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	<title>Tonung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T21:41:26Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tonung&amp;diff=202375&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Tsungam: /* Tonerarten (chemisch) */</title>
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		<updated>2025-12-25T18:41:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Tonerarten (chemisch)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{QS-FF|März 2014|Begründung siehe [[Diskussion:Tonung#Tonung/Virage|Diskussion]] --[[Benutzer:Susumu|Susumu]] ([[Benutzer Diskussion:Susumu|Diskussion]]) 23:01, 12. Mär. 2014 (CET)}}&lt;br /&gt;
{{Weiterleitungshinweis|Virage|Zum Automodell siehe [[Aston Martin Virage]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tonung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Virage&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Viragierung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, bezeichnet eine Technik des Einfärbens von Fotos beziehungsweise von Filmmaterial. Entstanden ist sie durch die Schwarz-Weiß-[[Fotografie]], bei der das schwarz erscheinende [[Silber]] auf [[chemisch]]em Wege in gefärbte Verbindungen überführt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts wurden unter anderem Schwarz-Weiß-[[Film]]e viragiert. In der heutigen Verwendung des Begriffes ist das generelle Einfärben von Fotos gemeint – in den meisten Fällen auf digitalem Wege.&lt;br /&gt;
[[Datei:Dany2a.jpg|mini|Schwarz-Weiß-Fotografie]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dany2b.jpg|mini|Sepia-Tonung per [[Elektronische Bildverarbeitung|EBV]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tonungsarten ==&lt;br /&gt;
Abgesehen von der Tonung eines Fotos auf digitalem Weg gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten der chemischen Tonung:&lt;br /&gt;
; Direkte Tonung&lt;br /&gt;
Die Tonung wird auf das fixierte und gewässerte Bild angewendet.&lt;br /&gt;
; Indirekte Tonung&lt;br /&gt;
Der Tonung geht ein Bleichprozess voraus. Typische Bleichbäder bestehen aus rotem Blutlaugensalz ([[Kaliumhexacyanoferrat(III)]]), teilweise unter Beimischung von [[Kaliumbromid]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tonerarten (chemisch) ==&lt;br /&gt;
Beliebteste Form der Tonung ist die &amp;#039;&amp;#039;Sepia-Tonung&amp;#039;&amp;#039;, bekannt von vielen alten Schwarz-Weiß-Aufnahmen, die genaugenommen nicht schwarz-weiß, sondern braun-weiß sind. Bei der [[Sepia (Fotografie)|Sepia-Tonung]] wird das Silber im Fotopapier mit [[Natriumsulfid]] in [[Silbersulfid]] umgesetzt. Diese Schwefeltoner sind auch unter dem Oberbegriff (Poly-)Sulfid-Toner bekannt. Die Tonung erfolgt in zwei Stufen. Zuerst wird mit einer Lösung von [[Kaliumhexacyanidoferrat(III)]] (rotes Blutlaugensalz) und [[Kaliumbromid]] das Bildsilber in [[Silberbromid]] umgewandelt, dass dann mit dem Sulfid zu Silbersulfid reagiert.&amp;lt;ref Name=&amp;quot;Wollstein&amp;quot; /&amp;gt; Da diese Polysulfidtoner sehr giftig und umweltgefährlich sind, aber auch eine sehr starke Geruchsentwicklung haben (verfaulte Eier), werden sie immer mehr vom geruchlosen [[Thioharnstoff]]toner (Harnstoff, bei dem das Sauerstoffatom durch ein Schwefelatom ausgetauscht ist) verdrängt. Ursprünglich war der Grund der Schwefeltonung weniger ein ästhetischer als vielmehr ein praktischer. Das bei der Schwefeltonung gebildete Silbersulfid ist wesentlich stabiler als das feinverteilte Silber und die so getonten Bilder sind absolut archivfest und sehr haltbar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wollstein&amp;quot;&amp;gt;Thomas Wollstein: [https://www.fotografie-in-schwarz-weiss.de/sw-fotografie/kolumne/103-wollstein05.html Eine Frage des guten Tons oder: Archivfeste Tonungen], März 2001, auf fotografie-in-schwarz-weiss.de, abgerufen am 17. August 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Schwefeltonung gibt es eine Reihe weiterer Farben, für die es konfektionierte Präparate gibt, die man aber auch selber ansetzen kann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Datei:Statue tannin 800.jpg|mini|Cyanotypie auf Leinwand, 60x80 cm, partiell getont mit Tannin]]Blau- und Grüntoner&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Neumeier: [https://www.fotografie-in-schwarz-weiss.de/sw-fotografie/wissen/95-blautoner.html Blau- und Grüntoner], auf fotografie-in-schwarz-weiss.de, abgerufen am 17. August 2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Braun- und Rottoner&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Neumeier: [https://www.fotografie-in-schwarz-weiss.de/sw-fotografie/wissen/94-brauntoner.html Braun- und Rottoner], auf fotografie-in-schwarz-weiss.de, abgerufen am 17. August 2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Gold- und Platintonung wird üblicherweise konfektioniert eingesetzt&amp;lt;ref Name=&amp;quot;Wollstein&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Blautonung&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Grüntonung&amp;#039;&amp;#039; erfolgen mittels Eisensalzen, die &amp;#039;&amp;#039;Röteltonung&amp;#039;&amp;#039; mit Kupfersalzen und der [[Selen]]tonung mit Selen. Die je nach der Fotopapiervariante entstehende Farbverschiebung bei der Selentonung ist dabei eher von untergeordneter Bedeutung – erwünscht ist in erster Linie die Fähigkeit des Selentoners zur deutlichen Erhöhung der Schwärzungsdichte in den Schattenpartien des Positivs und damit zur weiteren Steigerung der Brillanz des fotografischen Abzugs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teurere, daher seltenere, Varianten sind Gold- und Platintonung. Weitere Möglichkeiten bieten Carbon-, Cobalt- und Kupfertoner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Toner können durch Mehrfachtonung mit verschiedenen Tonern und optionalem Zwischenbleichen oder Rückentwickeln (d. h. erneut in Entwickler) sehr interessante Farbeffekte hervorrufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Toner können selbst angesetzt werden, fertig konfektionierte Tonerchemie wird von Herstellern wie Tetenal, Kodak und Moersch Photochemie angeboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tonen von Edeldrucken ===&lt;br /&gt;
Fotografische Abzüge/Belichtungen auf Papier oder Leinwand lassen sich auf verschiedene Weise umfärben (=tonen). So wird die – eigentlich immer in Blautönen erscheinende – Cyanotypie chemisch durch Tannin, grünen Tee oder andere Substanzen getont.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://wp.radiertechniken.de/cyanotypie/tonen/ |titel=Tonen und Umfärben einer Cyanotypie |sprache=de |abruf=2024-12-27 | hrsg=wp.radiertechniken.de }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tonung im Kinofilm und als Dramaturgie ==&lt;br /&gt;
In der Schwarzweiß-Film-Ära war die Tonung (oder Viragierung) zunächst eine preisgünstigere und schnellere Alternative zur aufwendigen [[kolorieren|Nachkolorierung]], erlaubte aber auch eine [[Dramaturgie|dramaturgische]] Farbensprache, die sich danach unterschied, welche monochrome Farbe in einer Szene zum Einsatz kam. Die Tonung konnte also zwischen mehreren Farben wechseln. Das heute bekannte Schwarzweißbild war in diesem Sinne lange Zeit eher die Ausnahme. Dabei verliert der Filmstreifen durch häufiges Abspielen die Tonung, sodass nur noch das farblose Material verbleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland wurden Stummfilme bis Mitte der 1920er-Jahre mittels Viragierung vollständig farbig gemacht, später nur noch die Nachtszenen.&amp;lt;ref&amp;gt;Sabine Lenk: [https://filmlexikon.uni-kiel.de/doku.php/v:virage-849 &amp;#039;&amp;#039;Virage.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;filmlexikon.uni-kiel.de.&amp;#039;&amp;#039; Abgerufen am 15.&amp;amp;nbsp;August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Allgemein hatte sich folgende Farbensprache im Kontext der Filmstreifeneinfärbung herausgebildet:&amp;lt;ref&amp;gt;Anmoderation des Films &amp;#039;&amp;#039;[[Der müde Tod]]&amp;#039;&amp;#039; auf [[Arte]] am 15. Februar 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Gelb]] („ein kräftiger Bernsteinton“) – (sonnige) Außenaufnahmen bei Tag&lt;br /&gt;
* [[Blau]] – außen, nachts&lt;br /&gt;
* [[Sepia (Fotografie)|Sepia]] – innen, nachts&lt;br /&gt;
* [[Orange (Farbe)|Orange]] – Szenen bei Lampen oder Kerzenschein&lt;br /&gt;
* [[Rosa (Farbe)|Rosa]] – Friede, Ausgeglichenheit, Freude, innerer Gemütszustand&lt;br /&gt;
* [[Violett]] – Sonderfarbe des Nachts (dramatischer)&lt;br /&gt;
* [[Rot]] – Liebe, Verruchtes und Gewalt&lt;br /&gt;
* [[Grün]] – Magie, Geheimnisvolles und Unheimliches&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Drucktechnik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Tonen&amp;#039;&amp;#039; im Druckprozess bezeichnet die Erscheinung, dass die eigentlich nicht druckenden Stellen einer [[Druckplatte]] Farbe übertragen und ein Farbton an normalerweise unbedruckten Stellen des Papieres entsteht. Beim [[Offsetdruck]] entsteht dieser Fehler durch Oxidation der Aluminiumdruckplatte bei langem Maschinenstillstand oder unzureichender Konservierung durch [[Gummi Arabicum]] von archivierten Druckplatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Werner Kamp, Manfred Rüsel: &amp;#039;&amp;#039;Vom Umgang mit Film.&amp;#039;&amp;#039; 1. Auflage. Cornelsen, ISBN 3-06-102824-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://filmcolors.org/timeline-entry/1216/ Tonung auf Timeline of Historical Film Colors] mit vielen schriftlichen Quellen und Fotografien von getonten Filmkopien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Kolorieren]] (tonen und kolorieren kombiniert)&lt;br /&gt;
* [[Farbstich]]&lt;br /&gt;
* [[Farbkorrektur]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fotolabortechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fotopraxis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Filmtechnik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Tsungam</name></author>
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