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	<title>Trappenseeschlösschen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T12:49:53Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2024-04-28T14:55:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Trappenseeschlösschen, Heilbronn.jpg|mini|Das Trappenseeschlösschen, 2013]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Trappenseeschlösschen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; in [[Heilbronn]] ist ein markantes [[barock]]es Bauwerk inmitten des [[Trappensee]]s im Osten der Stadt. Das 1575/76 erbaute [[Schloss (Architektur)|Schlösschen]] war einst Landsitz begüterter Heilbronner Familien und kam 1879 in den Besitz der [[Cluss (Brauerei)|Brauerei Cluss]], die in unmittelbarer Nähe eine Gastwirtschaft errichtete. 1977 erwarb die Stadt Heilbronn das Schlösschen und verpachtete das [[Denkmalschutz|denkmalgeschützte]] Gebäude von 1985 bis 2017 an einen Auktionator.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.rnz.de/politik/suedwest_artikel,-Suedwest-Auktionshaus-Fischer-Heilbronn-Besitzerwechsel-beim-Trappenseeschloesschen-_arid,283526.html |titel=Auktionshaus Fischer Heilbronn: Besitzerwechsel beim Trappenseeschlösschen |sprache=de |abruf=2021-05-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit 2019 ist das Trappenseeschlösschen Standort des Literaturhauses Heilbronn.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.stimme.de/heilbronn/kultur/artikel/Schloesschen-am-Trappensee-wird-zum-Literaturhaus;art140956,4109845 |titel=Schlösschen am Trappensee wird zum Literaturhaus - STIMME.de |sprache=de |abruf=2021-05-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Trappensee-hn-vor1790.jpg|mini|Das Trappenseeschlösschen in seiner Gestalt vor dem Umbau 1790]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Trappensee1847.jpg|mini|Der Trappensee bei Heilbronn 1847, Aquarell von [[Christian von Martens]]]]&lt;br /&gt;
Das Trappenseeschlösschen (seltener &amp;#039;&amp;#039;Trappenseeschloss&amp;#039;&amp;#039;) gilt als eines der ältesten erhaltenen Profanbauwerke Heilbronns. Es liegt etwa zwei Kilometer östlich außerhalb des mittelalterlichen Stadtkerns, inmitten des aus dem Wasser des Köpferbaches angestauten [[Trappensee]]s. Im 16. Jahrhundert gab es mehrere Seen längs des Köpferbaches (im Unterlauf Pfühlbach genannt). Der Trappensee ist wohl seit 1519 belegt und wird 1573 &amp;#039;&amp;#039;Orthensee&amp;#039;&amp;#039; genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Julius Fekete]]: &amp;#039;&amp;#039;Kunst- und Kulturdenkmale in Stadt- und Landkreis Heilbronn&amp;#039;&amp;#039;, Stuttgart 1991, S. 51, nennt das Jahr 1519 als Ursprungsdatum des Trappenseeschlösschens. Wahrscheinlich handelt es sich bei dem in jenem Jahr tatsächlich belegten See des Jos Unverworren um den Trappensee, jedoch wird noch kein Bauwerk erwähnt. Vgl. Bauer 2000, S. 360.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Kaufmann und Bürgermeister [[Philipp Orth]] ließ dort von 1575 bis 1576 einen [[Renaissance]]-Neubau errichten, für den er während einer Italienreise Anregungen erhalten hatte. Orth betrieb eine Fischzucht und legte ein Obstgut um den See an. Der See wurde zu dieser Zeit nach seinem Besitzer noch &amp;#039;&amp;#039;Orthensee&amp;#039;&amp;#039; oder schlicht das &amp;#039;&amp;#039;Seegut&amp;#039;&amp;#039; genannt. Das Seegut kam an Orths gleichnamigen Sohn [[Philipp Orth der Jüngere|Philipp Orth d. J.]] (1567–1622) und nach dessen Tod über die spätere Hochzeit seiner Witwe an den Heilbronner Bürgermeister [[Johann Georg Spitzer]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Moriz von Rauch (Historiker)|Moriz von Rauch]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Heilbronner Kauf- und Ratsherrenfamilie Orth.&amp;#039;&amp;#039; In: Historischer Verein Heilbronn, Heilbronn 1925, S. 74.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang des Jahres 1653 erwarb die Heilbronner Kaufmannsfamilie Trapp das Seegut von Spitzer. Der spätere [[Schultheiß]] Johann Bernhard Trapp und sein Bruder, der Bürgermeister [[Ludwig Trapp von Trappensee|Ludwig Trapp]] wurden am 4. Mai 1653 in den Adelsstand erhoben. Die Trapps wurden Namensgeber für See und Gebäude, dessen Bezeichnung als &amp;#039;&amp;#039;Schlösschen&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Schloss&amp;#039;&amp;#039; auch aus dieser Zeit datiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nachfahren des Bürgermeisters Ludwig Trapp verstarben in rascher Folge binnen weniger Jahre: Sohn Johann Ludwig Trapp (* 1621) verstarb 1675 und überlebte dennoch damit seinen gleichnamigen Sohn Johann Ludwig Trapp (1646–1674). Dessen Sohn Ludwig Heinrich Trapp verstarb 1674 im Kindesalter. Die letzte Nachfahrin Ludwig Trapps, die Urenkelin Anna Elisabethe Trapp, heiratete 1691 den Ratsherren Peter von Roßkampff (1680 kl.Rat), den Großvater des Heilbronner Bürgermeisters [[Georg Heinrich von Roßkampff]]. Dadurch wurde der Trappensee 1691 Eigentum der Familie Roßkampff&amp;lt;!-- so keine Quelle -- &amp;lt;ref&amp;gt;Klagholz, S. 90&amp;lt;/ref&amp;gt; --&amp;gt;. 1714 erwarb Bürgermeister [[Johann Heinrich Orth]] (ein Urenkel des einstigen Besitzers Philipp Orth) die Anlage. 1738 wird der Stadtarzt [[Friedrich Wilhelm Klose (Mediziner)|Friedrich Wilhelm Klose]] als Besitzer des Trappenseeguts genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wilhelm Steinhilber]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Gesundheitswesen im alten Heilbronn 1281–1871.&amp;#039;&amp;#039; Heilbronn 1956, S. 129.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Hofgut um den See entwickelte sich im Laufe des 18. Jahrhunderts eine bekannte Obstzucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1784 wurde das Schlösschen nach mehreren Besitzerwechseln von dem in Heilbronn geborenen niederländischen Admiral und Diplomaten [[Heinrich August von Kinckel]] (1747–1821) erworben und in seine heutige [[barock]]e Form umgestaltet. Kinckel lebte jedoch überwiegend in Mannheim, so dass es zu mancherlei „Frevel“ und Einbrüchen in das ungenutzte Bauwerk kam. Letztlich verkaufte Kinckel das Anwesen 1804 an seine beiden Schwestern, die es dem Heilbronner Metzger Heinrich Pauly verpachteten. Nach dem Tod der Schwestern Rosina Elisabeth († 1808) und Sophia († 1830) erbte Rosina Elisabeths Tochter Elise Freifrau [[Herren Rüdt von Collenberg|Rüdt von Collenberg]], die 1791 ihre Hochzeit im Trappenseeschlösschen gefeiert hatte, das Anwesen. Elise starb als letzte Nachfahrin der [[Kinckel (Adelsgeschlecht)|Freiherren von Kinckel]] 1834 kinderlos in Heilbronn, ihr Erbe fiel an Verwandte ihres 1825 verstorbenen Gatten, die das Anwesen 1838 an den bisherigen Pächter Pauly veräußerten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1879 erwarb die Heilbronner [[Cluss (Brauerei)|Brauerei Cluss]] das Anwesen und errichtete in unmittelbarer Nähe längs der Jägerhausstraße eine Schankhalle, die heutige Trappenseegaststätte. 1977 wurde das Gebäude von der Stadt Heilbronn erworben und umfassend saniert. Von 1985 bis 2017 war das [[Auktionshaus Dr. Jürgen Fischer]] Pächter des Trappenseeschlösschens.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Stephan Sonntag |Titel=Wo Kunstvolles unter den Hammer kommt |Sammelwerk=[[Heilbronner Stimme]] |Datum=2009-03-19 |Online=[https://www.stimme.de/heilbronn/kultur/Wo-Kunstvolles-unter-den-Hammer-kommt;art11930,1486764 bei stimme.de] |Abruf=2010-06-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach einer achtmonatigen Sanierungsphase und Modernisierungsarbeiten im Inneren ist das Schlösschen seit 2019 Ort des Literaturhauses Heilbronn und der Bevölkerung zugänglich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.stimme.de/themen/360grad/360-grad-juwel-zum-leben-erweckt;art137018,4388150 |titel=360 Grad: Juwel zum Leben erweckt - STIMME.de |sprache=de |abruf=2021-05-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben Lesungen bietet das Literaturhaus eine Ausstellung zu berühmten Heilbronner Literaten mit dem Titel „Heilbronn-er-lesen“ und verschiedenen multimedialen Angeboten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.stimme.de/heilbronn/kultur/artikel/namhafte-autoren-und-wissenschaftler-fuers-heilbronner-literaturhaus-gewinnen;art140956,4404831 |titel=Heilbronner Literaturhaus nimmt seinen Betrieb auf - STIMME.de |sprache=de |abruf=2021-05-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ebenfalls Teil des Literaturhauses ist seit 2019 das Kleist-Archiv Sembdner, das die Stadt Heilbronn 1990 aus dem Nachlass des Kleist-Forschers [[Helmut Sembdner]] erworben hat.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.stimme.de/heilbronn/kultur/artikel/Anton-Knittel-wird-Leiter-des-Literaturhauses-im-Trappenseeschloesschen;art140956,4125981 |titel=Anton Knittel wird Leiter des Literaturhauses im Trappenseeschlösschen - STIMME.de |sprache=de |abruf=2021-05-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1909 entstand zwischen dem Trappensee und dem [[Pfühlbrunnen]] der [[Pfühlpark]], der bis zur Gartenschau 1934 auf seine heutige Größe von rund 15 Hektar anwuchs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
In der Form von 1784 stellt sich das Trappenseeschlösschen noch heute dreigeschossig auf nahezu quadratischem Grundriss dar. Die Fassade ist an den Längsseiten dreiachsig und an den Schmalseiten zweiachsig gegliedert. Die Ecken des Gebäudes sind als [[Pilaster]] ausgebildet. Zugänglich ist das Wasserschloss an der Ostseite über eine schmale Brücke durch ein Rundbogenportal. Das Sockel- und Mittelgeschoss weisen große, das Obergeschoss kleinere Rechteckfenster auf. An der Südseite befindet sich ein kleiner [[Portikus]] mit vier Säulen, darüber ein Balkon. Das [[Walmdach]] verfügt über [[Dachgaube|Gauben]] und einen kleinen Dachreiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Karl Hugo Popp u. [[Hans Riexinger]]: &amp;#039;&amp;#039;Zur Geschichte der Heilbronner Familie Künckelin/von Kinckel.&amp;#039;&amp;#039; In: Historischer Verein Heilbronn, Jahrbuch 30, 1983.&lt;br /&gt;
* [[Helmut Schmolz]], [[Hubert Weckbach]]: &amp;#039;&amp;#039;Heilbronn mit Böckingen, Neckargartach, Sontheim. Die alte Stadt in Wort und Bild. Band 2.&amp;#039;&amp;#039; Heilbronn 1967.&lt;br /&gt;
* Gerhard W. Bauer: &amp;#039;&amp;#039;Über den Heidenweg zum Hurenbrunnen. Ein Umgang in der Heilbronner Stammflur mit Seitensprüngen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Heilbronnica. Beiträge zur Stadtgeschichte&amp;#039;&amp;#039;, Stadtarchiv Heilbronn 2000, S. 249–384.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://literaturhaus.heilbronn.de Homepage des Literaturhauses im Trappenseeschlösschen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen und Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Trappenseeschlösschen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Burgen und Schlösser in Stadt und Landkreis Heilbronn}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=49/08/20.3/N |EW=09/15/12.3/E |type=landmark |region=DE-BW}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Trappenseeschlosschen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Barockbauwerk in Heilbronn]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schloss in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schloss in Heilbronn]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturdenkmal in Heilbronn]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Die echte Feldpredigerin</name></author>
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