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	<title>Trautonium - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-26T17:13:34Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Trautonium&amp;diff=118414&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Dresler: Tippfehler korrigiert</title>
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		<updated>2026-05-01T09:48:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tippfehler korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Mixtur Trautonium.jpg|mini|Mixturtrautonium im [[Deutsches Museum Bonn|Deutschen Museum München]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:MIM Mixtur-Trautonium CN5834.jpg|mini|Mixturtrautonium im [[Musikinstrumenten-Museum Berlin]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Volkstrautonium MIM.jpg|mini|Telefunken Ela T 42 im [[Musikinstrumenten-Museum Berlin]]]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Trautonium&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eines der ersten [[elektronisches Musikinstrument|elektronischen Musikinstrumente]] und gilt damit als Vorläufer der heutigen [[Synthesizer]]. Das Instrument ist benannt nach seinem Erfinder [[Friedrich Trautwein]] (1888–1956). Es wurde auf der Musiktagung „Neue Musik Berlin 1930“ erstmals öffentlich vorgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktionsweise ==&lt;br /&gt;
Das Trautonium besitzt einen stufenlosen, obertonreichen Tongenerator, der wie folgt arbeitet: Über einer langen Metallschiene ist eine mit [[Elektrischer Widerstand|Widerstandsdraht]] umsponnene [[Saite]] gespannt, die beim Niederdrücken auf die Schiene mit dieser einen elektrischen Kontakt herstellt. Über diesen variablen Widerstand wird ein Kondensator aufgeladen. Zu diesem parallel ist eine [[Glimmlampe]] geschaltet. Sobald deren [[Zündspannung]] erreicht ist, wird der Kondensator jeweils schlagartig entladen. Dadurch entsteht eine [[Kippschwingung]]. Die Stelle, an der die Schiene beim Spielen den Widerstandsdraht berührt, bestimmt die Frequenz der Kippschwingung und damit die Tonhöhe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Zündspannung der Glimmlampe Schwankungen unterliegt, wurde sie später von Trautwein durch eine [[Thyratron]]-[[Elektronenröhre|Röhre]] mit konstanterem Schaltverhalten ersetzt. Unter der Schiene ist ein Kohledruck-Widerstand zur Lautstärkebeeinflussung untergebracht. Dazu besitzt das Gerät einen sogenannten [[Formant]]filter, der einzelne Frequenzen des Spektrums hervorhebt. Die Klangbeeinflussung lehnt sich nach Trautwein an die Resonanzanhebung der Mundhöhle beim Sprechen des Menschen an und arbeitet mit nachgeschalteten [[Schwingkreis]]en.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.radiomuseum.org/forum/telefunken_t42_volkstrautonium_funktionsweise.html |titel=Forumsbeitrag zum Volkstrautonium bei Radiomuseum.org |werk=radiomuseum.org |sprache=de |abruf=2017-04-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Joachim Stange-Elbe: [http://www.zem.de/hefte/15.html#emu6_1 &amp;#039;&amp;#039;Elektrische Musikinstrumente. Ein historischer Rückblick mit zeitgenössischen Dokumenten. 6.Teil: Saitenspiele (1)&amp;#039;&amp;#039;], in: Mitteilungsheft des &amp;#039;&amp;#039;Zentrum für Elektronische Musik e.&amp;amp;nbsp;V. Freiburg&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 15 (September 1994), S. 7 ff., abgerufen am 8. Dez. 2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Drahtmanual wurde von der zeitgenössischen Elektrotechnik als Möglichkeit betrachtet, [[Mikrotonale Musik|mikrotonale]] Intervalle zu spielen.&amp;lt;ref&amp;gt;A. Lion-Berlin: „Das Trautonium“, in: Die Musik XXIV/11, S. 833–835; S. 835. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
In den 1920er Jahren war Trautwein mit der Qualität der damaligen Mikrofone unzufrieden und suchte nach Möglichkeiten, sie für Musik kurzerhand wegzulassen und Klänge direkt mit Verstärkerröhren oder Transformatoren zu erzeugen. An der Rundfunkversuchsstelle der Berliner Musikhochschule begegnete er dem Komponisten [[Paul Hindemith]], der die Idee großartig fand und zitiert wird mit:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Bauen Sie mir doch mal ein elektronisches Musikinstrument|Paul Hindemith an Friedrich Trautwein&lt;br /&gt;
 |Quelle=BR Klassik&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.br-klassik.de/themen/klassik-entdecken/trautonium-erstmals-vorgestellt-trautwein-sala-was-heute-geschah-1930-100.html |titel=20. Juni 1930 - Erfindung des Trautoniums: Gruseltöne aus der Steckdose |hrsg=Bayerischer Rundfunk |datum=2018-02-06 |sprache=de |abruf=2021-06-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1930 entwickelte Trautwein zusammen mit [[Oskar Sala]] (1910–2002) den ersten [[Prototyp (Technik)|Prototyp]] des Instrumentes. Eine kleine Serie von 200 Stück wurde ab 1933 von [[Telefunken]] gebaut und als Instrument für [[Hausmusik]] beworben. Es ist heute als „Volkstrautonium“ bekannt, wurde jedoch zunächst nicht als solches bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Donhauser: &amp;#039;&amp;#039;Elektrische Klangmaschinen. Die Pionierzeit in Deutschland und Österreich&amp;#039;&amp;#039;. Böhlau, Wien u. a. 2007, S. 247 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Patteson: &amp;#039;&amp;#039;Instruments for New Music: Sound, Technology, and Modernism&amp;#039;&amp;#039; (Oakland, CA: University of California Press, 2016), S. 131.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von Telefunken selbst wurde es als „Trautonium Ela T 42“ bezeichnet („Ela“ steht für „Elektroakustik“).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.oskar-sala.de/oskar-sala-fonds/trautonium/volkstrautonium/ |titel=Oskar-Sala-Fonds am Deutschen Museum: Volkstrautonium |werk=oskar-sala.de |sprache=de |abruf=2020-05-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sala beteiligte sich an der Entwicklung. Zwei seiner Erfindungen meldete Telefunken als Patent an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Patent| Land=DE| V-Nr=722836| Code=C| Titel=Elektrisches Musikinstrument mit mehreren Stromresonanz-Formantkreisen| A-Datum=1933-08-09| V-Datum=1942-07-22| Anmelder=Telefunken GmbH| Erfinder=Oskar Sala}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Patent| Land=DE| V-Nr=628687| Code=C| Titel=Als druckabhängiger Widerstand ausgebildete Lautstärkeregelanordnung für elektrische Musikinstrumente| A-Datum=1934-06-23| V-Datum=1936-04-08| Anmelder=Telefunken GmbH| Erfinder=Walter German, Oskar Sala}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Instrument wurde am 2. August 1933 in Berlin präsentiert. Sala spielte für eine bei der Pressekonferenz verteilte Schallplatte den dritten Satz eines Flötenkonzerts [[Friedrich II. (Preußen)|Friedrichs des Großen]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 1935 spielte Sala zusammen mit Rudolph Schmidt und dem Cellisten Peter Herbert Lehmann bei einer Präsentation des Instruments vor Propagandaminister [[Joseph Goebbels]] im Propagandaministerium. Laut einer Zeitungsnotiz unter der Überschrift „Elektromusik im Propagandaministerium“ waren neben Goebbels Staatssekretär [[Walther Funk]] und Musiksachverständige anwesend.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.oskar-sala.de/oskar-sala-fonds/oskar-sala/biografie/1933-1935/grossansicht-2/ |titel=Oskar-Sala-Fonds am Deutschen Museum: Grossansicht 2 |sprache=de| abruf=2020-05-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sala berichtete später, Goebbels habe sich erkundigt, ob das Trautonium für Großveranstaltungen zu gebrauchen sei, und mit dem Ausspruch „Macht mal weiter“ seine Zustimmung zum Projekt gegeben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.klangspiegel.de/trautonium/trautonium-nach-1933 |titel=Klangspiegel - electronic &amp;amp; classic - Gespräch mit Oskar Sala |werk=klangspiegel.de |sprache=de |abruf=2020-05-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Trautwein experimentierte Sala im Herbst 1935 damit, die Dietrich-Eckart-Bühne (heute [[Berliner Waldbühne|Waldbühne]]) in Berlin für Massenveranstaltungen mit dem Trautonium zu beschallen. Sala spielte klassische Kompositionen unter anderem von [[Harald Genzmer]] sowie [[Georg Friedrich Händel|Händels]] &amp;#039;&amp;#039;Herakles&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.oskar-sala.de/oskar-sala-fonds/oskar-sala/biografie/1933-1935/ |titel=Oskar-Sala-Fonds am Deutschen Museum: 1933 - 1935 |werk=oskar-sala.de |sprache=de |abruf=2020-05-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei wurde das Trautonium mit Großlautsprechern von Telefunken verstärkt und vom Orchester der [[Luftwaffe (Wehrmacht)|Luftwaffe]] begleitet. Nach Salas Angaben war vom Orchester im Gegensatz zum Trautonium im Publikum wenig zu hören.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund des für damalige Verhältnisse hohen Preises von 380 [[Reichsmark]] war das Telefunken-Trautonium kein Markterfolg und wurde nicht fortgesetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Daher sind nur wenige historische Instrumente auf dem Markt (an die 10 Stück). Fortan galt Salas [[Bonmot]]: {{Zitat|Wer ein Trautonium will, muss sich eins bauen.|Oskar Sala&amp;lt;ref&amp;gt;‚Deutschlandradio Kultur‘: Kulturtipp 1. März 2007&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Trautonium, das Sala noch vor Kriegsausbruch („Rundfunktrautonium“ und „Konzerttrautonium“) und später als „Mixturtrautonium“ weiterentwickelte, beruhte auf der [[Unterton|subharmonischen Tonreihe]], der Untertonreihe. Von diesen Tönen der Untertonreihe, den Untertönen, hatte das von Sala konstruierte Mixturtrautonium 20, das Mixturtrautonium der Fachhochschule der Deutschen Bundespost 24. Die Kombination von mehreren Tönen dieser Subharmonischen Tonreihe oder Untertonreihe zu einem Akkord oder Mehrklang wird als Mixtur bezeichnet. Diese Akkordmixturen sind eines der Hauptmerkmale des Mixturtrautoniums. Daher trägt das Instrument seinen von Oskar Sala geprägten Namen „Mixturtrautonium“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung „Mixtur“ kommt aus dem Tonsatz: Wenn ein Akkord oder [[Akkord|Mehrklang]] auf der Tastatur eines Tasteninstrumentes wie eines Klaviers, einer Orgel oder eines Keyboards parallel geführt wird, er also nach oben oder unten verschoben wird (auf der Tastatur also nach rechts oder nach links) und er dabei ungeachtet diatonischer Tonart-gebundener Vorgaben in seinem Aufbau gleich bleibt, nennt man diesen Akkord Akkordmixtur bzw. schlicht Mixtur. Solcherlei Akkordmixturen kann man aus der Kombination von Tönen der Untertonreihe bzw. Untertönen des Mixturtrautoniums erzeugen. Diese bilden die Basis des mehrstimmigen Spiels auf dem Trautonium, z.&amp;amp;nbsp;B. in dem Sinne: Obermanual Melodie, Untermanual akkordische Begleitung. Beide Manuale des Trautoniums können auch vierstimmige Akkordmixturen spielen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Salas Bestreben war es, auf diesem Instrument, das nur zweistimmig spielbar ist, nämlich mit jeweils einer Stimme pro Saite (Das Mixturtrautonium hat zwei Saiten) auch Akkorde zum Klingen bringen zu können. Daher behalf er sich der Subharmonischen Tonreihe, deren Tonbeziehungen zueinander stets in reiner Stimmung stehen. Mit Hilfe der Töne dieser Reihe konnte er auf jeder der zwei Saiten vier Subharmonische Töne legen. Diese Akkordmixturen gingen mit der Melodie parallel mit. Auch in einer Orgel gibt es Mixturen. Und zwar gibt es dort ein oder mehrere Register mit der Bezeichnung „Mixtur“. Bei Betätigung dieses Registers und daraufhin erfolgendem Spiel einer einstimmigen Melodie wird ebenfalls ein Mehrklang parallel geführt, und zwar in der Gestalt Grundton – Quint – Oktav. Die Töne dieses Mehrklanges stehen auch hier in reiner Beziehung zueinander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Klang ist allerdings ganz hoch und wird daher nicht als Mehrklang wahrgenommen. Als Obertonregister oder Aliquotregister bildet er wie im Übrigen alle Obertonregister einer Orgel vielmehr die Klangfarbe eines Grundtones, z.&amp;amp;nbsp;B. eines hinzugezogenen Prinzipals 8&amp;#039; oder einer hinzugezogenen Flöte 8&amp;#039;, siehe Registrierkunde bei der Orgel. Auch das Obertonregister „[[Sesquialtera|Sesquialter]]“ besteht aus einem Mehrklang, mit der Gestalt Quint - Dezime, und ist ebenfalls ein Mixturregister. Die Mixturen des Trautoniums hingegen werden nicht aus Obertönen, sondern aus Untertönen gebildet. Diese Untertonreihe ist ein Spiegelbild der Obertonreihe und als solches ursprünglich ein musiktheoretisches Rechenbeispiel, welches durch Oskar Sala auf elektronischem Wege in seinem Mixturtrautonium zum Klingen gebracht wurde. Untertöne kommen auf natürlichem Wege nur in Glockenklängen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Salas Instrumente blieben Prototypen. Ein ähnliches Instrument, das [[Subharchord]], das im Gegensatz zum Trautonium mit Tasten gespielt wird, wurde in den 1960er Jahren (1959–1968) in der [[DDR]] entwickelt und in wenigen Exemplaren hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oskar Sala wurde der bedeutendste [[Interpretation (Musik)|Interpret]] des Trautoniums, das er nach der Trennung von Trautwein zum zweimanualigen Mixturtrautonium weiterentwickelte. Auf diesem Gerät ist die [[Unterton]]reihe, die nur in klingenden Platten oder Glocken natürlich ertönt, realisierbar. Es erlaubt viele Variationen der Klangfarbensynthese – [[ADSR|Abklingvorrichtung]], Rauschgenerator und Frequenzumsetzer ermöglichen feinste Nuancierungen. Der Frequenzumsetzer, der ein externes Gerät und eine Konstruktion des Messgeräteherstellers Kamphausen auf Röhrenbasis ist, befindet sich heute zusammen mit Salas gesamtem Nachlass, zu dem das Konzerttrautonium sowie das Mixturtrautonium (nach seinem kürzlich erfolgten Umzug vom Deutschen Museum Bonn zum Deutschen Museum München) und auch der Frequenzumsetzer sowie die Tonbänder und andere Tonträger zählen, im [[Deutsches Museum|Deutschen Museum]] in [[München]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Frequenzumsetzer verwendete er auch bei seiner letzten Eigenkonstruktion, also seinem in Eigenregie konstruierten Mixturtrautonium, sowie bei dem „Mixturtrautonium nach Oskar Sala auf [[Halbleiter]]basis“, realisiert von der [[Fachhochschule der Deutschen Bundespost Berlin]], das er ab 1988 spielte und das mittlerweile im [[Musikinstrumenten-Museum Berlin]] steht. Mit dem Einsatz für die [[Filmmusik]] zu [[Alfred Hitchcock]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Die Vögel (Film)|Die Vögel]]&amp;#039;&amp;#039; erlangte das Instrument Bekanntheit über die Musikszene hinaus.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Peter Rawert]]: &amp;#039;&amp;#039;Horrorschreie aus dem Trautonium. Nützliches und herrlich Unnützes: Wenn sich ein Dutzend bibliophiler Enthusiasten auf eine Reise durch die Bibliotheken Bayerns macht, kommen sie aus dem Staunen nicht mehr heraus.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Frankfurter Allgemeine Zeitung&amp;#039;&amp;#039;, 10. August 2023, S. R3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ähnliches Instrument ist das 1928 von [[Bruno Helberger]] (1884–1951) und Peter Lertes entwickelte &amp;#039;&amp;#039;Hellertion&amp;#039;&amp;#039;. Helberger entwickelte nach dem Zweiten Weltkrieg noch einmal eine verbesserte Version mit dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Heliophon&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Baines, Anthonie: Lexikon der Musikinstrumente. J.B. Metzler, Stuttgart/Weimar 1996/2010, S. 132&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Michael Geisel |url=https://www.bonedo.de/artikel/einzelansicht/das-trautonium-vorlaeufer-des-synthesizers.html |titel=Das Trautonium - Vorläufer des Synthesizers |werk=bonedo.de |datum=2018-02-28 |sprache=de |abruf=2021-06-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.simpk.de/museum/sammlung/sammlungsschwerpunkte/?L=0#c24509 |titel=Sammlungsschwerpunkte - Staatliches Institut für Musikforschung Preußischer Kulturbesitz |hrsg=[[Staatliches Institut für Musikforschung]] |sprache=de |abruf=2021-06-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Moderne Versionen ==&lt;br /&gt;
In den 1990er Jahren wurde von der Firma [[Doepfer]] ein Projekt gestartet, das Trautonium als modulares System einzelner Komponenten neu aufzulegen. Unter anderem wurde dazu die dem analogen Manual des Trautoniums angelehnte [[Schnittstelle]] „[[MIDI]] Ribbon Controller“ entwickelt. Sala selbst zeigte sich dabei aber des Öfteren enttäuscht von den reduzierten Möglichkeiten (die Verwendung von MIDI bringt eine Einschränkung des prinzipiell unbegrenzten analogen Tonumfangs auf 128 [[Diskretisierung|diskrete]] MIDI-Einheiten mit sich) und den nur langsamen Fortschritten dieser Entwicklung. Darüber hinaus hob Sala die nuancierte Spielweise eines „echten“ Bandmanuals gegenüber einem Ribbon-Controller hervor.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.doepfer.de/traut/traut_d.htm |titel=Seite zum MIDI-Trautonium |werk=doepfer.de |sprache=de |abruf=2011-01-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2010 beschäftigt sich die Firma „Trautoniks“ mit dem Bau von Trautonien in einfachen und aufwändigeren Ausführungen in den historischen Gehäusen. Auf der Frankfurter Musikmesse 2012 stellte sie zum ersten Mal ihre Produkte aus. 2020 brachte der amerikanische Synthesizer-Hersteller [[Moog Music|Moog]] das „Subharmonicon“ auf den Markt, dessen Konstruktion mit 2 [[Spannungsgesteuerter Oszillator|VCOs]] und vier subharmonischen Oszillatoren auf dem Trautonium beruht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Michael Geisel |url=https://www.bonedo.de/artikel/einzelansicht/moog-subharmonicon.html |titel=Moog Subharmonicon - Der semi-modulare Synthesizer kommt! |werk=bonedo.de |datum=2020-05-12 |sprache=de |abruf=2020-05-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Niederlanden beschäftigt sich Klangschöpfer Thijs Lodewijk mit seinem Trautonium, welches er ebenfalls von der Firma Trautoniks hat bauen lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{YouTube |id=KqnLZXOySyY |titel=LudoWic - Mixtur Trautonium (exercise #7) |abruf=2024-04-24 |uploader=LudoWic music |upload=2022-06-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke für Trautonium ==&lt;br /&gt;
Die ersten Kompositionen für Trautonium schrieb [[Paul Hindemith]] 1930 mit sieben Stücken &amp;#039;&amp;#039;Des kleinen Elektromusikers Lieblinge&amp;#039;&amp;#039; für drei Trautonien, 1931 mit dem &amp;#039;&amp;#039;Concertino für Trautonium und Streichorchester&amp;#039;&amp;#039; und 1935 mit dem &amp;#039;&amp;#039;Langsamen Stück und Rondo&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Werke:&lt;br /&gt;
* Paul Höffer: &amp;#039;&amp;#039;Kleine Kammermusik&amp;#039;&amp;#039; 1932&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Jacobi (Komponist)|Wolfgang Jacobi]]: &amp;#039;&amp;#039;Abendphantasie&amp;#039;&amp;#039; für Bass-Stimme und elektrisches Orchester 1932&lt;br /&gt;
* [[Harald Genzmer]]: &amp;#039;&amp;#039;Zwei Konzerte mit Orchester&amp;#039;&amp;#039; 1936 (Zweitfassung 1939) und 1952, &amp;#039;&amp;#039;Suite de danses&amp;#039;&amp;#039; 1964, &amp;#039;&amp;#039;Cantate pour soprano et sons éléctroniques&amp;#039;&amp;#039; 1964&lt;br /&gt;
* Herrmann Ambrosius: &amp;#039;&amp;#039;Rhapsodie&amp;#039;&amp;#039; 1941&lt;br /&gt;
* [[Julius Weismann]]: &amp;#039;&amp;#039;Variationen und Fuge mit Orchester&amp;#039;&amp;#039; 1943&lt;br /&gt;
* [[Hanns Eisler]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Rat der Götter]]&amp;#039;&amp;#039; 1950&lt;br /&gt;
* [[Klaus Jungk]]: &amp;#039;&amp;#039;Musik für Trautonium und Streichquartett&amp;#039;&amp;#039; 1951&lt;br /&gt;
* [[Paul Dessau]]: &amp;#039;&amp;#039;Lucullus&amp;#039;&amp;#039; 1951&lt;br /&gt;
* [[Carl Orff]]: &amp;#039;&amp;#039;Entrata&amp;#039;&amp;#039; 1954&lt;br /&gt;
* [[Jürg Baur]]: &amp;#039;&amp;#039;Concerto für Mixtur-Trautonium&amp;#039;&amp;#039; und Streichquartett 1956&lt;br /&gt;
* Liesl Ujvary, Oliver Stummer: &amp;#039;&amp;#039;Trautonium Jetztzeit&amp;#039;&amp;#039; 2008&lt;br /&gt;
* Wolfgang Gerhard Müller; &amp;#039;&amp;#039;Rekalibrationen&amp;#039;&amp;#039; 2010&lt;br /&gt;
* Jens Marggraf: &amp;#039;&amp;#039;Devils. 7 Porträts für Trautonium, Phonola und Orchester&amp;#039;&amp;#039; 2012&lt;br /&gt;
* [[Manuela Kerer]]: &amp;#039;&amp;#039;Feuernde Seele&amp;#039;&amp;#039; für Mixturtrautonium und Orchester 2016&lt;br /&gt;
== Aktuelle Interpreten ==&lt;br /&gt;
Oskar Sala entwickelte das Mixturtrautonium weiter, bildete jedoch keine Schüler aus. 1988 wurde ein junger Münchner Musiker, [[Peter Pichler (Musiker)|Peter Pichler]], auf das Instrument aufmerksam. 1996 besuchte Pichler Oskar Sala.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.peterpichler-trautonium.com |titel=Trautonium-Spieler |werk=peterpichler-trautonium.com |hrsg=Peter Pichler |sprache=de |abruf=2018-03-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus wirtschaftlichen Überlegungen heraus konnte Pichler das Trautonium zu diesem Zeitpunkt nicht aktiv weiter verfolgen. Nach seiner Forschung über und mit dem Instrument gab er 2009 ein Mixturtrautonium bei der Firma Trautoniks in Auftrag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pichler hatte das Musiktheaterstück &amp;#039;&amp;#039;Wiedersehen in Trautonien&amp;#039;&amp;#039; über die Väter des Trautoniums geschrieben, welches unter anderem im Rahmen des hundertjährigen Geburtstags von Oskar Sala im Deutschen Museum in München aufgeführt wurde. Dafür ließ er auf eigene Kosten drei Volkstrautonien bauen, von denen das Deutsche Museum eines für seine ständige Ausstellung erwarb. Seit dieser Zeit bestreitet Peter Pichler regelmäßig Auftritte in verschiedenen musikalischen Genres auf dem Mixturtrautonium. Die klassische Literatur, die z.&amp;amp;nbsp;B. von Paul Hindemith, Harald Genzmer oder auch Oskar Sala für dieses Instrument geschrieben wurde, ist selbst für versierte Musiker äußerst anspruchsvoll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er veröffentlichte 2017 als erster Künstler nach Oskar Sala in Kooperation mit der [[Harald Genzmer#Harald-Genzmer-Stiftung|Harald-Genzmer-Stiftung]] eine CD mit originalen, zum Großteil bislang unveröffentlichten Werken für Trautonium von [[Harald Genzmer]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Kristin Amme, Thomas Schulz |url=https://www.br-klassik.de/aktuell/br-klassik-empfiehlt/cd/cd-tipp-trautonium-harald-genzmer-peter-pichler-100.html |titel=CD – Harald Genzmer: Werke für Trautonium |hrsg=[[BR Klassik]] |datum=2017-01-20 |sprache=de |abruf=2018-03-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Pichler begleitet auch Filme live, die mit Trautonium vertont wurden z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;[[Die Vögel (Film)|Die Vögel]]&amp;#039;&amp;#039; von Alfred Hitchcock&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://vimeo.com/249369334 |titel=Alfred Hitchcocks „Die Vögel“ mit live Mixturtrautonium-Begleitung von Peter Pichler - Filmmusiktage 2017 |werk=vimeo.com |sprache=en |abruf=2018-03-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; oder viele Dokumentarfilme mit Trautonium Soundtrack von [[Manfred Durniok]] oder [[Alfred Ehrhardt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In England hat sich James Worthington dem Trautonium verschrieben. Unter seinem Künstlernamen &amp;#039;&amp;#039;Ghost Money&amp;#039;&amp;#039; hat er auf dem Videoportal [[YouTube]] zahlreiche Clips veröffentlicht&amp;lt;ref&amp;gt;{{YouTube |id=U3zSA-6QdDQ |titel=Finale-Allegro-Mixture Orchestra and Trautonium Solo |abruf=2024-04-24 |uploader=James Worthington |upload=2022-10-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und mehrere Alben mit Trautoniumkompositionen und -improvisationen herausgebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Januar 2024 unterstützt und begleitet Peter Pichler die Inszenierung &amp;#039;&amp;#039;Als lebten wir in einem barmherzigen Land&amp;#039;&amp;#039; in den [[Münchner Kammerspiele]]n live am Mixturtrautonium. Im Oktober 2025 wurde das Mixtur-Trautonium von ihm im Soundtrack des Spielfilms &amp;#039;&amp;#039;[[Ballad of a Small Player]]&amp;#039;&amp;#039; (Regie: [[Edward Berger]], Musik: [[Volker Bertelmann]]) eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web |url=https://www.youtube.com/watch?v=IeqQoHftRX4 |title=Moderated by Matt:Ballad of a Small Player with Volker Bertelmann (Composer)  |accessdate=2025-11-04 |language=en }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hans Mersmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Dr. Trautweins elektrische Musik&amp;#039;&amp;#039;. In &amp;#039;&amp;#039;Melos&amp;#039;&amp;#039;, 9. Jg., Heft 5/6, Nr. 7, 1930, {{ISSN|0174-7207}}, S. 228 ff.&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Trautwein]]: &amp;#039;&amp;#039;Elektrische Musik&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen der Rundfunkversuchsstelle bei der Staatlichen akademischen Hochschule für Musik&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 1, {{ZDB|597113-5}}). Weidmannsche Buchhandlung, Berlin 1930&lt;br /&gt;
* Joachim Winckelmann: &amp;#039;&amp;#039;Das Trautonium. Ein neues Radio-Musikinstrument. Ausführliche Bauanleitung&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Radio-Bücherei&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 17, {{ZDB|1000872-x}}). Deutsch-Literarisches Institut J. Schneider, Berlin-Tempelhof 1930 (Dazu 1 (farb.) Bauplan in natürlicher Größe, mit Abb.)&lt;br /&gt;
* [[Oskar Sala]]: &amp;#039;&amp;#039;Trautonium Schule&amp;#039;&amp;#039;. Herausgegeben von Friedrich Trautwein. B. Schott’s Söhne, Mainz 1933&lt;br /&gt;
* Peter Donhauser: &amp;#039;&amp;#039;Technische Spielerei oder phantastische Realität? Telefunken und die ersten elektronischen Instrumente in Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; In: Stefan Poser (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Spiel mit Technik&amp;#039;&amp;#039;. Katalog zur Ausstellung im Deutschen Technikmuseum Berlin. Koehler &amp;amp; Amelang, Leipzig 2006, ISBN 3-7338-0353-1&lt;br /&gt;
* Peter Donhauser: &amp;#039;&amp;#039;Elektrische Klangmaschinen. Die Pionierzeit in Deutschland und Österreich&amp;#039;&amp;#039;. Böhlau, Wien u. a. 2007, ISBN 3-205-77593-7&lt;br /&gt;
* Thomas Patteson: &amp;#039;&amp;#039;Instruments for New Music: Sound, Technology, and Modernism&amp;#039;&amp;#039; (Oakland, CA: University of California Press, 2016), ISBN 978-0-520-28802-7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.peterpichler-trautonium.com/ Peter Pichler – Trautonium-Spieler]&lt;br /&gt;
* [https://www.trautonium.de/ trautonium.de – Website zum Trautonium]&lt;br /&gt;
* [http://www.oskar-sala.de/oskar-sala-fonds/trautonium/ Trautonium beim Oskar-Sala-Fonds am Deutschen Museum]&lt;br /&gt;
* {{YouTube |id=oPh99PAR9NE|titel=Das Trautonium in der Filmgeschichte |uploader=Harald Genzmer Stiftung |upload=2021-02-24 |sprache=de}}&lt;br /&gt;
* {{YouTube |id=ZyCEOyRehs4|titel=Wie funktioniert das Trautonium? - Peter Pichler erklärt die Funktionsweise |uploader=Harald Genzmer Stiftung |upload=2021-02-10 |sprache=de}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4549556-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Elektrophon]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Dresler</name></author>
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