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	<title>Torpor - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Saehrimnir: /* Geschichte */ BKL Fix</title>
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		<updated>2026-04-14T12:06:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte: &lt;/span&gt; BKL Fix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Torpor&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (lat. ‚Erstarrung, Betäubung‘) bezeichnet man die drastische Reduktion des Energieverbrauchs durch eine gezielte Verlangsamung des Stoffwechsels. Die Fähigkeit hierzu besitzen einige [[Säugetiere]] und [[Vögel|Vogelarten]]. Während des Torpors werden alle Prozesse des Körpers heruntergefahren und funktionieren nur noch auf einem minimalen Level. So reguliert der Körper beispielsweise keine Temperatur mehr und die [[Körpertemperatur]] der torpiden Tiere gleicht sich der Umgebungstemperatur an. Generell wird Torpor mit Inaktivität assoziiert. Torpor dient den Tieren zur Überbrückung von lebensunwirtlichen Zeiten, die meist durch Kälte, Trockenheit oder Nahrungsknappheit gekennzeichnet sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Thomas Ruf, Fritz Geiser |Titel=Daily torpor and hibernation in birds and mammals |Sammelwerk=Biological Reviews |Band=90 |Nummer=3 |Datum=2015 |Seiten=891–926 |ISSN=1469-185X |DOI=10.1111/brv.12137 |PMC=4351926 |PMID=25123049 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definitionen ==&lt;br /&gt;
Torpor ist die Regungslosigkeit oder Schlaffheit.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Friedrich Dorsch]], Hartmut O. Häcker, Kurt-Hermann Stapf (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dorsch – Psychologisches Wörterbuch.&amp;#039;&amp;#039; 11. Auflage. [[Verlag Hans Huber]], Bern / Stuttgart / Toronto 1987, [[Nachdruck]] 1992, ISBN 3-456-81614-6, S. 694.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Adjektiv &amp;#039;&amp;#039;torpid&amp;#039;&amp;#039; bedeutet „schlaff, träge, langsam.“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Pschyrembel (Medizinisches Wörterbuch)|Willibald Pschyrembel: &amp;#039;&amp;#039;Klinisches Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039;]], 269. Auflage, Verlag [[Walter de Gruyter]], Berlin / Boston 2023, ISBN 978-3-11-078334-6, S. 1762.&amp;lt;/ref&amp;gt; „Torpidität: [[Synonym]] Torpor: Trägheit, Schlaffheit, [[Apathie]], Stumpfheit, Erstarrung, [[Betäubung]].“&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Reuter: &amp;#039;&amp;#039;Springer Klinisches Wörterbuch 2007/2008&amp;#039;&amp;#039;, 1. Auflage, [[Springer Nature|Springer-Verlag]], Heidelberg 2007, ISBN 978-3-540-34601-2, S. 1838.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Medizin hat das Wort Torpor zwei weitere Bedeutungen: „1. Torpidität: die ‚Stumpfheit‘ (Fehlen von Verstand und Initiative) des [[Schwachsinn]]igen. 2. Benommenheit, [[Betäubung]], stärkere Bewußtseinsstörung; zum Beispiel &amp;#039;&amp;#039;Torpor intestinorum sive peristalticus&amp;#039;&amp;#039; (= [[Atonie|atonische]] [[Obstipation]]), Torpor retinae (fehlende oder verminderte Farben- oder Lichtempfindung bei [[Commotio retinae]], [[Hemeralopie]] etc.)“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Günter Thiele (Mediziner)|Günter Thiele]], [[Heinz Walter (Pharmazeut)|Heinz Walter]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Reallexikon der Medizin und ihrer Grenzgebiete]].&amp;#039;&amp;#039; Verlag [[Urban &amp;amp; Schwarzenberg]], [[Loseblattsammlung]] 1966–1977, 6. Ordner (&amp;#039;&amp;#039;S–Zz&amp;#039;&amp;#039;), München / Berlin / Wien 1974, ISBN 3-541-84006-4, S. T 86 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einteilung ==&lt;br /&gt;
Torpor wird durch drei Formen unterschieden. Täglicher und mehrtägiger Torpor, wenn er opportunistisch ohne [[Physiologie|physiologische]] Vorbereitungen genutzt wird. Die dritte Form ist saisonal anhaltender Torpor, der mehrere Wochen oder sogar Monate andauern kann, von kurzen Phasen der Erregung unterbrochen ist, während denen der Stoffwechsel kurzzeitig wieder hochgefahren wird. Zusätzlich folgt saisonal anhaltender Torpor dem Jahresverlauf und ist durch physiologische Vorbereitungen (beispielsweise Auffüllen von Energiereserven) gekennzeichnet. Daher wird diese Form von Torpor je nach Jahreszeit auch als [[Winterschlaf]] oder [[Sommerruhe|Sommerschlaf]] bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Kathrin H. Dausmann, Christine Elizabeth Cooper |Titel=Are Hibernators Toast? Global Climate Change and Prolonged Seasonal Hibernation |Sammelwerk=Global Change Biology |Band=32 |Nummer=1 |Datum=2026 |Seiten=e70659 |ISSN=1365-2486 |DOI=10.1111/gcb.70659 |PMC=12750282 |PMID=41467332 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
Torpor kommt auf der Süd- sowie auf der Nordhalbkugel bei einigen Säugetier- und Vogelarten vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Bis auf die Ausnahme von großen Raubtieren wie [[Bären]] sind die Tiere klein und haben eine Körpermasse von unter einem Kilogramm.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Hibernation, Daily Torpor and Estivation in Mammals and Birds: Behavioral Aspects |Datum=2019-01-01 |Seiten=571–578 |DOI=10.1016/B978-0-12-809633-8.20755-3 |Online=[https://www.sciencedirect.com/science/chapter/referencework/abs/pii/B9780128096338207553 Online] |Abruf=2026-01-07 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Median der Körpermasse bei Vögeln und Säugetieren, die keinen Winterschlaf abhalten, liegt bei 26 Gramm, und bei Säugetieren, die Winterschlaf halten, bei 68 Gramm.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Lemuren]] sind die Tiere, die am nächsten mit dem [[Mensch|Menschen]] verwandt sind und die Fähigkeit für Torpor besitzen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Marina B. Blanco, Kathrin H. Dausmann, Sheena L. Faherty, Anne D. Yoder |Titel=Tropical heterothermy is “cool”: The expression of daily torpor and hibernation in primates |Sammelwerk=Evolutionary Anthropology: Issues, News, and Reviews |Band=27 |Nummer=4 |Datum=2018-07 |Seiten=147–161 |ISSN=1060-1538 |DOI=10.1002/evan.21588 |Online=[https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/evan.21588 Online] |Abruf=2026-01-07 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Physiologie und Ökologie ==&lt;br /&gt;
Während des Torpors werden alle lebenserhaltenden Vorgänge auf ein Mindestmaß reduziert und die [[Körpertemperatur]] gleicht sich der Umgebungstemperatur an. Bei kalten Temperaturen und geringer Nahrungsverfügbarkeit wird Torpor benutzt, damit der Körper nicht in Wärme investieren muss und daher weniger Energie verliert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Bei Wassermangel und sehr warmen Temperaturen wird Torpor benutzt, um den Wasserverlust durch [[Schweiß|Schwitzen]] zu verhindern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ruvinda K. de Mel, Katherine E. Moseby, Kathleen A. Stewart, Kate E. Rankin, Zenon J. Czenze |Titel=The heat is on: Thermoregulatory and evaporative cooling patterns of desert-dwelling bats |Sammelwerk=Journal of Thermal Biology |Band=123 |Datum=2024-07-01 |Seiten=103919 |ISSN=0306-4565 |DOI=10.1016/j.jtherbio.2024.103919 |Online=[https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0306456524001372 Online] |Abruf=2026-01-07 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menge an Energie die durch den Torpor gespart wird ist direkt abhängig von der Körpertemperatur, die sich während dem Torporzustand der Außentemperatur annähert. Mit sinkender Körpertemperatur fällt der Energieverbrauch, bis die Energiekosten drastisch ansteigen um ein einfrieren des Körpers und damit eine irreversible Schädigung von Zellen zu verhindern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Justin G. Boyles, Joseph S. Johnson, Anna Blomberg, Thomas M. Lilley |Titel=Optimal hibernation theory |Sammelwerk=Mammal Review |Band=50 |Nummer=1 |Datum=2020 |Seiten=91–100 |ISSN=1365-2907 |DOI=10.1111/mam.12181 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je mehr Energie gespart wird, desto mehr leiden andere Körperfunktionen. So leiden Tiere im Torpor an Schlafentzug und eventuell dadurch an Schädigung neurologischen Gewebes.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Fritz Geiser |Titel=Seasonal Expression of Avian and Mammalian Daily Torpor and Hibernation: Not a Simple Summer-Winter Affair† |Sammelwerk=Frontiers in Physiology |Band=11 |Datum=2020-05-20 |ISSN=1664-042X |DOI=10.3389/fphys.2020.00436 |PMC=7251182 |PMID=32508673 |Online=[https://www.frontiersin.org/journals/physiology/articles/10.3389/fphys.2020.00436/full Online] |Abruf=2026-01-07 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem funktionieren generelle physiologische Funktionen und das Immunsystem schlechter, wodurch sich Abfallstoffe im Körper ansammeln und der Körper anfälliger für Krankheiten oder [[Mykose|Pilzbefall]] wie das [[White-Nose-Syndrom]] wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hjalmar R. Bouma, Frans G. M. Kroese, Jan Willem Kok, Fatimeh Talaei, Ate S. Boerema, Annika Herwig, Oana Draghiciu, Azuwerus van Buiten, Anne H. Epema, Annie van Dam, Arjen M. Strijkstra, Robert H. Henning |Titel=Low body temperature governs the decline of circulating lymphocytes during hibernation through sphingosine-1-phosphate |Sammelwerk=Proceedings of the National Academy of Sciences |Band=108 |Nummer=5 |Datum=2011-02 |Seiten=2052–2057 |DOI=10.1073/pnas.1008823108 |PMC=3033260 |PMID=21245336 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwar atmen torpide Tiere nur sehr langsam, sie verlieren trotzdem Wasser über die Haut und Atmung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Miriam Ben-Hamo, Agustí Muñoz-Garcia, Joseph B. Williams, Carmi Korine, Berry Pinshow |Titel=Waking to drink: rates of evaporative water loss determine arousal frequency in hibernating bats |Sammelwerk=Journal of Experimental Biology |Band=216 |Nummer=4 |Datum=2013-02-15 |Seiten=573–577 |ISSN=1477-9145 |DOI=10.1242/jeb.078790 |Online=[https://journals.biologists.com/jeb/article/216/4/573/11853/Waking-to-drink-rates-of-evaporative-water-loss Online] |Abruf=2026-01-07 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt; Zusätzlich sind die Sinne beeinträchtigt und Bewegungen fallen den Tieren schwerer, wodurch sie Fressgegnern leichter ausgeliefert sind und langsamer auf Veränderungen in der Umgebung reagieren können.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Anna C. Doty, Shannon E. Currie, Clare Stawski, Fritz Geiser |Titel=Can bats sense smoke during deep torpor? |Sammelwerk=Physiology &amp;amp; Behavior |Band=185 |Datum=2018-03-01 |Seiten=31–38 |ISSN=0031-9384 |DOI=10.1016/j.physbeh.2017.12.019 |Online=[https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0031938417304419 Online] |Abruf=2026-01-07 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Jedoch können sich torpide Tiere durchaus bewegen. So konnte gezeigt werden, dass [[Fledermäuse]] ohne den Torpor zu verlassen und ihre Körpertemperatur zu erhöhen ihren Überwinterungsplatz im Winterquartier wechseln können.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Tomáš Bartonička, Hana Bandouchova, Hana Berková, Ján Blažek, Radek Lučan, Ivan Horáček, Natália Martínková, Jiri Pikula, Zdeněk Řehák, Jan Zukal |Titel=Deeply torpid bats can change position without elevation of body temperature |Sammelwerk=Journal of Thermal Biology |Band=63 |Datum=2017-01-01 |Seiten=119–123 |ISSN=0306-4565 |DOI=10.1016/j.jtherbio.2016.12.005 |Online=[https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0306456516302571 Online] |Abruf=2026-01-07 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je länger der Torporzustand anhält, desto stärker sind die negativen Effekte, weshalb vor allem überwinternde Tiere periodisch den Torpor verlassen, um ihren Körper auf [[Körpertemperatur|Normaltemperatur]] aufheizen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Walter Arnold |Titel=Social thermoregulation during hibernation in alpine marmots (Marmota marmota) |Sammelwerk=Journal of Comparative Physiology B |Band=158 |Nummer=2 |Datum=1988-03-01 |Seiten=151–156 |ISSN=1432-136X |DOI=10.1007/BF01075828 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Aufwärmen ist energetisch sehr teuer, und die kurzen Phasen der Normaltemperatur sind der größte Energieverbraucher während des Winterschlafes.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=D. W. Thomas, M. Dorais, J.-M. Bergeron |Titel=Winter Energy Budgets and Cost of Arousals for Hibernating Little Brown Bats, Myotis lucifugus |Sammelwerk=Journal of Mammalogy |Band=71 |Nummer=3 |Datum=1990-08-28 |Seiten=475–479 |ISSN=1545-1542 |DOI=10.2307/1381967 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zusätzlich ist das Halten einer hohen Körpertemperatur bei niedrigen Außentemperaturen sehr energieintensiv, weshalb bei niedrigeren Temperaturen die Tiere schneller wieder in den Torpor wechseln.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=B. J. Klüg-Baerwald, C. L. Lausen, S. M. Burns, R. M. Brigham |Titel=Physiological and behavioural adaptations by big brown bats hibernating in dry rock crevices |Sammelwerk=Journal of Comparative Physiology B |Band=194 |Nummer=2 |Datum=2024-04-01 |Seiten=203–212 |ISSN=1432-136X |DOI=10.1007/s00360-024-01546-4 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Während der kurzen Phasen der Normaltemperatur versuchen die Tiere die negativen Effekte abzubauen: Sie fahren ihr Immunsystem hoch&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;, schlafen&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Serge Daan, Brain M. Barnes, Arjen M. Strijkstra |Titel=Warming up for sleep? — Ground squirrels sleep during arousals from hibernation |Sammelwerk=Neuroscience Letters |Band=128 |Nummer=2 |Datum=1991-07 |Seiten=265–268 |DOI=10.1016/0304-3940(91)90276-Y |Online=[https://linkinghub.elsevier.com/retrieve/pii/030439409190276Y Online] |Abruf=2026-01-07 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, trinken&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Kristina A. Muise, Yvonne A. Dzal, Quinn E. Fletcher, Craig K. R. Willis |Titel=Hibernating female big brown bats ( Eptesicus fuscus ) adjust huddling and drinking behaviour, but not arousal frequency, in response to low humidity |Sammelwerk=Journal of Experimental Biology |Band=227 |Nummer=5 |Datum=2024-03-01 |ISSN=0022-0949 |DOI=10.1242/jeb.246699 |PMC=10949064 |PMID=38353043 |Online=[https://journals.biologists.com/jeb/article/227/5/jeb246699/344123/Hibernating-female-big-brown-bats-Eptesicus-fuscus Online] |Abruf=2026-01-07 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, fressen&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=K. J. Park, G. Jones, R. D. Ransome |Titel=Torpor, Arousal and Activity of Hibernating Greater Horseshoe Bats (Rhinolophus ferrumequinum) |Sammelwerk=Functional Ecology |Band=14 |Nummer=5 |Datum=2000 |Seiten=580–588 |ISSN=0269-8463 |JSTOR=2656391 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und bewegen sich um ihr Quartier oder ihre Position in einem Quartier zu wechseln,&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Caleb C. Ryan, Lynne E. Burns, Hugh G. Broders |Titel=Changes in underground roosting patterns to optimize energy conservation in hibernating bats |Sammelwerk=Canadian Journal of Zoology |Band=97 |Nummer=11 |Datum=2019-11 |Seiten=1064–1070 |ISSN=0008-4301 |DOI=10.1139/cjz-2018-0340 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; oder auch um Muskelschwund vorzubeugen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Kisoo Lee, Hyekyoung So, Taesik Gwag, Hyunwoo Ju, Ju‐Woon Lee, Masamichi Yamashita, Inho Choi |Titel=Molecular mechanism underlying muscle mass retention in hibernating bats: Role of periodic arousal |Sammelwerk=Journal of Cellular Physiology |Band=222 |Nummer=2 |Datum=2010-02 |Seiten=313–319 |ISSN=0021-9541 |DOI=10.1002/jcp.21952 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese kurze Phasen der Normaltemperatur gibt es allerdings nicht, wenn die Körpertemperatur im Torpor hoch genug ist. Bei [[Westlicher Fettschwanzmaki|westlichen Fettschwanzmakis]] wurde gezeigt, dass bei hohen Umgebungs- und dadurch Körpertemperaturen von 30 °C der Torpor für mehrere Monate nicht unterbrochen wurde. Daher ist anzunehmen, dass die negativen Effekte des Torpors mit niedriger Temperatur und steigender Energieersparnis stärker werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Kathrin H. Dausmann, Julian Glos, Jörg U. Ganzhorn, Gerhard Heldmaier |Titel=Hibernation in the tropics: lessons from a primate |Sammelwerk=Journal of Comparative Physiology B |Band=175 |Nummer=3 |Datum=2005-04-01 |Seiten=147–155 |ISSN=1432-136X |DOI=10.1007/s00360-004-0470-0 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dementsprechend ist Torpor immer ein [[Trade-off|Trade-Off]] zwischen Energiesparen und akkumulierten negativen Effekten. Bei kurzer Torpordauer sind die negativen Effekte nicht allzu präsent, weswegen beispielsweise [[Kolibris]] nachts in den Torpor gehen, da sie ansonsten aufgrund ihrer sehr hohen Stoffwechselrate zu viel Energie verbrauchen würden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Hummingbird torpor in context: duration, more than temperature, is the key to nighttime energy savings |DOI=10.1111/jav.02305 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei langer Torpordauer, wie dem Winterschlaf sind die negativen Effekte so stark, dass beispielsweise Fledermäuse Torpor verhindern, solange sie ausreichend Energiereserven haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt; Während des Sommers hingegen nutzen verschiedenste Tierarten, wie [[Mauersegler]] und Fledermäuse zur Überdauerung von schlechten Wetterbedingungen kurzzeitig Torpor.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Arndt H. J. Wellbrock, Luca R. H. Eckhardt, Natalie A. Kelsey, Gerhard Heldmaier, Jan Rozman, Klaudia Witte |Titel=Cool birds: first evidence of energy-saving nocturnal torpor in free-living common swifts Apus apus resting in their nests |Sammelwerk=Biology Letters |Band=18 |Nummer=4 |Datum=2022-04 |ISSN=1744-957X |DOI=10.1098/rsbl.2021.0675 |PMC=9006018 |PMID=35414223 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Michał S. Wojciechowski, Małgorzata Jefimow, Eugenia Tęgowska |Titel=Environmental conditions, rather than season, determine torpor use and temperature selection in large mouse-eared bats (Myotis myotis) |Sammelwerk=Comparative Biochemistry and Physiology Part A: Molecular &amp;amp; Integrative Physiology |Band=147 |Nummer=4 |Datum=2007-08-01 |Seiten=828–840 |ISSN=1095-6433 |DOI=10.1016/j.cbpa.2006.06.039 |Online=[https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1095643306003114 Online] |Abruf=2026-01-07 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2020 zeigten zwei Teams aus Neurowissenschaftlern, welche [[Neuron]]en in Mäusen deren Torpor steuern, und führten diesen Zustand auch bei nicht kalorienbeschränkten Mäusen sowie bei Torpor-losen Ratten künstlich herbei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite news |first1=Michael |last1=Irving |url=https://newatlas.com/medical/suspended-animation-torpor-induced-hibernation/ |title=Scientists induce „suspended animation“ state in mice and rats |work=New Atlas |access-date=2020-07-07 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal |first1=Sinisa |last1=Hrvatin |first2=Senmiao |last2=Sun |first3=Oren F. |last3=Wilcox |first4=Hanqi |last4=Yao |first5=Aurora J. |last5=Lavin-Peter |first6=Marcelo |last6=Cicconet |first7=Elena G. |last7=Assad |first8=Michaela E. |last8=Palmer |first9=Sage |last9=Aronson |first10=Alexander S. |last10=Banks |first11=Eric C. |last11=Griffith |first12=Michael E. |last12=Greenberg |title=Neurons that regulate mouse torpor |journal=Nature |volume=583 |issue=7814 |pages=115–121 |doi=10.1038/s41586-020-2387-5 |pmid=32528180 |pmc=7449701 |date=2020-07 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal |first1=Tohru M. |last1=Takahashi |first2=Genshiro A. |last2=Sunagawa |first3=Shingo |last3=Soya |first4=Manabu |last4=Abe |first5=Katsuyasu |last5=Sakurai |first6=Kiyomi |last6=Ishikawa |first7=Masashi |last7=Yanagisawa |first8=Hiroshi |last8=Hama |first9=Emi |last9=Hasegawa |first10=Atsushi |last10=Miyawaki |first11=Kenji |last11=Sakimura |first12=Masayo |last12=Takahashi |first13=Takeshi |last13=Sakurai |title=A discrete neuronal circuit induces a hibernation-like state in rodents |journal=Nature |volume=583 |issue=7814 |pages=109–114 |doi=10.1038/s41586-020-2163-6 |pmid=32528181 |date=2020-07 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Ludwig August Kraus]] erklärte 1844: „Torpor: die [[Trägheit]], [[Gefühllosigkeit]], Reizlosigkeit = [[Stokes (Einheit)|Lentor]], [[Debilität|Debilitas vera]]; von &amp;#039;&amp;#039;torpere&amp;#039;&amp;#039; = erstarren.“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ludwig August Kraus]]: &amp;#039;&amp;#039;Kritisch-etymologisches medicinisches Lexikon.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Verlag der Deuerlich- und Dieterichschen Buchhandlung, Göttingen 1844, S. 1054; {{archive.org |b29306760 |Blatt=}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Otto Roth (Mediziner, 1843)|Otto Roth]] definierte 1902: „Torpor ([[Maskulinum]], [[lateinisch]] von &amp;#039;&amp;#039;torpeo&amp;#039;&amp;#039; erstarrt sein): Gefühls- oder Reaktionslosigkeit, hauptsächlich von der körperlichen gegenüber der psychischen ([[Confer|vergleiche]] [[Stupor]], [[Adjektiv]] torpidus.). – Torpor retinae: herabgesetztes (retinales) Sehvermögen überhaupt, sowie ein solches, welches in keinem entsprechenden Verhältnisse zur Beleuchtung steht.“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Otto Roth (Mediziner, 1843)|Otto Roth]]: &amp;#039;&amp;#039;Klinische Terminologie.&amp;#039;&amp;#039; Bearbeitet von [[Hermann Vierordt]], [[Georg Thieme Verlag|Verlag von Georg Thieme]], 6. Auflage, Leipzig 1902, S. 555.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ähnlich auch [[Walter Guttmann]], jedoch mit der Ergänzung „Torpor recti: nach Singer: Proktogene Obstipation.“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Herbert Volkmann (Mediziner)|Herbert Volkmann]] (Hrsg.): [[Walter Guttmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Medizinische Terminologie.&amp;#039;&amp;#039; 32. Auflage. Verlag [[Urban &amp;amp; Schwarzenberg]], München / Berlin 1944, Spalte 956.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls 1902 erklärte Guttmann beim Stichwort &amp;#039;&amp;#039;Torpid&amp;#039;&amp;#039; das &amp;#039;&amp;#039;torpide Fieber&amp;#039;&amp;#039; (asthenisches Fieber), &amp;#039;&amp;#039;torpide Geschwüre&amp;#039;&amp;#039; (atonische Geschwüre) und einen &amp;#039;&amp;#039;torpiden Habitus&amp;#039;&amp;#039; (bei „[[Skrofulose|scrofulösen]] Kindern“).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Walter Guttmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Medizinische Terminologie.&amp;#039;&amp;#039; 1. Auflage. Verlag [[Urban &amp;amp; Schwarzenberg]], Berlin / Wien 1902, Spalte 1031.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Atonie]]&lt;br /&gt;
* [[Katatonie]]&lt;br /&gt;
* [[Schreckstarre]]&lt;br /&gt;
* [[Thermoregulation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Franz Bairlein]]: &amp;#039;&amp;#039;Ökologie der Vögel&amp;#039;&amp;#039;. Gustav Fischer, Stuttgart 1996, ISBN 3-437-25018-3, S. 9 und 10.&lt;br /&gt;
* J. Schmid, J. R. Speakman: &amp;#039;&amp;#039;Daily energy expenditure of the grey mouse lemur (Microcebus murinus): a small primate that uses torpor.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;J. Comp. Physiol.&amp;#039;&amp;#039; Band 170, 2000, S. 633–641.&lt;br /&gt;
* [[Josef H. Reichholf]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Zukunft der Arten.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. 2011, ISBN 978-3-423-34532-3, S. 50, Kap. Mauersegler und Wasserqualität.&lt;br /&gt;
* Lisa Warnecke: &amp;#039;&amp;#039;Das Geheimnis der Winterschläfer – Reisen in eine verborgene Welt.&amp;#039;&amp;#039; Verlag C. H. Beck, München 2017, ISBN 978-3-406-71328-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* https://www.spektrum.de/lexikon/biologie-kompakt/torpor/11925&lt;br /&gt;
* https://www.vetmeduni.ac.at/fiwi-forschungsinstitut-fuer-wildtierkunde-und-oekologie/forschung-arbeitsgruppen-abteilungen/oekophysiologie-und-populationsoekologie/evolutionsoekophysiologie-von-stoffwechselstoerungen/metabolische-anpassungen-bei-torpor&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4546164-8}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tierphysiologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stoffwechsel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Thermoregulation]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Saehrimnir</name></author>
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