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	<title>Trachyt - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T11:26:09Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Trachyt&amp;diff=216011&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Seth Cohen am 10. März 2024 um 22:08 Uhr</title>
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		<updated>2024-03-10T22:08:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Mineraly.sk - trachyt.jpg|mini|Trachyt]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Selters-Trachyt.jpg|mini|Selters-Trachyt aus [[Selters (Westerwald)]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Trachyte valkeřice cz.jpg|mini|Algersdorf-Trachyt aus der Lagerstätte bei [[Valkeřice]] (Tschechien)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Streckeisen Trachyte.svg|mini|Trachyt im Streckeisendiagramm]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Trachyt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, abgeleitet vom [[Altgriechische Sprache|griechischen]] Wort {{lang|grc|τραχύς}} &amp;#039;&amp;#039;trachys&amp;#039;&amp;#039; mit der Bedeutung „rau“, ist ein [[Vulkanit|vulkanisches Gestein]]. Er wurde zum ersten Mal vom französischen Mineralogen [[Alexandre Brongniart]] im Jahr 1813 beschrieben und benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie und Geschichte ==&lt;br /&gt;
Als [[Typlokalität]] dienten Alexandre Brongniart für seine Beschreibung [[Vulkanit]]e aus der [[Auvergne]]. Bei der Abkühlung von Trachyten bildet die entweichende Gasphase winzige, unregelmäßige Hohlräume, die dem Gestein im frischen Bruch dann ein recht raues, zackiges Äußeres verleihen – daher erklärt sich auch Brongniarts Wortschöpfung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Bezeichnungen für Trachyt, wie z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;Orthophyr&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Orthoporphyr&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Orthoklasporphyr&amp;#039;&amp;#039;, sind veraltet und sollten nicht mehr verwendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chemische Zusammensetzung ==&lt;br /&gt;
Chemisch ist Trachyt mit dem [[Plutonit|Tiefengestein]] [[Syenit]] identisch und stellt dessen an der Erdoberfläche erstarrtes Äquivalent dar. Im QAPF-Klassifikationsdiagramm nach [[Streckeisendiagramm|Streckeisen]] liegt Trachyt in &amp;#039;&amp;#039;Feld 7&amp;#039;&amp;#039;. Ist jedoch seine modale Zusammensetzung nicht erkennbar, wird er chemisch durch das [[TAS-Diagramm|TAS]]-Feld &amp;#039;&amp;#039;T&amp;#039;&amp;#039; definiert. Sein SiO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Gehalt schwankt zwischen 57,6 und 69 Gewichtsprozent und ist geringer als der von [[Rhyolith]]. Die Alkalioxide Na&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O und K&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O betragen mehr als 7 Gewichtsprozent und sind damit höher als im [[Dacit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mineralogischer Aufbau ==&lt;br /&gt;
Trachyt besteht hauptsächlich aus [[Alkalifeldspat]] ([[Sanidin]] und [[Orthoklas]]) und [[natrium]]reichem [[Plagioklas]], wobei ersterer überwiegt. Beträgt der Anteil von Alkalifeldspat gegenüber Plagioklas über 90 Volumenprozent, spricht man von einem &amp;#039;&amp;#039;Alkalifeldspattrachyt&amp;#039;&amp;#039; (Feld 6 im Streckeisendiagramm). Weiterhin können bis zu 20 % Quarz (&amp;#039;&amp;#039;Quarztrachyt&amp;#039;&amp;#039; beziehungsweise &amp;#039;&amp;#039;Quarz-Alkalifeldspattrachyt&amp;#039;&amp;#039;) oder bis zu 10 % [[Mineral]]e der [[Foide|Foidgruppe]] (&amp;#039;&amp;#039;Foid-führender Trachyt&amp;#039;&amp;#039; beziehungsweise &amp;#039;&amp;#039;Foid-führender Alkalifeldspattrachyt&amp;#039;&amp;#039;) hinzukommen. Untergeordnet auftretende [[Mafische Minerale|mafische]] Bestandteile sind [[Klinopyroxen]], [[Hornblende]], [[Biotit]], [[Olivin|Fayalit]] und andere. Aufgrund des [[Modaler Mineralbestand|Mineralbestandes]] ergibt sich eine helle bis hellgraue Gesteinsfarbe. Frisch angeschlagen können sie auch mittel- bis dunkelgrau sein. Häufig ist [[porphyrisches Gefüge]] mit Einsprenglingen der genannten Minerale in einer [[Vulkanisches Glas|glasigen]] oder feinkörnigen Feldspat-Grundmasse zu beobachten. In dieser kommen noch Erz, [[Apatit]] sowie gelegentlich Biotit und [[Titanit]] vor. Manche Ausprägungen dieser Art werden als &amp;#039;&amp;#039;Rhombenporphyr&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet und sind als Bestandteil skandinavischer [[Geschiebe]] bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trachyt kann aber auch in Form von [[Obsidian]] oder als [[Pyroklastika|pyroklastisches Gestein]] (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Bimsstein]]) auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
Trachyt ist ein verbreitetes [[Gestein]] in zahlreichen Vulkangebieten weltweit. In Deutschland sind insbesondere die Vorkommen im [[Westerwald]] und im [[Siebengebirge]] zu nennen. Im hessischen [[Vogelsberg]] wurde in der Nähe des [[Hoherodskopf]]es, eines 14 Millionen Jahre alten Vulkanschlots aus Basalt, bei einer Bohrung in über 200 Meter Tiefe eine aus Trachyt bestehende [[Intrusion (Geologie)|Intrusion]] identifiziert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.vogelsberg-touristik.de/Forschung.368.0.html |wayback=20120301163256 |text=Die Forschungsbohrung am Rehberg |archiv-bot=2019-05-19 03:46:17 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Oberflächlich ist er dort allerdings kaum verbreitet und tritt im Wesentlichen nur an zwei Stellen (an der Flösser Schneise östlich des Hoherodskopfes und am Häuserhof bei Nidda) auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=T. Reischmann, A. Schraft |Titel=Der Vogelsberg – Geotope im größten Vulkangebiet Mitteleuropas |Hrsg=Hessisches Landesamt für Umwelt und Geologie |Ort=Wiesbaden |Datum=2009 |ISBN=978-3-89026-359-5 |Seiten=135-138, 175-176}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits in römischer Zeit wurde der Trachyt vom [[Drachenfels (Siebengebirge)|Drachenfels]] abgebaut, im Mittelalter war der Drachenfels-Trachyt der wichtigste Baustein für statisch beanspruchte Bauteile ab dem Siebengebirge rheinabwärts. Im frühen 13.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert begann man mit dem Abbau des Trachytes in [[Wölferlingen]] für Kloster [[Abtei Marienstatt|Marienstatt]]. Später kamen Abbaue in [[Selters (Westerwald)]] (seit etwa 1770) und in [[Weidenhahn]] (1848) hinzu. Weitere Abbauorte liegen in [[Reimerath]] bei Mayen in der [[Eifel]]. Über die Flüsse wurde der Stein ins Rheinland und bis in die Niederlande verschifft. Die romanischen Kirchen zu Köln wurden, da sich der Drachenfelser Bruch im 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert erschöpft hatte, in der Regel mit Selterser Trachyt nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut. Dies betraf Bauteile mit tragender Funktion, die Wände wurden wie bei den zerstörten mittelalterlichen Kirchen mit Tuffstein, zumeist [[Weiberner Tuff]] aufgemauert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trachyt wurde auch in Südhessen gewonnen, so an der [[Aufgelassener Steinbruch (Eppertshausen)|Sporneiche]] zwischen Eppertshausen und Messel, am [[Hoher Berg (Heusenstamm)|Hohen Berg in Heusenstamm]] und vermutlich auch im benachbarten [[Gravenbruch]], dessen Namen vom „grauen Bruch“, also Trachyt, herrührt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Europa gibt es relativ wenig Abbauorte: In Italien wird – so weit außerhalb der geschützten Zone des [[Parco regionale dei Colli Euganei|Naturparks]] – in den [[Euganeische Hügel|Euganeischen Hügeln]] bei [[Padua]] und in [[Bosa]] auf [[Sardinien]], in Norwegen bei [[Modum]] in der Nähe von [[Oslo]] und in Tschechien bei [[Jindřichovice|Heřmanov (Hermannsdorf) bei Karlovy Vary]] und in Frankreich in der [[Auvergne]] Trachyt abgebaut. Weitere Vorkommen befinden sich bei [[Cripple Creek (Colorado)|Cripple Creek]] im US-Bundesstaat Colorado und auf der Insel [[Teneriffa]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bonewitz, Ra., Burgess, Linda., Astor, Ellen |Titel=Steine &amp;amp; Mineralien : [Gesteine, Mineralien, Edelsteine, Fossilien] |Verlag=Dorling Kindersley |Ort=München |Datum=2009 |ISBN=978-3-8310-1469-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trachyt wird für [[Kirchenausstattung]]en, Fassaden, Böden und im Gartenbereich eingesetzt. Er ist frostbeständig und beschränkt polierfähig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Natursteinsorten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Cassius florentius muenster bonn 20080509.jpg|mini|Trachyt für die Ausmauerung der Rundbögen des [[Bonner Münster]]s. Im Vordergrund die Büsten der beiden Bonner Märtyrer [[Cassius und Florentius]]]]&lt;br /&gt;
* Trachyt Weidenhahn ([[Weidenhahn]] in [[Rheinland-Pfalz]])&lt;br /&gt;
* [[Selters-Trachyt]] ([[Selters (Westerwald)]])&lt;br /&gt;
* [[Teplá]] (Heřmanovský trachyt) (Tschechien)&lt;br /&gt;
* [[Valkeřice|Algersdorf]] (Valkeřický trachyt) (Tschechien)&lt;br /&gt;
* Trachite dei Colli Euganei ([[Padua]], Italien)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Gesteine]]&lt;br /&gt;
* [[Vulkanismus]]&lt;br /&gt;
* [[Lava]]&lt;br /&gt;
* [[Tuff]]&lt;br /&gt;
* [[Trachyte Hill]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Richard V. Dietrich, Brian J. Skinner: &amp;#039;&amp;#039;Die Gesteine und ihre Mineralien. Ein Einführungs- und Bestimmungsbuch.&amp;#039;&amp;#039; Ott, Thun 1984, ISBN 3-7225-6287-2.&lt;br /&gt;
* Walter Maresch, Olaf Medenbach: &amp;#039;&amp;#039;Gesteine&amp;#039;&amp;#039;. Unter Mitarbeit von Hans Dieter Trochim. Herausgegeben von [[Gunter Steinbach]]. Neue, bearbeitete Sonderausgabe. Mosaik-Verlag, München 1987, ISBN 3-576-10699-5 (&amp;#039;&amp;#039;Steinbachs Naturführer&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Trachyte|Trachyt}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vulkanisches Gestein]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Seth Cohen</name></author>
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