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	<title>Trübungszone - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T10:49:41Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tr%C3%BCbungszone&amp;diff=1950240&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Leyo: fehlendes Leerzeichen ergänzt</title>
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		<updated>2022-11-10T23:24:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;fehlendes Leerzeichen ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Trübungszonen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind Zonen in [[Ästuar]]en, in denen eine besonders hohe Konzentration [[Suspension (Geologie)|suspendierter]] [[Sedimente und Sedimentgesteine#Klastische Sedimentgesteine|Sedimente]] in der Wassersäule vorherrscht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schrottke&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Trübungszone in teildurchmischtem Ästuar.svg|mini|Entstehung einer Trübungszone durch den einsetzenden Flutstrom in einem teildurchmischten Ästuar.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:FluidMud.png|mini|Schlickablagerung aus der Trübungszone des Weserästuars, die vermutlich aus verfestigtem Fluid Mud entstanden ist.]]&lt;br /&gt;
In einer Trübungszone finden laufend Kollisionsprozesse zwischen suspendierten Sedimentpartikeln statt. Dies führt zur Bildung von [[Aggregation (Chemie)|Aggregaten]] und zur [[Flockulation]] der Partikel. In der [[Weser]] wurden bspw. Flocken von bis zu 3&amp;amp;nbsp;mm Durchmesser beobachtet.&amp;lt;ref&amp;gt;Schrottke, K., Bartholomä, A. &amp;amp; Becker, M. (2005): &amp;#039;&amp;#039;Bed Mobility in the Weser Estuary Turbidity Zone&amp;#039;&amp;#039;. Hydro international, Vol. 9, No. 7, September 2005.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dadurch wiederum erhöht sich die Absinkgeschwindigkeit der Partikel bzw. nunmehr Partikelaggregate, was bei ausreichend niedriger Strömungsgeschwindigkeit des Wassers, also kurz vor bis kurz nach Stillwasser, zu Sedimentation der ehemals suspendierten Sedimente führt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schrottke&amp;quot;/&amp;gt; Diese Ablagerungen, auch [[Fluid Mud]] genannt, sind bedingt durch die Art ihrer Entstehung, anfänglich nur schwach konsolidiert und erreichen Konzentrationen von wenigen Gramm bis mehreren hundert Gramm pro Liter. Sie zeigen außerdem starke [[Thixotropie]] und können, abhängig von Sedimentnachschub und Sinkgeschwindigkeit, mehrere Meter [[Mächtigkeit (Geologie)|Mächtigkeit]] erreichen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schrottke&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trübungszonen sind stets mit der flussaufwärts gelegenen Grenze von Süß- und Brackwasser assoziiert, welche zugleich ihre flussaufwärtige Begrenzung darstellt. Die flussabwärtige Begrenzung liegt bei einer [[Salinität]] von etwa 8 [[Salinität#Practical Salinity Scale, S (1978)|PSU]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schu&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eigenschaften der Trübungszone hängen dabei von einer komplexen Kombination von Faktoren ab. Dazu zählen die Dynamik der Tide, die Ausprägung der ästuarinen Zirkulation sowie die Ablagerung und Erosion von Sedimenten, die ihrerseits von der [[Scherfestigkeit|Erodierbarkeit]] der vorhandenen Sedimente abhängig ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dy&amp;quot; /&amp;gt; Ihre räumliche und zeitliche Ausbreitung hängt dabei insbesondere vom Ausmaß des [[Tidenhub]]s, der Ausprägung des [[Springtide|Spring]]-[[Nipptide]]-Zyklus, des Volumens der Wasserabflussmenge sowie Wind-induzierten Wasserstandsveränderungen im jeweiligen Ästuar ab. Aufgrund dieser Faktoren kann sich die Trübungszone innerhalb eines Ästuars stark verlagern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schrottke&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Untersuchungen in verschiedenen Ästuaren haben zu der Ansicht geführt, dass der Hauptfaktor der zur Bildung und Aufrechterhaltung einer Trübungszone führt, eine Phasenverzögerung zwischen der Strömungsgeschwindigkeit des Wassers und der Ablagerung der in der Wassersäule suspendierten Sedimente ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dy&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Die Trübungszone entsteht, wenn durch die [[Ebbe und Flut|Gezeiten]] der Transport von Feststoffen ins Meer behindert und durch die Tidenströmung der Sedimentgehalt des Wassers in Schwebe gehalten wird. Es werden mehr Schwebstoffe durch den Fluss herantransportiert als abfließen und im Meer abgelagert werden können. Dadurch entsteht in bestimmten Bereichen eine Akkumulation von Schwebstoffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst durch ein [[Hochwasser]] kann ein großer Teil der Stoffe aus der Mündung des Flusses geschoben werden. Der Überschuss an Sedimenten wird verdriftet und in den Wattbereichen abgesetzt.--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Trübungszonen sind nicht gleichmäßig ausgebildet. Je nach den [[Geomorphologie|geomorphologischen]] und [[Hydrologie|hydrologischen]] Gegebenheiten gibt es Stellen mit größerer Trübung und andere mit einer geringeren Konzentration an Schwebstoffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trübungszonen entstehen nur bei entsprechend großem Tidenhub. Das ist bei den Flussmündungen in die Nordsee der Fall. In Deutschland werden speziell die Trübungszonen der [[Weser]], der [[Elbe]] und der [[Ems]] untersucht. In den Ästuaren der Ostsee kommt es wegen des geringeren Tidenhubs nicht zur Bildung von Trübungszonen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Folgen für Mensch und Natur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Stillwasser kann es zur Ablagerung von [[Fluid Mud]], einem niedrigviskosen [[Ton (Bodenart)|Ton]]-, [[Silt]]-, [[Feinsand]]-, Wassergemisch mit hohem Anteil an Organikbestandteilen, kommen. Diese Ablagerungen werden meist bei erneut einsetzendem Flut- oder Ebbstrom sofort wieder erodiert, die untersten Lagen können aber, bei ausreichend starker Kompaktion, beständig sein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schrottke&amp;quot; /&amp;gt; Akkumulieren sich diese Ablagerungen im Laufe der Zeit, stellen sie über kurz oder lang ein Hindernis für die Schiffbarkeit dar,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schrottke&amp;quot; /&amp;gt; dass durch bspw. Baggermaßnahmen beseitigt werden muss. Ein wichtiges Problem ist dabei, dass niedrigviskose Sedimente bzw. Suspensionen mittels [[Hydroakustik|hydroakustischer]] Messverfahren oft nicht oder nur schwer detektierbar sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schrottke&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wachstum von [[Phytoplankton]] wird durch die starke Trübung sehr eingeschränkt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schu&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schrottke&amp;quot;&amp;gt;K. Schrottke, M. Becker, A. Bartholomä, W. Burghard, B. W. Flemming und D. Hebbeln: &amp;#039;&amp;#039;Fluid mud dynamics in the Weser estuary turbidity zone tracked by high-resolution side-scan sonar and parametric sub-bottom profiler.&amp;#039;&amp;#039; Geo-Marine Letters, 26, 3, S. 185–198, 2006&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schu&amp;quot;&amp;gt;Schuchardt, B., Schirmer, M., Janssen, G., Nehring, S. &amp;amp; Leuchs, H. (1999): Estuaries and brackish waters. In: De Jong, F., Bakker, J.F., van Berkel, C.J.M., Dankers, N.M.J.A., Dahl, K., Gätje, C., Marencic, H. and Potel, P. (1999): Wadden Sea Quality Status Report. Wadden Sea Ecosystem No. 9. Common Wadden Sea Secretariat, Trilateral Monitoring and Assessment Group, Quality Status Report Group. Wilhelmshaven, Germany. {{Webarchiv|url=http://www.aquatic-aliens.de/downloads/090_Schuchardt-et-al-1999_QSR-Wadden-Sea_estuaries.pdf |wayback=20120131211439 |text=Volltext |archiv-bot=2019-05-19 12:55:59 InternetArchiveBot }} (PDF; 342&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dy&amp;quot;&amp;gt;Dyer, K. R. (1988): Fine Sediment Particle Transport in Estuaries. In: Dronkers, J. &amp;amp; van Leussen, W. (eds) (1988): Physical Processes in Estuaries. Springer, p. 295–310, Berlin.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Trubungszone}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Limnologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meereskunde]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Leyo</name></author>
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