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	<title>Transnationalismus - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T04:14:22Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Transnationalismus&amp;diff=903679&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Carolin: /* Literatur */ Autorennamen verlinkt</title>
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		<updated>2025-11-12T15:34:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; Autorennamen verlinkt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Transnationalismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von [[Lateinische Sprache|lateinisch]] &amp;#039;&amp;#039;trans&amp;#039;&amp;#039; „durch, jenseits, hinüber“) ist ein Teilprozess der [[Globalisierung]] und bezeichnet in der [[Soziologie]] und ihren Nachbardisziplinen ein Bündel von Phänomenen, die aus sozialen [[Interaktion]]en über Grenzen von [[Nationalstaat]]en hinaus resultieren. Das Wort wird unspezifischer auch für globale Aktivitäten von Unternehmen und [[nichtstaatliche Organisation|nichtstaatlichen Organisationen]] oder allgemeiner von nichtstaatlichen Akteuren benutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Unterschiede des „Transnationalismus“ zum „[[Internationalismus]]“ (einem Programmpunkt der [[Arbeiterbewegung]]) und zum „[[Supranationalismus]]“ (einem [[völkerrecht]]lichen Begriff bestimmter überstaatlicher Zusammenschlussformen) sind sorgfältig zu beachten: „Internationalismus“ bezieht sich auf das [[Soziales Handeln|Handeln]] zwischen Staaten/staatlichen [[Akteur]]en, „Transnationalismus“ auf das Handeln nichtstaatlicher Akteure.&amp;lt;ref&amp;gt;Bernhard Zangl/[[Michael Zürn (Politikwissenschaftler)|Michael Zürn]]: &amp;#039;&amp;#039;Frieden und Krieg&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2003, S. 158–159, 88–90.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transnationale Migration ==&lt;br /&gt;
Der Ansatz der transnationalen [[Migration (Soziologie)|Migration]] wird seit den 1990er Jahren in der Forschung diskutiert. Vorher behandelte man die „einfachen“ Migranten, die ihren Wohnort auf Dauer wechselten (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Einwanderung in die Vereinigten Staaten|europäische Auswanderer in die USA]]), [[Remigration|Re-Migranten]], die nach einem längeren Aufenthalt wieder in ihre „Heimat“ zurückkehren (z. B. [[Gastarbeiter]]) und [[Diaspora]]-Migranten, die an eine Gruppe/Einrichtung gebunden (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Religion|religiös]] motiviert, Vertreibung) wandern und oftmals sozial isoliert leben. [[Migrationssoziologie#Wanderung, Migration und verwandte Begriffe|Transmigranten]] zeichnen sich durch einen regelmäßigen Wohnortswechsel zwischen zwei administrativen (meist Staats-)Grenzen aus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Konzept geht insofern neue Wege, als neben den reinen [[Push-Pull-Modell der Migration|Push-/Pull-Faktoren]] und den historisch-strukturellen Hintergründen, die Migranten als Akteure wahrgenommen werden, deren Entscheidungen [[Mixed Embeddedness|in plurilokale Netzwerke eingebettet]] und als Ergebnis (psychischer und physischer) Kosten zu sehen sind. Das bekannteste und am besten erforschte Beispiel transnationaler Migration ist die Wanderung von Millionen Mexikanern zwischen ihrem Heimatland und den USA.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Gabbert: Transnationale Migration – Interpretationsansätze und das Beispiel der Wanderungsbewegungen zwischen Mexiko und den USA. In: Lateinamerika Analysen 11, 2005.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Analyse von Migration als einem transnationalen Phänomen stehen transnationale Aktivitäten von Migranten auf politischer, ökonomischer und soziokultureller Ebene im Fokus. Zu soziokulturellen transnationalen Aktivitäten zählen beispielsweise Besuche und die Kontaktaufrechterhaltung mit Familie und Freunden im Auswanderungsland oder auch eine Mitgliedschaft in sozialen Organisationen im Auswanderungsland.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zum Beispiel: Eveline Reisenauer: &amp;#039;&amp;#039;Transnationale persönliche Beziehungen in der Migration: Soziale Nähe bei physischer Distanz&amp;#039;&amp;#039;, Springer VS, 2017, ISBN 978-3658-14490-6, S. 55.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nähere Bestimmungen ==&lt;br /&gt;
In der soziologischen [[Migrationsforschung]] wird damit das Phänomen gefasst, dass Arbeitsmigranten sich mit mehreren Nationen identifizieren und zwischen ihnen [[Soziales Netzwerk (Soziologie)|soziale Interaktionen]] auslösen. Im [[Brauchtum]] zeigt es sich z.&amp;amp;nbsp;B. in den &amp;#039;&amp;#039;parades&amp;#039;&amp;#039; (Umzügen) in [[New York City|New York]], die als stadttypisch gelten und als Feste von New Yorkern besucht werden, aber von immigrierten Minderheiten an nationalen irischen bzw. italienischen bzw. chinesischen Feiertagen stattfinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Transnationale [[Soziales Feld|soziale Felder]] sind plurilokale und diffuse soziale Räume, jedoch mit nicht vorübergehenden, hingegen dauerhaften sozialen Strukturen, die sich in [[Soziales Netzwerk (Soziologie)|sozialen Netzwerken]] abbilden. Diese machen Migrationen wahrscheinlicher, da sie die Kosten bzw. Risiken für zukünftige Immigranten verringern. Sie kanalisieren Informationen, stellen soziale Ressourcen bereit und können somit als [[soziales Kapital]] gelten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Problem der weltweiten Durchsetzung der [[Bürgerrecht]]e ist von [[Thomas Faist]] zur „transnationalen [[Soziale Frage|Sozialen Frage]]“ der Gegenwart erklärt worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Faist: &amp;#039;&amp;#039;The Transnational Social Question. Social Rights and Citizenship in a Global Context&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;International Sociology&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 24, H. 1, 2009, S. 7–35.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Michael Bommes]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Transnationalismus und Kulturvergleich&amp;#039;&amp;#039;, Themenheft von &amp;#039;&amp;#039;IMIS-Beiträge&amp;#039;&amp;#039;, 2000, H. 15, {{ISSN|0949-4723}}.&lt;br /&gt;
* Sandro Cattacin, Dagmar Domenig: &amp;#039;&amp;#039;Inseln transnationaler Mobilität. Freiwilliges Engagement in Vereinen mobiler Menschen in der Schweiz.&amp;#039;&amp;#039; Zürich: Seismo Verlag, Sozialwissenschaften und Gesellschaftsfragen,  2012, ISBN 978-3-03777-120-4.&lt;br /&gt;
* Sibel Kara, Olga Drossou (Hrsg.): [https://heimatkunde.boell.de/sites/default/files/dossier_transnationalismus_und_migration.pdf Online-Dossier „Transnationalismus und Migration“ im Auftrag der Heinrich-Böll-Stiftung].&lt;br /&gt;
* [[Helma Lutz]], Anna Amelina: &amp;#039;&amp;#039;Gender, Migration, Transnationalisierung. Eine intersektionelle Einführung&amp;#039;&amp;#039;. transcript, Bielefeld 2017, ISBN 978-3-8376-3796-0.&lt;br /&gt;
* [[Jürgen Nowak]]: &amp;#039;&amp;#039;Homo Transnationalis. Menschenhandel, Menschenrechte und Soziale Arbeit&amp;#039;&amp;#039;. Opladen Berlin Toronto 2014, ISBN 978-3-86649-473-2.&lt;br /&gt;
* Claudia Olivier-Mensah, Sarah Scholl-Schneider (Hrsg.): [https://www.tandfonline.com/toc/rtsr20/6/1-2?nav=tocList Transnational return? Family constellations, expectations and negotiations in remigration], Sonderheft von Transnational Social Review – A Social Work Journal, Jg. 6, H. 1/2, 2016.&lt;br /&gt;
* [[Ludger Pries]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Transnationalisierung der sozialen Welt. Sozialräume jenseits von Nationalgesellschaften&amp;#039;&amp;#039;, Suhrkamp, Frankfurt am Main 2008.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Transnationalismus und Migration&amp;#039;&amp;#039;. Sonderheft von &amp;#039;&amp;#039;traverse&amp;#039;&amp;#039; 2005, H. 1, {{ISSN|1420-4355}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Globalisierung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Migration]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziale Beziehung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Carolin</name></author>
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