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	<title>Translatio imperii - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T01:53:47Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Translatio_imperii&amp;diff=255175&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Tfjt: /* Translatio imperii im Mittelalter */ Ergänzung</title>
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		<updated>2026-02-24T12:12:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Translatio imperii im Mittelalter: &lt;/span&gt; Ergänzung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Redundanztext&lt;br /&gt;
|3=Vier-Reiche-Lehre&lt;br /&gt;
|4=Translatio imperii&lt;br /&gt;
|2=Dezember 2025|1=[[Benutzer:Braganza|Braganza]] ([[Benutzer Diskussion:Braganza|Diskussion]]) 10:55, 13. Dez. 2025 (CET)}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Translatio imperii&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{laS}} „Übertragung des Reichs“) ist eine [[politische Theorie]] der Antike, des Mittelalters und der frühen Neuzeit, der zufolge ein [[Weltreich]] das andere ablöst. Sie basiert auf der theologisch begründeten Geschichtsauffassung, dass Geschichte [[Linearität#In der Geschichtsphilosophie|linear]] verlaufe und eine Herrschaft eines Fürsten oder eines Landes stets zu einer Folgeherrschaft eines anderen Fürsten oder Landes führe. Bei dieser [[Eschatologie|eschatologischen]] Vorstellung unterschieden insbesondere mittelalterliche Geschichtsschreiber nicht zwischen göttlicher und weltlicher Geschichte, welche als untrennbare Einheit erachtet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== &amp;#039;&amp;#039;Translatio imperii&amp;#039;&amp;#039; im Mittelalter ==&lt;br /&gt;
Die Idee der &amp;#039;&amp;#039;translatio imperii&amp;#039;&amp;#039; basiert auf der [[Vier-Reiche-Lehre]], die wiederum auf das Buch [[Daniel]] {{Bibel|Dan|2|21}} zurückgeht. In seinem Kommentar zum Buch Daniel ordnete der [[spätantike]] Kirchenvater [[Hieronymus (Kirchenvater)|Hieronymus]] der Textstelle andere Reiche zu: [[Babylon]], [[Perserreich|Persien]], [[Antikes Griechenland|Griechenland]] und [[Römisches Reich|Rom]]. Nach dem letzten Reich sollte das [[Apokalypse|Weltende]] folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Untergang des Weströmischen Reiches]] im Jahre 476 bestand das [[Byzantinisches Reich|oströmisch/byzantinische Reich]] weiter. Die [[Sultan]]e sahen sich nach der [[Osmanisches Reich|osmanischen]] [[Eroberung von Konstantinopel (1453)]] in der Kontinuität des damit endgültig eroberten Oströmischen Reichs. Sultan [[Mehmed II.]] „der Eroberer“ brachte das durch die Übernahme des Kaisertitels zum Ausdruck. Auch die Idee [[Moskau]] als das „[[Drittes Rom|Dritte Rom]]“ zu sehen wird mit der &amp;#039;&amp;#039;translatio imperii&amp;#039;&amp;#039; verglichen, wobei diese erst nach 1500 auftaucht. Im [[Mittelalter]] wurde im Westen nach der Kaiserkrönung [[Karl der Große|Karls des Großen]] in Rom durch Papst [[Leo III. (Papst)|Leo III.]] am 25. Dezember 800 die Idee eines erneuerten Römerreichs vertreten, wonach das „4. Reich“ nicht untergegangen sei. Allerdings sind direkte Bezüge darauf, dass die römische Kaiserwürde auf die Franken übergegangen sei, erst um die Mitte des 9. Jahrhunderts greifbar. Später wurde auch das Vier-Reiche-Schema im eschatologischen Sinne wieder aufgenommen. Nach dem Zerfall des [[Fränkisches Reich|Frankenreichs]] trat schließlich im [[Frühmittelalter]] das [[Ostfrankenreich]] an dessen Stelle, dessen Herrscher [[Otto I. (HRR)|Otto I.]] 962 die Kaiserwürde erlangte. Die Vorstellung, dass das Imperium in der Nachfolge des Römerreichs stehen würde, kam aber erst im Laufe des 10./11. Jahrhunderts auf, und seit dem 13.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert wurde das Reich als [[Heiliges Römisches Reich]] bezeichnet. Noch im [[Spätmittelalter]] beriefen sich die römisch-deutschen Herrscher zu ihrer [[Legitimation (Politikwissenschaft)|Legitimation]] darauf, in der Nachfolge der antiken römischen Imperatoren zu stehen, die [[Reichsidee]] blieb auch danach noch lebendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit bezeichnet im Mittelalter &amp;#039;&amp;#039;translatio imperii&amp;#039;&amp;#039; in erster Linie die Übertragung der römischen Kaiserwürde, wobei auch eine kuriale Translationstheorie entstand, wonach das Kaisertum nur durch den Papst übertragen werden könne. Die Kaiser des Heiligen Römischen Reiches stützten sich auf ihre römischen Vorgänger und leiteten so ihre Befugnis ab, Gesetze zu erlassen. Im Zusammenhang mit dieser Lehre steht die Anwendung des [[Corpus iuris civilis]], eines Gesetzeswerkes des oströmischen Kaisers [[Justinian I.]] Die Vorschriften wurden zwar gewohnheitsrechtlich übernommen, im Mittelalter bestand aber das Bedürfnis, die Geltung dieser Rechtssätze auf eine Autorität zu stützen. So entstand die Legende, Kaiser Lothar habe dieses Gesetzeswerk wiederentdeckt und zu geltendem Recht erklärt ([[Lotharische Legende]]). Auf der Grundlage der &amp;#039;&amp;#039;translatio imperii&amp;#039;&amp;#039; erschien es auch konsequent, römisches Recht fortzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gelehrte unterschiedlicher Herkunft versuchten, ihr Land an das Ende einer Herrschaftskette zu setzen, und entwickelten alternative Interpretationen der &amp;#039;&amp;#039;translatio imperii&amp;#039;&amp;#039;:&lt;br /&gt;
* [[Otto von Freising]] (deutscher Bischof, 12. Jahrhundert): Rom → Byzanz → Frankenreich → [[Langobarden]]reich → Heiliges Römisches Reich&lt;br /&gt;
* [[Chrétien de Troyes]] (französischer Dichter, 12. Jahrhundert): Griechenland → Rom → Frankreich&amp;lt;ref&amp;gt;Chrétien de Troyes, &amp;#039;&amp;#039;[[Cligès]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Richard Aungerville|Richard de Bury]] (englischer Bischof, 14. Jahrhundert): „Athen“ (Griechenland) → Rom → „Paris“ (Frankreich) → [[Großbritannien (Insel)|Großbritannien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== &amp;#039;&amp;#039;Translatio imperii&amp;#039;&amp;#039; in der Neuzeit ==&lt;br /&gt;
In der Neuzeit setzten sich die aufstrebenden Großmächte [[Spanien]] (16. Jahrhundert), [[Frankreich]] (17. Jahrhundert) und [[England]] (17. Jahrhundert) in die Tradition der &amp;#039;&amp;#039;translatio imperii&amp;#039;&amp;#039;, teils im Glauben, als fünftes Reich das Königreich Gottes zu verwirklichen, teils ohne den [[Apokalypse|apokalyptischen]] Bezug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen trat eine weitere Auffassung hinzu, die der zivilisatorischen Westwanderung. Dem Lauf der Sonne folgend &amp;#039;&amp;#039;([[ex oriente lux]])&amp;#039;&amp;#039; hatte sich das sein Zeitalter beherrschende Land und damit Zentrum der damaligen [[Zivilisation]] immer weiter nach Westen verschoben, zum Beispiel &amp;#039;&amp;#039;Persien → Griechenland → Rom → Spanien&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Persien → Griechenland → Rom → England&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Auffassung war besonders in den jungen [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]] verbreitet. Die ehemaligen Kolonisten sahen sich und ihre Staatsform den [[Absolutismus|absolutistischen]] Systemen der [[Alte Welt|Alten Welt]] überlegen und leiteten daraus in ihrem Fortschrittsoptimismus einen Übergang der Zivilisation vom [[Britisches Weltreich|englischen Empire]] auf das fünfte Reich, &amp;#039;&amp;#039;god’s own country&amp;#039;&amp;#039;, ab. Für den Aufbau eines den Vorgängerimperien vergleichbaren Reiches war eine weitere Besiedlung des amerikanischen Kontinents nötig (siehe [[Manifest Destiny]]). Als Rechtfertigung für den amerikanischen [[Imperialismus]] um 1900 wurde die Idee wieder aufgegriffen, das „Licht der Zivilisation“ weiter nach Westen über den [[Pazifischer Ozean|Pazifik]] (zum Beispiel auf die [[Philippinen]]) zu tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vertreter des Gedankens eines fünften Reichs in Amerika waren zum Beispiel [[George Berkeley]] und [[Josiah Strong]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Restauratio imperii]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Werner Goez]]: &amp;#039;&amp;#039;Translatio Imperii. Ein Beitrag zur Geschichte des Geschichtsdenkens und der politischen Theorien im Mittelalter und in der frühen Neuzeit&amp;#039;&amp;#039;. Mohr Siebeck, Tübingen 1958, {{DNB|451597591}} (zugleich Dissertation, Universität Frankfurt am Main).&lt;br /&gt;
* {{LexMA|8|944|946|Translatio Imperii|[[Heinz Thomas (Historiker)|Heinz Thomas]]}}&lt;br /&gt;
* Cristian Bratu: &amp;#039;&amp;#039;Translatio, autorité et affirmation de soi chez Gaimar, Wace et Benoît de Sainte-Maure&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;The Medieval Chronicle&amp;#039;&amp;#039;. Band 8, 2013, S. 135–164.&lt;br /&gt;
* Marie Oellig: &amp;#039;&amp;#039;Die Sukzession von Weltreichen. Zu den antiken Wurzeln einer geschichtsmächtigen Idee&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Oriens et Occidens]].&amp;#039;&amp;#039; Band 38). Franz Steiner, Stuttgart 2023, ISBN 978-3-515-13195-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [[Edgar Hösch]]: [https://d-nb.info/1031263403/34 &amp;#039;&amp;#039;Die Idee der Translatio Imperii im Moskauer Russland&amp;#039;&amp;#039;]. In: [[Europäische Geschichte Online]], hrsg. vom [[Leibniz-Institut für Europäische Geschichte]], 2010.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4185907-8|LCCN=|NDL=|VIAF=}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Recht (Mittelalter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichspublizistik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politische Ideengeschichte (Mittelalter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsgeschichte der Frühen Neuzeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nachfolgestaaten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Tfjt</name></author>
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