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	<title>Transferable Loan Facilities - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-27T16:14:04Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Transferable_Loan_Facilities&amp;diff=689803&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wowo2008: +Kat.</title>
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		<updated>2023-10-20T09:34:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+Kat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Transferable Loan Facilities&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{deS|„übertragbare Kredite“}}) ist im [[Bankwesen]] der [[Anglizismus]] für [[Kredit]]e, die vom [[Kreditgeber]] durch entsprechende Gestaltung des [[Kreditvertrag]]s von diesem Kreditgeber an einen anderen Kreditgeber übertragen werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Kreditforderungen sind im Regelfall dazu bestimmt, als Bestandteil des [[Anlagebuch]]s eines [[Kreditinstitut]]s vom Zeitpunkt der Krediteinräumung bis zur [[Tilgung (Geldverkehr)|Kreditrückzahlung]] im Bestand gehalten zu werden (in der [[Bankbilanzierung|Bankbilanz]]: [[Kategorie (IFRS)#Held to Maturity (HtM)|Kategorie „held to maturity“, „im Bestand bis zur Fälligkeit“]]). Hierbei haben die Kreditinstitute die feste Absicht und Fähigkeit ([[International Accounting Standards|IAS]] 39.9), die Kredite bis zur [[Fälligkeit]] im Bestand zu halten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=CsowHG5sj6sC&amp;amp;pg=PA479&amp;amp;lpg=PA479&amp;amp;dq=ifrs+held+to+maturity&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=PRvHR9njQn&amp;amp;sig=PUD0IyN4sFSMca--sbwVVNBrlng&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=qmAFS_jOD5XQmgPat6y5Cg&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result#v=onepage&amp;amp;q=ifrs%20held%20to%20maturity&amp;amp;f=false Edgar Löw (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Rechnungslegung für Banken nach IFRS: Praxisorientierte Einzeldarstellungen&amp;#039;&amp;#039;, 2005, S. 479]&amp;lt;/ref&amp;gt; Das wird durch den Umstand untermauert, dass Kreditforderungen naturgemäß nicht so fungibel sind wie die in [[Anleihe]]n verbrieften [[Forderung]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es kann jedoch für Kreditinstitute eine Situation eintreten, in der eine höhere [[Fungibilität]] von Krediten wünschenswert erscheint. Hat sich etwa das [[Kreditrisiko]] im [[Kreditportfolio]] durch [[Klumpenrisiko|Klumpenrisiken]] oder [[Granularität (Kredit)|Granularität]] verschlechtert oder bestimmte Kredite sind ausfallgefährdet ([[notleidende Kredite]]) oder die [[Bankbilanzierung|Bankbilanz]] soll zum Zwecke der Verbesserung der [[Kernkapitalquote]] entlastet werden, so kann ein [[Kredithandel]] nur stattfinden, wenn die betroffenen Kredite übertragbar sind. Transferable Loan Facilities entstanden im August 1984 bei einer [[Restrukturierung|Umstrukturierung]] eines Eurokredits an die irische „Telecom Éireann“ und stellten eine Weiterentwicklung im Bereich des syndizierten Eurokredits dar. Bis zu jener Zeit konnte ohne eine entsprechende Vertragsgestaltung („Abtretungsklausel“) ein Konsorte sein Risiko nur durch Unterbeteiligung ({{enS|„Sub-participation“}}) Dritter verringern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten ==&lt;br /&gt;
Transferable Loan Facilities sind ausdrücklich übertragbar gestaltete Kredite, die am Markt in zwei Arten auftreten. Während &amp;#039;&amp;#039;Transferable Loan Instruments&amp;#039;&amp;#039; (TLI) den Charakter eines [[Wertpapier]]s aufweisen, können die Ansprüche der Bank aus &amp;#039;&amp;#039;Transferable Loan Certificates&amp;#039;&amp;#039; (TLC) nur aus dem Kreditvertrag heraus geltend gemacht werden. Das geschieht durch eine Umwandlung des Schuldverhältnisses im Rahmen der [[Novation]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=0WrLBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA162&amp;amp;dq=Transferable+Loan+Facilities&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0CCUQ6AEwAWoVChMIiZTIzrKrxwIVC41yCh1CWgLT#v=onepage&amp;amp;q=Transferable%20Loan%20Facilities&amp;amp;f=false Hans E. Büschgen/Kurst Richolt, &amp;#039;&amp;#039;Handbuch des internationalen Bankgeschäfts&amp;#039;&amp;#039;, 1989, S. 162]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtsfragen ==&lt;br /&gt;
Vor 1984 sahen Kreditverträge meist keine Übertragbarkeit von Krediten vor, weil die Banken die Absicht verfolgten, die gewährten Kredite bis zur endgültigen Tilgung im eigenen Bestand zu halten. Stand dann doch eine Übertragung von Krediten an, traf dies auf Hindernisse. Die Schwierigkeiten der Übertragung der Rechte und Pflichten einer Bank aus dem Darlehensvertrag durch Unterbeteiligung, [[Abtretung (Deutschland)|Abtretung]] und Novation hatten zu der Überlegung geführt, die Verkaufsfähigkeit von Krediten bereits von Anfang an in den [[Konsortialkredit|(Konsortial-)Kreditvertrag]] einzubauen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=TJblQyFL_LEC&amp;amp;pg=PA66&amp;amp;dq=Transferable+Loan+Facilities&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0CDIQ6AEwA2oVChMIiZTIzrKrxwIVC41yCh1CWgLT#v=onepage&amp;amp;q=Transferable%20Loan%20Facilities&amp;amp;f=false Manuel Lorenz, &amp;#039;&amp;#039;Unterbeteiligungen an Krediten im Common Law und im Civil Law&amp;#039;&amp;#039;, 1993, S. 66]&amp;lt;/ref&amp;gt; Heute enthalten die Kreditverträge meistens eine [[Klausel (Recht)|Klausel]], durch die eine [[Übertragbarkeit]] ausdrücklich zulässig ist. Dabei handelt es sich um die Abtretungsklausel ({{enS|&amp;#039;&amp;#039;Transfer Clause&amp;#039;&amp;#039;}} oder {{enS|&amp;#039;&amp;#039;Assignment Clause&amp;#039;&amp;#039;}}), die einen Bestandteil der Muster-Kreditverträge der [[Loan Market Association]] (LMA) darstellt. Sie ermöglicht dem Konsorten die Übertragung des Kredits im Wege der Abtretung ({{enS|&amp;#039;&amp;#039;Transfer&amp;#039;&amp;#039;}} oder {{enS|&amp;#039;&amp;#039;Assignment&amp;#039;&amp;#039;}}) auf einen neuen Gläubiger, der in alle Rechte und Pflichten anstelle des alten Gläubigers eintritt. Die Abtretungsklausel kann dahingehend gestaltet werden, dass der Konsortialführer und/oder der [[Kreditnehmer]] einer Abtretung zustimmen müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Internationales Privatrecht|internationale Privatrecht]] oder das [[Common Law]] gestatten Abtretungsklauseln ohne jede Einschränkung. Gilt deutsches Recht, müssen die verwendeten Klauseln der Kreditinstitute den Bestimmungen des [[Risikobegrenzungsgesetz]]es vom Juni 2008 entsprechen (siehe [[Kredithandel#Risikobegrenzungsgesetz|Kredithandel]]). Im Kreditvertrag, insbesondere bei Konsortialkrediten wird ausdrücklich vereinbart, dass ein Verkauf der Forderung möglich oder vorgesehen ist. Beim TLI geschieht die Übertragung durch einfache Abtretung, beim TLC erfolgt die Übertragung der Gläubigerrechte durch Novation. Der Käufer einer solchen Kreditforderung erwirbt durch die Abtretungsklausel unmittelbare [[Recht]]e und [[Pflicht (Recht)|Pflichten]] gegenüber dem Kreditnehmer aus dem Kreditvertrag,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=gurNBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA568&amp;amp;dq=Transferable+Loan+Facilitiy+recht&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0CEMQ6AEwBmoVChMIntCd2tWvxwIVpA9yCh3Y-wXc#v=onepage&amp;amp;q=Transferable%20Loan%20Facilitiy%20recht&amp;amp;f=false Wolfgang Grill/Ludwig Gramlich/Roland Eller, &amp;#039;&amp;#039;Gabler Bank Lexikon: Bank, Börse, Finanzierung&amp;#039;&amp;#039;, 1995, S. 568]&amp;lt;/ref&amp;gt; während der Verkäufer nach Übertragung nicht mehr beteiligt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zweck ==&lt;br /&gt;
Abtretungsklauseln sind die entscheidende formelle Voraussetzung für den Kredithandel. Die Klauseln flexibilisieren das Kreditportfolio einer Bank, weil sie die Übertragung eines Kredits oder mehrerer Kredite („Kreditpakete“) an andere Gläubiger ermöglichen. Dies kann notwendig werden, um über den Zeitablauf eingetretene Risikoerhöhungen wieder auszugleichen. Das Risiko erhöht sich nicht nur durch eine sich verschlechternde wirtschaftliche Lage von Kreditnehmern („[[Ratingmigration]]“), sondern auch durch verschlechterte Klumpenrisiken und Granularität. Auch eine bloße Verbesserung der Kernkapitalquote kann Grund für den Verkauf von Krediten darstellen, ohne dass es zu einer Risikoerhöhung gekommen sein muss. Transferable Loan Facilities gehören zur [[Verbriefung]], können jedoch einen negativen Effekt auf das [[Relationship Banking]] ausüben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bankwesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Risikomanagement (Bank)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kreditgeschäft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Englische Phrase]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wowo2008</name></author>
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