Regula Wahl-Clerici: &amp;#039;&amp;#039;Tresminas. Uma breve introdução a mina de ouro romana / A Short Introduction to the Roman Goldmine / Eine kurze Einführung in das römische Goldbergwerk.&amp;#039;&amp;#039; Librum Publishers, Basel/Frankfurt am Main 2022, ISBN 978-3-906897-77-6, [[DOI:10.19218/3906897776]] (Open Access).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Goldmine]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergwerk in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stillgelegtes Bergwerk in Portugal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antiker römischer Bergbau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Portugal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vila Pouca de Aguiar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte des Goldbergbaus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;DerMaxdorfer</name></author>
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