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	<title>Traudl Kulikowsky - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T17:44:03Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Magipulus: +Link</title>
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		<updated>2025-08-08T21:35:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+Link&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Traudl Kulikowsky&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (eigentlich &amp;#039;&amp;#039;Edeltraud Kulikowski&amp;#039;&amp;#039;, * [[9. Dezember]] [[1943]] in [[Łódź|Litzmannstadt]]) ist eine deutsche [[Schauspieler]]in.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Mitte der 1960er bis Mitte der 1970er Jahre spielte sie einige große Rollen in Kino- und Fernsehfilmen in der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]]. 1984 reiste sie nach [[West-Berlin]] aus. Nach der [[Wende und friedliche Revolution in der DDR|Wende]] 1989/90 wurden ihre Aktivitäten als [[Inoffizieller Mitarbeiter|IM]] der [[Ministerium für Staatssicherheit|Staatssicherheit]] bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filmkarriere ==&lt;br /&gt;
Kulikowsky arbeitete zunächst in einem Produktionsbetrieb und spielte währenddessen an einem Arbeitertheater.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1960er und frühen 1970er Jahren gehörte sie zu den bekanntesten Nachwuchsdarstellern der DDR, auch wegen ihrer jugendlich frischen Ausstrahlung. Noch vor Beginn ihrer Schauspielausbildung trat sie 1964 in zwei Spielfilmen auf: In dem Arbeiterfilm &amp;#039;&amp;#039;[[Das Lied vom Trompeter]]&amp;#039;&amp;#039; spielte sie an der Seite von DDR-Stars wie [[Rolf Römer (Schauspieler)|Rolf Römer]], [[Günther Simon (Schauspieler)|Günther Simon]] und [[Jürgen Frohriep]]. Bekannt wurde sie aber durch ihren Auftritt neben [[Gunter Schoß]] im Fernsehfilm &amp;#039;&amp;#039;[[Egon und das achte Weltwunder (Film)|Egon und das achte Weltwunder]]&amp;#039;&amp;#039; nach dem [[Egon und das achte Weltwunder|gleichnamigen Bestseller-Roman]] von [[Joachim Wohlgemuth]], der glaubhaft den Lebensstil der DDR-Jugend schilderte. Unter der Regie ihres damaligen Ehemanns, des Regisseurs und Drehbuchautors [[Horst Seemann]] (1937–2000) wurde sie zu einem beliebten Jungstar und zierte mehrfach die Titelblätter der DDR-Filmzeitschriften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach begann sie ein Studium an der [[Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin|Staatlichen Schauspielschule in Berlin-Schöneweide]] und später an der [[Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“|Hochschule für Film und Fernsehen der DDR]] in Potsdam-Babelsberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1966 und 1974 spielte Kulikowsky größere Rollen in den Filmen Horst Seemanns. So in dem musikalischen Lustspiel &amp;#039;&amp;#039;[[Hochzeitsnacht im Regen]]&amp;#039;&amp;#039; (Alternativtitel: &amp;#039;&amp;#039;Liebe im Galopp&amp;#039;&amp;#039;, 1966/67) an der Seite von [[Frank Schöbel]] und [[Herbert Köfer]]. Der an sich harmlose Film wurde von der offiziellen Filmkritik abgelehnt. So bemängelte die [[Freie Deutsche Jugend|FDJ]]-Zeitung [[Junge Welt]] die „ichbezogene Weltsicht“. Auch innerhalb der staatlichen Filmproduktion [[DEFA]] wurden Seemanns Werke teilweise heftig angegriffen, während das DDR-Publikum die stark gefühlsbetonten Filme goutierte. 1969 spielte Kulikowsky in Seemanns Drama &amp;#039;&amp;#039;Zeit zu leben&amp;#039;&amp;#039;, 1971 in &amp;#039;&amp;#039;Liebeserklärung an G.T.&amp;#039;&amp;#039; 1972 spielt sie in seinem Arbeiterfilm &amp;#039;&amp;#039;Reife Kirschen&amp;#039;&amp;#039; die Tochter des Bauarbeiters und Brigadeführers Kamp, dargestellt von Günther Simon. Kamp entscheidet sich in dem Film gegen seine Familie und dafür, an die Ostsee überzusiedeln, um beim Aufbau eines Kernkraftwerks mitzuarbeiten. Offiziell wurde kritisiert, in dem Film würden „die kräftigen Charakterzeichnungen des ersten Filmteils verwischt; eine idyllische Harmonie entwertet die zuvor ernst zu nehmenden Konflikte.“&amp;lt;ref&amp;gt;zit. n. &amp;#039;&amp;#039;Film- und Fernsehkunst der DDR&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1979, S. 386&amp;lt;/ref&amp;gt; Seemanns letzter Gegenwartsfilm &amp;#039;&amp;#039;Suse, liebe Suse&amp;#039;&amp;#039; (1975) schildert die langsame Entwicklung und Emanzipation einer jungen LKW-Fahrerin (Traudl Kulikowsky), die ihren Freund, der die DDR verlassen will, zugunsten eines sowjetischen Ingenieurs aufgibt. „Ein gewollt progressiver Film, weder vom Inhalt noch von der Form her überzeugend, pathetisch und oberflächlich“, lautete die Kritik des [[film-dienst|Filmdienstes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Trennung von Seemann war Kulikowsky nur noch gelegentlich auf der Kinoleinwand oder dem Fernsehbildschirm zu sehen, so 1975 in der &amp;#039;&amp;#039;[[Polizeiruf 110|Polizeiruf-110]]&amp;#039;&amp;#039;-Folge &amp;#039;&amp;#039;[[Polizeiruf 110: Die Rechnung geht nicht auf|Die Rechnung geht nicht auf]]&amp;#039;&amp;#039; und dem Fernsehfilm &amp;#039;&amp;#039;Über sieben Brücken musst du gehen&amp;#039;&amp;#039; (1978). Ihren letzten Auftritt hatte sie 1980 als Nebendarstellerin in dem Spielfilm &amp;#039;&amp;#039;Darf ich Petruschka zu dir sagen?&amp;#039;&amp;#039; von Regisseur [[Karl-Heinz Heymann]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Jahre nach ihrer Ausreise aus der DDR drehte sie 1989 noch als Regisseurin den 9-minütigen Kurz-Dokumentarfilm &amp;#039;&amp;#039;Agonie&amp;#039;&amp;#039;, an die früheren künstlerischen Erfolge konnte sie aber nicht mehr anknüpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== IM-Tätigkeit ==&lt;br /&gt;
Nach der Wende wurde bekannt, dass Kulikowsky jahrelang als Spitzel für die &amp;#039;&amp;#039;Staatssicherheit&amp;#039;&amp;#039; tätig war. Mit den Vorwürfen konfrontiert, erwiderte die Ex-Schauspielerin 1997, die Initiative dazu sei nicht von ihr ausgegangen: „Ich war jahrelang in einer kaputten Ehe, wurde geschlagen, es hat mir keiner geholfen. Dann kam einer, der mir geholfen hat. Der war beim MfS. Das wusste ich nicht.“&amp;lt;ref&amp;gt;zit. n. [https://www.berliner-zeitung.de/karriere-zwischen-filmstudio-und-staatssicherheit-li.33959 Ulrich Paul: &amp;#039;&amp;#039;Karriere zwischen Filmstudio und Staatssicherheit&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 20. Februar 1997&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als IM „Galina Mark“ bespitzelte sie seit 1971 u.&amp;amp;nbsp;a. [[Peter Brasch]], [[Heiner Carow]], [[Franz Fühmann]], [[Stefan Heym]], [[Walter Janka]], [[Rainer Kirsch]], [[Elke Erb]] und die literarische Szene des [[Berlin-Prenzlauer Berg|Prenzlauer Bergs]]. Seit 1974 erhielt sie regelmäßig Agentenhonorar. 1982 kündigt sie ihre Zusammenarbeit mit dem MfS auf, da sie sich laut [[Joachim Walther]] „nicht gefördert“ gefühlt habe.&amp;lt;ref&amp;gt;Walther: &amp;#039;&amp;#039;Sicherungsbereich&amp;#039;&amp;#039;, S. 731&amp;lt;/ref&amp;gt; 1983 schrieb sie eine Eingabe an [[Erich Honecker]], in der sie sich über ihre Nichtbeschäftigung als Schauspielerin beklagte. Sie begann, in der systemkritischen Frauengruppe [[Frauen für den Frieden#Deutschland West und Ost|Frauen für den Frieden]] mitzuarbeiten,&amp;lt;ref&amp;gt;s. Traudel Kulikowski: &amp;#039;&amp;#039;Ich wollte dabei sein… Ein Erfahrungsbericht über die Mitarbeit bei den „Frauen für den Frieden“ in der DDR&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Kirche im Sozialismus&amp;#039;&amp;#039; (KiS) 4/1985, S. 152&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde nun selbst von der Stasi kritisch beobachtet und stellte schließlich einen 1984 bewilligten [[Ausreiseantrag]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filmografie ==&lt;br /&gt;
* 1964: [[Das Lied vom Trompeter]] – Regie: [[Konrad Petzold]]&lt;br /&gt;
* 1964: [[Egon und das achte Weltwunder (Film)|Egon und das achte Weltwunder]] (TV) – Regie: [[Christian Steinke]]&lt;br /&gt;
* 1965: [[Der Reserveheld]] – Regie: [[Wolfgang Luderer]]&lt;br /&gt;
* 1965: [[Entlassen auf Bewährung]] – Regie: [[Richard Groschopp]]&lt;br /&gt;
* 1965: Episoden vom Glück (TV) – Regie: [[Helmut Krätzig]]&lt;br /&gt;
* 1967: [[Hochzeitsnacht im Regen]] – Regie: Horst Seemann&lt;br /&gt;
* 1968: [[Schüsse unterm Galgen]] – Regie: Horst Seemann&lt;br /&gt;
* 1968: [[12 Uhr mittags kommt der Boß]] – Regie: [[Siegfried Hartmann (Regisseur)|Siegfried Hartmann]]&lt;br /&gt;
* 1969: [[Zeit zu leben (1969)|Zeit zu leben]] – Regie: Horst Seemann&lt;br /&gt;
* 1971: Liebeserklärung an G. T. – Regie: Horst Seemann&lt;br /&gt;
* 1972: [[Reife Kirschen]] – Regie: Horst Seemann&lt;br /&gt;
* 1972: Hurra, wir haben Ferien! ({{lang|ru|Ура! У нас каникулы!}}) – Regie: [[Wladimir Borissowitsch Berenschtein|Wladimir Berenschtein]]&amp;lt;!-- Владимир Борисович Беренштейн --&amp;gt; und [[Ilja Jakowlewitsch Gurin|Ilja Gurin]]&amp;lt;!-- Илья Яковлевич Гурин --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1973: [[Die sieben Affären der Doña Juanita]] (vierteiliger Fernsehfilm)&lt;br /&gt;
* 1975: Suse, liebe Suse – Regie: Horst Seemann&lt;br /&gt;
* 1975: [[Polizeiruf 110: Die Rechnung geht nicht auf]] (TV-Reihe)&lt;br /&gt;
* 1978: Über sieben Brücken mußt du gehn (TV) – Regie: [[Hans Werner (Regisseur)|Hans Werner]]&lt;br /&gt;
* 1981: [[Darf ich Petruschka zu dir sagen?]] – Regie: [[Karl-Heinz Heymann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hörspiele ==&lt;br /&gt;
* 1978: [[Barbara Neuhaus]]: &amp;#039;&amp;#039;Alles Blech&amp;#039;&amp;#039; (Karla) – Regie: [[Joachim Gürtner]] (Hörspielreihe: [[Neumann, zweimal klingeln]] – [[Rundfunk der DDR]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ralf Schenk]]: &amp;#039;&amp;#039;Frauengestalten in Film und Fernsehen der DDR&amp;#039;&amp;#039;. [[Bundeszentrale für politische Bildung]], Bonn 1997, ISBN 3-89331-285-4&lt;br /&gt;
* Joachim Walther: &amp;#039;&amp;#039;Sicherungsbereich Literatur. Schriftsteller und Staatssicherheit in der Deutschen Demokratischen Republik&amp;#039;&amp;#039;. Ullstein, Berlin 1999, ISBN 3-548-26553-7&lt;br /&gt;
* [[Frank-Burkhard Habel]], [[Volker Wachter]]: &amp;#039;&amp;#039;Das große Lexikon der DDR-Stars. Die Schauspieler aus Film und Fernsehen.&amp;#039;&amp;#039; Erweiterte Neuausgabe. Schwarzkopf &amp;amp; Schwarzkopf, Berlin 2002, ISBN 3-89602-391-8.&lt;br /&gt;
* {{Der Spiegel|ID=9094479|Autor=Joachim Walther|Titel=Im stinkenden Untergrund|Jahr=1996|Nr=39}}&lt;br /&gt;
* [https://www.berliner-zeitung.de/debis-will-gegenueber-im-galina-hart-bleiben-letzte-mieterin-im-weinhaus-huth-pokert-um-abfindung-li.33958 Ulrich Paul: &amp;#039;&amp;#039;Letzte Mieterin im Weinhaus Huth pokert um Abfindung&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 20. Februar 1997&lt;br /&gt;
* [https://www.berliner-zeitung.de/karriere-zwischen-filmstudio-und-staatssicherheit-li.33959 Ulrich Paul: &amp;#039;&amp;#039;Karriere zwischen Filmstudio und Staatssicherheit&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 20. Februar 1997&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{IMDb|nm0474569}}&lt;br /&gt;
* {{Filmportal|8927a640769e4a45834541e5278428e5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1061913368|LCCN=no2019024004|VIAF=311668815}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kulikowsky, Traudl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Filmschauspieler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hörspielsprecher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Inoffizieller Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied von Frauen für den Frieden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1943]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kulikowsky, Traudl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Kulikowski, Edeltraud (wirklicher Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Schauspielerin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=9. Dezember 1943&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Łódź|Litzmannstadt]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Magipulus</name></author>
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