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	<title>Trabharnisch - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2024-11-24T14:32:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;link&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Haenel Kostbare Waffen Tafel 03.jpg|miniatur|Trabharnische des Kurfürsten [[August (Sachsen)|August von Sachsen]]. Links: Modell von 1546 mit Schlaghaube, rechts: um 1567 mit Sturmhaube]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Trabharnisch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pferdschützenharnisch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird ein bei der leichten [[Kavallerie|Reiterei]] des 16. und frühen 17. Jahrhunderts gebräuchlicher [[Rüstung (Schutzkleidung)|Rüstung]]styp mitteleuropäischen Ursprungs bezeichnet. Vom Trabharnisch zu unterscheiden ist der [[Harnisch|Harnasch]] des Infanterie-Offiziers sowie der [[Küriss|Feldküriss]] des schweren Reiters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Trabharnische kamen gegen Mitte des 16. Jahrhunderts als charakteristische [[Schutzwaffe|Schutzbewaffnung]] der „[[Schwarze Reiter|Schwarzen Reiter]]“ auf, die eine mit [[Radschloss]]pistolen kämpfende, auf Feuerkraft und Mobilität ausgerichtete Truppengattung bildeten. Die anfänglich primär im niederdeutschen Raum gefertigten Harnische der „Schwarzen Reiter“ waren meist geschwärzt, wodurch sich die Bezeichnung für diese leichte Reitertruppe begründete.&amp;lt;ref&amp;gt;Beaufort-Spontin: &amp;#039;&amp;#039;Harnisch und Waffe Europas.&amp;#039;&amp;#039; 1982, S. 32.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Kampfweise ihrer Träger entsprechend, entfiel bei den Trabharnischen der als Auflager für die schwere Lanze dienende [[Rüsthaken]], auch das zum Feldküriss dieser Zeit gehörige [[Armzeug|Arm-]] und [[Beinzeug]] wurde weggelassen. Zu den Bestandteilen einer auf diese Weise erleichterten Reiterrüstung zählten eine offene [[Sturmhaube (Helm)|Sturmhaube]], ein [[Achselkragen]], eine Harnischbrust mit Bauchreifen und Beintaschen, ein Rückenstück sowie lange Eisenhandschuhe. Die Brust hatte „schussfrei“ zu sein, musste also eine große Materialstärke aufweisen, welche eine beschusshemmende Wirkung gewährleisten sollte. Anstatt des bei diesem Rüstungstyp entfallenden Armzeugs konnten Panzerärmel aus [[Kettengeflecht]] getragen werden, doch stellten diese wegen ihrer langwierigen Fertigung eine nennenswerte Aufwendung dar. Ein solches Ärmelpaar kostete im [[Graz]] des ausgehenden 16. Jahrhunderts etwa 10 Gulden,&amp;lt;ref&amp;gt;Krenn: &amp;#039;&amp;#039;Harnisch und Helm.&amp;#039;&amp;#039; 1987, S. 50.&amp;lt;/ref&amp;gt; ein Trabharnisch lediglich 7,5 Gulden.&amp;lt;ref&amp;gt;Krenn: &amp;#039;&amp;#039;Der Grazer Harnisch.&amp;#039;&amp;#039; 1971, S. 53.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispielhaft für die frühe Form des Trabharnischs ist die im [[Kunsthistorisches Museum Wien|Kunsthistorischen Museum Wien]] ausgestellte Rüstung des kaiserlich-habsburgischen Feldoberst [[Hans Rueber zu Pixendorf]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://wwwg.uni-klu.ac.at/kultdoku/kataloge/19/html/1580.htm &amp;#039;&amp;#039;Trabharnisch des Johann Rueber, Freiherrn von Püchsendorf und Grafenwerth&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;Adel im Wandel. Politik, Kultur, Konfession 1500-1700. Katalog der Niederösterreichischen Landesausstellung auf der Rosenburg vom 12. Mai bis 28. Oktober 1990. Redigiert von Herbert Knittler, Gottfried Stangler und Renate Zedinger. Katalog des Niederösterreichischen Landesmuseums. N.F. 251. – Wien: Amt der Niederösterreichischen Landesregierung, Kulturabteilung 1990. 612.4°. Illustr. Objekt-Nr.: 15.13, S. 337.&amp;#039;&amp;#039; In: [http://wwwg.uni-klu.ac.at/kultdoku/ &amp;#039;&amp;#039;KULT.DOKU. Verborgene Schätze aus österreichischen Landesausstellungen&amp;#039;&amp;#039;]. Abgerufen am 25. November 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser um 1555 in [[Braunschweig]] gefertigte Harnisch ist vollständig geschwärzt und durch Panzerärmel ergänzt, zudem weist das Bruststück eine als Beweis seiner „Schussfreiheit“ dienende Eindellung auf. Eine solche Delle wurde üblicherweise durch eine aus zwanzig Schritt Entfernung abgefeuerte Pistolenkugel erzeugt.&amp;lt;ref&amp;gt;Nickel: &amp;#039;&amp;#039;Ullstein Waffenbuch.&amp;#039;&amp;#039; 1974, S. 152.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von der idealtypischen Zusammensetzung weicht der Trabharnisch des Hans Rueber lediglich durch die Ergänzung der Sturmhaube um ein [[Visier (Helm)|Visier]] ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch bei den im letzten Drittel des 16. Jahrhunderts aus den „Schwarzen Reitern“ hervorgegangenen [[Arkebusierreiter]]n oder Pferdschützen fand der Trabharnisch Verwendung, jedoch ohne die ursprünglich dazu getragenen Beintaschen.&amp;lt;ref&amp;gt;Beaufort-Spontin: &amp;#039;&amp;#039;Harnisch und Waffe Europas.&amp;#039;&amp;#039; 1982, S. 69.&amp;lt;/ref&amp;gt; In dieser nunmehr bis zur Leibesmitte reichenden Form blieben Trabharnische bis an die Wende zum 17. Jahrhundert gebräuchlich und wurden in den Zentren der Harnischproduktion in großer Zahl gefertigt. So exportierte die Reichsstadt [[Nürnberg]] allein in den Jahren 1578/79 fast 400 derartige Rüstungen nach Graz.&amp;lt;ref&amp;gt;Krenn: &amp;#039;&amp;#039;Der Grazer Harnisch.&amp;#039;&amp;#039; 1971, S. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen Ende des 16. Jahrhunderts entwickelte sich vor dem Hintergrund der [[Oranische Heeresreform|Oranischen Heeresreform]] eine von den Niederlanden ausgehende Tendenz zur Vereinheitlichung und Erleichterung der Schutzbewaffnung, welche auch den Trabharnisch der Arkebusierreiter betraf. Aus einer 1599 von Graf [[Johann VII. (Nassau-Siegen)|Johann von Nassau-Siegen]] verfassten Ordnung über die in den Niederlanden vorgesehene Ausrüstung dieser Truppengattung geht hervor, dass zu dieser Zeit sowohl das Weglassen von Eisenhandschuhen und Panzerärmeln als auch die Ersetzung des Achselkragens durch einen [[Ringkragen]] bereits üblich war.&amp;lt;ref&amp;gt;Beaufort-Spontin: &amp;#039;&amp;#039;Harnisch und Waffe Europas.&amp;#039;&amp;#039; 1982, S. 71.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der gleichen, um jegliche Armpanzerung reduzierten Form beschrieb [[Wilhelm Dilich]] in seinem 1607 vollendeten &amp;#039;&amp;#039;Kriegsbuch&amp;#039;&amp;#039; die Arkebusierreiter. Eine weitere Erleichterung zeigte sich in der 1616 veröffentlichten &amp;#039;&amp;#039;Kriegskunst zu Pferdt&amp;#039;&amp;#039; des [[Johann Jacobi von Wallhausen]], der mit seinen Werken maßgeblich zur Verbreitung der oranischen Reformgedanken beitrug.&amp;lt;ref&amp;gt;Beaufort-Spontin: &amp;#039;&amp;#039;Harnisch und Waffe Europas.&amp;#039;&amp;#039; 1982, S. 26–27.&amp;lt;/ref&amp;gt; Den Beschreibungen Wallhausens zufolge bestand die Ausrüstung der Arkebusierreiter aus einer [[Schützenhaube]], einem Ringkragen, einem Bruststück sowie einem als optional eingestuften Rückenstück. Bei Weglassen des Rückenstücks wurde das Bruststück als sogenannte Kreuzbrust getragen, welche mit überkreuzten, metallbeschlagenen [[Riemen]] am Leib des Trägers zu fixieren war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf kaiserlicher Seite blieb der Trabharnisch in der seit dem späten 16. Jahrhundert üblichen Form bis in das 17. Jahrhundert hinein in Verwendung, doch setzte auch hier ein allmählicher Wandel der Schutzbewaffnung ein. So stieg die Zahl der an das [[Landeszeughaus|Grazer Zeughaus]] gelieferten [[Zischägge]]n seit 1601 deutlich an,&amp;lt;ref&amp;gt;Krenn: &amp;#039;&amp;#039;Der Grazer Harnisch.&amp;#039;&amp;#039; 1971, S. 52–53.&amp;lt;/ref&amp;gt; was auf eine Verdrängung der Sturmhaube als Kopfschutz des Arkebusierreiters hindeutet. Seit 1617 wurden schließlich Kreuzbrüste in nennenswerter Zahl an das Zeughaus geliefert, teilweise gemeinsam mit den hierzu getragenen Ringkragen.&amp;lt;ref&amp;gt;Krenn: &amp;#039;&amp;#039;Der Grazer Harnisch.&amp;#039;&amp;#039; 1971, S. 54.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Trabharnisch war folglich bis zum Beginn des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Kriegs]] einer reduzierten Schutzbewaffnung gewichen, die sich auch im militärtheoretisch beschriebenen Idealfall auf einen offenen Helm, einen Ringkragen und eine Harnischbrust mit oder ohne Rückenstück beschränkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Christian Beaufort-Spontin]]: &amp;#039;&amp;#039;Harnisch und Waffe Europas. Die militärische Ausrüstung im 17. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Bibliothek für Kunst- und Antiquitätenfreunde.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 57). Klinkhardt &amp;amp; Biermann, München 1982, ISBN 3-7814-0209-6.&lt;br /&gt;
* [[Peter Krenn (Kunsthistoriker)|Peter Krenn]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Grazer Harnisch in der Türkenabwehr&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen des Landeszeughauses Graz.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 1). Graz 1971.&lt;br /&gt;
* Peter Krenn: &amp;#039;&amp;#039;Harnisch und Helm. Landeszeughaus Graz am Steiermärkischen Landesmuseum Joanneum.&amp;#039;&amp;#039; Hofstetter, Ried im Innkreis 1987.&lt;br /&gt;
* [[Helmut Nickel]]: &amp;#039;&amp;#039;Ullstein Waffenbuch. Eine kulturhistorische Waffenkunde mit Markenverzeichnis.&amp;#039;&amp;#039; Ullstein, Berlin/Frankfurt am Main/Wien 1974, {{Falsche ISBN|3-550-07449-4}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rüstung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Rebbeod</name></author>
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