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	<title>Toyen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Toyen&amp;diff=560030&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SteinundBaum: ergänzungen</title>
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		<updated>2024-11-22T08:09:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ergänzungen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Toyen1930.jpg|mini|hochkant|Toyen (1930)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Toyen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, eigentlich &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Marie Čermínová&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[21. September]] [[1902]] in [[Prag]]; † [[9. November]] [[1980]] in [[Paris]]) war eine tschechische [[Surrealismus|surrealistische]] [[Malerei|Malerin]], [[Zeichnung (Kunst)|Zeichnerin]] und [[Grafiker]]in und Vertreterin des [[Poetismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Marie Čermínová wurde 1902 als zweite Tochter von Marie und Václav Čermín in [[Smíchov]] bei Prag geboren.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://digi.nacr.cz/prihlasky2/index.php?action=link&amp;amp;ref=czarch:CZ-100000010:874&amp;amp;karton=74&amp;amp;folium=791 Melderegister] Národní archiv, Policejní ředitelství I, konskripce, karton 74, obraz 791&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Alter von 17 Jahren verließ sie ihr Elternhaus. Sie wandte sich von ihrer Familie ab und suchte ein Leben jenseits der bürgerlichen Maßstäbe. Von 1919 bis 1922 besuchte sie die [[Akademie für Kunst, Architektur und Design Prag|Schule für angewandte Künste]] in Prag.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lu&amp;quot;/&amp;gt; 1922 begegnete Čermínová auf der kroatischen Insel [[Korčula]] dem Dichter [[Jindřich Štyrský]], mit dem sie bis zu dessen Tod 1942 eine enge künstlerische Freundschaft verband. Sie änderte ihren Namen in &amp;#039;&amp;#039;Toyen&amp;#039;&amp;#039;, eine Ableitung von französisch &amp;#039;&amp;#039;citoyen&amp;#039;&amp;#039; (Bürger), und vermied damit die geschlechtliche Zuordnung ihres Namens.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SurrFr&amp;quot;&amp;gt;Anabelle Görgen-Lammers: &amp;#039;&amp;#039;»Je ne suis pas peintre«; Kosmos Toyen.&amp;#039;&amp;#039; sowie Rebecca Herlemann: &amp;#039;&amp;#039;Toyen.&amp;#039;&amp;#039; (Kurzbiografie) beide in: Ingrid Pfeiffer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Fantastische Frauen – Surreale Welten von [[Meret Oppenheim]] bis [[Frida Kahlo]].&amp;#039;&amp;#039; Katalog zur Ausstellung in der [[Schirn Kunsthalle]] (Frankfurt), Hirmer Verlag, München 2020, ISBN 978-3-7774-3413-1, S.&amp;amp;nbsp;197–202, 398.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1925 Toyen och Karel Teige.jpg|mini|hochkant|Toyen und [[Karel Teige]] (1925)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Toyen und Štyrský arbeiteten in der radikalen und avantgardistischen tschechischen Gruppe [[Devětsil]]. Im Dezember 1923 stellte Toyen erstmals Bilder in [[Kubismus|kubistisch]]-[[Futurismus|futuristischem]] aus. 1925 zogen die beiden nach Paris, wo sie an Ausstellungen teilnahmen und 1926 ihre erste Einzelausstellung in der &amp;#039;&amp;#039;Galerie d’art contemporain&amp;#039;&amp;#039; hatten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lu&amp;quot;/&amp;gt;  Sie entwarfen den „poetischen [[Artifizialismus (Kunst)|Artifizialismus]] – eine Alternative zu Abstraktion und Surrealismus“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SurrFr&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1929 kehrte Toyen nach Prag zurück. Sie nahm an mehreren Ausstellungen teil, trat 1932 dem [[Mánes (Kunstverein)|Kunstverein Mánes]] bei&amp;lt;ref&amp;gt;[https://svumanes.cz/spolek/seznam-clenu#pismeno-t SVU Mánes, Mitgliederverzeichnis]&amp;lt;/ref&amp;gt; und war als einzige Frau 1934 an der Gründung der tschechoslowakischen Surrealisten-Gruppe beteiligt, u.&amp;amp;nbsp;a. mit [[Karel Teige]], [[Vítězslav Nezval]]. Sie stand weiter in Kontakt zu den französischen Surrealisten um [[André Breton]] und [[Paul Éluard]]. Gemeinsam gaben sie das &amp;#039;&amp;#039;Bulletin international du surréalisme&amp;#039;&amp;#039; heraus. Seit dieser Zeit war Toyen an allen internationalen Ausstellungen der Surrealisten beteiligt, unter anderem an der [[Exposition Internationale du Surréalisme]] 1938 in Paris.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SurrFr&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Zerschlagung der Tschechoslowakei]] und Besetzung Prags durch die [[Zeit des Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] 1939 hielt sich Toyen im Untergrund und konnte nicht mehr öffentlich arbeiten. Sie versteckte in ihrer kleinen Wohnung im Stadtteil [[Žižkov]] den jüdischen Künstlerkollegen aus der Prager Surrealistengruppe [[Jindřich Heisler]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;SurrFr&amp;quot; /&amp;gt; 1942 verstarb der schwer kranke Štyrský.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende konnte Toyen wieder öffentlich ausstellen. Sie verließ Prag 1947 gemeinsam mit Heisler wieder Richtung Paris, auch um der Gefahr des [[Stalinismus]] in ihrem Land zu entgehen. Sie befürchtete eine Beschneidung ihrer persönlichen und künstlerischen Freiheit nach der [[Februarumsturz|Machtübernahme der Kommunisten]] in Prag und übersiedelte ihr umfangreiches Werk nach Paris.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lu&amp;quot;&amp;gt;[https://ludwigmuseum.org/ausstellungen/toyen-die-pariser-jahre-kabinett-ausstellung/ Toyen] [[Ludwig Museum Koblenz]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Dort konnte sie an ihre Vorkriegskontakte anknüpfen und sie wurde eine wichtige Persönlichkeit der Surrealisten-Gruppe rund um Breton,&amp;lt;ref name=&amp;quot;SurrFr&amp;quot; /&amp;gt; deren Auflösung im Jahr 1969 sie schwer verkraftete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Alter lebte Toyen zurückgezogen in Paris und sie geriet zunehmend in Vergessenheit. Sie starb 1980 im Alter von 78 Jahren und ruht auf dem Pariser [[Cimetière des Batignolles]].&amp;lt;ref&amp;gt;knerger.de: [http://knerger.de/html/toyenbild___kunst_78.html Das Grab von Toyen]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Werk wurde erst bei der Versteigerung ihres Nachlasses im Jahr 1980 wieder einem breiten Publikum bekannt und ist seither auf dem internationalen Kunstmarkt stark nachgefragt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lu&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
Am Anfang wechselten Werke unter [[Kubismus|kubistischem]] Einfluss mit Motiven von Clowns und Akrobaten;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Alexandra Wach |Titel=Toyen-Retrospektive in Hamburg: Eine Königin des Unbewussten |Sammelwerk=FAZ.NET |ISSN=0174-4909 |Online=https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kunst-und-architektur/die-hamburger-kunsthalle-zeigt-die-surrealistin-toyen-17600597.html |Abruf=2022-04-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; später folgte eine kurze Hinwendung zum [[Primitivismus]]. Ab 1925 in Paris entwickelte sie in der Zusammenarbeit mit Štyrský experimentellere Malweisen und das Konzept des Artifizialismus. Ihr Schaffen nahm in manchem die Nachkriegsströmung [[Informel]] vorweg. Ab 1930 kehrte die Gegenständlichkeit in ihr Werk zurück, sie kann ab dieser Zeit dem Surrealismus zugeordnet werden. Ab 1945 traten vermehrt Elemente der Collage in ihre Bilder.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SurrFr&amp;quot; /&amp;gt; Toyen illustrierte zwischen 1923 und 1950 über 500 Bücher.&amp;lt;ref&amp;gt;Karla Tonine Huebner: &amp;#039;&amp;#039;Eroticism, Identity and Cultural Context: Toyen and the Prague Avant-Garde.&amp;#039;&amp;#039; Pittsburgh 2008, [http://d-scholarship.pitt.edu/10323/1/HuebnerKarla2008.pdf online, PDF (englisch)], S. 38&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Werke Toyens behandeln oftmals die Themen „Sex, Gewalt, Natur, [[Alchemie]]“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SurrFr&amp;quot; /&amp;gt; Sie gilt als „bedeutendste Künstlerin der tschechischen [[Avantgarde]] und wegweisende Protagonistin der französischen Nachkriegssurrealismus“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SurrFr&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausstellungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* 1982 – &amp;#039;&amp;#039;Štyrský Toyen Heisler&amp;#039;&amp;#039; im [[Centre Georges-Pompidou]], Paris&lt;br /&gt;
* 2021 – &amp;#039;&amp;#039;Toyen&amp;#039;&amp;#039;, Retrospektive in der [[Hamburger Kunsthalle]],&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.hamburger-kunsthalle.de/ausstellungen/toyen Webseite der Hamburger Kunsthalle], abgerufen am 15. März 2020&amp;lt;/ref&amp;gt; 24. September 2021 bis 13. Februar 2022, Kuratorinnen: Annabelle Görgen-Lammers, Annie Le Brun und Anna Pravdova&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Vítězslav Nezval]]: &amp;#039;&amp;#039;Štyrský a Toyen (Styrsky und Toyen).&amp;#039;&amp;#039; Verlag F. Borový, Prag 1938.&lt;br /&gt;
* Rita Bischof (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Toyen. Das malerische Werk.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Neue Kritik, Frankfurt am Main 1987, ISBN 3-8015-0202-3.&lt;br /&gt;
* Karel Srp: &amp;#039;&amp;#039;Toyen, une femme surréaliste .&amp;#039;&amp;#039; Verlag Édition Artha, Lyon 2002, ISBN 2-84845-004-5.&lt;br /&gt;
* Karla Tonine Huebner: &amp;#039;&amp;#039;Eroticism, Identity and Cultural Context: Toyen and the Prague Avant-Garde.&amp;#039;&amp;#039; Pittsburgh 2008, [http://d-scholarship.pitt.edu/10323/1/HuebnerKarla2008.pdf online, PDF (englisch)]&lt;br /&gt;
* Annabelle Görgen-Lammers, Annie Le Brun, Anna Pravdová (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Toyen.&amp;#039;&amp;#039; Hirmer Verlag, München 2021, ISBN 978-3-7774-3694-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Toyen}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118642944}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://surrealism.website/Toyen.html Gemälde von Toyen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118642944|LCCN=n50034328|NDL=00458999|VIAF=112174326}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maler des Surrealismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maler (Tschechien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Künstler (Paris)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Künstler (Prag)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tschechoslowake]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tschechoslowakischer Emigrant in Frankreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Judenretter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1902]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1980]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Levá fronta]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Toyen&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Čermínová, Marie&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=tschechische Malerin des Surrealismus&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=21. September 1902 &lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Prag]] &lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=9. November 1980&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Paris]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SteinundBaum</name></author>
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