<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Traditionspapier</id>
	<title>Traditionspapier - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Traditionspapier"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Traditionspapier&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-08T01:40:50Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Traditionspapier&amp;diff=580792&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Traditionspapier&amp;diff=580792&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-12-23T15:04:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Traditionspapiere&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; werden in Deutschland [[Wertpapier]]e genannt, die einen [[Herausgabeanspruch]] auf bewegliche [[Sache (Recht)|Sachen]] [[Verbriefung|verbriefen]] und zugleich die Sache selbst in der Weise ersetzen, dass über sie durch [[Übergabe (Sachenrecht)|Übergabe]] des Papiers [[Verfügungsgeschäft|verfügt]] werden kann. [[Handelsrecht (Deutschland)|Handelsrechtlich]] gehören sie zu den gekorenen [[Orderpapier]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Der Begriff „Traditionspapiere“ ist missverständlich, weil angenommen werden kann, dass sie etwas mit [[Tradition]] in der allgemeinen Bedeutung des Begriffs zu tun haben könnten. Zwar fußen beide auf demselben lateinischen Verb für [[Übergabe (Sachenrecht)|Übergabe]] ({{laS|&amp;#039;&amp;#039;traditio&amp;#039;&amp;#039;}}), doch ist bei Traditionspapieren der Lieferanspruch auf [[Ware]]n, der durch Übergabe des Papiers übertragen werden kann, gemeint ({{enS|&amp;#039;&amp;#039;trade&amp;#039;&amp;#039;}}). Sie werden auch als &amp;#039;&amp;#039;Dispositionspapiere&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, weil sie die Verfügung über die in ihnen verbrieften Waren ermöglichen. Die Traditionspapiere unterscheidet von den übrigen gekorenen Orderpapieren die Besonderheit, dass sie neben den wertpapierrechtlichen Wirkungen auch [[Sachenrecht (Deutschland)|sachenrechtliche]] Auswirkungen entfalten.&amp;lt;ref&amp;gt;Lutz Sedatis: [http://books.google.de/books?id=E0Pszembj4AC&amp;amp;pg=PA183&amp;amp;lpg=PA183&amp;amp;dq=traditionspapiere&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=8a_LVaAVMK&amp;amp;sig=LNUcmFI1TiHKnq5RnO1hWnQKIfM&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=X92HS47kAY6b_AbJl5HqBg&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=7&amp;amp;ved=0CBMQ6AEwBjgK#v=onepage&amp;amp;q=traditionspapiere&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Einführung in das Wertpapierrecht&amp;#039;&amp;#039;], 1988, S.&amp;amp;nbsp;183&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtsgrundlagen ==	&lt;br /&gt;
Wertpapiere verbriefen allgemein ein [[Geld]]- oder [[Vermögen (Wirtschaft)|Vermögensrecht]]. Dieses Vermögensrecht besteht bei Traditionspapieren konkret aus Waren. Als gekorene Orderpapiere repräsentieren sie schwimmende oder lagernde Waren, sofern sich diese Waren beim [[Verfrachter]], [[Frachtführer]] oder [[Lagerhalter]] mindestens im [[Besitz (Deutschland)#Unmittelbarer und mittelbarer Besitz|mittelbaren Besitz]] befinden. Die Traditionswirkung setzt mithin voraus, dass der Frachtführer oder Lagerhalter die Ware übernommen hat, also mindestens mittelbarer Besitzer geworden ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Josef Wieling: [http://books.google.de/books?id=491ERbyyTdQC&amp;amp;pg=PA114&amp;amp;lpg=PA114&amp;amp;dq=traditionspapiere&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=GBmfEDM5eG&amp;amp;sig=N8zJ3H1tFMOqPGv7CnoSh8Ul-94&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=dtmHS-flEKHqmwOhw6DTCw&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=10&amp;amp;ved=0CCUQ6AEwCQ#v=onepage&amp;amp;q=traditionspapiere&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Sachenrecht&amp;#039;&amp;#039;], 2007, S.&amp;amp;nbsp;114&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Orderpapiere sind dadurch gekennzeichnet, dass sie das mit ihnen verbriefte Geld- oder Vermögensrecht repräsentieren. Wer rechtmäßiger [[Inhaber]] der [[Urkunde]] ist, hat einen Anspruch an den Aussteller der Urkunde auf [[Leistung (Recht)|Leistung]] des verbrieften Rechts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff Traditionspapier wird vom Gesetz als [[Legaldefinition]] verwendet, denn {{§|448|hgb|juris}} [[Handelsgesetzbuch|HGB]] spricht beim Ladeschein davon, dass die „Übergabe des Ladescheins an denjenigen, den der Ladeschein zum Empfang des Gutes legitimiert, hat, wenn das Gut von dem Frachtführer übernommen ist, für den Erwerb von Rechten an dem Gut dieselben Wirkungen wie die Übergabe des Gutes.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten ==&lt;br /&gt;
Im Gesetz sind die Arten der Traditionspapiere abschließend aufgezählt. Es handelt sich rechtlich um [[kaufmännische Anweisung]]en, dazu gehören der [[Ladeschein]] ({{§|443|hgb|juris}} HGB), auch wenn er nicht an Order gestellt ist, das [[Konnossement]] ({{§|515|hgb|juris}} HGB) und der [[Orderlagerschein]] ({{§|475c|hgb|juris}} HGB), jeweils in Verbindung mit {{§|363|hgb|juris}} HGB. Der Ladeschein ist der Nachweis im deutschen [[Frachtrecht]] (z.&amp;amp;nbsp;B. in der [[Binnenschifffahrt]]) darüber, dass der [[Frachtführer]] bestimmte Waren zum Transport übernommen hat. Das Konnossement weist nach, dass der Verfrachter bestimmte Waren zum Transport auf See übernommen hat. Der Lagerschein beweist wiederum die [[Einlagerung]] bestimmter Waren in einem [[Bodenspeicher|öffentlichen Lagerhaus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Übertragung und Geltendmachung ==&lt;br /&gt;
Als (gekorene) Orderpapiere lauten diese Traditionspapiere auf einen bestimmten Namen. Dieser Begünstigte ist zunächst als [[Eigentümer]] alleine berechtigt, die in der Urkunde verbriefte Ware vom Besitzer (Verfrachter, Frachtführer oder Lagerhalter) gegen Vorlage der Urkunde heraus zu verlangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ihrer Funktion als (gekorene) Orderpapiere können sie durch [[dingliche Einigung]], [[Indossament]] und Übergabe des Papiers an einen neuen Erwerber rechtmäßig übertragen werden. Der neue Erwerber ist dann kraft Gesetzes nicht nur Inhaber der Urkunde, sondern automatisch auch Eigentümer der entsprechenden Waren. Der Eigentümer kann durch Vorlage der Urkunde vom Verfrachter, Frachtführer oder Lagerhalter die Herausgabe der in ihrem Besitz befindlichen Waren verlangen ({{§|985|bgb|juris}} [[Bürgerliches Gesetzbuch|BGB]]). Der Besitzer ist lediglich verpflichtet, die äußere Form der Indossamente zu überprüfen, was durch Prüfung der Lückenlosigkeit der Indossamentenkette zu erfolgen hat. Fehlt die positive [[Orderklausel]], dann sind die Traditionspapiere wie [[Namenspapier|Rektapapiere]] zu behandeln. Dies kann insbesondere beim Lagerschein und beim Konnossement vorkommen, sodass eine Übertragung nur durch [[Einigung]], [[Zession (Deutschland)|Zession]] und Übergabe möglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Traditionswirkung besteht unabhängig davon, ob Konnossement oder Ladeschein als Order- oder [[Namenspapier|Rektapapier]] ausgestaltet sind; nur beim Orderlagerschein ist zur Entfaltung der Traditionswirkung erforderlich, dass er von einer zur Ausstellung ermächtigten Lageranstalt ausgestellt ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;abraham&amp;quot;&amp;gt;Hans Jürgen Abraham: [http://books.google.de/books?id=ofCL4g4bzXgC&amp;amp;pg=PA172&amp;amp;lpg=PA172&amp;amp;dq=Traditionspapiere&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=-Dbhyg4056&amp;amp;sig=cVJbQC093DmE3n-_mj33_R60Sig&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=GoCLS7rMLpT6mAOx8dm0BA&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=3&amp;amp;ved=0CAkQ6AEwAjge#v=onepage&amp;amp;q=Traditionspapiere&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Das Seerecht&amp;#039;&amp;#039;], 1974, S.&amp;amp;nbsp;172.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Verpflichtung zur Auslieferung der beförderten Waren an den jeweils berechtigten Inhaber des Traditionspapiers erkennt der Frachtführer, Verfrachter oder Lagerhalter die Sachherrschaft des Inhabers an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;abraham&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wurde dem Eigentümer das [[Gut (Wirtschaftswissenschaft)|Gut]] gestohlen, ist es verloren gegangen oder sonst wie abhandengekommen, ist ein [[Gutgläubiger Erwerb vom Nichtberechtigten|gutgläubiger Erwerb]] durch Übergabe des Papiers nach {{§|935|bgb|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;1 BGB nicht möglich. Gutgläubiger Eigentumserwerb am abhandengekommenen Traditionspapier ist nur möglich, wenn das Gut nicht abhandengekommen war ({{§|365|hgb|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;1 HGB in Verbindung mit {{Art.|16|wg|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;2 [[Wechselgesetz|WG]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Adolf Baumbach]]: &amp;#039;&amp;#039;Handelsgesetzbuch. Mit GmbH &amp;amp; Co., Handelsklauseln, Bank- und Börsenrecht, Transportrecht (ohne Seerecht)&amp;#039;&amp;#039;. Bearbeitet von [[Klaus J. Hopt]] und [[Hanno Merkt]]. Neuauflage mit reformierten Bilanzrecht (BilMoG) sowie unter Berücksichtigung des ARUG, SchVFalschberG, VorstAG, ZahlungsdiensteUmsetzG u. v. a. 34. neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Beck, München 2010, ISBN 978-3-406-59034-4, (&amp;#039;&amp;#039;Beck’sche Kurz-Kommentare&amp;#039;&amp;#039; 9).&lt;br /&gt;
* [[Carl Creifelds]]: &amp;#039;&amp;#039;Rechtswörterbuch&amp;#039;&amp;#039; = &amp;#039;&amp;#039;Creifelds Rechtswörterbuch&amp;#039;&amp;#039;. Herausgegeben von Klaus Weber. 19. neu bearbeitete Auflage. Beck, München 2007, ISBN 978-3-406-55392-9, Stichwort: &amp;#039;&amp;#039;Traditionspapier&amp;#039;&amp;#039; (und weitere Stichworte wie &amp;#039;&amp;#039;Orderpapier&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Wertpapier&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Lagerschein&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Ladeschein&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Konnossement&amp;#039;&amp;#039;), (Parallel als CD-ROM-Ausgabe erschienen).&lt;br /&gt;
* Robert Darreye: &amp;#039;&amp;#039;Die dingliche Wirkung der handelsrechtlichen Traditionspapiere&amp;#039;&amp;#039;. R. Noske, Borna-Leipzig 1907, (Heidelberg, Univ., Jur. Diss., 4. Mai 1907).&lt;br /&gt;
* [[Ernst Heymann]]: &amp;#039;&amp;#039;Die dingliche Wirkung der handelsrechtlichen Traditionspapiere&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Festgabe für [[Felix Dahn]] zu seinem fünfzigjährigen Doktorjubiläum&amp;#039;&amp;#039;. Gewidmet von gegenwärtigen und früheren Angehörigen der Breslauer Juristischen Fakultät. Band 3: &amp;#039;&amp;#039;Recht der Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;. Marcus, Breslau 1905, S.&amp;amp;nbsp;135&amp;amp;nbsp;ff., (Auch Separatum).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wertpapierrecht (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wertpapier]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
	</entry>
</feed>