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	<title>Transsaharahandel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Transsaharahandel&amp;diff=197298&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Drucker03: Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert</title>
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		<updated>2025-11-10T16:41:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Great Mosque of Djenné 1.jpg|miniatur|Djenné war früher ein wichtiger Umschlagplatz für Waren, heute [[UNESCO-Welterbe|Weltkulturerbe]]: [[Große Moschee von Djenné]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Menare.jpg|mini|[[Dromedar]]e als Lastentiere]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Transsaharahandel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird der Handelsverkehr bezeichnet, der das westliche Innerafrika mit der [[Mittelmeerraum|Mittelmeerwelt]] verband.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transsaharahandel in der Antike ==&lt;br /&gt;
Die Ursprünge des Handelsverkehrs zwischen Westafrika und dem Mittelmeerraum lagen lange im Dunkeln. Vermutet wurde, dass die in der östlichen [[Sahara]] seit 1000 v. Chr. und im Westen seit 700 v. Chr. auf [[Felsbilder der Sahara#Pferdezeit 1500 v. Chr. bis zur Zeitenwende|Felsbildern]] festgehaltenen Pferde und [[Streitwagen]] eine gewisse Rolle im Warenverkehr spielten. Die geringe Tragfähigkeit dieser Wagen und der große Wasserverbrauch der Pferde dürften eine vollständige Saharadurchquerung mit diesen Transportmitteln allerdings ausgeschlossen haben. [[Herodot]] berichtet im 5. Jahrhundert v. Chr. von den [[Garamanten]], die mit ihren Streitwagen Jagd auf schwarze Afrikaner machten. Häufig wurde darin, wohl zu Unrecht, ein erster direkter Hinweis auf den transsaharanischen [[Sklavenhandel]] gesehen. Angesichts der günstigeren klimatischen Bedingungen in der Antike könnten dagegen Esel und Maultiere eine bedeutende Rolle bei der Durchquerung der Sahara gespielt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Gold]], [[Elfenbein]] und [[Sklaven]] sah man zumeist die wichtigsten Austauschprodukte. Rezente archäologische und ethno-historische Untersuchungen deuten auf eine Begründung des Sklavenhandels auf der [[Bornustraße]] durch [[Punier|punische]] Händler aus [[Karthago]] im 6. Jahrhundert v. Chr. Erst im Anschluss an diese Impulse aus dem Norden stiegen die Garamanten zu den wichtigsten Mittelsmännern des transsaharanischen Handels auf. Der Niedergang und die Zerstörung Karthagos 146 v. Chr. hatten vermutlich keine großen Auswirkungen auf den Handel, zumal die starke [[Römisches Reich|römische]] Nachfrage in Bezug auf die Produkte des Südens unvermindert anhielt. Besonders geschätzt waren [[Sklaverei im antiken Rom|Sklaven]], Gold und exotische Tiere für die römischen [[Circus (Antike)|Zirkuskämpfe]]. [[Claudius Ptolemäus|Ptolemaios]] erwähnt im 2. Jahrhundert n. Chr. eine Expedition des Königs der Garamanten in Richtung Süden nach [[Agisymba]] zur Unterwerfung der unbotmäßigen Einwohner dieses Landes. Forschungen der letzten Jahre legen nahe, dass Agisymba als Vorläuferreich des [[Reich Kanem|Reiches von Kanem]] anzusehen ist. Große Bedeutung für den Aufschwung des Transsaharahandels hatte die zunehmende Verbreitung des [[Kamele|Kamels]] in [[Nordafrika]], das möglicherweise bereits im 17. Jahrhundert v. Chr. nach [[Ägypten]] eingeführt wurde, aber erst seit dem 4. Jahrhundert n. Chr. allgemein in der Sahara in Gebrauch kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transsaharahandel im Mittelalter ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Trans-Saharan routes early.svg|mini|305px|Handelsrouten der Westsahara im Zeitraum 1000–1500. Goldfelder sind hellbraun markiert.]]&lt;br /&gt;
Seit dem 5. Jahrhundert kam es durch den Aufstieg des [[Reich von Ghana|Reiches von Ghana]] in der westlichen [[Sahara]] zu einem erneuten Aufschwung des Handels. Durch die Entstehung einer sozialen Oberschicht im [[Niger]]-[[Senegal]]-Gebiet stieg die Nachfrage nach Luxusgütern aus dem Norden erheblich an. Die Intensivierung des Handels wurde auch durch den staatlichen Schutz von Ghana begünstigt. Im Austausch für das Gold der [[Wangara (Volk)|Wangara]] lieferten die nordafrikanischen Händler hauptsächlich [[Speisesalz|Salz]] aus den [[Saline]]n von [[Taghaza]] (Nordmali) und Idschil (Westmauretanien), da Salz im tropischen [[Westafrika]] sehr begehrt war (vgl. auch [[Salzkarawanen in der Sahara]]). Endpunkt des Handels im [[Maghreb]] war bis ins 11. Jahrhundert [[Sidschilmasa]]. Auf der Bornustraße zwischen dem Tschadsee und [[Tripolis]] waren Sklaven seit der Antike das wichtigste Ausfuhrprodukt. Salz kam in diesem Bereich aus den Oasen von [[Bilma]] und [[Fachi]]. Wichtigste Importprodukte aus Nordafrika waren [[Hauspferd|Pferde]], [[Textilie|Stoffe]] und [[Waffe]]n. Innerhalb der Handelsnetzwerke spielten bis zum 12. Jahrhundert [[Ibaditen|ibaditische]] Gruppen aus Nordafrika  eine tragende Rolle.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Tadeusz Lewicki]]: Art. &amp;quot;al-Ibāḍīya&amp;quot; in [[The Encyclopaedia of Islam. New Edition]] Bd. III, S. 648a-660b. Hier S. 657a.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kenntnisse stammen von arabischen Reisenden wie [[Ibn al-Faqih]] (Anfang 10. Jahrhundert), [[Yāqūt ar-Rūmī]] (Ende 12. Jahrhundert) und [[Ibn Battūta]] (14. Jahrhundert), die häufig von einer wohl zum Teil legendären Form des [[Stummer Handel|stummen Handels]] berichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem [[Songhaireich]] stieg [[Timbuktu]] ab 1450 am Niger zum bedeutendsten Handelszentrum in der [[Sahelzone]] auf. Es wurde durch die engen Kontakte mit dem Maghreb auch Zentrum der islamischen Kultur im westlichen [[Afrika]] (vgl. [[Lehmmoscheen von Timbuktu]]). Allerdings wurde das Songhaireich 1591 durch eine Invasion der aus dem heutigen [[Marokko]] stammenden [[Saadier]] zerschlagen. Der Staatszerfall führte zu einer erheblichen Beeinträchtigung des Handels in der westlichen Sahara, da in der Folge eine Ordnungsmacht fehlte, die die Handelsrouten sichern konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transsaharahandel in der Neuzeit ==&lt;br /&gt;
Die politische Stabilität und die Sicherheit des Warenverkehrs im [[Hausastaaten|Hausaland]] und in [[Bornu]] begründeten dagegen einen Aufschwung des Handels über die Bornustraße. Sogar das Gold der [[Aschanti (Volk)|Aschanti]] fand zum Teil seinen Weg über die Hausastaaten nach Nordafrika. Insgesamt aber wurde der westafrikanische Goldhandel hauptsächlich durch die Konkurrenz der [[Portugiesen]] und später auch anderer europäischer Nationen an der westafrikanischen Küste beeinträchtigt. Dennoch konnte der Transsaharahandel seine wirtschaftliche Bedeutung für die Reiche in der Sahelzone bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts behaupten. Danach begann das langsam im [[Osmanisches Reich|Osmanischen Reich]] durchgesetzte Verbot des Sklavenhandels auch den vormals florierenden Handel in der Sahara immer stärker zu beeinträchtigen. Selbst auf den Nebenrouten – vom heutigen [[Tschad]] nach [[Bengasi]] in der [[Cyrenaika]] – kam der Handel weitgehend zum Erliegen, dies noch vor dem Beginn der Kolonialzeit. Der französische Versuch, eine [[Chemin de Fer Transsaharien|transsaharische Eisenbahnlinie]] von Algier oder Tunis über das [[Ahaggar]]-Gebirge nach Timbuktu zu bauen, scheiterte am Widerstand der [[Tuareg]], da die ihr Handelsmonopol und damit ihre Existenzgrundlage gefährdet sahen. Mit der kolonialen Unterwerfung Nordwestafrikas durch [[Frankreich]] richteten sich die Handels- und Wirtschaftsbeziehungen Innerafrikas endgültig nach den Küstengebieten am [[Atlantischer Ozean|Atlantik]] aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Albert Adu Boahen]], &amp;#039;&amp;#039;Britain, the Sahara and the Western Sudan, 1788–1861.&amp;#039;&amp;#039; Oxford 1964.&lt;br /&gt;
* Edward William Bovill: &amp;#039;&amp;#039;The Golden Trade of the Moors&amp;#039;&amp;#039;. 2nd edition, revised and with additional material by Robin Hallett. Oxford University Press, London 1968.&lt;br /&gt;
* Jean Devisse: &amp;#039;&amp;#039;Routes de commerce et échanges en Afrique occidentale en relation avec la Méditerrannée. Essay sur le commerce africain médiéval du Xie au XVIe siècle.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Revue d’histoire économique et sociale.&amp;#039;&amp;#039; 1, 1972, S. 42–73 u. 357–397.&lt;br /&gt;
* Jean Devisse: &amp;#039;&amp;#039;Trade and Trade Routes in West Africa.&amp;#039;&amp;#039; In: M. El-Fasi (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Africa from the Seventh to the Eleventh Century.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;UNESCO General History of Africa.&amp;#039;&amp;#039; 3). London / Berkeley, Cal. 1988, S. 367–434.&lt;br /&gt;
* Raymond Mauny: &amp;#039;&amp;#039;Tableau géographique de l&amp;#039;ouest africain au moyen âge, d&amp;#039;après les sources écrites, la tradition et l&amp;#039;archéologie.&amp;#039;&amp;#039; Dakar 1961.&lt;br /&gt;
* Elizabeth Savage (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Human Commodity: Perspectives on the Trans-Saharan Slave Trade.&amp;#039;&amp;#039; London 1992.&lt;br /&gt;
* John T. Swanson: &amp;#039;&amp;#039;The Myth of Trans-Saharan Trade during the Roman Era.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The International Journal of African Historical Studies.&amp;#039;&amp;#039; 8 (1975). S. 582–600.&lt;br /&gt;
* [[Klaus Polkehn]]: &amp;#039;&amp;#039;Im Banne der Sahara.&amp;#039;&amp;#039; Brockhaus Verlag, Leipzig 1969.&lt;br /&gt;
* [[Volker Stamm]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Ökonomie der Ackerbauer, Viehhalter und Fischer: Grundzüge einer Agrargeschichte der westafrikanischen Savannenregion (ca. 1000 – ca. 1900)&amp;#039;&amp;#039;. Berlin [u.&amp;amp;nbsp;a.], De Gruyter, Oldenbourg. ISBN 978-3-11-058219-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Dierk Lange: [http://dierklange.com/pdf/Classical_World-2-Hannover_2004de.pdf &amp;quot;West Africa and the Classical World - neglected contexts&amp;quot;] (PDF; 1,2&amp;amp;nbsp;MB)in: H. Bley &amp;#039;&amp;#039;et al.&amp;#039;&amp;#039; (Hg.), &amp;#039;&amp;#039;Afrika im Kontext: Weltbezüge in Geschichte und Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;, 19 Internationale Tagung des VAD, Hannover 2004, 20 S. (Transsaharahandel in der Antike).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsgeschichte (Afrika)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handelsgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehrsgeschichte (Afrika)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Karawanen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte der Sahara]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Haltung von Kamelen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehr (Sahara)]]&lt;/div&gt;</summary>
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