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	<title>Traubeneiche - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Traubeneiche&amp;diff=224491&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Jürgen Engel: /* Nutzung */ Absatz gelöscht u. Trennsperre gesetzt.</title>
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		<updated>2026-02-20T15:40:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Nutzung: &lt;/span&gt; Absatz gelöscht u. Trennsperre gesetzt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Trauben-Eiche&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Quercus petraea&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = ([[Heinrich Gottfried Graf von Mattuschka|Mattuschka]]) [[Franz Kaspar Lieblein|Liebl.]]&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = Eichen&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Quercus&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Buchengewächse&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Fagaceae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Buchenartige&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Fagales&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Eurosiden I&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = ohne&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Rosiden&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = ohne&lt;br /&gt;
| Bild             = Quercus petraea - Köhler–s Medizinal-Pflanzen-118.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Trauben-Eiche (&amp;#039;&amp;#039;Quercus petraea&amp;#039;&amp;#039;), Illustration&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Traubeneiche&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Quercus petraea&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(Matt.) Liebl.}}, [[Synonym (Taxonomie)|Synonyme]]: &amp;#039;&amp;#039;Quercus sessilis&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Ehrh.}} ex {{person|Schur}}, &amp;#039;&amp;#039;Quercus sessiliflora&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Salisb.}}),&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wintereiche&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, ist eine [[Art (Biologie)|Pflanzenart]] aus der [[Gattung (Biologie)|Gattung]] der [[Eichen]] (&amp;#039;&amp;#039;Quercus&amp;#039;&amp;#039;) in der [[Familie (Biologie)|Familie]] der [[Buchengewächse]] (Fagaceae). Um ihre Zugehörigkeit zur Gattung der Eichen zu betonen, ist – etwa in der Botanik – auch die Bindestrichschreibweise &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Trauben-Eiche&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; üblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Traubeneiche war [[Baum des Jahres]] 2014 in Deutschland.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BdJ2014&amp;quot;&amp;gt;[https://www.dw.com/de/trauben-eiche-ist-baum-des-jahres/a-17180602 &amp;#039;&amp;#039;Trauben-Eiche ist Baum des Jahres 2014 – Langlebig und robust&amp;#039;&amp;#039;] auf [[Deutsche Welle]] Online vom 24. Oktober 2013 (abgerufen am 1. Juni 2024)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Quercus petraea tronc.jpg|mini|Borke der Traubeneiche]]&lt;br /&gt;
=== Vegetative Merkmale ===&lt;br /&gt;
Die Traubeneiche wächst als sommergrüner [[Baum]] der Wuchshöhen von 25 bis 30 (selten bis zu 40) Meter und [[Stammdurchmesser]] bis über 2 Meter, selten bis über 2,5 Meter erreicht.&amp;lt;ref&amp;gt;Lennarth Jonsson: &amp;#039;&amp;#039;Oaks in Sweden.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of the International Oak Society.&amp;#039;&amp;#039; 7, 1996, S. 32–39, [https://www.internationaloaksociety.org/content/international-oaks-table-contents PDF].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.waldwissen.net/de/lebensraum-wald/baeume-und-waldpflanzen/laubbaeume/traubeneiche-und-stieleiche-im-portrait &amp;#039;&amp;#039;Traubeneiche und Stieleiche im Portrait&amp;#039;&amp;#039;] bei Waldwissen.&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch ihre kräftige [[Pfahlwurzel]] ist sie äußerst sturmfest. Wie die [[Stieleiche]] bildet die Traubeneiche [[Johannistrieb]]e. Ihr Höchstalter liegt bei 800 bis 1000 Jahren. Die [[Baumkrone]] ist auf geradem Stamm hoch gewölbt mit strahlenförmig abgehenden Ästen, die viel gerader als bei der Stieleiche sind. Die Baumkrone ist lockerer als bei der Stieleiche, und die Belaubung ist gleichmäßiger verteilt. Die [[Rinde]] der Traubeneiche ist in der Jugend glatt und schwach grau-grün glänzend, später wird eine dicke, tief längsrissige, graubraune bis gräuliche [[Borke]] gebildet. Die Rinde der [[Zweig]]e ist dunkelgrau, teilweise gerötet und grau bereift. Die Knospen sind groß, spitz kegelförmig, schwach fünfkantig,&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Gregor Aas |url=http://www.wiley-vch.de/enzholz/pdf/Quercus_petraea.pdf |titel=Enzyklopädie der Holzgewächse |titelerg=Quercus petraea |hrsg=Ökologisch-Botanischer Garten der Universität Bayreuth |werk=Enzyklopädie der Holzgewächs |seiten=1, 4 |format=PDF; 3,5&amp;amp;nbsp;MB |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20160101202535/http://www.wiley-vch.de/enzholz/pdf/Quercus_petraea.pdf |archiv-datum=2016-01-01 |abruf=2024-06-01 |zitat=Typisch für Zweige im Winter ist eine Häufung von Knospen an der Spitze der Triebe, wobei Form und Größe der einzelnen Knospen erheblich variieren. Meist sind sie spitz kegelförmig und schwach fünfkantig, die Endknospen in der Regel etwas größer als die seitlichen.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; eiförmig und vielschuppig und sitzen an den Triebenden gehäuft. Jede Knospenschuppe ist hell orangebraun mit einer dunkelbraunen Spitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wechselständig an den Zweigen angeordneten [[Blatt (Pflanze)|Laubblätter]] sind in Blattstiel und -spreite gegliedert. Der Blattstiel ist 1 bis 2&amp;amp;nbsp;cm lang und gelb. Die einfache, ledrigen Blattspreite ist 8 bis 12 (selten bis 16) Zentimeter lang, 5 bis 7 (selten bis 10)&amp;amp;nbsp;cm breit, an der Basis kurz keilförmig verschmälert und in fünf bis acht, selten bis zehn engen Buchten abgerundet gelappt bis gebuchtet. Die Blattoberseite ist tiefgrün glänzend und die Unterseite ist heller, anfangs büschelig flaumig und seidig behaart, später verkahlend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Generative Merkmale ===&lt;br /&gt;
Die Traubeneiche ist einhäusig getrennt geschlechtig ([[Monözie|monözisch]]). Sie blüht von April bis Mai. Die männlichen Kätzchen sind 5 bis 8&amp;amp;nbsp;cm lang. Die weiblichen Blüten sitzen endständig sowie in den Blattachseln der jungen Triebe gruppiert zu zwei bis sechsen; sie sind weißlich und kugelig mit purpurroten Narben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Quercus petraea 02.jpg|mini|Laubblätter und Eicheln der Traubeneiche]]&lt;br /&gt;
Die Eicheln reifen von September bis Oktober. Sie sitzen gehäuft (daher der Name Traubeneiche!) an fast ungestielten Fruchtbechern. Die Eicheln sind 1,6 bis 2,6&amp;amp;nbsp;cm lang (damit sind sie etwas kürzer als die der Stieleiche). Der [[Fruchtbecher]] umhüllt etwa die Hälfte der Eichel und ist dicht flaumig behaart. Die Eicheln dienen verschiedenen Tieren als Nahrung und werden von ihnen verbreitet. Vor allem der [[Eichelhäher]] sorgt durch Anlage von Nahrungsdepots für die Verbreitung der Traubeneiche (Hähersaaten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Chromosomenzahl]] beträgt 2&amp;#039;&amp;#039;n&amp;#039;&amp;#039; = 24.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oberdorfer2001&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterscheidung zur Stieleiche ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Quercus petraea 06.jpg|mini|[[Habitus (Biologie)|Habitus]] der Traubeneiche]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Haunoldstein - Traubeneiche.JPG|mini|Habitus der Traubeneiche im Herbst]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ungerbach - Traubeneiche.JPG|mini|Habitus der Traubeneiche]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfaueninsel-Trauben-Eiche-quer-2025-07.jpg|mini|Traubeneiche auf der [[Pfaueninsel]] (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Traubeneiche Saatfläche.jpg|mini|Traubeneichen-Saatfläche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Stieleiche]] und die Traubeneiche ähneln sich sehr. Viele Systematiker und Genetiker sehen in der Traubeneiche nur eine [[Rasse (Botanik)|Standortrasse]] der Stieleiche. In der Verbreitung und der Morphologie gibt es jedoch einige Unterschiede: Die Traubeneiche kommt bevorzugt in den Hügel- und niedrigen Berglagen vor, zum Beispiel im [[Spessart]] und im [[Pfälzerwald]]. Ihre Früchte sitzen gehäuft an sehr kurzen Stielen. Die Blätter sind zwei bis drei Zentimeter lang gestielt. Die Blattbasis ist keilförmig und nicht geöhrt. Im mittleren Spreitenbereich der Blätter enden die Seitennerven nie in den Buchten. Traubeneichen sind empfindlicher gegen Nässe als Stieleichen, gleichzeitig aber auch trockenheitsresistenter. Traubeneichen sind noch hitze- und stadtklimaverträglicher als Stieleichen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Antje Grosse Feldhaus |url=https://www.mein-schoener-garten.de/pflanzen/eiche/traubeneiche |titel=Traubeneiche |werk= |hrsg= |datum= |abruf=2020-11-11 |sprache=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stieleiche und Traubeneiche können bastardisieren. Ob solche [[Hybride|Bastarde]] in realen Beständen eine Rolle spielen, ist unklar. Meist erwiesen sich Pflanzen mit intermediären Merkmalen doch als einer der beiden Arten zugehörig.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Felix Gugerli |url=https://www.waldwissen.net/de/waldwirtschaft/waldbau/waldgenetik/bestimmung-von-trauben-und-stieleiche |titel=Blattmorphologie und genetischer Fingerabdruck als Hilfe bei der Bestimmung von Trauben- und Stieleiche |werk=waldwissen.net |datum=2005-05-11 |abruf=2023-07-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik ==&lt;br /&gt;
Man unterscheidet fünf Unterarten:&amp;lt;ref name=&amp;quot;WCSP&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;WCSP_1:&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Quercus petraea&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;austrotyrrhenica&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Brullo, Guarino &amp;amp; Siracusa}}: Sie kommt in Süd-Italien und Sizilien vor.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Quercus petraea&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;huguetiana&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Franco &amp;amp; G.López}}: Sie kommt im nördlichen Spanien vor.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Quercus petraea&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;petraea&amp;#039;&amp;#039; : Sie kommt von Europa bis zur Türkei vor.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Quercus petraea&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;pinnatiloba&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(K.Koch) Menitsky}}: Sie kommt von der Türkei bis Syrien vor.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Quercus petraea&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;polycarpa&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(Schur) Soó}}: Sie kommt von der Slowakei bis zur Balkanhalbinsel, auf der Krim und von der Türkei bis zum nördlichen Iran vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zuchtformen ==&lt;br /&gt;
* ‘Mespilifolia’:&amp;lt;br /&amp;gt;Diese seltene Form kann bis 16 Meter hoch werden bei einem Stammdurchmesser von bis zu einem Meter. Die Blätter sind länglich-lanzettlich, dabei bis 22&amp;amp;nbsp;cm lang und 3–5&amp;amp;nbsp;cm breit; sie haben einen verdickten, etwas ausgebuchteten ungelappten Rand; bisweilen haben einige Blätter einen unregelmäßigen Lappen. Der Blattstiel ist oft dunkelrot.&lt;br /&gt;
* ‘Columna’:&amp;lt;br /&amp;gt;Es handelt sich entweder um eine Sorte der Traubeneiche (&amp;#039;&amp;#039;Quercus petraea&amp;#039;&amp;#039;) oder eine Kreuzung aus [[Stieleiche|Stiel-]] und Traubeneiche (&amp;#039;&amp;#039;Quercus × rosacea&amp;#039;&amp;#039;). Sie ist dicht verzweigt, die Blätter sind kaum gelappt, die Sorte ist wenig mehltauanfällig.&lt;br /&gt;
* ‘Laciniata’:&amp;lt;br /&amp;gt;Mit geschlitzten Blättern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
Die Traubeneiche ist nach der [[Stieleiche]] die in [[Mitteleuropa]] am weitesten verbreitete Eichenart. Ihr Verbreitungsgebiet reicht von Italien und Nordgriechenland im Süden bis zu den Britischen Inseln und Südskandinavien im Norden. Sie kommt von Nordspanien im Westen bis Polen, Südwestrussland und dem Schwarzen Meer bis zum nördlichen Iran im Osten vor. Gegenüber der Stieleiche reicht ihr Verbreitungsgebiet nicht so weit in den Osten; sie bevorzugt atlantisches und subatlantisches Klima. Die Traubeneiche steigt in den Südalpen bis auf {{Höhe|1100}}, so z.&amp;amp;nbsp;B. im [[Sonderwaldreservat Plontabuora]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Traubeneiche kommt auf trockenen bis frischen, mittel- bis tiefgründigen Stein- und Lehmböden vor (der wissenschaftliche Artname „petraea“ &amp;#039;&amp;#039;(Felsen)&amp;#039;&amp;#039; weist auf die Steinböden hin). Sie toleriert auch schlecht nährstoffversorgte Standorte. Im Gegensatz zur Stieleiche meidet sie [[Pseudogley|staunasse und wechselfeuchte Böden]]. Die lichtbedürftige Traubeneiche wird in Mitteleuropa auf normalen Standorten von der schattentoleranten, konkurrenzstarken [[Rotbuche]] verdrängt und kommt nur als Nebenbaumart vor. Sie ist deswegen nur auf Sonderstandorten bestandsbildend: auf strengen Tonböden in [[Eichen-Hainbuchenwald|Eichen-Hainbuchenwäldern]] und auf nährstoffarmen, trockenen Sandböden in [[Birken-Eichenwald|Eichen-Birkenwäldern]] und Eichen-Kiefernwäldern. Im submediterranen Klimabereich bildet sie Mischwälder mit der [[Flaumeiche]] und der [[Zerreiche]]. Sie ist eine Charakterart der Klasse Querco-Fagetea.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oberdorfer2001&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Eichenwälder in Mitteleuropa sind anthropogenen Ursprungs. Es sind durchgewachsene [[Mittelwald|Mittelwälder]], da die Traubeneiche durch ihre Stockausschlagsfähigkeit die Mittelwaldbewirtschaftung besser verträgt als die Rotbuche. Auch wurden die Eichen wegen ihres wertvollen Holzes und ihrer als Viehfutter verwendeten Früchte ([[Eichelmast]]) schon immer gezielt gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Furnierstamm Traubeneiche.jpg|mini|Traubeneiche – Furnierstamm]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Cave Barriques.jpg|mini|Weinfässer aus Eichenholz]]&lt;br /&gt;
Die Traubeneiche ist ein [[Ringporer|ringporiger]] [[Kernholz]]baum. Der gelblich-weiße Splint ist nur schmal ausgebildet, das Kernholz hat eine hell- bis dunkelbraune Farbe. Die mittlere Rohdichte beträgt 0,65 (0,39–0,93) g/cm³. Das Eichenholz ist hart, zäh, sehr dauerhaft und gut zu bearbeiten. Das Holz der Traubeneiche wird vielseitig verwendet: im Wasserbau, als Bauholz, für Schwellen und Pfähle, im Innenausbau für Treppen und Fußböden und massiv als Möbelholz. Hochwertiges Eichenholz stammt meist von der Traubeneiche und wird zur [[Furnier]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;herstellung und zum [[Fass]]- und [[Barrique|Barrique-B]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;au verwendet, wobei der bei der Verarbeitung von Eichenholz anfallende Staub (siehe [[Hartholzstaub]]) beim Menschen allerdings nachgewiesenermaßen auch Nasenschleimhautkrebs erzeugen kann. Berühmte Wertholzbestände finden sich im [[Spessart]], im [[Steigerwald]] und im [[Pfälzerwald]]. Auch als Brennholz eignet sich das Eichenholz hervorragend. Als [[Park]]baum eignet sich die Traubeneiche ebenfalls sehr gut, da sie früh im Jahr austreibt und im Herbst ihre Blätter mit am längsten behält, außerdem nicht so trockenheitsempfindlich ist wie die Stieleiche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die durch Bitterstoffe für den Menschen roh ungenießbaren Eicheln sind sehr nahrhaft und enthalten bis zu 38 % Stärke. Eichel-[[Malz]] eignet sich aber recht gut zur [[Bier]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;herstellung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://braumagazin.de/article/projekt-eichelbier/ |titel=Projekt Eichelbier {{!}} |abruf=2022-05-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eicheln eignen sich auch zur Herstellung von [[Kaffeeähnliches Getränk#Varianten|Fruchtkaffee]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Früher war die Bedeutung der Eichenwälder zur Schweinemast größer als zur Holznutzung. Viele der heute wertvollen Bestände wurden für diesen Zweck oder zur Wildäsung angelegt. Vor dem großflächigen Feldfutterbau ab dem 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert war die Waldweide die wichtigste Art der Schweinemast. Aus dieser Zeit stammt der Spruch „Auf den Eichen wächst der beste Schinken“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Nutzung war die der Rinde als [[Gerberlohe]]. Dazu wurde die Traubeneiche als [[Niederwald]], so genannte [[Lohhecken]], bewirtschaftet, alle 15 bis 20 Jahre geerntet, die Stämme geringelt und die Rinde abgeschält. Die getrocknete Rinde hat einen Gerbsäureanteil von 8 bis 20 %.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pharmakologie ==&lt;br /&gt;
Als Heildroge wird die getrocknete, borkenfreie Rinde junger Zweige und Stockausschläge (Quercus cortex) verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie enthält bis zu 20 Prozent [[Gerbstoffe]] vom Catechin-Typ (vorwiegend [[oligomere Proanthocyanidine]]), zum Teil auch [[Ellagitannine]]; das Cytosol [[Quercitol]] und [[Triterpene]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Vordergrund der Anwendungen steht die adstringierende, austrocknende, blut- und juckreizstillende, aber auch die antiseptische Wirkung der Gerbstoffe, die die Heilung fördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abkochungen der Eichenrinde werden demgemäß äußerlich zu Bädern oder Umschlägen bei Hauterkrankungen, vermehrter Fußschweißbildung, Frostschäden, [[Hämorrhoiden]] und Analfissuren eingesetzt; auch zum Spülen und Gurgeln bei leichten [[Entzündung]]en im Mund- und Rachenraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Früher wurden auch die [[Gallapfel|Galläpfel]] der Traubeneiche in der Heilkunde&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. etwa [[Otto Beßler]]: &amp;#039;&amp;#039;Prinzipien der Drogenkunde im Mittelalter. Aussage und Inhalt des Circa instans und Mainzer Gart.&amp;#039;&amp;#039; Mathematisch-naturwissenschaftliche Habilitationsschrift, Halle an der Saale 1959, S. 188 (&amp;#039;&amp;#039;Galla&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt; verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Joachim Krahl-Urban: &amp;#039;&amp;#039;Die Eichen. Forstliche Monographie der Traubeneiche und der Stieleiche&amp;#039;&amp;#039;. Parey, Hamburg/Berlin 1959.&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Spiecker]]: &amp;#039;&amp;#039;Zur Steuerung des Dickenwachstums und der Astreinigung von Trauben- und Stieleichen (Quercus petraea (Matt.) Liebl. und Quercus robur L.)&amp;#039;&amp;#039;. Schriftenreihe der Landesforstverwaltung Baden-Württemberg, Band 72. Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt, Freiburg im Breisgau 1991.&lt;br /&gt;
* [[Gregor Aas]]: &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungen zur Trennung und Kreuzbarkeit von Stiel- und Traubeneiche (Quercus robur L. und Q[uercus] petraea (Matt.) Liebl.)&amp;#039;&amp;#039; (Dissertation). München 1989.&lt;br /&gt;
* Ingrid und [[Peter Schönfelder]]: &amp;#039;&amp;#039;Das neue Handbuch der Heilpflanzen.&amp;#039;&amp;#039; Franckh-Kosmos-Verlagsgesellschaft, Stuttgart 2011, ISBN 3-440-09387-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Quercus petraea|Traubeneiche (&amp;#039;&amp;#039;Quercus petraea&amp;#039;&amp;#039;)}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Traubeneiche}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4128389-2}}&lt;br /&gt;
* {{FloraWeb|4680}}&lt;br /&gt;
* {{BiolFlor|2508}}&lt;br /&gt;
* {{BIB|4680}}&lt;br /&gt;
* {{InfoFlora|ID=272|WissName=Quercus petraea Liebl.}}&lt;br /&gt;
* Thomas Meyer: [https://www.blumeninschwaben.de/Hauptgruppen/quercus_stumpf.htm#Trauben-%20Eiche Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei &amp;#039;&amp;#039;Flora-de: Flora von Deutschland&amp;#039;&amp;#039; (alter Name der Webseite: &amp;#039;&amp;#039;Blumen in Schwaben&amp;#039;&amp;#039;)]&lt;br /&gt;
* Podcast: [https://www.lwf.bayern.de/wissenstransfer/forstcastnet/259420/index.php &amp;#039;&amp;#039;Die Traubeneiche – Baum des Jahres 2014&amp;#039;&amp;#039;] auf lwf.bayern.de, [[Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft|LWF]] (Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft)&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Originaleintrag bitte nicht löschen, bei Bedarf Kommentierung aufheben, THX!* Podcast: {{Webarchiv |url=http://forstcast.net/traubeneiche/2201 |wayback=20170922122449 |text=&amp;#039;&amp;#039;Die Traubeneiche – Baum des Jahres 2014&amp;#039;&amp;#039;}}, auf forstcast.net (Website teilweise mit der veralteten [[Adobe Flash|Adobe-Flash]]-Technik) --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://www.lwf.bayern.de/waldbau-bergwald/waldbau/086247/ &amp;#039;&amp;#039;Baumarten-Steckbrief Traubeneiche&amp;#039;&amp;#039;] – Informationen zu Waldforschung und Forstpraxis der [[Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft|LWF]] (Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bilder&lt;br /&gt;
* [https://www.baumportal.de/Traubeneiche.htm Krankheiten der Traubeneiche] auf baumportal.de&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.uni-graz.at/walter.obermayer/plants-of-styria/images/quercus-petraea.html |wayback=20151005080051 |text=&amp;#039;&amp;#039;Bilder&amp;#039;&amp;#039;}} auf uni-graz.at&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;WCSP&amp;quot;&amp;gt;Rafaël Govaerts (Hrsg.): {{Webarchiv |url=http://apps.kew.org/wcsp/qsearch.do?page=quickSearch&amp;amp;plantName=Quercus |wayback=20170227021807 |text=&amp;#039;&amp;#039;Quercus&amp;#039;&amp;#039; – Datenblatt}} bei &amp;#039;&amp;#039;World Checklist of Selected Plant Families&amp;#039;&amp;#039; des Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew. Abgerufen am 1. Juni 2024 (englisch).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;WCSP_1:&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:325819-2 |titel=&amp;#039;&amp;#039;Quercus&amp;#039;&amp;#039; – Datenblatt |titelerg=Fagaceae – Quercus L. |werk=powo.science.kew.org |hrsg=Plants of the World Online, Royal Botanic Gardens, Kew. |sprache=en |abruf=2024-06-01}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oberdorfer2001&amp;quot;&amp;gt;[[Erich Oberdorfer]]: &amp;#039;&amp;#039;Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete.&amp;#039;&amp;#039; 8. Auflage. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2001, ISBN 3-8001-3131-5, S. 317.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Baum des Jahres in Deutschland}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4128389-2|LCCN=sh85040050}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baum des Jahres (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eichen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Holzart]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilpflanze]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baum]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Jürgen Engel</name></author>
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