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	<title>Tote Hand (System) - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T10:20:48Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tote_Hand_(System)&amp;diff=1342700&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Jo1971: /* Beschreibung */ indienststellung</title>
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		<updated>2026-03-10T20:37:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Beschreibung: &lt;/span&gt; indienststellung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tote Hand&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dead Hand&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;}} oder {{ruS|Мёртвая рука}} &amp;#039;&amp;#039;Mjortwaja ruka&amp;#039;&amp;#039;, offiziell {{lang|ru|Система «Периметр»|Sistema „Perimetr“|de=System „Perimeter“}})&amp;lt;ref name=&amp;quot;Perimeter&amp;quot;&amp;gt;Bruce G. Blair: {{Webarchiv|url=http://www.cdi.org/PDFs/C3_preface.pdf |wayback=20031231024335 |text=im Vorwort zu &amp;#039;&amp;#039;C3: Nuclear Command, Control, Cooperation&amp;#039;&amp;#039;   }} (PDF)&amp;lt;/ref&amp;gt; ist ein Atomwaffen-Führungssystem der [[Sowjetunion]] und [[Russland]]s. Es soll im Falle eines nuklearen [[Enthauptungsschlag]]s, der die Führung des Landes aktionsunfähig macht, automatisch oder semi-automatisch einen allumfassenden [[Zweitschlag|Gegenschlag]] auslösen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Medienberichten zufolge ist das System weiterhin in Betrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Aufgabe des Systems „Tote Hand“ (benannt nach dem Buch &amp;#039;&amp;#039;Dead Hand&amp;#039;&amp;#039; von Harold Coyle)&amp;lt;ref name=&amp;quot;book&amp;quot;&amp;gt;Harold Coyle: &amp;#039;&amp;#039;Dead Hand&amp;#039;&amp;#039;. Forge Books, ISBN 0-8125-7539-3, ISBN 978-0-8125-7539-2&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe auch: &amp;#039;&amp;#039;Doomsday: On The Brink&amp;#039;&amp;#039;, eine Dokumentation des Learning Channel von 1997. „Dead Hand“ bezog sich gleichfalls auf den Zwischenfall anlässlich des Starts einer norwegischen Forschungsrakete im Jahr 1997 sowie auf die Weiterverbreitung von Atomtechnologie in der islamischen Welt. Ziel war es aufzuzeigen, dass die Bedrohung durch den sogenannten „Doomsday“ (der nukleare Weltuntergang) durch den Fall der Berliner Mauer und die daraus entstandenen Umwälzungen nicht verschwunden ist. „That order will ultimately be obeyed, even if nobody is left alive to obey it.“ („Dieser Befehl wird letztlich ausgeführt, auch wenn es keinen Überlebenden mehr gibt, der ihn befolgen kann.“)&amp;lt;/ref&amp;gt; war es, den [[Atomstreitkraft|Atomstreitkräften]] der [[Sowjetunion]] im Falle der Ausschaltung der politischen Führung durch Freigabe ihrer Waffen eine [[Zweitschlag]]fähigkeit zu bewahren. Dies wurde durch die Entwicklung von zielgenauen [[U-Boot-gestützte ballistische Rakete|U-Boot-gestützten ballistischen Interkontinentalraketen]] (SLBM) während der 1980er Jahre zum vorherrschenden Thema.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor Beginn der 1980er Jahre galten landgestützte [[Interkontinentalrakete]]n (ICBM) und von [[Strategischer Bomber|Bombern]] transportierte Nuklearwaffen als am [[Circular Error Probable|zielgenauesten]]. Dagegen wurden die frühen US-amerikanischen, auf [[Atom-U-Boot]]en ([[SSBN]]) stationierten SLBM-Systeme wie die [[UGM-27 Polaris]] der 1960er Jahre sowie die während der 1970er Jahre eingeführte [[UGM-73 Poseidon]] als nicht genau genug für einen Counterforce-Angriff – gegen das Waffenpotential – oder [[Erstschlag]] (First strike) der USA gegen die Sowjetunion angesehen. Auf U-Booten stationierte SLBMs wurden daher primär gegen Bevölkerungszentren gerichtet (als sogenannte Countervalue-Ziele), bei denen die Zielgenauigkeit eine geringere Rolle spielte. Ein mit guten Radar- und Satellitenüberwachungssystemen ausgerüsteter Gegner konnte mit Vorwarnzeiten von etwa 30&amp;amp;nbsp;Minuten zwischen Raketenstart und Einschlag rechnen – genug, um nach dem Prinzip „Launch on warning“ seine eigenen Waffen zum nuklearen Gegenschlag zu starten. Ein wirkungsvoller Erstschlag war unter diesen Bedingungen wenig erfolgversprechend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die strategische Balance änderte sich, als mit den neuen US-amerikanischen SLBM vom Typ [[Trident (SLBM)|Trident C4]] und [[Trident (SLBM)|Trident D5]] hochgenaue Systeme eingeführt wurden. Mit der Trident-D5 (Entwicklung ab 1983, Indienststellung 1990) waren Zielgenauigkeiten ([[Circular Error Probable|CEP&amp;lt;sup&amp;gt;50&amp;lt;/sup&amp;gt;]] etwa 90&amp;amp;nbsp;Meter) erreichbar, die denen von landgestützten ICBM nahekamen. Damit waren die US-amerikanischen und britischen Trident-U-Boote in der Lage, durch verdeckte Annäherung an die Küsten des Gegners die Vorwarnzeiten auf weniger als drei Minuten zu reduzieren, wodurch ein gegen Militär und Führung gerichteter Counterforce-Angriff auch als Enthauptungsschlag führbar wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Aussagen von Militärstrategen galt es als plausibel, dass eine Seite die Durchführung eines Erstschlages erwägen würde, wenn sie zur Überzeugung gelangt sei, das Führungssystem der anderen Seite mit Erfolg ausschalten zu können. Die UdSSR unternahm aus diesem Grund Schritte zur Sicherstellung ihrer Fähigkeit zur nuklearen Vergeltung, falls ihre Führung durch einen Überraschungsangriff ausgeschaltet würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das System wurde im Januar 1985 in Dienst gestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=David Holloway |Titel=Nuclear Weapons. An International History |Verlag=Yale University Press |Ort=New Haven/London |Datum=2026 |ISBN=978-0-300-22944-8 |Seiten=530 |DOI=10.12987/9780300283396 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Gleichgewicht des Schreckens}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Durchführung ==&lt;br /&gt;
Die Fernmeldeverbindungen zwischen der Führung der Sowjetunion und ihrem Generalstab sowie mit militärischen Einrichtungen, darunter Radarstationen, [[Raketensilo]]s und Kommandozentralen, waren rund um die Uhr unter Überwachung. Wurden Atomexplosionen auf dem Gebiet der UdSSR festgestellt oder traten unvorhergesehene Ausfälle von Fernmeldeverbindungen auf, konnten bereits vergleichsweise rangniedrige Offiziere ohne Zustimmung höherer Gefechtsstände die Freigabe von Atomwaffen erteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein 1993 von der &amp;#039;&amp;#039;[[New York Times]]&amp;#039;&amp;#039; veröffentlichter Artikel schildert das System wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Das heute von Dr. Blair beschriebene System der ‚Toten Hand‘ führt diesen Trend der militärischen Defensive zu seinem logischen und erschreckenden Abschluss. Das automatisierte System erlaubt Moskau in der Theorie, auf einen Angriff des Westens zu antworten, selbst wenn seine höchsten militärischen Kommandeure getötet sind und die Hauptstadt in Schutt und Asche liegt.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Das Herz des Systems wird in unterirdischen Bunkeranlagen im Süden von Moskau und in weiteren Reservestandorten vermutet. Während einer Krise sollen Militärdienststellen eine verschlüsselte Nachricht an die Bunker senden, um das System ‚Tote Hand‘ zu aktivieren. Sollten [danach] nahegelegene Sensoren einen nuklearen Angriff auf Moskau melden und das System eine Unterbrechung der Fernmeldeverbindungen zu den höchsten Kommandostellen der Streitkräfte feststellen, würde das System [mittels] niederfrequenter Funksignale durch im Erdboden verlegte spezielle Antennen den Start spezieller Raketen auslösen.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Nach dem Erreichen bestimmter Flughöhen sollten diese Flugkörper ihrerseits über strategischen Raketenkomplexen und anderen militärischen Anlagen Funksignale mit Angriffsbefehlen an strategische Atomraketen, Bomberverbände und über spezielle Funkrelais-Stationen an die strategische Atom-U-Bootflotte auf See abstrahlen. Im Gegensatz zu westlichen Informationen sollen laut Dr. Blair zahlreiche russische Atomraketen in Bunkern und auf mobilen Startgeräten automatisch gestartet werden können.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;nyt&amp;quot;&amp;gt;William J. Broad: [http://query.nytimes.com/gst/fullpage.html?res=9F0CE5DC163BF93BA35753C1A965958260&amp;amp;sec=&amp;amp;spon=&amp;amp;pagewanted=print &amp;#039;&amp;#039;Russia Has &amp;#039;Doomsday&amp;#039; Machine, U.S. Expert Says&amp;#039;&amp;#039;.] 8. Oktober 1993&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
== Heutige Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Ein Artikel in [[Wired]] von September 2009 deutet an, dass „Tote Hand“ noch immer existiere und in Betrieb sei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Nicholas Thompson |Titel=Inside the Apocalyptic Soviet Doomsday Machine |Sammelwerk=Wired Magazine |Band=17 |Nummer=10 |Datum=2009-09-21 |Sprache=en-US |Online=[http://archive.wired.com/politics/security/magazine/17-10/mf_deadhand Online]}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 2011 bestätigte der Oberbefehlshaber der russischen Strategischen Raketentruppen [[Sergei Wiktorowitsch Karakajew]], dass das System im vollen Einsatz sei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=https://de.sputniknews.com/technik/20170821317111742-tote-hand-moskaus-russland-zum-atomaren-gegenschlag-ausholen/ |wayback=20170821193850 |text=&amp;#039;&amp;#039;„Perimetr“: so funktioniert Russlands System zum atomaren Gegenschlag&amp;#039;&amp;#039;.}} Sputnik, 21. August 2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Gegensatz zu früheren Vorstellungen scheint das System aber nicht vollautomatisiert zu sein (was ursprünglich von der Sowjetunion geplant, aber als zu gefährlich verworfen wurde),&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Andrian Danilevich |url=https://web.archive.org/web/20100531091219/http://www.gwu.edu/~nsarchiv/nukevault/ebb285/vol%20iI%20Danilevich.pdf |titel=Summary of Interview: Andrian Danilevich |sprache=en |abruf=2024-10-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Viktor M. Surikov |url=https://nsarchive2.gwu.edu/nukevault/ebb285/vol%20II%20Surikov.PDF |titel=Summary of Interview: Surikov |sprache=en |abruf=2024-10-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; sondern benötigt als letzte Kontrolle weiterhin eine menschliche Freigabe aus einem Militärbunker.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=David Hoffman |url=https://www.npr.org/transcripts/113579843 |titel=&amp;#039;Dead Hand&amp;#039; Re-Examines The Cold War Arms Race |werk=[[National Public Radio|NPR]] |datum=2009-10-08 |sprache=en |abruf=2024-10-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Pavel Podvig |Titel=No gaps in early-warning coverage as three radars to begin combat duty in 2017 |Sammelwerk=Russian Strategic Nuclear Forces |Datum=2016-12-23 |Online=https://russianforces.org/blog/2016/12/no_gaps_in_early-warning_cover.shtml |Abruf=2024-10-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Weltvernichtungsmaschine]]&lt;br /&gt;
* [[Letters of Last Resort]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=David E. Hoffman |Titel=The Dead Hand. Reagan, Gorbachev and the Untold Story of the Cold War Arms Race and Its Dangerous Legacy |Verlag=Anchor Books |Ort=New York |Datum=2009 |ISBN=978-0-307-38784-4 |Sprache=en |Kommentar=ausgezeichnet mit dem [[Pulitzer-Preis/Sachbuch|Pulitzer-Preis 2010]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.rg.ru/2014/01/22/perimetr-site.html Artikel.] In: &amp;#039;&amp;#039;Rossiskaja Gaseta (russisch)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nuklearwaffenpolitik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriegs- und Gefechtsführung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sowjetunion im Kalten Krieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strategische Raketentruppen der Sowjetunion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militär (Russland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärische Ausrüstung (Russland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärische Ausrüstung (Sowjetunion)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Jo1971</name></author>
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