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	<title>Torawimpel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T11:40:58Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Torawimpel&amp;diff=1881628&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;JohannesGoldt: /* Geschichte */ Ergänzung der Sammlung im Museum Jüdischer Geschichte und Kultur Aschaffenburg</title>
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		<updated>2026-04-21T13:07:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte: &lt;/span&gt; Ergänzung der Sammlung im Museum Jüdischer Geschichte und Kultur Aschaffenburg&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:WLA jewishmuseum Torah Binder.jpg|mini|Torawimpel, vielleicht aus Basel, 1899 ([[Jewish Museum (New York City)|Jewish Museum, New York]])]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Torawimpel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Stoffband, das um eine [[Tora]]rolle gewickelt wird. Er ist auch unter dem hebräischen Namen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mappa&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt, was einfach „Tuch“ bedeutet. Die Grundbedeutung von [[Wimpel]] ist „Tuch, Schleier, Binde“ (vgl. [[Mittelhochdeutsche Sprache|mittelhochdeutsch]] &amp;#039;&amp;#039;verwimpfen&amp;#039;&amp;#039;, [[Niederdeutsche Sprache|niederdeutsch]] &amp;#039;&amp;#039;wimpeln&amp;#039;&amp;#039; „verhüllen“). Sie blieb im [[Jiddisch]]en erhalten (ווימפל, ווימפעל), während im [[Neuhochdeutsche Sprache|Neuhochdeutschen]] eine Bedeutungsentwicklung zu „kleine Fahne“ erfolgte.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Deutsches Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039; von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1916), Bd. XIV,II (1960), Sp. 225.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gelegentlich wird ein Torawimpel als Beschneidungs-Tora-Band bezeichnet, da es auch Torabänder gibt, die bei einem anderen Anlass gestiftet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktion ==&lt;br /&gt;
Um eine zusammengerollte Torarolle zu fixieren, dient heute ein elastisches Textilband mit Klettverschluss. Torawimpel erfüllten diese Funktion in der frühen Neuzeit, sie wurden viele Male um die Buchrolle geschlungen und dann festgesteckt, da man am Schabbat keinen festen Knoten binden darf. Für dieses Problem gibt es unterschiedliche Lösungen, zum Beispiel wurde eine Schleife teilweise als erlaubt angesehen; manche Torawimpel enden daher in Schleifenbändern.&amp;lt;ref&amp;gt;Michal Friedlander: &amp;#039;&amp;#039;Moses und die Hirschjagd. Über die Tora-Wimpel in der Sammlung des Städtischen Museums Göttingen&amp;#039;&amp;#039;. In: Andrea Rechenberg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Gestickte Pracht – Gemalte Welt. Die Sammlung Tora-Wimpel im Städtischen Museum Göttingen&amp;#039;&amp;#039;. Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2021, S. 13.&amp;lt;/ref&amp;gt; Torawimpel können 2,50 m, aber auch bis zu 4 m lange Stoffstreifen sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Renda: &amp;#039;&amp;#039;Torawimpel - Zeugnisse jüdischer Volkskunst&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;MonatsAnzeiger&amp;#039;&amp;#039; / Germanisches Nationalmuseum Nürnberg 82 (1988), S. 655f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Breite variiert zwischen 12 und 20 cm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Bereits in frührömischer Zeit war es üblich, Torarollen zu ihrem Schutz in Tücher einzuschlagen. Man nimmt an, dass einige [[Schriftrollen vom Toten Meer]] in Leintücher gehüllt und so in Krügen deponiert wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brauch der Torawimpel geht ins 16. Jahrhundert zurück und breitete sich in Deutschland und angrenzenden Regionen (Schweiz, Elsass, Dänemark, Böhmen und Mähren) aus. In den genannten Regionen des [[Aschkenasim|aschkenasischen]] [[Judentum]]s wurde das Tora-Verschlussband aus einem rechteckigen oder quadratischen Tuch hergestellt, mit dem der Säugling bei seiner Beschneidung bedeckt wurde. Nach der Zeremonie wurde das Tuch gereinigt und in Streifen geschnitten, die aneinandergenäht den Torawimpel ergaben. Die Tradition wird auf den Rabbi [[Jakob ben Moses haLevi Molin]] zurückgeführt. Er verwendete als [[Sandak|Pate]] bei einer [[Brit Mila|Beschneidung]] das Wickelband einer Torarolle als Beschneidungswindel, da sich die Eltern aus Armut keine Windel leisten konnten. Nach der Reinigung des Tuches wurde es wieder als Mappa benutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Feuchtwanger-Sarig, Naomi |Hrsg=Mirjam Gelfer-Jørgensen |Titel=Torah Binders from Denmark. |Sammelwerk=Danish Jewish Art. Jews in Danish Art. |Ort=Kopenhagen |Datum=1999 |Seiten=382–435}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ältesten erhaltenen Torawimpel wurden mit Stickerei verziert. Wichtigstes Dekorationsmotiv ist die [[Hebräisches Alphabet|hebräische Schrift]]; der eingestickte Satz folgt diesem Schema: [[Jüdischer Name|Name]], [[Vatersname]], Geburtstag nach dem hebräischen Kalender und ein Segenswunsch, der bei der Beschneidungszeremonie gesprochen wird: Gott lasse den Jungen heranwachsen „zur Tora, zur [[Chuppa]] [Hochzeit, Familiengründung] und zu guten Werken“. Tora, Chuppa und [[Tierkreiszeichen]] wurden meist im Bild dargestellt. Um 1800 begannen bemalte Torawimpel die bestickten abzulösen, dabei wurden auch Schablonen verwendet. Manchmal finden sich bildliche Darstellungen eines Brautpaars oder einer Hochzeitsgesellschaft. Relativ ungeschickte Verteilung der Buchstaben auf dem zur Verfügung stehenden Raum und andere Indizien deuten darauf hin, dass viele Torawimpel von Familienmitgliedern gestickt bzw. gemalt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Linda Wiesner: &amp;#039;&amp;#039;Von Mänteln, Beuteln und Stickereien - Textilfunde in Genisot&amp;#039;&amp;#039;, Potsdam 2017, S. 62.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1920er Jahren wurde der Brauch der Torawimpel weitgehend aufgegeben und geriet, auch infolge des Holocaust, in Vergessenheit. Versuche, die Tradition neu zu beleben, hatten keinen größeren Erfolg.&amp;lt;ref&amp;gt;Michal Friedlander: &amp;#039;&amp;#039;Moses und die Hirschjagd. Über die Tora-Wimpel in der Sammlung des Städtischen Museums Göttingen&amp;#039;&amp;#039;. In: Andrea Rechenberg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Gestickte Pracht – Gemalte Welt. Die Sammlung Tora-Wimpel im Städtischen Museum Göttingen&amp;#039;&amp;#039;. Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2021, S. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sowohl in Israel als auch in den Vereinigten Staaten werden heute Torawimpel für Mädchen und Jungen entworfen, die auch neue Schmuckmotive aufnehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;Linda Wiesner: &amp;#039;&amp;#039;Von Mänteln, Beuteln und Stickereien - Textilfunde in Genisot&amp;#039;&amp;#039;, Potsdam 2017, S. 65.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
[[Datei:Torawimpel_in_der_Friedenssynagoge_Straßburg.jpg|mini|Moderner Torawimpel in der Friedenssynagoge Straßburg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lengnauer Mappot ===&lt;br /&gt;
Eine der umfangreichsten Sammlungen von Torawimpeln,  die [[Lengnauer Mappot]], wurden in den 1960er Jahren im [[Surbtal]] im Schweizer Kanton [[Kanton Aargau|Aargau]] gefunden. Die 218 Wickelbänder, die auf der Frauenempore der Synagoge in [[Lengnau AG|Lengnau]] lagerten, erstrecken sich über drei Jahrhunderte. Das älteste stammt aus dem Jahr 1655. 1967 wurden die Wimpel durch  [[Florence Guggenheim-Grünberg]] untersucht. Sie sind heute Teil der Sammlung des [[Jüdisches Museum der Schweiz|Jüdischen Museums der Schweiz]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Guggenheim-Grünberg, Florence |Titel=Die Torawickelbänder von Lengnau. Zeugnisse jüdischer Volkskunst. Beiträge zur Geschichte und Volkskunde der Juden in der Schweiz |Nummer=Heft 9 |Ort=Zürich |Datum=1967 |Seiten=3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jüdisches Museum Prag ===&lt;br /&gt;
Die Torabänder-Sammlung des [[Jüdisches Museum in Prag|Jüdischen Museums Prag]] umfasst rund 1500 Exemplare; die älteste Mappa stammt aus dem Jahr 1668. Darstellungen von Menschen sind eine seltene Ausnahme, die nur 18 Torawimpel dieser Sammlung aufweisen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Edna Brocke]], [[Michael Zimmermann (Historiker)|Michael Zimmermann]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Jüdische Museum in Prag - Von schönen Gegenständen und ihren Besitzern&amp;#039;&amp;#039;. Dietz, Bonn 1991, S. 181.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Städtisches Museum Göttingen ===&lt;br /&gt;
Die Torawimpel-Sammlung des [[Städtisches Museum Göttingen|Städtischen Museums Göttingen]] umfasst 28 Exemplare aus Südniedersachsen vom späten 17. bis frühen 19. Jahrhundert, ein Großteil stammt aus dem Ort [[Adelebsen]]. Das älteste Exemplar ist auf das Jahr 1690 datiert und wurde im Dorf [[Geismar (Göttingen)|Geismar]] nahe Göttingen verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Michal Friedlander: &amp;#039;&amp;#039;Moses und die Hirschjagd. Über die Tora-Wimpel in der Sammlung des Städtischen Museums Göttingen&amp;#039;&amp;#039;. In: Andrea Rechenberg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Gestickte Pracht – Gemalte Welt. Die Sammlung Tora-Wimpel im Städtischen Museum Göttingen&amp;#039;&amp;#039;. Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2021, S. 23.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Besonderheit der Göttinger Sammlung ist, dass fast alle in den Inschriften genannten Personen durch Abgleich mit Grabinschriften und weiteren Dokumenten jüdischer Gemeinden der Region identifiziert werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musée alsacien de Strasbourg ===&lt;br /&gt;
Die jüdische Abteilung dieses Museums besitzt mehr als 500 Torawimpeln (französisch: Mappot) aus dem Elsass. Der älteste ist von 1614 und stammt aus [[Dambach-la-Ville]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Sylvie Bodin |Titel=Des musées et des collections inestimables |Sammelwerk=Les saisons d&amp;#039;Alsace |Nummer=66 |Verlag=DNA |Ort=Strasbourg |Datum=2015 |Seiten=51}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Museum Jüdischer Geschichte und Kultur Aschaffenburg ===&lt;br /&gt;
2009 wurden in den Depots der Museen der Stadt Aschaffenburg 26 Torawimpel von bis zu 350 cm Länge entdeckt. Sie stammen aus dem Zeitraum von 1787 bis 1933 und konnten aufgrund der darauf zu findenden biographischen Angaben teils eindeutig ihren Stiftern zugeordnet werden. Die identifizierten Kinder stammten alle aus der Region Aschaffenburg. Wie sie in die städtischen Sammlungen gelangten, ist unklar. Nach erfolgter Restaurierung sind die Torawimpel seit 2012 in wechselnder Auswahl im Museum Jüdischer Geschichte und Kultur in Aschaffenburg ausgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ingrid Rickstat |Titel=Erinnerung und Gedenken an die jüdische Gemeinde in Aschaffenburg |Verlag=Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg, Museen der Stadt Aschaffenburg |Ort=Aschaffenburg |Datum=2021 |Reihe=Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg. Sonderpublikationen |HrsgReihe=Joachim Kemper |Seiten=43–44 |Online=https://stadtarchiv-aschaffenburg.de/wp-content/uploads/2021/09/SSAA_Gedenkbroschuere_Inhalt_72dpi.pdf}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Verwendung ==&lt;br /&gt;
Als einem der ältesten Toraschmuckstücke waren der Mappa mehrere Verwendungszwecke zugedacht. Das Band wurde vom Kindsvater in der Synagoge übergeben, wenn der Junge im Alter zwischen einem und drei Jahren zum ersten Mal die Synagoge besucht. Die Übergabe der Mappa steht für das „Sich-einbinden“ in die Gemeinde und das „Sich-binden“ an die Tora. Diese Aktion der Wimpel-Übergabe durch Vater und Sohn nannte man: „die Mappe zur Schule tragen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Linda Wiesner: &amp;#039;&amp;#039;Von Mänteln, Beuteln und Stickereien - Textilfunde in Genisot&amp;#039;&amp;#039;, Potsdam 2017, S. 63.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mappa wird später bei Zeremonien [[Liste jüdischer Feste|weiterer Feste]] im Leben des jungen Juden eine Rolle spielen. So ist die Tora seiner [[Bar Mizwa]] mit dem Wimpel umhüllt, und bei seiner Hochzeit wird der Wimpel benötigt, indem er die Tora, in der am [[Sabbat]] vor der Hochzeit vorgelesen wird, umwickelt oder die [[Chuppa]], den Hochzeitsbaldachin, schmückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Schrank einer Synagogengemeinde kamen im Lauf der Zeit Hunderte von Torawimpeln zusammen. Diese Sammlung hatte eine gewisse praktische Bedeutung als eine Art Geburtsregister der Jungen. Da Torawimpel mit der heiligen Tora in direkte Berührung kamen, durften sie nicht einfach weggeworfen werden, sondern wurden in der [[Geniza|Genisa]] der betreffenden Gemeinde niedergelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symbolik ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Chuppah und Tora-Rolle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Wimpel from Lengnau, 1886.jpg|rahmenlos]]&lt;br /&gt;
|Die Vorstellung, als Ehepaar eine jüdische Familie zu gründen und religiöse Traditionen weiterzugeben, ist ein idealisierter Wunsch für die Zukunft des Jungen, der meist durch gestickt- oder gemalte Bilder von Chuppas und Torarollen dargestellt wird. Dieser Wunsch wird weiterhin anhand eines traditionellen Segenspruchs in hebräischer Buchstaben auf dem Wimpel festgehalten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ehrenfreund-Michler, Dinah |Hrsg=Angela Bhend, Jacques Picard |Titel=Wickelgeschichten. Die Lengnauer Tora-Wimpel |Sammelwerk=Jüdischer Kulturraum |Ort=Aargau |Datum=2020 |Seiten=212–214}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Krone&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Wimpel from Lengnau, 1831.jpg|rahmenlos]]&lt;br /&gt;
|Die Krone steht für die [[Tora-Krone|Krone der Tora]]. Sie wird auf viele Ritualobjekten dargestellt und betont den Autoritätsanspruch der Tora. Auf Wimpeln ist sie oft direkt über der Torarolle abgebildet, wie hier zu sehen ist. Die Krone kann sich je nach Zeit, Ort und dem monarchischen Systemen entsprechend unterscheiden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://art.claimscon.org/wp-content/uploads/2019/09/Judaica-Handbook_17-Sep-2019.pdf |titel=Judaica Handbook |format=PDF |abruf=2021-01-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Löwen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Wimpel from Lengnau 1902.jpg|rahmenlos]]&lt;br /&gt;
|Die Darstellung von Löwen auf Wimpeln hängt wahrscheinlich mit einer bekannten Sentenz aus dem [[Mischna]]-Traktat [[Sprüche der Väter|Pirkei Avot]] (V 20) zusammen: &amp;#039;&amp;#039;Sei stark wie ein Leopard, leicht wie ein Adler, schnell wie ein Hirsch und tapfer wie ein Löwe,zu tun den Willen deines Vaters im Himmel.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Mischna Abot&amp;#039;&amp;#039; V 20, Übersetzung: Dietrich Correns, Marix, Wiesbaden 2005, S. 598&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Löwe kann auch den Namen des Besitzers des Wimpels symbolisieren: Löw/Ariel. Schon früh wurden Löwen mit den Stämmen Israel, Juda und Dan in Verbindung gebracht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://art.claimscon.org/wp-content/uploads/2019/09/Judaica-Handbook_17-Sep-2019.pdf |titel=Judaica Handbook |format=PDF |abruf=2021-01-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hirsch und Skorpione (Tiere und Sternzeichen)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Wimpel from Lengnau,1726.jpg|rahmenlos]]&lt;br /&gt;
|Auf Wimpeln bezeichnet das Tierkreiszeichen das Sternbild, unter dem das Kind geboren wurde. Andere Tiere könnten auf dem bereits erwähnten volkstümlichen Spruch aus der Mischna, Pirkei Avot zurückgeführt werden.&lt;br /&gt;
Ein abgebildeter Hirsch kann auch ein Hinweis auf den Namen des Kindes sein: Zvi (hebräisch), Hirsch (deutsch), Herschl (jiddisch).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://art.claimscon.org/wp-content/uploads/2019/09/Judaica-Handbook_17-Sep-2019.pdf |titel=Judaica Handbook |format=PDF |abruf=2021-01-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Baum, Pflanzen, Blumen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Wimpel from Lengnau.jpg|rahmenlos]]&lt;br /&gt;
|Die Tora wird oft mit dem [[Baum des Lebens]] gleichgesetzt. Darstellungen von Pflanzen, Bäumen oder Blumenvasen (wie hier zu sehen) stellen bildlich die Verbindung zwischen dem Leben des Kindes und der Tora dar.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ehrenfreund-Michler, Dinah |Titel=Wickelgeschichten. Die Lengnauer Tora-Wimpel |Herausgeber=Angela Bhend, Jacques Picard |Ort=Aargau |Datum=2020 |Seiten=212-214 |Sammelwerk=Jüdischer Kulturraum}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Naomi Lubrich (Hrsg.)&amp;#039;&amp;#039;: Wimpel. Zeremonialobjekte, Geburtsurkunden und textile Kunstwerke.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Geburtskultur. Jüdische Zeugnisse aus der ländlichen Schweiz und Umgebung&amp;#039;&amp;#039;, Basel 2022. ISBN 978-3-7965-4607-5.&lt;br /&gt;
* Gerhard Renda: &amp;#039;&amp;#039;Torawimpel – Zeugnisse jüdischer Volkskunst&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;MonatsAnzeiger&amp;#039;&amp;#039; / Germanisches Nationalmuseum Nürnberg 82 (1988), S. 655f.&lt;br /&gt;
* Linda Wiesner: &amp;#039;&amp;#039;Von Mänteln, Beuteln und Stickereien – Textilfunde in Genisot&amp;#039;&amp;#039;. In: Rebekka Denz, Gabi Rudolf (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Genisa-Blätter II&amp;#039;&amp;#039;. Universitätsverlag Potsdam, Potsdam 2017, S. 51–66. ISBN 978-3-86956-393-0.&lt;br /&gt;
* Andrea Rechenberg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Gestickte Pracht – Gemalte Welt. Die Sammlung Tora-Wimpel im Städtischen Museum Göttingen&amp;#039;&amp;#039;. Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2021. ISBN 978-3-525-55795-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Mappa}}&lt;br /&gt;
* [http://www.lrz-muenchen.de/~arch/mitt/mitt083.htm Mitteilungen der Freunde der Bayerischen Vor- und Frühgeschichte Nr. 83 (Mai 1997)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4457982-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tora]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jüdischer Gottesdienst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sakralgegenstand (Judentum)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Textilie religiöser Verwendung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;JohannesGoldt</name></author>
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