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	<title>Tröglitz - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tr%C3%B6glitz&amp;diff=246678&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: typo</title>
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		<updated>2026-04-08T12:04:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Elsteraue&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename = &lt;br /&gt;
| Ortswappen             = Wappen Troeglitz.png&lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 51/3/33/N&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 12/11/1/E&lt;br /&gt;
| Bundesland             = Sachsen-Anhalt&lt;br /&gt;
| Höhe                   = 174&amp;lt;!-- Quelle: Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Fläche                 = 11.95&lt;br /&gt;
| Einwohner              = 2050&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 2023-12-31&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle       = &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mz.de/lokal/zeitz/elsteraue-verliert-einwohner-nur-40-geburten-im-vergangenen-jahr-3794779 Elsteraue verliert Einwohner] &amp;#039;&amp;#039;Mitteldeutsche Zeitung&amp;#039;&amp;#039; vom 25. Februar 2024, abgerufen am 8. Juli 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 2003-07-01&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 06729&lt;br /&gt;
| Postleitzahl2          = &lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 03441&lt;br /&gt;
| Vorwahl2               = &lt;br /&gt;
| Lagekarte              = Tröglitz in Elsteraue.svg&lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung = Lage von Tröglitz in der Gemeinde&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tröglitz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist [[Sitz (juristische Person)|Sitz]] und größte Ortschaft der Gemeinde [[Elsteraue]] im [[Burgenlandkreis]] in [[Sachsen-Anhalt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
Tröglitz liegt in einem Seitental der [[Weiße Elster|Weißen Elster]]. [[Zeitz]] ist rund vier Kilometer westlich, [[Altenburg]] zirka 23 Kilometer südöstlich und [[Leipzig]] etwa 43 Kilometer nordöstlich entfernt. Durch den Ort fließt die [[Schwennigke]]. Das Gelände ist [[kupiertes Gelände|kupiert]]. Zu Tröglitz gehören die Ortsteile [[Burtschütz]] und [[Techwitz]] sowie [[Gleina (Elsteraue)|Gleina]] mit [[Kadischen (Elsteraue)|Kadischen]] und [[Stocksdorf (Elsteraue)|Stocksdorf]]. Zudem wird seit Gründung der Gemeinde [[Elsteraue]] das ursprüngliche Tröglitz als Ortsteil Alt-Tröglitz bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ortslage Alt-Tröglitz bei Zeitz 1893.jpg|mini|Ortslage von Tröglitz bei Zeitz um 1893]]&lt;br /&gt;
[[Datei:BurtschützKirche.jpg|mini|Evangelische Kirche im Ortsteil [[Burtschütz]] (2008)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Tröglitz Geist 4.jpg|mini|Katholische Kirche [[Heilig Geist (Tröglitz)|Heilig Geist]] in Tröglitz (2023)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gleina Kirche SO.jpg|mini|Evangelische Kirche im Ortsteil [[Gleina (Elsteraue)|Gleina]] (2022)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste urkundliche Erwähnung von Tröglitz (in alten Schriften auch &amp;#039;&amp;#039;Droglicz, Drogeliz, Drogelitz, Dröglitz&amp;#039;&amp;#039;) erfolgte am 19. April 1157 in einem Schriftstück von Bischof [[Berthold II. (Naumburg-Zeitz)|Berthold von Naumburg]], in welchem er dem [[Kloster Posa]] den Besitz von zwei Wiesen in &amp;#039;&amp;#039;Dröglitz&amp;#039;&amp;#039; bestätigte.&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Mitzschke: &amp;#039;&amp;#039;Thüringisch-sächsische Geschichtsbibliothek. Dritter Band. Urkundenbuch von Stadt und Kloster Bürgel.&amp;#039;&amp;#039; F.A. Perthes, 1895, S. 39, 506, 559.&amp;lt;/ref&amp;gt; Obwohl Zeitz nicht mehr Sitz des [[Bistum Naumburg-Zeitz|Bistums Naumburg-Zeitz]] war, scheint Berthold II. oft in Zeitz und Umgebung gewesen zu sein: Die Wiesen in Tröglitz dienten bei den Besuchen als Koppel für die bischöflichen Pferde.&amp;lt;ref&amp;gt;Walter Schlesinger: &amp;#039;&amp;#039;Kirchengeschichte Sachsens im Mittelalter. Band 27. Teil 2.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau Verlag, 1962, S. 62.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Frühe Neuzeit|Frühen Neuzeit]] vermachte das [[Stift Naumburg-Zeitz|Hochstift Naumburg zu Zeitz]] den Ort Tröglitz als [[Allod|Erbgut]] der Adelsfamilie [[Etzdorff (Adelsgeschlecht)|von Etzdorff]].&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes Schilter: &amp;#039;&amp;#039;Praxis juris romani in foro germanico. Juxta ordinem edicti perpetui et pandectarum Justiniani. Ed. 3. Emendata, cui accessit praefatio nova Christiani Thomasii. Ad primam partem pandectarum et cohaerentem titulum de iudiciis.&amp;#039;&amp;#039; Birckner, 1713, S. 296.&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch das Testament des Kurfürsten [[Johann Georg I. (Sachsen)|Johann Georg I.]] vom 20. Juli 1652 kam Tröglitz zur [[Sachsen-Zeitz|Sekundogenitur Sachsen-Zeitz]], die 1718 an das [[Kurfürstentum Sachsen]] zurückfiel. Infolge der Beschlüsse auf dem [[Wiener Kongress]] wurde die Gemeinde im Jahr 1818 in den neu gebildeten [[Landkreis Zeitz]] im [[Regierungsbezirk Merseburg]] der nunmehr preußischen [[Provinz Sachsen]] eingegliedert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Joppen&amp;quot; &amp;gt;Rudolf Joppen: &amp;#039;&amp;#039;Das Erzbischöfliche Kommissariat Magdeburg. Geschichte und Rechtsstellung von der Gründung der Deutschen Demokratischen Republik bis zur Ernennung des Apostolischen Administrators. 1949–1973.&amp;#039;&amp;#039; St. Benno-Verlag, 1990; S. 66, S. 67.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 1823 lebten in Tröglitz 127 Menschen. [[Pfarrei|Eingepfarrt]] war die Gemeinde im Kirchspiel Maßnitz.&amp;lt;ref&amp;gt;A. A. Mützell: &amp;#039;&amp;#039;Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preussischen Staats. Fünfter Band. T–Z.&amp;#039;&amp;#039; Karl August Kümmel, 1823, S. 38.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Volkszählung|Zensus]] vom 1. Dezember 1871 verzeichnete 158 Einwohner und 22 Wohngebäude.&amp;lt;ref&amp;gt;Königlich Statistisches Bureau (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staates und ihre Bevölkerung. Nach den Urmaterialien der allgemeinen Volkszählung vom 1. December 1871. VI Die Provinz Sachsen.&amp;#039;&amp;#039; Verlag des Königlichen Statistischen Bureaus, 1873, S. 156.&amp;lt;/ref&amp;gt; Beschäftigt waren die Tröglitzer nahezu ausschließlich auf dem Gutshof, der spätestens ab Mitte des 19. Jahrhunderts der Familie Braune gehörte. An Gewerbebetrieben existierten 1895 neben dem Erbguthof lediglich eine [[Schmiede]], eine [[Stellmacherei]] und ein Gasthof.&amp;lt;ref&amp;gt;C. Leuchs: &amp;#039;&amp;#039;Adressbuch aller Länder der Erde, der Kaufleute, Fabrikanten, Gewerbtreibenden, Gutsbesitzer etc. Band 10. Peuss. Sachsen und Anhalt.&amp;#039;&amp;#039; Verlag von C. Leuchs in Nürnberg, 1895, S. 654.&amp;lt;/ref&amp;gt; Daran änderte sich bis zur Mitte der 1930er-Jahre wenig; 1933 verzeichnete die Statistik 134 Einwohner.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.eirenicon.com/rademacher/www.verwaltungsgeschichte.de/zeitz.html Michael Rademacher: &amp;#039;&amp;#039;Stadt und Landkreis Zeitz.&amp;#039;&amp;#039; Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006.] In: eirenicon.com, abgerufen am 10. Juli 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Mai 1937 begann die [[Braunkohle-Benzin AG]] (Brabag) mit der Errichtung des [[Hydrierwerk Zeitz|Hydrierwerks Zeitz]]. Das Baugelände lag am rechten Ufer der Weißen Elster zwischen den Gemeinden [[Rehmsdorf]], Tröglitz und Techwitz. Den größten Teil des notwendigen Areals erwarb die Brabag von dem Tröglitzer [[Anerbenrecht|Erbhofbauern]] Braune. Zu den aufgekauften Ländereien zählte ferner das dazugehörige große Bauerngehöft direkt im Dorf Tröglitz. Diesen Gebäudekomplex nutzte während der Aufbauphase die Bau- und Montageleitung als Zentrale und Unterkunft. Im Anschluss wurde es als [[Feierabendhaus (Veranstaltungsgebäude)|Feierabendhaus]] sowie vielseitige Sport- und Erholungsstätte umgebaut. Nach 1945 diente es bis 1990 als [[Gutshof]] des Hydrierwerks zur Versorgung der [[Kantine]] mit Fleisch, Gemüse und Kartoffeln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Arndt&amp;quot;&amp;gt;Veronika Arndt, Heidrun Schwarz: &amp;#039;&amp;#039;Hydrierwerk Zeitz. Die Geschichte eines Chemieunternehmens (1937–1993).&amp;#039;&amp;#039; Zeitzer Innovative Arbeitsfördergesellschaft mbH, 1999, S. 26 ff, S. 115.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den offiziellen Betrieb nahm das Hydrierwerk Zeitz am 2. Januar 1939 auf. Zeitgleich mit der Errichtung des Werks entstanden mehrere Belegschaftssiedlungen. Im Wesentlichen orientierte sich die Gestaltung der Wohnbebauung an der [[Gartenstadt]]konzeption der 1930er-Jahre und kann als großzügig bezeichnet werden. Das gilt sowohl für die Zuschnitte der Wohnungen selbst als auch für die Grundstücksgrößen und die Infrastruktur insgesamt.&amp;lt;ref&amp;gt;Willy Schilling: &amp;#039;&amp;#039;Sachsen-Anhalt 1933–1945. Der historische Reiseführer.&amp;#039;&amp;#039; Ch. Links Verlag, 2013, S. 98.&amp;lt;/ref&amp;gt; Architekt der Siedlungen war [[Gustav Allinger]], der auch die Verwaltungsgebäude für das Werk sowie weiträumige Park- und Sportanlagen entwarf.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://architekturmuseum.ub.tu-berlin.de/index.php?p=58&amp;amp;D0=B&amp;amp;D1=QWxsaW5nZXI=&amp;amp;D2=R3VzdGF2 Gustav Allinger, Projekte] Technische Universität Berlin, Architekturmuseum, abgerufen am 9. Juli 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1937 und 1940 entstanden vier Neubausiedlungen komplett am Reißbrett: zwei in Rehmsdorf mit 71 Einfamilienhäusern, eine in Burtschütz mit 140 [[Siedlungshaus|Siedlungshäusern]] und 112 Volkswohnungen sowie eine in Techwitz mit 458 Wohnungen in überwiegend zweigeschossigen Mehrfamilienhäusern. Fast alle Wohnungen hatten vier bis fünf Zimmer und verfügten größtenteils bereits über Bäder und Warmwasserheizung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Arndt&amp;quot; /&amp;gt; Die Neubauten in Burtschütz und Techwitz schlossen die vormalige rund 1400 m große Lücke zwischen diesen beiden Orten.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Joppen: &amp;#039;&amp;#039;Das Erzbischöfliche Kommissariat Magdeburg. Geschichte und Rechtsstellung von der Gründung der Deutschen Demokratischen Republik bis zur Ernennung des Apostolischen Administrators. 1949–1973. &amp;#039;&amp;#039; St. Benno-Verlag, 1990, S. 66.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hier entstand unter anderem als neuer weiträumiger Mittelpunkt der heutige Friedensplatz mit Ladenstraße, Ärztehäusern, Mütterberatungsstelle, Schule, Sparkasse, Schule etc., der sich im Laufe der Jahre zum Tröglitzer Marktplatz entwickelte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gemeinde-elsteraue.de/de/ortschaften/troeglitz-20000154.html Tröglitz] Homepage der Gemeinde Elsteraue, abgerufen am 10. Juli 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Novum in der Region war der 1939/40 fertiggestellte 3,60 m breite und vollständig geteerte [[Fahrradweg|Zweirichtungsradweg]] zwischen Tröglitz und Zeitz, heute ein Teil des [[Elster-Radweg]]s.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://recherche.landesarchiv.sachsen-anhalt.de/Query/detail.aspx?ID=349521 Anlage Radfahrweg] Landesachchiv Sachsen-Anhalt, abgerufen am 18. Juli 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 29. März 1943 folgte die Eingliederung von Burtschütz und Techwitz in die Gemeinde Tröglitz.&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesanstalt für Landeskunde (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Verzeichnis der Namens- und Grenzänderungen deutscher Gemeinden 1939–1950.&amp;#039;&amp;#039; S. Hirzel Verlag Stuttgart, 1952, S. 115.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es handelte sich dabei um keine Neubildung einer Gemeinde, sondern um die Auflösung der ehemaligen Gemeinden Burtschütz und Techwitz bei gleichzeitiger Eingliederung in die bestehende (aufnehmende) Gemeinde Tröglitz.&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesanstalt für Landeskunde (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Verzeichnis der Namens- und Grenzänderungen deutscher Gemeinden 1939–1950.&amp;#039;&amp;#039; S. Hirzel Verlag Stuttgart, 1952, S. III (Vorbemerkung, Zeichenerklärung, Unterschied A, E, F etc.) und S. 115.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der vormalige Bahnhof Techwitz, erweitert um einen zusätzlichen Werksbahnhof für die Brabag mit mehreren Gleisanlagen, wurde zum 1. Juli 1943 in Bahnhof Tröglitz umbenannt. Im ursprünglichen Tröglitz entstanden ebenfalls zahlreiche Neubauten. Dazu zählten neben Siedlungshäusern insbesondere eine Kindertagesstätte, sämtliche Verwaltungsgebäude der Brabag, das Haupttor des Hydrierwerks und ein Busbahnhof.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Arndt&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Beginn der [[Alliierte Luftoffensive auf die deutsche Treibstoffindustrie|Alliierten Luftoffensive auf die deutsche Treibstoffindustrie]] begann auch am 12. Mai 1944 die strategische [[Luftangriffe auf Zeitz|Bombardierung des Hydrierwerks in Tröglitz]]. Zum Schutz der Beschäftigten im Werk sowie der Bewohner in den Siedlungen entstanden bis Ende 1944 neben mehreren [[Einmannbunker]]n acht [[Salzgitter-Bunker]], davon sieben in der Nachkriegszeit abgerissene in Tröglitz und ein heute noch vorhandener in Rehmsdorf.&amp;lt;ref&amp;gt;René Geyer: &amp;#039;&amp;#039;Der Salzgitter-Bunker im Zentrum von Luckenwalde.&amp;#039;&amp;#039; In: Arbeitskreis Bunkerforschung: &amp;#039;&amp;#039;Newsletter Ausgabe 6.&amp;#039;&amp;#039; Arbeitskreis Bunkerforschung des Geschichtsvereins Bietigheim-Bissingen e.&amp;amp;nbsp;V., Februar 2020, S. 8.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.luftschutzbunker-wilhelmshaven.de/einzfoto/bunkertypen/bunkertypen.html Bunkertypen / Luftschutzanlagen] Arbeitskreis Bunker in Wilhelmshaven und Umkreis, abgerufen am 4. August 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; Darüber hinaus befanden sich in einer Techwitzer Sandgrube tiefe [[Stollenbunker]], deren Eingänge nach 1945 verschüttet worden sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Bergakademie Freiberg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Freiberger Forschungshefte: C, Ausgaben 51–58.&amp;#039;&amp;#039; Akademie-Verlag, 1958, S. 13.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab Ende Mai 1944 verstärkte ein massiv erweiterter [[Flak]]gürtel das Brabag-Werk. 14 Flak-Batterien mit 100 leichten, mittleren und schweren Flugabwehrgeschützen sowie zwei [[Eisenbahngeschütz]]e lagen in einem Umkreis von 15 Kilometern um Tröglitz. Dazu gehörten auch Scheinwerfer-Batterien, [[Horchgerät]]e und ein dichtes [[Nebelwerfer]]netz.&amp;lt;ref&amp;gt;Rolf Zabel: &amp;#039;&amp;#039;Die Kriegsjahre 1939–1945 in Zeitz und Umgebung.&amp;#039;&amp;#039; Im Auftrag des Geschichts- und Altertumsvereins für Zeitz und Umgebung e.&amp;amp;nbsp;V., Zeitz 2005, S. 8 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz dieser Schutzmaßnahmen verursachten die Luftangriffe auf das Hydrierwerk auch in den Tröglitzer Wohngebieten und in den umliegenden Dörfern große Schäden mit vielen Toten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Arndt&amp;quot; /&amp;gt; Wie alle Betreiber zerstörter Benzinwerke erhielt die Brabag für Aufräumarbeiten und die [[U-Verlagerung]] KZ-Häftlinge zugewiesen. Für die Unterbringung betrieb die [[SS-Totenkopfverbände|SS]] ab dem 5. Juni 1944 zunächst in einem Gasthof und Kuhstall in [[Gleina (Elsteraue)|Gleina]], ab September 1944 in einem Zeltlager direkt am Hydrierwerk vor dem Nebeneingangstor in Tröglitz an der Rehmsdorfer Straße und ab Januar 1945 in einem Barackenlager in Rehmsdorf bis zum 9. April 1945 das [[KZ-Außenlager Wille]]. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges nutzten [[Vertreibung|Vertriebene]] die Baracken. Heute zeugen Gedenksteine in Gleina, Tröglitz und Rehmsdorf sowie ein Ausstellungs- und Dokumentationszentrum von dem damaligen Geschehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://taz.de/Die-Haeuser-waren-ja-immer-da/!296372/ Josefine Janert: &amp;#039;&amp;#039;Die Häuser waren ja immer da.&amp;#039;&amp;#039;] &amp;#039;&amp;#039;[[Taz]]&amp;#039;&amp;#039; vom 7. April 2007, abgerufen am 19. Juli 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab Juni 1945 erhielt Tröglitz rund 4000 Flüchtlinge, Vertriebene und [[Umsiedler]] zugewiesen. Unter ihnen stellten [[sudetendeutsche]] Katholiken, aber auch Kommunisten und [[Deutsche sozialdemokratische Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik|Sozialdemokraten]] eine deutliche Mehrheit dar. So stieg die Zahl der Katholiken in Tröglitz und den umliegenden Orten von 350 im Jahr 1941 auf 4500 im Jahr 1947.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.kath-zeitz.de/?mm=9&amp;amp;me=41 Kleiner Abriß der Kirchengeschichte Pfarrgemeinde Tröglitz] Katholische Pfarrgemeinde St. Peter und Paul Zeitz, abgerufen am 11. Juli 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; Viele von ihnen waren zuvor im [[Sudetenländische Bergbau AG|sudetenländischen Bergbau]] oder bei den [[Orlen Unipetrol|Hydrierwerken in Maltheuern]] beschäftigt. Auch die Ansiedlung der sudetendeutschen Kommunisten und Sozialdemokraten geschah nicht zufällig. Sie sollten bei der Machtübernahme in wichtigen Industrieregionen der [[SBZ]] helfen.&amp;lt;ref&amp;gt;Torsten Mehlhase: &amp;#039;&amp;#039;Erste Bestrebungen zur Eingliederung der Flüchtlinge und Vertriebenen in Sachsen-Anhalt 1945 bis 1949 unter besonderer Berücksichtigung der Sudetendeutschen.&amp;#039;&amp;#039; In: Karl Bosl (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Bohemia. Band 33. Heft 2.&amp;#039;&amp;#039; R. Oldenbourg Verlag, 1992, S. 340.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Jan Foitzik: &amp;#039;&amp;#039;Kadertransfer. Der organisierte Einsatz sudetendeutscher Kommunisten in der SBZ 1945/46.&amp;#039;&amp;#039; In: Institut für Zeitgeschichte (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte. 31. Jahrgang, 2. Heft.&amp;#039;&amp;#039; Oldenbourg Wissenschaftsverlag GmbH, 1983, S. 308–334.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis März 1946 stieg im Tröglitzer Brabag-Werk die Mitgliederanzahl allein der [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]] auf 1200.&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Schmidt: &amp;#039;&amp;#039;„mitfahren oder abgeworfen werden“ – die Zwangsvereinigung von KPD und SPD in der Provinz Sachsen/im Land Sachsen-Anhalt 1945–1949.&amp;#039;&amp;#039; LIT Verlag Münster, 2004, S. 140, 142.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der „Aussiedlung der Antifaschisten“ – so die offizielle Bezeichnung des Transfers der sudetendeutschen Kommunisten und Sozialdemokraten in die SBZ – kam es in Tröglitz zu einem schweren Eisenbahnunfall. Zu dieser Zeit ließ die [[SMAD]] das zweite Gleis der [[Bahnstrecke Zeitz–Altenburg]] als [[Deutsche Reparationen nach dem Zweiten Weltkrieg|Reparation]] demontieren. In den frühen Morgenstunden des 1. November 1946 überfuhr im Bahnhof Tröglitz ein mit 255 Personen besetzter Zug in voller Fahrt den [[Prellbock]] eines [[Stumpfgleis]]es und [[Entgleisung (Bahn)|entgleiste]]. Die beiden ersten Waggons wurden völlig zerquetscht. 30 Menschen starben, auch Kinder waren unter den Opfern.&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Wille: &amp;#039;&amp;#039;Die Vertriebenen in der SBZ/DDR. Dokumente. Band 2.&amp;#039;&amp;#039; Otto Harrassowitz Verlag, 1999, S. 64, 66.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es war der letzte sogenannte Antifaschistentransport aus der Tschechoslowakei.&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Wille: &amp;#039;&amp;#039;Die Sudetendeutschen in der Sowjetischen Besatzungszone Deutschlands. Dokumente.&amp;#039;&amp;#039; Pädagogische Hochschule Magdeburg, 1993, S. 108.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mz.de/lokal/zeitz/schweres-zugungluck-von-1946-augenzeugin-erinnert-sich-an-die-schreckliche-tragodie-3152366 Schweres Zugunglück von 1946] &amp;#039;&amp;#039;Mitteldeutsche Zeitung&amp;#039;&amp;#039; vom 15. November 2020, abgerufen am 19. Juli 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der [[Kreisreformen in der DDR]] folgte am 20. Juli 1950 per Gesetz die Eingliederung der vormals eigenständigen Gemeinde Gleina in Tröglitz.&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesanstalt für Landeskunde (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Verzeichnis der Namens- und Grenzänderungen deutscher Gemeinden 1939–1950.&amp;#039;&amp;#039; S. Hirzel Verlag Stuttgart, 1952, S. 116.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1949 bis 1951 entstand in Alt-Tröglitz das „Klubhaus Marx-Engels“, ein Veranstaltungsgebäude im Stil des [[Sozialistischer Klassizismus|Sozialistischen Klassizismus]] mit einem Saal für über 1000 Besucher, heute „Hyzet-Kultur- und Kongresszentrum“ genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.hyzet-klubhaus.de/?page_id=11 Historie des Klubhauses] Homepage des Hyzet-Kultur- und Kongresszentrums, abgerufen am 19. Juli 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der hohe Zuzug von sudetendeutschen Katholiken führte im April 1951 zur Gründung der Filialkirchengemeinde [[Heilig Geist (Tröglitz)|Heilig Geist]] in Tröglitz und zum Bau einer eigenen Kirche, deren bischöfliche [[Kirchweihe|Weihe]] am 8. März 1953 stattfand. Im selben Zeitraum entstand in unmittelbarer Nähe zu der Kirche ein [[Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung|Jugendheim]] der [[FDJ]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mz.de/lokal/zeitz/heilig-geist-kirche-in-troglitz-eine-besondere-kirche-und-ihre-ddr-geschichte-3090095 Heilig-Geist-Kirche in Tröglitz] &amp;#039;&amp;#039;Mitteldeutsche Zeitung&amp;#039;&amp;#039; vom 30. Dezember 2015, abgerufen am 19. Juli 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am Friedensplatz wurde von 1950 bis 1953 eine neue Schule gebaut, die heute allen Mädchen und Jungen der einzelnen Orte der Gemeinde Elsteraue als Grundschule dient.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gs-troeglitz.bildung-lsa.de/das-sind-wir/geschichte-der-schule/ Geschichte der Schule Tröglitz] Homepage der Grundschule Tröglitz, abgerufen am 19. Juli 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Neugestaltung erfuhr der Friedensplatz in den Jahren 1965/66 durch die Errichtung einer [[Sternwarte]]. Mit den zur Verfügung stehenden [[Spiegelteleskop]] und [[Okular]]en war bereits damals eine bis zu 200fache Vergrößerung zu erreichen (heute theoretisch N = 500).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.geocaching.com/geocache/GC7T775 Sternwarte Tröglitz] geocatching, abgerufen am 19. Juli 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im September 1965 wurde die [[Bahnstrecke Tröglitz–Zeitz|Nebenbahnstrecke Tröglitz–Zeitz]] via [[Zangenberg (Zeitz)|Zangenberg]] für den Personenverkehr eingestellt. Die Beförderung der Beschäftigten des Hydrierwerks erfolgte fortan aus allen Richtungen mit Bussen, wofür in Alt-Tröglitz ein neuer Busbahnhof mit 18 Bahnsteigen entstand.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Arndt&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inklusive aller Ortsteile lebten im Jahr 1970 in Tröglitz 4099 Menschen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Joppen&amp;quot; /&amp;gt; Fast alle Erwerbstätigen waren im Hydrierwerk Zeitz beschäftigt. Für viele Tröglitzer gehörte bis 1990 ein vom Werk vermittelter [[FDGB-Feriendienst|Ferienplatz]], die Betreuung ihrer Kinder im betriebseigenen Kindergarten, in der Kinderkrippe, im [[Betriebsferienlager in der DDR|Betriebsferienlager]], die zum Werk gehörende große [[Poliklinik]] mit unterschiedlichen Behandlungs- und Therapieeinrichtungen, die [[Betriebssportgemeinschaft]]en, die Nutzung verschiedener Dienstleistungen bis hin zur Klärung von Wohnungsproblemen durch das Werk zum alltäglichen Leben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Arndt&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gegenwart ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Grundschule Gemeinde Elsteraue in Tröglitz.jpg|mini|Grundschule Tröglitz (2006)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kadischen.jpg|mini|Fachwerkhäuser im Ortsteil [[Kadischen (Elsteraue)|Kadischen]] (2006)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:GleinaE2.JPG|mini|Straße im Ortsteil [[Gleina (Elsteraue)|Gleina]] (2008)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Deutsche Wiedervereinigung|deutschen Wiedervereinigung]] und der Stilllegung des Hydrierwerks verließen in den 1990er-Jahren vor allem viele junge Menschen den Ort. Innerhalb von zwei Jahrzehnten halbierte sich die Einwohnerzahl. Ein Hauptgrund für den Rückgang ist die hohe [[Mortalitätsrate]], die in Tröglitz fast dreimal so hoch ist wie die Anzahl der Neugeborenen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mz.de/mitteldeutschland/burgenlandkreis/elsteraue-verliert-weiter-einwohner-zahl-fallt-unter-die-8-000-marke-3274114 Elsteraue verliert weiter Einwohner] &amp;#039;&amp;#039;Mitteldeutsche Zeitung&amp;#039;&amp;#039; vom 11. November 2021, abgerufen am 19. Juli 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mz.de/mitteldeutschland/burgenlandkreis/einwohnerzahl-in-der-elsteraue-sinkt-weiter-3326408 Einwohnerzahl in der Elsteraue sinkt weiter] &amp;#039;&amp;#039;Mitteldeutsche Zeitung&amp;#039;&amp;#039; vom 25. Januar 2022, abgerufen am 20. Juli 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; Negativ auf die Entwicklung wirkten sich die Stilllegung des Bahnhofs Tröglitz auf der [[Bahnstrecke Zeitz–Altenburg]] im Jahr 2002 sowie die Schließung der Sekundarschule im Jahr 2004 aus. Auch vor dem Hintergrund der sinkenden Einwohnerzahlen schloss sich die Gemeinde Tröglitz mit ihren Ortsteilen zum 1. Juni 2003 mit der neu gegründeten Gemeinde [[Elsteraue]] zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gemeinde-elsteraue.de/de/aktuelles/unsere-gemeinde.html Geschichte Gemeinde Elsteraue] Homepage Gemeinde Elsteraue, abgerufen am 10. Juli 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als größter Ort der Gemeinde Elsteraue verfügt Tröglitz neben der Grundschule unter anderem über eine Kindertagesstätte, Sportplatz, Apotheke, Arztpraxis, Einkaufsmärkte, Geldinstitute, Friseure, Gaststätten und ein Hotel. Zudem betätigen sich in Tröglitz mehrere Vereine.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mz.de/mitteldeutschland/burgenlandkreis/ein-jahr-im-amt-welche-probleme-der-ortsburgermeister-in-toglitz-sieht-1689736 Ein Jahr im Amt: Welche Probleme der Ortsbürgermeister in Tröglitz sieht] &amp;#039;&amp;#039;Mitteldeutsche Zeitung&amp;#039;&amp;#039; vom 16. Juli 2020, abgerufen am 20. Juli 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brandanschlag ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Brandanschlag von Tröglitz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 2015 erlangte der Ort weltweit Bekanntheit. In der Nacht zum 4. April 2015 setzten unbekannte Täter eine geplante Flüchtlingsunterkunft in Brand. Das Feuer zerstörte den kompletten Dachstuhl. Personen wurden nicht verletzt. Da die Tat zunächst als [[Politische Straftat|politisch motiviert]] eingestuft wurde, übernahm der [[Bundesamt für Verfassungsschutz|Staatsschutz]] die Ermittlungen. Vermutet wurde ein ausländerfeindlicher rechtsextremer Hintergrund. Die Suche ging jedoch in alle politische Richtungen, auch ein möglicher Versicherungsbetrug wurde in Betracht gezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/rechtsextremismus/brandanschlag-in-troeglitz-von-taetern-fehlt-die-spur-13712327.html Anschlag in Tröglitz?] &amp;#039;&amp;#039;FAZ&amp;#039;&amp;#039; vom 22. Juli 2015, abgerufen am 20. Juli 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mehr als ein Jahr nach der Tat stellte die Staatsanwaltschaft Halle das Verfahren ein. Der oder die Täter wurden bisher nicht gefunden, so dass der Fall unaufgeklärt bleibt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mz.de/mitteldeutschland/burgenlandkreis/tater-unbekannt-ermittlungen-zu-troglitz-eingestellt-1196982 Täter unbekannt: Ermittlungen zu Tröglitz eingestellt] &amp;#039;&amp;#039;Mitteldeutsche Zeitung&amp;#039;&amp;#039; vom 22. Juli 2016, abgerufen am 20. Juli 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tröglitz wehrt sich seitdem vehement gegen undifferenzierte Darstellungen, ein Brennpunkt rechtsextremer Aktivitäten in Sachsen-Anhalt zu sein.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ovb-online.de/muehldorf/waldkraiburg/troeglitz-kein-braunes-nest-4928597.html Tröglitz ist kein „braunes Nest“] &amp;#039;&amp;#039;[[Oberbayerisches Volksblatt]]&amp;#039;&amp;#039; vom 21. April 2015, abgerufen am 24. Juli 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits am Tag nach dem Brand demonstrierten rund 350 Tröglitzer Bürger gegen Fremdenfeindlichkeit. Mitglieder der Bürgerschaft betonten: „Wir sind kein Nazi-Dorf“ – vielmehr sei es eine Minderheit gewesen, die vor dem Brand „Stimmung gegen Asylanten gemacht habe“. In überfüllten Tröglitzer Kirchen fanden nach den Ereignissen Friedensgebete statt; Tröglitzer Familien nahmen freiwillig Flüchtlinge bei sich auf.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bild.de/politik/inland/fluechtling/troeglitz-wir-sind-kein-nazi-dorf-40451532.bild.html Wir sind kein Nazi-Dorf! ] &amp;#039;&amp;#039;Bildzeitung&amp;#039;&amp;#039; vom 8. April 2015, abgerufen am 20. Juli 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesschau.de/asylunterkunft-105.html Feuer in geplanter Flüchtlingsunterkunft: Entsetzen über Brandanschlag in Tröglitz], [[Tagesthemen]] am 4. April 2015&amp;lt;br /&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.heute.de/feuer-in-geplantem-fluechtlingsheim-troeglitz-und-die-brandstifter-37889224.html |wayback=20150410233451 |text=Feuer in geplantem Flüchtlingsheim: Tröglitz wehrt sich gegen Rechts}}, [[Heute-journal]] am 4. April 2015&amp;lt;br /&amp;gt;[https://orf.at/stories/2271888/2271887/ „Abscheuliche Tat“ – Entsetzen über Angriff auf Asylbewerberheim], [[ORF]] am 4. April 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch der ortsansässige Fußballverein, der TSV Tröglitz, hielt dagegen und half, dass wieder Normalität in die Ortschaft einziehen konnte. Die Vereinsmitglieder integrierten Flüchtlinge in die Mannschaft, boten kostenlose Trainingseinheiten, bezahlten die ersten Fußballschuhe sowie Mitgliedsbeiträge und spendeten Trikots, Kleidung, Möbel etc.&amp;lt;ref&amp;gt;Jens Spahn: &amp;#039;&amp;#039;Ins Offene. Deutschland, Europa und die Flüchtlinge.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Herder GmbH, 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politik ===&lt;br /&gt;
Zusammen mit neun weiteren Gemeinden bildete Tröglitz am 1. Juli 2003 die neue Gemeinde Elsteraue. Jede der zehn ehemaligen selbständigen Gemeinden hat einen [[Ortschaftsrat]]. Dieser setzt sich in Tröglitz seit den [[Kommunalwahlen in Sachsen-Anhalt 2024]] mit acht Sitzen wie folgt zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]]: 5 Sitze&lt;br /&gt;
* [[Alternative für Deutschland|AfD]]: 2 Sitze&lt;br /&gt;
* [[Die Linke]]: 1 Sitz&amp;lt;ref&amp;gt;[https://votemanager.kdo.de/20240609/15084130/praesentation/ergebnis.html?wahl_id=1165&amp;amp;stimmentyp=0&amp;amp;id=ebene_-1470_id_1831 Wahl zum Ortschaftsrat Tröglitz] Votemanager, abgerufen am 8. Juli 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ortschaftsrat wird wie der [[Gemeinderat (Deutschland)|Gemeinderat]] alle fünf Jahre bei den Kommunalwahlen gewählt. Die politische Vertretung der Bürger obliegt jedoch dem Gemeinderat Elsteraue. Genauso wie der Gemeinderat ist der Ortschaftsrat kein Parlament, sondern ein Verwaltungsorgan. Zu den Aufgaben des Ortschaftsrates Tröglitz zählen die Teilnahme an Wettbewerben zur Ortsverschönerung, die Pflege bestimmter Grünanlagen, die Bepflanzung bestimmter Blumenschalen und Rabatten sowie die Gestaltung von Ruhezonen, die Aufstellung von Ortstafeln, die Gestaltung des Büros des Ortschaftsrats, die Förderung und Durchführung von Veranstaltungen der Heimatpflege sowie des örtlichen Brauchtums und der kulturellen Tradition, die Förderung der örtlichen Vereine und die Entwicklung des kulturellen Lebens, die Pflege vorhandener Partnerschaften, die Glückwünscheübermittlung und Glückwunschbesuche anlässlich besonderer Ehrentage wie Geburtstage, Jahrhochzeiten etc., die Regelungen zur Nutzung der in der Ortschaft gelegenen öffentlichen Einrichtungen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gemeinde-elsteraue.de/de/datei/anzeigen/id/5541,1207,1/2019_07_01_hauptsatzung.pdf Hauptsatzung der Gemeinde Elsteraue (vgl. § 17)] Homepage der Gemeinde Elsteraue, abgerufen am 8. Juli 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tröglitz verfügt über ein eigenes [[Wappen]], das aus der Zeit stammt, als die Ortschaft noch eine selbstständige Gemeinde war. Es wurde von dem Kommunalheraldiker [[Jörg Mantzsch]] gestaltet ([[Blasonierung]]: „In Grün ein sich aufrichtendes silbernes Pferd; im silbernen Schildhaupt sieben grüne Rauten.“). Als heutiges [[Ortswappen]] handelt es sich nicht (mehr) um ein amtliches Wappen, wird aber von verschiedenen Gruppen und Institutionen verwendet. Die Farben des Ortes sind Weiß-Grün.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtschaft ===&lt;br /&gt;
In Tröglitz sind weit über 100 [[kleine und mittlere Unternehmen]] sesshaft.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gemeinde-elsteraue.de/de/unternehmen.html?sAdr=1&amp;amp;searchwords=tr%C3%B6glitz&amp;amp;xc_f01e01a094982ffdc10776c9beda71ad=15245e5932d81941cc99697561b26379&amp;amp;_csrf_token=e757077025550c234bf3408cb19e2ec0&amp;amp;gcaddress%5Bp_1_31_1207%5D=70 Unternehmen in Elsteraue] Homepage der Gemeinde Elsteraue, abgerufen am 20. Juli 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf Teilen des ehemaligen Hydrierwerks entstand ab Ende der 1990er-Jahre der [[Chemie- und Industriepark Zeitz]]. Nach Angaben des Betreibers haben sich allein auf diesem Gelände etwa zehn Industrie- und 40 Dienstleistungsbetriebe angesiedelt, die mit Stand 2025 zusammen rund 1000 Arbeitskräfte beschäftigen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.industriepark-zeitz.de/chemiepark/eckdaten/ Eckdaten Chemie- und Industriepark Zeitz] Homepage Chemie- und Industriepark Zeitz, abgerufen am 4. Mai 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Braunkohle-Benzin-AG (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Unsere Siedlungen&amp;#039;&amp;#039;. Tröglitz, 1941.&lt;br /&gt;
* Petrik Wittwika: &amp;#039;&amp;#039;Zeitz. Bilder aus DDR-Zeiten mit einem Abstecher nach Tröglitz.&amp;#039;&amp;#039; Herkules Verlag, 2016.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.gemeinde-elsteraue.de/de/ortschaften/troeglitz-20000154.html Tröglitz auf der Website der Gemeinde Elsteraue]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile von Elsteraue}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=7531231-1|LCCN=no2002008536|VIAF=240121977}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Troglitz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Burgenlandkreis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Elsteraue)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Burgenlandkreis)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Siedlung (Städtebau) in Sachsen-Anhalt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architektur im Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Werkssiedlung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Zeitz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Zeitz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gegründet 1157]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 2003]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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