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	<title>Torlakisch - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T04:33:50Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Hyllvegu am 30. Oktober 2025 um 01:40 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Torlakische&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Dialekt]]gruppe des [[Serbische Sprache|Serbischen]] bzw. [[Serbokroatische Sprache|Serbokroatischen]], die vor allem im südöstlichen Teil [[Serbien]]s gesprochen wird und einen Übergangsdialekt zum [[Bulgarische Sprache|Bulgarischen]] und [[Mazedonische Sprache|Mazedonischen]] bildet. Bei der Einordnung dieser Dialektgruppe herrscht unter den Slawisten Uneinigkeit darüber, ob man sie als eigenständigen Hauptdialekt des Serbokroatischen neben dem [[Štokavisch]]en, [[Kajkavisch]]en und [[Čakavisch]]en betrachten soll oder ob sie als ein Teildialekt (&amp;#039;&amp;#039;prizrensko-timočki govor&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Prizren-Timok-Dialekt&amp;#039;&amp;#039;) dem Štokavischen untergeordnet werden kann. Das Torlakische wird zum größten Teil von orthodoxen [[Serben]] gesprochen, Ausnahmen bilden jedoch die muslimischen [[Goranen]] im Süden des Kosovo und die katholischen [[Kraschowaner]] im [[Rumänien|rumänischen]] Teil des [[Banat]]s. Auf dem Gebiet der Republik Serbien wird das Torlakische von der serbischen Standardsprache in ihrer [[Jat|ekavisch]]en Form überdacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Location map of the Torlakian dialect of Serbia.png|mini|300px|Verbreitung des Torlakischen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Zentralserbien]] (&amp;#039;&amp;#039;uža Srbija&amp;#039;&amp;#039;) zählen die Täler der [[Südliche Morava|Südlichen Morava]] (&amp;#039;&amp;#039;Južna Morava&amp;#039;&amp;#039;) und der [[Nišava (Fluss)|Nišava]] mit den Städten [[Niš]], [[Vranje]], [[Leskovac]], [[Prokuplje]], [[Pirot]] und [[Aleksinac]] sowie das Ursprungsgebiet des Flusses [[Timok]] mit der Stadt [[Knjaževac]] und der schmale Streifen zwischen Timok und bulgarischer Grenze zum torlakischen Sprachraum. Dieses Gebiet gehörte bis ins 18. Jahrhundert zum bulgarischen Siedlungsraum. In den Orten [[Dimitrovgrad (Serbien)|Dimitrovgrad]] und [[Bosilegrad]], die [[Bulgarien]] nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] an das [[Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen]] abtreten musste, wird bis heute Bulgarisch gesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Süden des [[Kosovo]] wird Torlakisch von der [[Serben|serbischen]] und [[Slawische Muslime|slawisch-muslimischen]] Bevölkerung ([[Goranen]]) im Süden des Kosovo gesprochen. Städtische Zentren hier sind neben [[Prizren]] [[Uroševac]] und [[Gnjilane]]. Zum Teil wird die Grenze zum Kosovo-Resava-Dialekt weiter nördlich gezogen, so dass auch die Städte [[Đakovica]] und [[Priština]] mit ins Torlakische eingeschlossen werden. Vor der massiven Abwanderung oder Vertreibung der serbischen Bevölkerung aus dem Kosovo infolge „[[Ethnische Säuberung|ethnischer Säuberungen]]“ mit und nach Ende des gegen die [[NATO]] geführten [[Kosovokrieg]]s 1999&amp;lt;ref name=&amp;quot;Telepolis_19-03-2004&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv | url=https://www.heise.de/tp/features/Kristallnacht-im-Kosovo-3433829.html | webciteID=6Ed1QC4GD | text=»Kristallnacht« im Kosovo}}&amp;#039;&amp;#039;, Telepolis, 19. März 2004, von Jürgen Elsässer.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;JF_11-06-2004&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv | url=http://www.jungefreiheit.de/Vertreibung-ohne-Huf.144.98.html?&amp;amp;cHash=146f010994&amp;amp;tx_ttnews | webciteID=6EvpvdUGV | text=Vertreibung ohne Hufeisenplan – Reportage: Vor den Augen der Kfor-Truppen wurden bereits Hunderttausende Serben Opfer von &amp;quot;ethnischen Säuberungen&amp;quot; / Nun wird auch ihr kulturelles Erbe vernichtet}}&amp;#039;&amp;#039;, Junge Freiheit, 11. Juni 2004, von Nikola Zivkovic.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Süddeutsche-de_2014-07-29_EEW&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv | url=http://www.webcitation.org/6Rim8hAKH | webciteID=6Rim8hAKH | text=Kosovo - EU-Ermittler will UÇK-Kämpfer anklagen}}&amp;#039;&amp;#039;, Süddeutsche.de, 29. Juli 2014, von Markus C. Schulte von Drach.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;tagesschau-de_2014-07-29_VGU&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv | url=http://www.webcitation.org/6Rk2giBbx | webciteID=6Rk2giBbx | text=Vorwürfe gegen UCK im Kosovo-Konflikt - &amp;quot;Schlüssige Beweise&amp;quot; für Organhandel}}&amp;#039;&amp;#039;, tagesschau.de, 29. Juli 2014, archiviert vom {{Webarchiv | url=http://www.tagesschau.de/ausland/organhandel-100.html | wayback=20140729193041 | text=Original}} am 10. August 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;NZZ_2014-08-07_VWK&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv | url=http://www.webcitation.org/6RjzrUUGn | webciteID=6RjzrUUGn | text=Das Versagen des Westens in Kosovo}}&amp;#039;&amp;#039;, NZZ.ch, 7. August 2014, von Andreas Ernst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;sitf-eu_2014-07-29_SCP&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv | url=http://www.webcitation.org/6Rijf78Vr | webciteID=6Rijf78Vr | text=Statement of the Chief Prosecutor of the Special Investigative Task Force 29 July 2014}}&amp;#039;&amp;#039; (englisch; PDF). www.sitf.eu, 27. Juli 2014. Cf. &amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv | url=http://www.webcitation.org/6Rik7xWj2 | webciteID=6Rik7xWj2 | text=Statement by the Chief Prosecutor of the Special Investigative Task Force (SITF) on investigative findings}}&amp;#039;&amp;#039; (englisch). Pressemitteilung der SITF, 29. Juli 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; lebte eine große Anzahl torlakischsprachiger Serben in und um Prizren, in der Großgemeinde [[Štrpce]], in und südlich von Priština und im östlichen Kosovo im Umland von Gnjilane. Zumindest in den Großgemeinden Štrpce und [[Novo Brdo]], wo die Serben bei der Volkszählung 1991 die absolute Bevölkerungsmehrheit stellten, dürfte das Überleben des Torlakischen in der Provinz auf weitere Sicht gesichert sein. Dasselbe gilt für die Siedlungsgebiete der Goranen südlich von Prizren. Der Dialekt [[Oravački]], in [[Rahovec|Orahovac]] Alltagssprache, wird auch von der dortigen [[Albaner|albanischen]] Mehrheitsbevölkerung gesprochen, von vielen als Erstsprache. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Rumänien|rumänischen]] Teil des [[Banat]]s bilden die [[römisch-katholische Kirche|römisch-katholischen]] [[Kraschowaner|Kraschowaner (Kraševani)]] in den Ortschaften [[Carașova]] (kroat. und serb. &amp;#039;&amp;#039;Karaševo&amp;#039;&amp;#039;) und [[Lupac]] (kroat. und serb. &amp;#039;&amp;#039;Lupak&amp;#039;&amp;#039;) eine Sprachinsel des torlakischen Dialektes. Von diesen identifiziert sich nur ein kleinerer Teil mit dem [[Kroaten]]- oder [[Serben]]tum, die meisten bezeichnen sich einfach als [[Kraschowaner]] und sind auch in Rumänien neben den Serben und Kroaten als eigene ethnische Gruppe anerkannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der torlakische Sprachraum war im [[19. Jahrhundert]] eines der Gebiete, die am längsten beim [[Osmanisches Reich|Osmanischen Reich]] verblieben. Erst 1878 kam der [[Sandschak Niš]] mit den Orten [[Niš]], [[Pirot]], [[Prokuplje]] und [[Leskovac]], also der nordöstliche Teil des torlakischen Sprachraums, zum nunmehr vollständig unabhängigen [[Fürstentum Serbien]]. Der südwestliche Teil mit den Städten [[Prizren]], [[Uroševac]], [[Gnjilane]] und [[Vranje]] wurde erst im Jahr 1913 nach den [[Balkankriege]]n an Serbien angeschlossen. Bei der Entwicklung der serbischen Standardsprache spielte der torlakische Dialekt keine Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert war die nationale Zugehörigkeit der Sprecher des Torlakischen, befördert auch durch das Fehlen einer klaren Sprachgrenze auf dialektaler Ebene längere Zeit zwischen [[Serben]] und [[Bulgaren]] umstritten. Ethnografische Karten des 19. Jahrhunderts weisen teilweise auch ganz Südostserbien einschließlich der Stadt [[Niš]] als Teil des bulgarisch besiedelten Raums aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umstrittene Abgrenzung macht den torlakischen Sprachraum und [[Vardar-Makedonien]] zum Zankapfel zwischen [[Serbien]] und [[Bulgarien]]. Schon im [[Frieden von San Stefano]] 1878 beanspruchte Bulgarien neben [[Makedonien]] auch das Gebiet um [[Pirot]] und den südlichen Teil des Tals der [[Südliche Morava|Südlichen Morava]]. Später versuchte Bulgarien mehrmals erfolglos, Serbien neben Vardar-Makedonien auch Teile des torlakischen Gebiets abzugewinnen. Im Ersten Weltkrieg standen von 1915 bis 1918 bulgarische Truppen in Serbien. 1941 marschierte Bulgarien an der Seite Deutschlands im damaligen [[Königreich Jugoslawien]] ein, das in der Folge von den [[Achsenmächte]]n neu aufgeteilt wird. Die Gebiete um Pirot und Vranje sowie der Südrand des heutigen [[Kosovo]] und der größte Teil Mazedoniens wurden von den Achsenmächten Bulgarien zugesprochen. Mit dem Sieg der [[Alliierte]]n verlor Bulgarien all diese Gebiete wieder an das neue [[Jugoslawien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das torlakische Gebiet im Süden des Kosovo war von der massiven Abwanderung oder Vertreibung der serbischen Bevölkerung infolge der „ethnischen Säuberungen“ seit Ende des Kosovokrieges von 1999 betroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Varianten ==&lt;br /&gt;
* [[Našinski-Dialekt|Našinski]]&lt;br /&gt;
* [[Ravački]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Pavle Ivić: &amp;#039;&amp;#039;Die Serbokroatischen Dialekte&amp;#039;&amp;#039;. Mouton &amp;amp; Co, ’s-Gravenhage 1958. (Band 2)&lt;br /&gt;
* Andrej N. Sobolev: &amp;#039;&amp;#039;Sprachatlas Ostserbiens und Westbulgariens&amp;#039;&amp;#039;. Biblion Verlag, Marburg. 1998. Bde. I-III.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dialekt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Serbische Sprache]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Serbokroatische Sprache]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Balkansprachbund]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hyllvegu</name></author>
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