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	<title>Travertin - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Travertin&amp;diff=117020&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Pilawa am 29. Januar 2026 um 18:33 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:MammothHotSprings2.jpg|mini|hochkant|Travertinterrassen von [[Mammoth Hot Springs]], Yellowstone National Park, Wyoming, [[Vereinigte Staaten|USA]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Heilbronn-skulptur-befreiung-bergmann.JPG|mini|„Befreiung“: Skulptur von Rainer Bergmann am [[Theater Heilbronn]] aus Gauinger Travertin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Travertin&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von [[Italienische Sprache|italienisch]] &amp;#039;&amp;#039;travertino&amp;#039;&amp;#039;, [[Latein|lateinisch]] &amp;#039;&amp;#039;lapis tiburtinus&amp;#039;&amp;#039;, „Stein aus [[Tivoli (Latium)|Tivoli]]“) ist ein mehr oder weniger [[porös]]er [[Kalkstein]] von heller, meist gelblicher und brauner Farbe, seltener rot oder beigefarben, der aus kalten, warmen oder heißen [[Süßwasser]][[quelle]]n als [[Quellkalk]] chemisch [[Ausfällung|ausgefällt]] wurde. Die Quellen enthalten [[Calcium]]- und [[Hydrogencarbonat]]-[[Ion]]en sowie [[Kohlenstoffdioxid]], der Travertin selbst besteht fast ausschließlich aus [[Calciumcarbonat]]. Es handelt sich um einen &amp;#039;&amp;#039;Süßwasserkalk&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus wird die Bezeichnung Travertin auch teilweise für verschiedene Höhlenablagerungen aus Calciumcarbonat verwendet und tritt als [[Handelsbezeichnung]] für dichte Kalksteine auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.spektrum.de/lexikon/geowissenschaften/travertin/16898 |titel=Travertin |werk=Lexikon der Geowissenschaften |hrsg=Spektrum |sprache=de |abruf=2021-11-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung ==&lt;br /&gt;
Travertine sind deutlich [[Schichtung|geschichtet]]e, feste und polierbare [[Gestein]]e. Werden sie gegen ihre Lagerrichtung [[Sägen|gesägt]], so zeigen sie eine leicht erkennbare [[Bänderung (Geologie)|Bänderung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Kalktuff]]e werden „stark poröse bis kavernöse und wechselnd verfestigte, nicht marine Karbonatgesteine“ bezeichnet.&amp;lt;ref name=bad /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Bezeichnungen [[Kalksinter]] und die für die Unterbegriffe Kalktuff und Travertin verwendeten Bezeichnungen synonym verwendet werden, entsteht Begriffsverwirrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kalktuffe sind nämlich – im Gegensatz zu Travertin – &amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039; deutlich geschichtet, zeigen teilweise gleichförmige Oberflächen, weisen partiell große Hohlräume auf und zeigen teilweise [[Fossilisation|versteinerte]] Pflanzen und Kleintiere, z.&amp;amp;nbsp;B. Schnecken. Kalktuffe bilden auch blumenkohlartige Oberflächenstrukturen und sind &amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039; gebändert. Sie liegen häufig in gelockerter, nur teilweise verfestigter Form vor und können &amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039; poliert werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bad&amp;quot;&amp;gt;Wolfgang Werner, Roman Koch: &amp;#039;&amp;#039;Kalktuffe&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Naturwerksteine aus Baden-Württemberg - Vorkommen, Beschaffung und Nutzung&amp;#039;&amp;#039;, S. 317. Hrsg. v. Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau. Rüsselsheim 2013, ISBN 978-3-00-041100-7&amp;lt;/ref&amp;gt; In [[Bergfeuchte|bruchfeuchtem]] Zustand können sie mit [[Handsäge]]n und Messern geformt werden; dies ist bei Travertinen nicht der Fall. Beide Gesteine zählen zu den [[Weichgestein]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Naturstein]] verarbeitenden [[Gewerk]] in Deutschland ist der Kalktuff [[Gauinger Travertin]] als Travertin bekannt. Er wurde so benannt, weil er als Kalktuff fest und polierbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bezeichnungen ==&lt;br /&gt;
Sowohl in der [[geologisch]]en [[Fachsprache]] als auch in der Umgangssprache werden für Kalktuffe verschiedene Bezeichnungen gebraucht,  entweder weiter differenzierend oder auch [[synonym]]: &amp;#039;&amp;#039;Kalktuff&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Travertin&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Kalksinter&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Travertin bezeichnet man in der Fachsprache den Kalktuff, der sich durch den Austritt von CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; aus CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-[[übersättigt]]em Quell[[grundwasser]] bildet. Diesen Vorgang bezeichnet man als &amp;#039;&amp;#039;chemische [[Entkalkung]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnungen für Travertin sind oft regional oder sprachlich unterschiedlich (je nach Vorkommen):&lt;br /&gt;
* Im [[Südwestdeutsches Schichtstufenland|südwestdeutschen Schichtstufenland]] werden Ausfällungen in [[Höhle]]n ([[Tropfstein]]e) als [[Sinter|Kalksinter]] bezeichnet, hingegen Ausfällungen hinter [[Karstquelle]]n oder in [[Turbulente Strömung|turbulentem]] oder stürzendem Wasser von Bächen und Flüsschen als [[Kalktuff]].&lt;br /&gt;
* Die [[rezent]]en Bildungen, aber auch die Resultate von [[Diagenese]] (Versteinerungen) hinter kalten Quellen nennt man [[Kalktuff]]. (Keine Ähnlichkeit zum [[Vulkanismus|vulkanischen]] [[Tuff]]stein!)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht zu den natürlichen Gesteinen zählt der [[Kunststein]]-Travertin, der aus gefärbtem [[Zement]] und Gesteinstrümmern besteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:TravertinbildungToscana1.jpg|mini|hochkant|Travertinbildung an einer [[Thermalquelle]] bei [[Bagno Vignoni]], [[Toskana]], [[Italien]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Travertine formation.jpg|mini|hochkant|Detail aus vorstehend abgebildetem Objekt]]&lt;br /&gt;
Wässer, die Kohlenstoffdioxid (CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;) in relativ hohen Konzentrationen enthalten, zeichnen sich auch durch relativ hohe Konzentrationen an Hydrogencarbonat-Ionen (HCO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;−&amp;lt;/sup&amp;gt;) und einen relativ niedrigen [[pH-Wert]] unter fünf aus. In ihnen können Calcium-Ionen (Ca&amp;lt;sup&amp;gt;2+&amp;lt;/sup&amp;gt;) ebenfalls in höherer Konzentration gelöst sein, weil das [[Löslichkeitsprodukt]] für [[Calciumcarbonat]] (CaCO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;) wegen der sehr geringen Konzentration an Carbonat-Ionen (CO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;2−&amp;lt;/sup&amp;gt;) nicht erreicht wird. Treten solche Wässer zutage und setzen sich mit dem sehr geringen CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Gehalt der Luft ins Gleichgewicht oder werden sie erwärmt, so entweicht dadurch CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;. Der pH-Wert steigt an, die Konzentration der Hydrogencarbonat-Ionen sinkt ab und die der Carbonat-Ionen steigt an. Enthält das Wasser Calcium-Ionen (Ca&amp;lt;sup&amp;gt;2+&amp;lt;/sup&amp;gt;), so wird dadurch das Löslichkeitsprodukt von Calciumcarbonat überschritten und die Calcium-Ionen fallen zusammen mit den so gebildeten Carbonat-Ionen als Calciumcarbonat aus. Das Löslichkeitsprodukt von Calciumcarbonat ([[Calcit]]) beträgt bei 15&amp;amp;nbsp;°C 0,99·10&amp;lt;sup&amp;gt;−8&amp;lt;/sup&amp;gt;, bei 25&amp;amp;nbsp;°C 0,87·10&amp;lt;sup&amp;gt;−8&amp;lt;/sup&amp;gt; (mol/L)&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wässer können durch Zufuhr von CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; aus [[vulkanisch]]en und nachvulkanischen Entgasungen mit gelöstem CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; angereichert und dadurch angesäuert werden, und sie können somit Calcium aus Gesteinen lösen, insbesondere aus Kalkgesteinen, wenn sie die Gesteine durchsickern. Sie werden auf diese Weise zu potentiellen Travertinbildnern: Wenn sie in Quellen an die Erdoberfläche treten und/oder erwärmt werden, entweicht CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; und es fällt Calciumcarbonat als Travertin aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedeutsamer für das Entstehen der Travertine als aus heißen Quellen sind „kalte“ Quellen. Das Wasser wird beim Austritt an der Oberfläche in der Regel erwärmt, und der im kühlen Wasser gelöste Kalk fällt in unmittelbarer Umgebung der Quelle aus und bildet Gesteinsvorkommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Dietmar Reinsch: Natursteinkunde, S. 161, &amp;#039;&amp;#039;siehe Lit.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch geringe Beimengungen von [[Limonit]] kann Travertin gelblich bis braun gefärbt sein, durch [[Hämatit]] rötlich bis rot, oft mit verschieden intensiver Färbung geschichtet, im Anschnitt gebändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus einigen Thermalquellen wird der Kalkstein [[Oolith|oolithisch]] abgeschieden, es bildet sich dann sogenannter „[[Pisoid|Erbsenstein]]“, zum Beispiel in [[Karlsbad]], Tschechien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rezente Travertine entstehen meist abiotisch, das heißt ohne Mitwirkung von Lebewesen, wenn durch das Entweichen von [[Kohlenstoffdioxid]] das [[Löslichkeitsprodukt]] für [[Calciumcarbonat]] durch Bildung von Carbonat-Ionen (CO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;2−&amp;lt;/sup&amp;gt;) überschritten wird. Die [[Photosynthese]]aktivität von Algen oder Moosen im Wasser kann aber aufgrund des Verbrauchs an Kohlenstoffdioxid begünstigend wirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Travertin Untertürkheim.jpg|mini|Travertin aus Stuttgart-[[Untertürkheim]] ([[Eem-Warmzeit]]).]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Travertin Bad Cannstatt.jpg|mini|Travertin aus Stuttgart-[[Bad Cannstatt]] ([[Holstein-Warmzeit]]).]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Böttinger Marmor Handstück.jpg|mini|Fossile Pflanzenabdrücke im Böttinger Marmor ([[Schwäbischer Vulkan|Schwäbischer-Vulkan]]-Vorkommen)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Riedöschinger Travertin.jpg|mini|[[Riedöschinger Travertin]] ([[Hegau]]) mit seiner typischen rötlichen Verfärbung.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ehringsdorf 5.jpg|mini|Travertin von Weimar-Ehringsdorf]]&lt;br /&gt;
Travertin ist auf den [[Kontinent]]en recht weit verbreitet. Die [[Rohstoffvorkommen|Vorkommen]] sind meist eng begrenzt und relativ gering[[Mächtigkeit (Geologie)|mächtig]]. Er benötigt für seine Ablagerung die unmittelbare Nähe von älteren Kalkstein- oder [[Marmor]]vorkommen, von denen das Carbonat stammt. Travertine sind in den meisten Fällen sehr junge Gesteine, die im [[Quartär (Geologie)|Quartär]] gebildet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bekannte Vorkommen, in denen [[Werkstein]]e gewonnen werden:&lt;br /&gt;
* in Deutschland&lt;br /&gt;
** Thüringen: beispielsweise der [[Langensalzaer Travertin]] im [[Thüringer Becken]], [[Weimar-Ehringsdorf]], [[Bilzingsleben]], [[Mühlberg (Drei Gleichen)|Mühlberg]] und in [[Jena]] (Pennickental)&lt;br /&gt;
** Baden-Württemberg: beispielsweise [[Cannstatter Travertin]]&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes Baier: &amp;#039;&amp;#039;Der Cannstatter Travertin &amp;#039;&amp;#039;. Aufschluss, Jg. 71, 2020, S. 144–153.&amp;lt;/ref&amp;gt; im [[Stuttgart]]er Stadtbezirk [[Bad Cannstatt]], der [[Riedöschinger Travertin]]&amp;lt;ref&amp;gt; Johannes Baier &amp;amp; Armin Scherzinger (2021): Das Vulkanfeld im Hegau. Aufschluss, 72(2): 58–69.&amp;lt;/ref&amp;gt; im [[Hegau]], der [[Böttinger Marmor]] auf der Schwäbischen Alb, sowie der [[Gauinger Travertin]] bei [[Gauingen]]&lt;br /&gt;
** Nordrhein-Westfalen: In der Eifel nahe des Ortes [[Weyer (Mechernich)|Weyer]], beispielsweise im Felsen der [[Kakushöhle]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.weyer-eifel.de/index.php/geschichte/die-ortsgeschichte/der-bergbau |titel=Weyer-Eifel – Der Bergbau |abruf=2024-01-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Peter Lorenz Könen |Titel=Eifeler-Travertin für das Reichsparteitagsgebäude in Nürnberg. |Hrsg=Arbeitsgruppe Bergbaugeschichte. |Auflage=2. Auflage |Verlag=Selbstverlag |Ort=Mechernich |Datum=2013}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* in Europa&lt;br /&gt;
** [[Tschechische Republik]]: Sprudelstein-Vorkommen von [[Karlsbad]], welches bereits von [[Johann Wolfgang von Goethe]] beschrieben wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes Baier: &amp;#039;&amp;#039;Goethe und die Thermalquellen von Karlovy Vary (Karlsbad, Tschechische Republik)&amp;#039;&amp;#039;. Jahresberichte und Mitteilungen des Oberrheinischen Geologischen Vereins, N.&amp;amp;nbsp;F. Bd.&amp;amp;nbsp;94, 2012, S.&amp;amp;nbsp;87–103, [[doi:10.1127/jmogv/94/2012/87]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** [[Italien]]: [[Römischer Travertin]] in der Gegend von [[Tivoli (Italien)|Tivoli]] (von hier stammen Bausteine für das Kolosseum und die St. Peterskirche in Rom); außerdem bei [[Alcamo]] (Sizilien) und [[Travertino Toscano]] bei [[Rapolano Terme]] in der [[Toskana]]&lt;br /&gt;
** [[Frankreich]]: in der [[Auvergne]]&lt;br /&gt;
** [[Kroatien]]: im [[Nationalpark Plitvicer Seen]],&lt;br /&gt;
** [[Bulgarien]]: bei [[Russe (Stadt)|Russe]]&lt;br /&gt;
** [[Slowakei|Slowakische Republik]]: bei [[Spišské Podhradie]] sowie in [[Vyšné Ružbachy]]&lt;br /&gt;
* außerhalb Europas&lt;br /&gt;
** [[Türkei]]: bei [[Pamukkale]], [[Çankırı (Provinz)]] und [[Kayseri (Provinz)]]&lt;br /&gt;
** [[Armenien]]: bei [[Abowjan]]&lt;br /&gt;
** [[China]]: [[Jiuzhaigou]]&lt;br /&gt;
** [[USA]]: [[Mammoth Hot Springs]] im [[Yellowstone-Nationalpark]] (Wyoming), [[Mono Lake]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rezent]]e Travertinbildung kommt in Gegenden mit [[Vulkanismus]] oder postvulkanischen CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-[[Ausgasen|Entgasung]]en vor, besonders wo hochtemperierte Wässer vorkommen. Beispiele für solche Travertinbildung sind die Toskana, Italien; Pamukkale, Türkei oder die &amp;#039;&amp;#039;Mammoth Hot Springs&amp;#039;&amp;#039;, Yellowstone-Nationalpark, Wyoming,&amp;amp;nbsp;USA.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Datei:TR Pamukkale White Terraces asv2020-02 img12.jpg|Travertinterrassen bei [[Pamukkale]], Türkei&lt;br /&gt;
 Datei:MammothHotSpring1.jpg|Travertinterrassen von [[Mammoth Hot Springs]], [[Yellowstone National Park]], Wyoming, USA&lt;br /&gt;
 Datei:Paris Sacre Coeur BW 1.jpg|Die Pariser Kirche [[Sacré-Cœur de Montmartre]] aus [[Château-Landon]]-Travertin&lt;br /&gt;
 Datei:Marienkirche Mühlhausen.JPG|[[Marienkirche (Mühlhausen)|Mühlhäuser Marienkirche]] aus Travertin&lt;br /&gt;
 Datei:Spis Castle 01.JPG|Die größte Burganlage Mitteleuropas, die [[Zipser Burg]], wurde aus Travertin der nahen [[Lagerstätte]] errichtet&lt;br /&gt;
 Datei:Open House Praha 2025 20250518 110819.jpg|Elemente rund um die Treppe&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften und Verwendung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:St Peter&amp;#039;s Square, Vatican City - April 2007.jpg|miniatur|Die Säulen des [[Petersplatz]]es sind aus &amp;#039;&amp;#039;Römischem Travertin&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:SLUB4.jpg|miniatur|Thüringer Travertin an der [[SLUB Dresden|Sächsischen Landesbibliothek]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Chemnitz Cammann-Hochhaus Eingangsbereich 4.jpg|miniatur|[[Täfelung]] mit Travertin im [[Cammann-Hochhaus]] in [[Chemnitz]]]]&lt;br /&gt;
Travertin ist meistens porös und mit Hohlräumen durchsetzt. Oft schließt er bei seiner Bildung Pflanzen und Pflanzenteile ein, die danach [[Zersetzung (Chemie)|zersetzt]] werden. Die dadurch entstandenen Hohlräume zeigen oft noch die äußere Struktur der Pflanzenteile. Hält danach die Kalkausfällung weiter an, so können die Hohlräume unter Umständen noch geschlossen werden, der Travertin wird fester und gut bearbeitbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Travertin ist in seinen natürlichen Vorkommen leicht zu brechen und zu sägen. Fester Travertin hat eine [[Dichte]] von etwa 2,40&amp;amp;nbsp;g/cm³ und eine [[Druckfestigkeit]] von etwa 50&amp;amp;nbsp;[[Pascal (Einheit)|Megapascal]], er eignet sich zum [[Schleifen (Fertigungsverfahren)|Schleifen]] und [[Polieren]] und somit als Baustein, zur Dekoration ([[Fassade]]n, Tür- und Fensterumrahmungen) und für Einbauten in Gebäuden. Travertine sind trotz ihrer hohen [[Wasseraufnahme]] von&amp;amp;nbsp;0,3 bis&amp;amp;nbsp;3,0&amp;amp;nbsp;[[Masseprozent]] [[frost]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;fest. Aufgrund der derzeit herrschenden sauren Umweltbedingungen wird die Oberfläche relativ schnell an[[Verwitterung|gewittert]]. Travertine, die besonders dicht sind, lassen sich polieren. Dies gilt auch für alle Travertine, wenn sie mit dem [[Schichtung|Lager]] aufgesägt und poliert werden. Im [[Bewitterung|bewitterten]] Außenbereich schwindet eine Politur in kurzen Zeiträumen und es entsteht eine matte [[Patina]], die durchaus ihren Reiz hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Bauwesen]] wird Travertin als [[Naturstein]] und zur [[Schmuck|Dekoration]] verwendet. Gehandelt wird er &amp;#039;&amp;#039;offenporig&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;gespachtelt&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz seiner vergleichsweise geringen [[Festigkeit]] wurde Travertin in früheren Zeiten wegen seiner geringen Dichte (geringes Gewicht) und seiner guten [[Steinoberfläche|Bearbeitbarkeit]] geschätzt, z.&amp;amp;nbsp;B. für [[Kirche (Bauwerk)|Kirchen]] und [[Stadtmauer]]n. Genutzt wurde Travertin vor allem regional um reiche Vorkommen herum als Baustein. So trifft man im zentralen [[Thüringen]] heute nahezu in jeder Stadt auf Kirchen, Stadtmauern oder andere Gebäude aus diesem Material. Höchstes Travertin-Bauwerk Deutschlands ist die [[Marktkirche St. Bonifacii (Bad Langensalza)]] mit, je nach Messverfahren, 72,49 oder 73,6&amp;amp;nbsp;Meter hohem Glockenturm.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Friedemann Mertin |url=https://www.thueringer-allgemeine.de/leben/land-und-leute/article225343967/Kirchtuerme-in-Thueringen-Marienkirche-Muehlhausen-ueberragt-alle.html |titel=Kirchtürme in Thüringen: Marienkirche Mühlhausen überragt alle |datum=2019-04-20 |abruf=2020-02-16 |sprache=de-DE}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In Rom sind die Säulen des [[Petersplatz]]es aus [[Römischer Travertin|Römischem Travertin]], der vor allem bei Tivoli gebrochen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von römischen [[Baumeister]]n wurden Travertinsorten je nach Verfügbarkeit gern für das [[Grundmauer]]werk von [[Hochbau]]ten eingesetzt, weil seine Offenporigkeit eine hohe [[Verdunstung]]soberfläche ergibt und dadurch der [[Basis (Architektur)|Sockelbereich]] auf natürliche Weise permanent [[Entwässerung|trockengelegt]] wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Natursteinsorten ==&lt;br /&gt;
* Deutschland&lt;br /&gt;
** [[Cannstatter Travertin]] ([[Stuttgart-Bad Cannstatt|Bad Cannstatt]], Baden-Württemberg)&lt;br /&gt;
** [[Langensalzaer Travertin]] ([[Bad Langensalza]], Thüringen)&lt;br /&gt;
* Italien&lt;br /&gt;
** [[Römischer Travertin]] ([[Tivoli (Latium)|Italien, Tivoli]] bei Rom)&lt;br /&gt;
** [[Travertino Toscano]] ([[Toskana]], Italien bei [[Rapolano Terme]])&lt;br /&gt;
* Andere Länder&lt;br /&gt;
** Hanácký Travertin (bei [[Tučín]], [[Mähren]], Tschechien), Abbau eingestellt&lt;br /&gt;
** Üröm (bei [[Budapest]], Ungarn)&lt;br /&gt;
** Spiš (bei [[Spišské Podhradie]], Slowakische Republik)&lt;br /&gt;
** Denizli Yellow ([[Anatolien]], Türkei) verschiedene Sorten&lt;br /&gt;
** [[Persischer Travertin]] ([[Iran]]), [[Ost-Aserbaidschan]], bei [[Maragha]], verschiedene Farben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Travertin Canstatt.jpg|Cannstatter Travertin, Baden-Württemberg (Bad Cannstatt)&lt;br /&gt;
Travertin Rom.jpg|Römischer Travertin, Italien (Tivoli bei Rom)&lt;br /&gt;
Travertin Etrusco.jpg|Travertino Toscano, Toskana (Rapolano Terme bei Siena)&lt;br /&gt;
TravertG.jpg|Travertin Gerdoo&amp;#039;i (Iran)&lt;br /&gt;
Bremen staatsarchiv persischer travertin 70x70 20141109 bg 1.jpg|Persischer Travertin, Iran, Ost-Aserbaidschan, Maragha&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste von Travertinsorten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Esther Helena Arens, Geschichtsbüro Reder, Roeseling &amp;amp; Prüfer: &amp;#039;&amp;#039;Steine mit Geschichte: 100 Jahre Traco Deutsche Travertin Werke 1907–2007&amp;#039;&amp;#039;, hrsg. v. Traco, Rockstuhl, Bad Langensalza 2007, ISBN 978-3-938997-99-4&lt;br /&gt;
* Andreas Fehler: &amp;#039;&amp;#039;Die Travertine von Bad Langensalza&amp;#039;&amp;#039;, Rockstuhl, Bad Langensalza 1998, ISBN 3-932554-32-9&lt;br /&gt;
* Dietmar Reinsch: &amp;#039;&amp;#039;Natursteinkunde. Eine Einführung für Bauingenieure, Architekten, Denkmalpfleger und Steinmetze&amp;#039;&amp;#039;, Enke, Stuttgart 1991, ISBN 3-432-99461-3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Travertine|Travertin|audio=0|video=1}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4185967-4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Travertin| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemisches Sedimentgestein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geomorphologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kalkstein]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Pilawa</name></author>
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