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	<title>Traudl Junge - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Traudl_Junge&amp;diff=74406&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-24507-78: Korrektur</title>
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		<updated>2026-04-22T13:57:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Korrektur&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gertraud „Traudl“ Junge&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[16. März]] [[1920]] in [[München]] als &amp;#039;&amp;#039;Gertraud Humps&amp;#039;&amp;#039;; † [[11. Februar]] [[2002]] ebenda) war von 1942 bis 1945 neben [[Christa Schroeder (Sekretärin)|Christa Schroeder]], [[Johanna Wolf (Sekretärin)|Johanna Wolf]] und [[Gerda Christian]] eine der vier Sekretärinnen [[Adolf Hitler]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Journalistin [[Melissa Müller]] gab Junge im Jahr 2002 kurz vor ihrem Tod das schon 1947 abgefasste, aber damals nicht verlegte Buch &amp;#039;&amp;#039;Bis zur letzten Stunde – Hitlers Sekretärin erzählt ihr Leben&amp;#039;&amp;#039; heraus. Es diente als eine der Grundlagen für den Spielfilm &amp;#039;&amp;#039;[[Der Untergang]]&amp;#039;&amp;#039; (2004), in dem auch sie selbst als Sekretärin dargestellt wird. In Interviewform wurde bereits zuvor von [[André Heller]] und [[Othmar Schmiderer]] der Dokumentarfilm &amp;#039;&amp;#039;[[Im toten Winkel – Hitlers Sekretärin]]&amp;#039;&amp;#039; (2002) aufgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie, Kindheit und Jugend ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traudl Humps wurde als erstes Kind ihrer Eltern geboren. Ihr Vater Max Humps (geb. 1893 in Niederbayern) war Bierbraumeister und Leutnant der Reserve;&amp;lt;ref name=&amp;quot;TB/17&amp;quot;&amp;gt;Traudl Junge, Melissa Müller: &amp;#039;&amp;#039;Bis zur letzten Stunde – Hitlers Sekretärin erzählt ihr Leben&amp;#039;&amp;#039;. 1. Auflage. List-Verlag Taschenbuch, 2003, S. 17.&amp;lt;/ref&amp;gt; ihre drei Jahre jüngere Mutter Hildegard Humps (geb. Zottmann) die Tochter eines Generals.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TB/17&amp;quot; /&amp;gt; Ihre jüngere Schwester war Inge Kaye (geb. Humps, 1923–2008).&amp;lt;ref&amp;gt;Traudl Junge, Melissa Müller: &amp;#039;&amp;#039;Bis zur letzten Stunde – Hitlers Sekretärin erzählt ihr Leben&amp;#039;&amp;#039;. 1. Auflage. List-Verlag Taschenbuch, 2003, S. 18.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Familie lebte in [[Schwabing]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;TB/17&amp;quot; /&amp;gt; und war [[Protestantismus|evangelisch]].&amp;lt;ref&amp;gt;Traudl Junge, Melissa Müller: &amp;#039;&amp;#039;Bis zur letzten Stunde – Hitlers Sekretärin erzählt ihr Leben&amp;#039;&amp;#039;. 1. Auflage. List-Verlag Taschenbuch, 2003, S. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Max Humps wurde kurz nach Traudls Geburt arbeitslos und orientierungslos. Bald trat er dem [[Freikorps Oberland]] bei, einem politisch rechtsextremen Verband. Als die Alliierten 1921 von der [[Weimarer Republik]] die Auflösung der Freikorps erzwingen, gründen Teile der Mitglieder sich als Bund Oberland neu; 1923 nahmen sie am [[Hitlerputsch]] in München teil; auch Max Humps, er wurde aber nicht verhaftet. Eine geregelte Arbeit findet er nicht, die Familie lebt in bitterer Armut. 1925 ging Humps nach [[Izmir]] in die Türkei, wo er eine Stelle als Braumeister erhält; die Familie ließ er in Deutschland zurück. Zwar brachte Humps es in der Türkei zu Ansehen und wollte seine Familie nachholen, doch seine Frau beendete die Beziehung, reichte die Scheidung ein (die erst 1932 vollzogen wurde&amp;lt;ref&amp;gt;Traudl Junge, Melissa Müller: &amp;#039;&amp;#039;Bis zur letzten Stunde – Hitlers Sekretärin erzählt ihr Leben&amp;#039;&amp;#039;. 1. Auflage. List-Verlag Taschenbuch, 2003, S. 22.&amp;lt;/ref&amp;gt;) und zog mit ihren beiden Kindern zurück zu ihren Eltern General [[Maximilian Zottmann]] (1852–1942) und Agathe Zottmann (1860–1928).&amp;lt;ref&amp;gt;Traudl Junge, Melissa Müller: &amp;#039;&amp;#039;Bis zur letzten Stunde – Hitlers Sekretärin erzählt ihr Leben&amp;#039;&amp;#039;. 1. Auflage. List-Verlag Taschenbuch, 2003, S. 17–19.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Grabstein&amp;quot;&amp;gt;[https://de.findagrave.com/memorial/140020366/maximilian-zottmann#view-photo=114373372 Grabstein der Familie Zottmann], darunter von beiden Großeltern und Hans Zottmann.&amp;lt;/ref&amp;gt; Traudl hatte eine sehr enge Beziehung zu ihrer Großmutter, deren Tod sie schwer trifft.&amp;lt;ref&amp;gt;Traudl Junge, Melissa Müller: &amp;#039;&amp;#039;Bis zur letzten Stunde – Hitlers Sekretärin erzählt ihr Leben&amp;#039;&amp;#039;. 1. Auflage. List-Verlag Taschenbuch, 2003, S. 19 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihr Großvater erwies sich als pedantisch, disziplin- und ordnungsliebend, wobei er geizig war und seine Tochter und die Kinder daher weiterhin in Armut lebten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1926 besuchte Traudl Humps zunächst die Simultanschule in der Münchner Sophienstraße.&amp;lt;ref&amp;gt;Traudl Junge, Melissa Müller: &amp;#039;&amp;#039;Bis zur letzten Stunde – Hitlers Sekretärin erzählt ihr Leben&amp;#039;&amp;#039;. 1. Auflage. List-Verlag Taschenbuch, 2003, S. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1930 besuchte sie das &amp;#039;&amp;#039;Luisenlyzeum&amp;#039;&amp;#039; für Mädchen.&amp;lt;ref&amp;gt;Traudl Junge, Melissa Müller: &amp;#039;&amp;#039;Bis zur letzten Stunde – Hitlers Sekretärin erzählt ihr Leben&amp;#039;&amp;#039;. 1. Auflage. List-Verlag Taschenbuch, 2003, S. 20.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihr Schulleistungen sind mittelmäßig; sie ist eine lebhafte Schülerin.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TB/21&amp;quot;&amp;gt;Traudl Junge, Melissa Müller: &amp;#039;&amp;#039;Bis zur letzten Stunde – Hitlers Sekretärin erzählt ihr Leben&amp;#039;&amp;#039;. 1. Auflage. List-Verlag Taschenbuch, 2003, S. 21.&amp;lt;/ref&amp;gt; Junge beschreibt sich selbst rückblickend während ihrer Schulzeit nicht als bildungshungrig, aber harmoniebedürftig und angewiesen auf die sozialen Kontakte zu ihren Freunden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TB/21&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1933, nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten, kehrte ihr Vater Max Humps aus der Türkei nach Deutschland zurück und erhielt eine Stelle in der Verwaltung der NSDAP. Zwar bemühte sich der Vater wieder um Kontakt zu seiner Tochter, doch ging diese darauf nicht ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1933 entdeckte die junge Traudl ihre Leidenschaft für das Tanzen. Sie begann, gemeinsam mit ihrer Schwester, von einer Karriere als Tänzerin zu träumen. Die wirtschaftliche Realität ihrer Familie verhinderte diese jedoch. 1936 beendete sie ihre Schule vorzeitig mit der [[Mittlere Reife|Mittleren Reife]]. Widerwillig besuchte sie ein Jahr die [[Handelsschule]] mit der Aussicht auf eine Anstellung als Sekretärin. Es folgten verschiedene Beschäftigungen als [[Kontorist]]in, als Assistentin des Chefredakteurs einer Zeitschrift für das Schneiderhandwerk und als Sekretärin in einem Betrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hitlers Privatsekretärin ==&lt;br /&gt;
1942 zog Traudl Humps nach [[Berlin]] und bekam über ihre Schwester, die als Tänzerin „Inge Zohmann“ am [[Deutsches Theater Berlin|Deutschen Theater Berlin]] engagiert war, mit Hilfe von [[Albert Bormann]] eine Anstellung in der [[Reichskanzlei]] Adolf Hitlers. Zuerst sortierte sie die Post des Diktators. Dann fand ein interner Sekretärinnen-Wettbewerb statt. Sie träumte immer noch davon, Tänzerin zu werden, und war an einer dauerhaften Stelle als Sekretärin nicht interessiert. Als der „Führer“ eine neue Privatsekretärin suchte, da seine erfahrene Gerda Christian für längere Zeit in Urlaub ging, war Humps nicht nervös und machte im Diktat die wenigsten Fehler. So wurde sie zusammen mit einer kleinen Gruppe anderer junger Kolleginnen per Zug in das [[Führerhauptquartier]] [[Wolfsschanze]] geschickt, wo sich Hitler zu diesem Zeitpunkt aufhielt, und erhielt nach einer Tauglichkeitsprüfung – für sie überraschend – im Dezember 1942 die Stelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Humps lebte und arbeitete in [[Berlin]], im [[Berghof (Obersalzberg)|Berghof]] in [[Berchtesgaden]] und in der Wolfsschanze in [[Ostpreußen]]. Mit Johanna Wolf, Christa Schroeder und Gerda Christian bildete sie das Quartett der sogenannten Führersekretärinnen. In den [[Zweiter Weltkrieg|Kriegsjahren]], als Hitlers Aversion gegen Militärs immer größer wurde, pflegte er nur noch mit den Sekretärinnen zu speisen, wodurch diese intime Einblicke in sein Privatleben, seine Gedankenwelt und seine Vergangenheit erhielten. Humps und die anderen mussten sich an Hitlers Tagesablauf gewöhnen: spät aufstehen, zu Mittag essen, ausruhen, Kaffee trinken, ausruhen, spätes Abendessen, Filmvorführungen, endlose nächtliche Teestunden, spät ins Bett gehen (ca. 5&amp;amp;nbsp;Uhr morgens). Am 19. Juni 1943 heirateten Traudl Humps und Hitlers persönlicher Diener, [[Hans-Hermann Junge]],&amp;lt;ref&amp;gt;Armin Dieter Lehmann, Tim Carroll: &amp;#039;&amp;#039;In Hitler’s Bunker: A Boy Soldier’s Eyewitness Account of the Fuhrer’s Last Days&amp;#039;&amp;#039;. Globe Pequot, Guilford 2005, ISBN 978-1-59228-578-5.&amp;lt;/ref&amp;gt; Offizier der [[Waffen-SS]] aus [[Preetz]] in Holstein, in München. Er fiel am 13. August 1944 in der [[Normandie]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Hans H. Junge.jpg|mini|Traudl Junges Ehemann, [[Hans-Hermann Junge|Hans Hermann Junge]], im Rang eines [[SS-Untersturmführer|SS-Untersturmführers]], 1944.]]&lt;br /&gt;
Anfang 1945 zog Traudl Junge mit den anderen Mitgliedern der persönlichen Adjutantur des Führers in den [[Führerbunker]] unter der [[Reichskanzlei]], wo sie die letzten Wochen Hitlers aus nächster Nähe miterlebte. In der Nacht vom 20. auf den 21.&amp;amp;nbsp;April 1945 wollte Hitler die verbliebenen Frauen aus dem Bunker entfernen und zum Berghof nach Berchtesgaden bringen lassen, darunter auch die Sekretärinnen. Es erklärten sich jedoch nur Johanna Wolf und Christa Schroeder dazu bereit; Traudl Junge, Gerda Christian, Hitlers Diätköchin [[Constanze Manziarly]], Bormanns Sekretärin Else Krüger und [[Eva Braun]] blieben. Am Abend des 28.&amp;amp;nbsp;April 1945 wohnte sie der Eheschließung Hitlers mit Eva Braun bei, unmittelbar danach diktierte ihr Hitler sein [[Politisches Testament Adolf Hitlers|politisches]] und sein [[Private Testamente Adolf Hitlers|privates Testament]]. Als am 30.&amp;amp;nbsp;April 1945 gegen 15:30 Uhr der Schuss fiel, mit dem Adolf Hitler sich erschoss, saß Traudl Junge in einem Nebentrakt des Bunkers und aß mit den [[Joseph Goebbels|Goebbels]]-Kindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gefangennahme nach dem Tod Hitlers ==&lt;br /&gt;
Nach dem Suizid Adolf Hitlers schloss sie sich einer von [[SS-Brigadeführer]] [[Wilhelm Mohnke]] geführten Gruppe aus ungefähr zwanzig Personen an, der es noch gelang, die Reichskanzlei in der Nacht vom 1. zum 2. Mai 1945 zu verlassen und in den Morgenstunden einen zum Bunker umfunktionierten Bierkeller zu erreichen, der jedoch von sowjetischen Soldaten umstellt war. Mit ihrer Kollegin [[Gerda Christian]], Martin Bormanns Sekretärin [[Else Krüger]] und [[Constanze Manziarly]] erhielt sie von Mohnke den Auftrag, sich in ziviler Kleidung weiter durchzuschlagen und einen zuvor von Mohnke verfassten letzten Bericht Hitlers Nachfolger [[Karl Dönitz]] auszuhändigen. In der darauffolgenden Nacht wurde sie von ihren Begleiterinnen getrennt. An den folgenden Tagen verließ sie Berlin und flüchtete über [[Ländlicher Raum|Land]] in Richtung britische Zone. Die Nachricht vom [[Bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht|offiziellen Kriegsende]] erreichte sie währenddessen nicht. Mit anderen Flüchtlingen zusammen erreichte sie schließlich [[Wittenberge]], wo es ihr jedoch nicht gelang, die [[Elbe]] zu überqueren, um so die amerikanische Zone zu erreichen. Anfang Juni erreichte Traudl Junge nach einem weiteren Fußmarsch erneut Berlin. Derweil war die [[Regierung Dönitz]] im [[Sonderbereich Mürwik]] verhaftet worden. In Berlin lebte sie bis zu ihrer Verhaftung durch die Sowjets am 9. Juni 1945 bei einer Freundin unter dem Pseudonym &amp;#039;&amp;#039;Gerda Alt&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Traudl Junge, Melissa Müller: &amp;#039;&amp;#039;Bis zur letzten Stunde – Hitlers Sekretärin erzählt ihr Leben.&amp;#039;&amp;#039; München 2002, S. 213 f., 234&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Während dieser Zeit wurde sie von einem Armenier, der sich &amp;#039;&amp;#039;Arkadi&amp;#039;&amp;#039; nannte, geschützt.&amp;lt;ref&amp;gt;Traudl Junge, Melissa Müller: &amp;#039;&amp;#039;Bis zur letzten Stunde – Hitlers Sekretärin erzählt ihr Leben.&amp;#039;&amp;#039; München 2002, S. 238–242.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie wurde von den Alliierten –&amp;amp;nbsp;auch aufgrund ihres geringen Alters&amp;amp;nbsp;– als [[Mitläufer]]in eingestuft und ging daher straffrei aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nach dem Krieg ==&lt;br /&gt;
1947 regte ein befreundeter Unternehmer an, Junge solle ihre Erlebnisse in Buchform niederlegen. Der Text wurde jedoch nicht veröffentlicht mit der Begründung, dass „die Leser an derartigen Geschichten kein Interesse hätten“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg arbeitete sie als Chefredaktionssekretärin für &amp;#039;&amp;#039;[[Quick (Zeitschrift)|Quick]]&amp;#039;&amp;#039; und als freie Journalistin. Ihre letzten Berufsjahre (ab 1975) verbrachte sie als Bürokraft beim [[Bayerischer Landesverein für Heimatpflege|Bayerischen Landesverein für Heimatpflege]], bevor sie 1981 in den Ruhestand trat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte der 1970er Jahre wurde sie für das Buch &amp;#039;&amp;#039;Die Katakombe – Das Ende in der Reichskanzlei&amp;#039;&amp;#039; von [[Uwe Bahnsen (Journalist)|Uwe Bahnsen]] und James O’Donnell und für die britische Dokumentation &amp;#039;&amp;#039;[[Die Welt im Krieg]]&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|The World at War}})&amp;lt;ref&amp;gt;{{Fernsehserien.de|die-welt-im-krieg/episodenguide|Die Welt im Krieg (1973–1974)|Abruf=2020-03-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; von Michael Darlow interviewt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2000 lernte Junge die Journalistin und Schriftstellerin [[Melissa Müller]] kennen, die sie dem Künstler [[André Heller]] vorstellte. Mit dem Regisseur und Kameramann [[Othmar Schmiderer]] zeichnete er Junges Erinnerungen an ihr Leben als Hitlers Sekretärin in Interviewform als Dokumentarfilm &amp;#039;&amp;#039;[[Im toten Winkel – Hitlers Sekretärin]]&amp;#039;&amp;#039; auf; der 2002 erschienene Film erhielt den Publikumspreis der [[Berlinale 2002]]. Müller veröffentlichte das von Junge und ihr überarbeitete Manuskript als Buch &amp;#039;&amp;#039;Bis zur letzten Stunde – Hitlers Sekretärin erzählt ihr Leben&amp;#039;&amp;#039;, das seit 1947 in Junges Schublade gelegen hatte. Das Buch diente als eine der Grundlagen für den von [[Oliver Hirschbiegel]] gedrehten und 2004 veröffentlichten Film &amp;#039;&amp;#039;[[Der Untergang]]&amp;#039;&amp;#039; (Drehbuch und Produktion [[Bernd Eichinger]]), der zwei Interview-Szenen aus dem Film &amp;#039;&amp;#039;Im toten Winkel – Hitlers Sekretärin&amp;#039;&amp;#039; enthält und in dem die von [[Alexandra Maria Lara]] dargestellte Sekretärin eine wichtige Rolle als Leitfigur für die Zuschauer bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traudl Junge verstarb in ihrer Heimatstadt München am 11. Februar 2002  im Alter von 81 Jahren an Krebs. Nur wenige Stunden zuvor erfolgte die Uraufführung ihres Dokumentarfilms &amp;#039;&amp;#039;Im toten Winkel – Hitlers Sekretärin.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Heide Soltau: [https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/zeitzeichen/zeitzeichen-traudl-junge-sekretaerin-adolf-hitler-100.html &amp;#039;&amp;#039;11. Februar 2002 – Hitler-Sekretärin Traudl Junge stirbt in München&amp;#039;&amp;#039;.] [[Westdeutscher Rundfunk Köln|WDR]] [[ZeitZeichen (Hörfunksendung)|ZeitZeichen]], 11. Februar 2022; mit [[Melissa Müller]]. (Podcast), ab 14:10 min.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitate ==&lt;br /&gt;
Aus dem Film &amp;#039;&amp;#039;Im toten Winkel – Hitlers Sekretärin&amp;#039;&amp;#039; wurden die folgenden Zitate im Film &amp;#039;&amp;#039;Der Untergang&amp;#039;&amp;#039; verwendet:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Ich hab’ das Gefühl, das ich diesem Kind, diesem kindischen jungen Ding, bös’ sein muss; oder dass ich ihm nicht verzeihen kann, dass es die Schrecken dieses Monsters nicht rechtzeitig erkannt hat. Dass es nicht durchschaut hat, in was es da hineingeraten ist. Und vor allem, dass ich so unüberlegt ja gesagt habe. Ich war ja keine begeisterte Nationalsozialistin. Ich hätte ja dann, als ich nach Berlin kam, sagen können: Nein, ich will da nicht mitmachen und ich will auch nicht ins Führerhauptquartier geschickt werden. Ich hab&amp;#039;s aber nicht gemacht, da war die Neugier zu groß. Und irgendwie wab ich das auch nicht so, ich hab ja nicht gedacht, dass mich das Schicksal so vorantreibt an eine Stelle, die ich überhaupt nicht angestrebt habe. Und trotzdem: es fällt mir schwer, mir das zu verzeihen.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Der Untergang&amp;#039;&amp;#039;, Constantin Film, 2004. 0:23–1.13 min.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Natürlich hab&amp;#039; ich diese Schrecknisse durch die Nürnberger Prozesse, diese 6&amp;amp;nbsp;Millionen Juden und andersgläubiger oder  anderrassiger Menschen, die da umgekommen sind, als eine ganz erschütternde, fürchterliche Tatsache empfunden. Aber ich habe (damals) noch nicht den Zusammenhang hergestellt mit meiner eigenen Vergangenheit. Ich habe mich noch damit zufrieden gegeben, dass ich persönlich keine Schuld hatte und auch davon nichts gewusst habe. Von diesem Ausmass habe ich nichts gewusst. Aber eines Tages bin ich an der Gedenktafel vorbeigegangen, die für die [[Sophie Scholl]] an der Franz-Josef-Straße befestigt war. Und da habe ich gesehen, dass sie mein Jahrgang war und dass sie in dem Jahr, als ich zu Hitler kam, hingerichtet worden ist. Und in dem Moment habe ich eigentlich gespürt, dass das keine Entschuldigung dafür ist, dass man jung ist, sondern dass man auch hätte vielleicht Dinge erfahren können.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Der Untergang&amp;#039;&amp;#039;, Constantin Film, 2004. Ab 141:17 min.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiteres ==&lt;br /&gt;
Junges Onkel Hans Zottmann (1889–1949),&amp;lt;ref name=&amp;quot;Grabstein&amp;quot; /&amp;gt; der während Junges Kindheit zu der Familie zog und an Schizophrenie litt, wurde in den 1930er Jahren von den Nationalsozialisten [[Zwangssterilisation|zwangssterilisiert]].&amp;lt;ref&amp;gt;Traudl Junge, Melissa Müller: &amp;#039;&amp;#039;Bis zur letzten Stunde – Hitlers Sekretärin erzählt ihr Leben.&amp;#039;&amp;#039; 1. Auflage. List-Verlag Taschenbuch, 2003, S. 20.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Traudl Junge, Melissa Müller: &amp;#039;&amp;#039;Bis zur letzten Stunde – Hitlers Sekretärin erzählt ihr Leben.&amp;#039;&amp;#039; List-Verlag Taschenbuch, 2003, ISBN 978-3-548-60354-4 (8. Auflage: 2011) ([[Liste der meistverkauften Sachbücher in Deutschland#2001 ff.|Platz&amp;amp;nbsp;1 der Spiegel-Bestsellerliste vom 4. bis zum 10. März 2002]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spielfilme ===&lt;br /&gt;
* 1973: &amp;#039;&amp;#039;[[Hitler – Die letzten zehn Tage]]&amp;#039;&amp;#039;, Großbritannien / Italien. In dem Film über die letzten Tage des Dritten Reichs wird Junge von [[Angela Pleasence]] dargestellt.&lt;br /&gt;
* 1981: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Bunker (1981)|Der Bunker]]&amp;#039;&amp;#039;, USA / Frankreich. Regie: George Schaefer. In dem Film über die letzten Tage des Dritten Reichs wird Junge von [[Sarah Marshall]] dargestellt.&lt;br /&gt;
* 2004: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Untergang]]&amp;#039;&amp;#039;, Deutschland, Regie: [[Oliver Hirschbiegel]]. In dem Film über die letzten Tage des Dritten Reichs wird Junge von [[Alexandra Maria Lara]] verkörpert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dokumentarfilme ===&lt;br /&gt;
* 2004: &amp;#039;&amp;#039;[[Im toten Winkel – Hitlers Sekretärin]]&amp;#039;&amp;#039;., Deutschland, von André Heller und Othmar Schmiderer:&lt;br /&gt;
* 2004: &amp;#039;&amp;#039;[[Tod im Führerbunker – Die Geschichte von Hitlers Untergang]]&amp;#039;&amp;#039;, Deutschland, Spiegel TV.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;2011: Die Welt im Krieg – Gesamtedition&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Theater ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ursula Kohert: &amp;#039;&amp;#039;Sophie &amp;amp; Ich&amp;#039;&amp;#039;, Theaterstück, in dem Sophie Scholl und Traudl Junge aufeinander treffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{IMDb}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|12218257X}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle&lt;br /&gt;
   |autor=Jürgen Langowski&lt;br /&gt;
   |url=https://www.ns-archiv.de/personen/hitler/testament/index.php&lt;br /&gt;
   |titel=Adolf Hitler, Die Testamente&lt;br /&gt;
   |werk=NS-Archiv.de&lt;br /&gt;
   |abruf=2020-03-16&lt;br /&gt;
   |abruf-verborgen=1&lt;br /&gt;
   |kommentar=aufgeschrieben von Traudl Junge}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle&lt;br /&gt;
   |autor=Cristina Nord&lt;br /&gt;
   |url=https://taz.de/Als-haette-sie-alles-erst-gestern-erlebt/!1112407/&lt;br /&gt;
   |titel=Als hätte sie alles erst gestern erlebt&lt;br /&gt;
   |werk=[[Die Tageszeitung|taz.de]]&lt;br /&gt;
   |datum=2002-05-02&lt;br /&gt;
   |abruf=2020-03-16&lt;br /&gt;
   |abruf-verborgen=1&lt;br /&gt;
   |kommentar=Interview mit dem Regisseur Othmar Schmiderer}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle&lt;br /&gt;
   |autor=Werner A. Perger&lt;br /&gt;
   |url=https://www.zeit.de/2002/07/Der_gemuetliche_aeltere_Herr_mit_der_leisen_Stimme/komplettansicht&lt;br /&gt;
   |titel=Nationalsozialismus: Der gemütliche ältere Herr mit der leisen Stimme&lt;br /&gt;
   |werk=[[Die Zeit]] 7/2002&lt;br /&gt;
   |datum=2002-02-07&lt;br /&gt;
   |abruf=2020-03-16&lt;br /&gt;
   |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle&lt;br /&gt;
   |autor=Nils Minkmar&lt;br /&gt;
   |url=https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kino/eichingers-hitler-film-wer-war-traudl-junge-1158549.html&lt;br /&gt;
   |titel=Eichingers Hitler-Film: Wer war Traudl Junge?&lt;br /&gt;
   |werk=[[Frankfurter Allgemeine Zeitung|FAZ.net]]&lt;br /&gt;
   |datum=2004-09-15&lt;br /&gt;
   |abruf=2020-03-16&lt;br /&gt;
   |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* Heide Soltau: [https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/zeitzeichen/zeitzeichen-traudl-junge-sekretaerin-adolf-hitler-100.html &amp;#039;&amp;#039;11. Februar 2002 - Hitler-Sekretärin Traudl Junge stirbt in München&amp;#039;&amp;#039;] [[Westdeutscher Rundfunk Köln|WDR]] [[ZeitZeichen (Hörfunksendung)|ZeitZeichen]] vom 11. Februar 2022; mit [[Melissa Müller]]. (Podcast)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=12218257X|LCCN=n89632182|NDL=00940952|VIAF=5184908}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Junge, Traudl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person um Adolf Hitler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (München)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1920]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2002]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Junge, Traudl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Junge, Gertraud; Humps, Gertraud (Geburtsname); Alt, Gerda (Pseudonym)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Privatsekretärin Adolf Hitlers&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=16. März 1920&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[München]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=11. Februar 2002&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[München]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-24507-78</name></author>
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