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	<title>Totentanz (Distler) - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T07:51:43Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Totentanz Lübeck 1.jpg|mini|Ausschnitt des [[Lübecker Totentanz]]es]]&lt;br /&gt;
Die [[Motette]] „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Totentanz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;“ [[Opus (Werk)|Opus]] 12, 2 des deutschen Komponisten [[Hugo Distler]] (1908–1942) entstand 1934 für den Ewigkeitssonntag ([[Totensonntag]]). Die für 4-stimmigen Chor [[A cappella]] gesetzte [[Komposition (Musik)|Komposition]] umfasst 14 gesungene [[Vers]]e, zwischen denen 12 [[Gesprochene Sprache|gesprochene Verse]] von [[Johannes Klöcking]] stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Hugo Distler beschäftigte sich seit Sommer 1932 mit dem Thema eines [[Totentanz]]spiels. Letzten Anstoß zur Komposition im Jahr 1934 bildete vermutlich eine ihn stark beeindruckende Aufführung von [[Leonhard Lechner]]s &amp;#039;&amp;#039;Sprüche vom Leben und Tod&amp;#039;&amp;#039; sowie der [[Motette]] &amp;#039;&amp;#039;Selig sind die Toten&amp;#039;&amp;#039; von [[Heinrich Schütz]] in der [[Jakobikirche (Lübeck)|Lübecker Jakobikirche]]. Weitere Inspirationsquelle war der [[Lübecker Totentanz]] in der [[Lübecker Marienkirche]], der 1701 als Kopie eines im 15. Jahrhundert entstandenen [[Bilderzyklus]] entstand. Die Zerstörung des Lübecker Totentanzes 1942 im Zweiten Weltkrieg sollte Distler, kurz vor seinem [[Suizid]] im gleichen Jahr, noch erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Text und Musik ==&lt;br /&gt;
Als Textvorlage für den 14 Chorverse umfassenden &amp;#039;&amp;#039;Totentanz&amp;#039;&amp;#039; für 4-stimmigen Chor [[A cappella]], der die Nr. 2 innerhalb der &amp;#039;&amp;#039;Geistlichen Chormusik&amp;#039;&amp;#039; [[Opus (Werk)|Opus]] 12 erhielt, wählte der 26-jährige Distler Verse aus dem [[Cherubinischer Wandersmann|Cherubinischen Wandersmann]] des [[Lyrik]]ers [[Angelus Silesius]]. Die verbindend zu sprechenden 12 Verse steuerte der mit Distler bekannte Dichter [[Johannes Klöcking]] bei. Sie stellen ihrerseits eine Nachdichtung der nur noch teilweise erhaltenen Verse des [[mittelniederdeutsch]]en Lübecker Totentanzes aus dem 15. Jahrhundert dar und sind dialogisch angelegt: Erst der mit dem Tod hadernde Mensch, dann der Tod selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu den unerbittlich-[[lapidar]]en Sprechtexten, in denen der Tod Menschen verschiedenen [[Ständegesellschaft|Standes]] und Alters zum Tanz auffordert, stehen die vielfach zart-schwebend wirkenden, kurzen [[Chorsatz|Chorsätze]] Distlers (die umrahmenden Chorsprüche 1 und 14 etwas länger angelegt). In manchen [[Komposition (Musik)|kompositorischen]] Mitteln, etwa [[Synkope (Musik)|synkopisch]] gestalteten [[Vorhalt (Musik)|Vorhaltsbindungen]] oder [[Picardische Terz|Picardischer Terz]], weist Distler auf Verfahren der [[Renaissance]]zeit Lechners zurück. Anders als dessen Chorsätze sind diejenigen Distlers jedoch [[Polymetrik|polymetrisch]] angelegt und die [[Partitur]] enthält keine [[Taktstrich]]e, sondern lediglich [[Mensurstrich]]e. Die Aufführungsdauer beträgt etwa 30 Minuten. Im Vorwort der Erstausgabe von 1934 schrieb Distler: &lt;br /&gt;
{{Zitat|Text=Als künstlerisches Gestaltprinzip ergab sich, ganz aus dem Wesen der gedrungenen Spruchdichtung heraus, größtmögliche Mannigfaltigkeit in der Erfindung unter bewusstem Verzicht auf ausgesprochene Durchführungsarbeit, daher die scharfen Kontraste, die präzise Formung des augenblicklichen Stimmungsgehaltes, die gedrängte, aphoristische Kürze. Nur wenige der kleinen Sätze begnügen sich mit der Durchführung nur eines beherrschenden Satzmotivs; besonders typisch für diese Art Gestaltung etwa ein Satz wie der fünfte Spruch, den ich ‚Frau Welte‘ zu überschreiben geneigt wäre nach der bekannten Statue an der St. Sebalduskirche zu Nürnberg - eine nackte Frauengestalt von blühender Schönheit: so scheint Frau Welt dem Beschauer entgegenzutreten; ihr Rücken aber ist von Schlangen und Würmern zerfressen, ein Bild der Vergänglichkeit. Wie anders wäre sonst darstellbar jener gespenstische Reigen, jene ‚Passacaglia‘ im wahrsten Sinne des Wortes, zu deren phantastisch bunten, unabsehbaren ‚Veränderungen‘ immer der gleiche ‚Ostinato‘ den Takt schlägt: ‚Heint frisch, wohlmechtig, gsund, schön und prächtig; morgen verdorben, tot und gestorben?‘|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;zit. n. LP-Beitext Hugo Distler: Totentanz u.&amp;amp;nbsp;a., [[Münchner Motettenchor]], Leitung [[Hans Rudolf Zöbeley]], FSM 53 228 EB, Aufnahmejahr 1980&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Uraufführung des &amp;#039;&amp;#039;Totentanzes&amp;#039;&amp;#039; fand am 24. September 1934&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=https://www.baerenreiter.com/en/program/20th21st-century-music/20th-century-classics/hugo-distler/works/sacred-choral-music/ |text=&amp;#039;&amp;#039;Sacred choral music&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20160311023833}}&amp;lt;/ref&amp;gt; in der Lübecker [[Katharinenkirche (Lübeck)|Katharinenkirche]] unter der Leitung von [[Bruno Grusnick]] statt. Für die zweite Aufführung des &amp;#039;&amp;#039;Totentanzes&amp;#039;&amp;#039; (Kassel, November 1934) komponierte Distler zusätzlich kurze Variationen des Liedes &amp;#039;&amp;#039;[[Es ist ein Schnitter, heißt der Tod]]&amp;#039;&amp;#039; für [[Flöte]] [[Solo (Musik)|Solo]], die seitdem teilweise mitaufgeführt werden, eingeschoben jeweils zwischen gesprochenem und gesungenem Vers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Barbara Distler-Harth: &amp;#039;&amp;#039;Hugo Distler. Lebensweg eines Frühvollendeten&amp;#039;&amp;#039;. [[Schott Music]], Mainz 2008, ISBN 978-3-7957-0182-6, S 185 u. 195.&lt;br /&gt;
* LP-Beitext Hugo Distler: Totentanz u. a., Münchner Motettenchor, Leitung: H. R. Zöbeley, FSM 53 228 EB, Aufnahmejahr 1980&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{IMSLP2|id=Totentanz,_Op.12_No.2_(Distler,_Hugo)|cname=Totentanz, Op.12 No.2 (Distler, Hugo)}}&lt;br /&gt;
* {{ChoralWiki|Totentanz_(Hugo_Distler)|Totentanz op. 12 Nr. 2}}&lt;br /&gt;
* [https://www.yumpu.com/de/document/view/2319502/anmerkungen-zum-totentanz-von-distler-musik Rudolf Kirmse: Anmerkungen zum „Totentanz“ von Hugo Distler]&lt;br /&gt;
* [http://www.totentanz-online.de/medien/musik/hugodistler.htm Texte der gesungenen und gesprochenen Verse des Totentanzes von Hugo Distler]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=w|GND=300430701|LCCN=no91027120|VIAF=295509394}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geistliches Chorwerk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chorwerk aus dem 20. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Werk von Hugo Distler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musik 1934]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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