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	<title>Totenkrone - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T00:16:48Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Totenkrone&amp;diff=1645622&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie.</title>
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		<updated>2025-10-30T08:00:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Schloss Ratibor Muaeum - Totenkrone.jpg|mini|Totenkrone aus Franken, Schloss Ratibor (Roth)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Totenkrone Dorfkirche Herzberg 4.jpg|mini|Ensemble von Totenkronen, [[Dorfkirche Herzberg (Rietz-Neuendorf)|Dorfkirche Herzberg]] (Rietz-Neuendorf)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Totenkrone Dorfkirche Herzberg 6.jpg|mini|[[Totenkranz]], [[Dorfkirche Herzberg (Rietz-Neuendorf)|Dorfkirche Herzberg]] (Rietz-Neuendorf)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Totenkronen in zeitgenössischen Glasvitrinen im Museum zu Uslar.jpg|mini|Totenkronen in zeitgenössischen Glasvitrinen im [[Museum Uslar]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Totenkrone&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein Schmuckgegenstand bei der [[Bestattung]] von Säuglingen und Kindern oder jung verstorbenen Ledigen. Belege dafür gibt es aus dem gesamten europäischen Raum und für die Zeit vom Ende des 16. bis zum 19. Jahrhundert, vereinzelt noch bis ins 20. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gebrauch der Totenkrone ==&lt;br /&gt;
Ursprünglich waren die Totenkronen [[Grabbeigabe]]n, die den Verstorbenen in die Hand oder den Arm gedrückt wurden oder neben den Kopf gelegt wurden. Weil die Totenkronen immer aufwendiger und teurer wurden, wurde es üblich, die Krone als Leihgabe der Kirche zu verwenden, die nach dem Begräbnis wieder zurückgegeben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine der ersten Untersuchungen zum Gebrauch von Totenkronen wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts durch [[Otto Lauffer]] unternommen.&amp;lt;ref name=Lauffer1916&amp;gt;O. Lauffer: „Der volkstümliche Gebrauch von Totenkronen in Deutschland“ In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift des Vereins für Volkskunde&amp;#039;&amp;#039;, Band 26, Berlin 1916, S. 225ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Forschungsprojekt [[Atlas der deutschen Volkskunde]] wurde in den frühen 1930er Jahren auch eine Frage zur Verwendung der Totenkrone gestellt. Es wurden dabei 100.000 Einzelangaben aus 20.000 deutschsprachigen Gemeinden ausgewertet. Trotz Unzulänglichkeiten bezüglich der Fragestellungen – wie etwa die Vorgabe des Begriffs „Totenkrone“, die in verschiedenen Landstrichen unterschiedlich bezeichnet wird – lieferte die Studie eine Grundlage für die Analyse des mit der Totenkrone verbundenen Brauchtums.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ernst Helmut Segschneider]]: &amp;#039;&amp;#039;Totenkranz und Totenkrone im Ledigenbegräbnis&amp;#039;&amp;#039;, Rheinland-Verlag, Köln, 1976, ISBN 3-7927-0200-2, S. 10–12.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei lassen aber die bisher (Stand 2009) vorliegenden Forschungsergebnisse noch nicht zu, eine feste Chronologie des Rituals aufzustellen.&amp;lt;ref&amp;gt;Sylvia Müller, Denkmäler der Liebe, S. 8f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Totenkronen im Landkreis Fürth ===&lt;br /&gt;
Totenkronen wurden im heutigen [[Landkreis Fürth]] im 17. Jahrhundert verstorbenen unverheirateten Frauen, Junggesellen und Kindern entweder auf den [[Sarg]] gelegt oder als Totenschmuck als [[Grabbeigabe]] beigelegt. Bei Ausgrabungen im Jahre 2009 auf dem Gelände eines ehemaligen Friedhofs in [[Fürth]] wurden dabei vollständige Totenkronen geborgen. Diese Kronen bestanden aus Silberdraht, in die Glas oder Edelsteine eingearbeitet waren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web |url=https://www.nordbayern.de/region/fuerth/barocker-totenkult-1.566801?searched=true |title=Barocker Totenkult. Neue Entdeckungen auf dem Fürther Kirchenplatz |author=Volker Dittmar}} Fürther Nachrichten vom 22. August 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die letzte Gemeinde im Landkreis Fürth, die eine Totenkrone besitzt, ist [[Seukendorf]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Totenkronen im Altenburger Land ===&lt;br /&gt;
In der Dorfkirche in [[Dobraschütz]] erhielten sich auf einem Epitaph 13 Totenkronen aus der Zeit zwischen 1791 und 1813. Drei weitere Epitaphe waren auf dem Kirchboden vorzufinden. Totenkronen und Epitaphe wurden 2017 komplett restauriert und sind vollständig in der Kirche ausgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer dieser Totenkronen gelang die Zuordnung zu einem 1811 an Scharlach verstorbenen, 13-jährigen Jungen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web |url=https://www.otz.de/leben/kirche/article222823441/Dobraschuetzer-Kirche-besitzt-13-Totenkronen.html |title=Seltene Totenkronen zieren die Kirche in Dobraschütz |author=Christiane Kneisel}} Ostthüringer Zeitung vom 1. Juni 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Totenkronen im Landkreis Northeim ===&lt;br /&gt;
Das [[Museum Uslar]] besitzt eine Sammlung von 27 Totenkronen, die aus der Dorfkirche von [[Vahle (Uslar)|Vahle]] stammen (2 Exemplare befinden sich noch vor Ort). Sie stammen aus dem Zeitraum zwischen 1814 und 1875.&lt;br /&gt;
[[Datei:Otto Piltz Auf dem Ersten Stand.jpg|links|mini|Otto Piltz, Auf dem Ersten Stand (Empore der Dorfkirche).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Totenkronen im Marburger Land ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Betende Frauen beim Vaterunser.jpg|links|mini|Otto Piltz, Frauen beten das Vaterunser (Erdgeschoss der Dorfkirche)]]&lt;br /&gt;
Der Genremaler [[Otto Piltz]] hielt sich von 1879 bis 1884 regelmäßig in Cappel bei Marburg auf und malte dort unter anderem Innenansichten der Dorfkirche. Sie zeigen die Art und Weise, wie Totenkronen damals im Kirchenraum angebracht waren. von besonderem Interesse erscheint in diesem Zusammenhang, dass bei archäologischen Ausgrabungen an der Gemeindekirche von Marburg-Moischt, mindestens zwei frühneuzeitliche Gräber freigelegt werden konnten, in denen den Verstorbenen Totenkronen, bestehend aus farbigen, hohlgeblasenen Glaskugeln und zu floralen Ornamenten gebogene Bronzedrähte, beigegeben worden waren&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Anna-Marie Dürr |Titel=Corona funebris: zu den neuzeitlichen Totenkronen aus dem Friedhofsareal der Gemeindekirche von Marburg-Moischt |Sammelwerk=hessenArchäologie 2020 |Band= |Datum=2021 |Seiten=328-331}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Totenkronen in der Oberlausitz (Kamenz/Sachsen) ===&lt;br /&gt;
Einer der bisher größten bekannten Bestände von historischen Totenkronen hat sich in der sächsischen Stadt [[Kamenz]] erhalten. Insgesamt bewahren das Stadtmuseum (Malzhaus) und die evangelisch-lutherische Kirchgemeinde eine Sammlung von mehr als 160 Kronen, neun gläsernen Totenkästen sowie drei großen Totenkronenregalen, die teilweise noch mit floralem Schmuck verziert sind. Die Totenkästen, die heute in der Kamenzer [[St. Just (Kamenz)|St.-Just-Kirche]] und im [[Klosterkirche St. Annen (Kamenz)|Sakralmuseum]] St. Annen ausgestellt sind, stammen aus dem Zeitraum von 1753 bis 1840 und decken die Blütezeit dieser [[Sepulkralkultur]] annähernd in ihrer ganzen Breite ab. Der Bestand erlaubt einen Überblick über die kultur- und kunsthistorisch wichtige Tradition der Totenkronen in Sachsen. Die Totenkästen enthalten zahlreiche handschriftliche oder gedruckte Texte, die soziologische Einblicke geben in die frühere Trauer- und Beerdigungskultur. So liest man im Totenkasten für den 1840 verstorbenen Carl August Schmidt: „Leser der Du einst dieses findest, wisse: diese Kränze reichten eine Anzahl junge Freunde und Freundinnen einem der bravsten und besten Jünglinge, und weinten herzlich um ihn als ihn der unerbittliche Tod aus Ihrer Mitte entriss […].“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Verlust. Von Totenkronen und Erinnerungskultur: Susan Donath zu Gast im Sakralmuseum St. Annen. Bestandskatalog der Kamenzer Totenkronen des 18. und 19. Jahrhunderts. |Hrsg=Sören Fischer |Verlag=Städtische Sammlungen Kamenz |Ort=Kamenz |Datum=2019 |ISBN=978-3-910046-77-1 |Seiten=16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zahlreiche dieser Totenkronen konnten 2018 restauriert und in einer Publikation der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.[[Datei:Otto Piltz Kindtaufe in der Cappeler Kirche.jpg|mini|Otto Piltz, Kindstaufe in Cappel.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Grabkrone]], [[Totenkranz]], [[Totenbrett]]&lt;br /&gt;
* [[Epitaph]], [[Brautkranz]], [[Brautkrone]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Gerald Bamberger: &amp;#039;&amp;#039;Totenkronen von ca. 1750 bis 1850 im Großherzogtum Hessen.&amp;#039;&amp;#039; In: Walter Stolle: &amp;#039;&amp;#039;Der Tod. Zur Geschichte des Umgangs mit Sterben und Trauer. „De Dod gehört halt zum Lewe“.&amp;#039;&amp;#039; Ausstellung Hessisches Landesmuseum Darmstadt, Volkskundliche Abteilung, Außenstelle Lorsch, 1. November 2001 bis 30. Juni 2002. Hessisches Landesmuseum, Darmstadt 2001, ISBN 3-926527-60-9, S. 99–111.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Verlust. Von Totenkronen und Erinnerungskultur: Susan Donath zu Gast im Sakralmuseum St. Annen. Bestandskatalog der Kamenzer Totenkronen des 18. und 19. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;, hrsg. v. Sören Fischer, mit einem Geleitwort von Reiner Sörries sowie Beiträgen von Sören Fischer, Sylvia Müller-Pfeifruck, Ute Schönbach und Verena Schneider, Kamenz 2019.&lt;br /&gt;
* O. Lauffer: &amp;#039;&amp;#039;Der volkstümliche Gebrauch von Totenkronen in Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift des Vereins für Volkskunde.&amp;#039;&amp;#039; 26, 1916, {{ISSN|0179-0064}}, S. 225–246.&lt;br /&gt;
* Sylvia Müller: &amp;#039;&amp;#039;Denkmäler der Liebe. Zeugnisse des Totenkronenbrauchs in der Mark Brandenburg.&amp;#039;&amp;#039; Berlin-Story-Verlag, Berlin 2007, ISBN 978-3-929829-63-1.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Neumann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Totenhochzeit mit Kranz und Krone. Zur Symbolik im Brauchtum des Ledigenbegräbnisses.&amp;#039;&amp;#039; Eine Ausstellung des Museums für Sepulkralkultur, Kassel, 30. September 2007 bis 2. März 2008. Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal, Kassel 2007, ISBN 978-3-924447-37-3.&lt;br /&gt;
* [[Ernst Helmut Segschneider]]: &amp;#039;&amp;#039;Totenkranz und Totenkrone im Ledigenbegräbnis. Nach einer Dokumentation des Atlas der deutschen Volkskunde.&amp;#039;&amp;#039; Rheinland-Verlag, Köln 1976, ISBN 3-7927-0200-2 (&amp;#039;&amp;#039;Werken und Wohnen&amp;#039;&amp;#039; 10).&amp;lt;!-- wird in Fußnoten verwendet! --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Gerhard Seib: &amp;#039;&amp;#039;Kranz und Krone im Ledigenbegräbnis. Beispiel aus Hessen und dem Harz.&amp;#039;&amp;#039; In: Hans Kurt Boehlke (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wie die Alten den Tod gebildet. Wandlungen der Sepulkralkultur. 1750–1850.&amp;#039;&amp;#039; Eine Ausstellung der Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal e.&amp;amp;nbsp;V., Kassel, veranstaltet vom Arbeitskreis Selbständiger Kultureller Institutionen e.&amp;amp;nbsp;V. im Wissenschaftszentrum Bonn-Bad Godesberg, 2. August bis 2. September 1979. v. Hase &amp;amp; Koehler, Mainz 1979, ISBN 3-7758-0982-1 (= &amp;#039;&amp;#039;Kasseler Studien zur Sepulkralkultur&amp;#039;&amp;#039; 1), S. 113–119.&lt;br /&gt;
* Yvonne Schmuhl: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.rdklabor.de/w/?oldid=88231 Totenkranz, Totenkrone]&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Reallexikon zur Deutschen Kunstgeschichte|RDK]] Labor (2015).&lt;br /&gt;
* Juliane Lippok: Corona Funerbis – Neuzeitliche Totenkronen als Gegenstand archäologischer Forschungen. Beiträge zur Ur- und Frühgeschichte Mitteleuropas 54, Langenweißbach 2009, ISBN 978-3-941171-09-1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Funeral crowns|Totenkronen|audio=1|video=0}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [http://www.outoftime.de/museumuslar.html Wolfgang Schäfer: &amp;#039;&amp;#039;Die Totenkronen aus Vahle&amp;#039;&amp;#039;], Anmerkungen zur umfangreichen Sammlung von Totenkronen im [[Museum Uslar]]&lt;br /&gt;
* Peter Kaiser: Jungfräulich und gekrönt ins Jenseits, [https://www.deutschlandfunkkultur.de/die-tradition-der-totenhochzeit-jungfraeulich-und-gekroent-100.html Sendung des Deutschlandfunk Kultur]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bestattungsritual]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krone]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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