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	<title>Tonnelierter Raum - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-24T13:47:48Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tonnelierter_Raum&amp;diff=1236110&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;회기-로: /* Der Satz von Banach-Steinhaus */</title>
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		<updated>2019-12-18T15:08:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Der Satz von Banach-Steinhaus&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tonnelierte Räume&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind spezielle [[lokalkonvexer Raum|lokalkonvexe]] [[Vektorraum|Vektorräume]], in denen der [[Satz von Banach-Steinhaus]] gilt. Diese Räume lassen sich durch ihre [[Nullumgebungsbasis|Nullumgebungsbasen]] charakterisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Motivation ==&lt;br /&gt;
Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tonne&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Teilmenge T eines lokalkonvexen K-Vektorraums E mit folgenden drei Eigenschaften&lt;br /&gt;
* T ist [[absolutkonvexe Menge|absolutkonvex]], d.&amp;amp;nbsp;h. für &amp;lt;math&amp;gt;x, y \in T&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;\lambda, \mu \in K&amp;lt;/math&amp;gt; mit &amp;lt;math&amp;gt;|\lambda|+|\mu| \le 1&amp;lt;/math&amp;gt; gilt &amp;lt;math&amp;gt;\lambda x + \mu y \in T&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
* T ist [[abgeschlossene Menge|abgeschlossen]] in der [[Topologie (Mathematik)|Topologie]] auf E.&lt;br /&gt;
* T ist [[absorbierende Menge|absorbierend]], d.&amp;amp;nbsp;h. zu jedem &amp;lt;math&amp;gt;x \in E&amp;lt;/math&amp;gt; gibt es ein &amp;lt;math&amp;gt;\lambda \in K&amp;lt;/math&amp;gt; mit &amp;lt;math&amp;gt;x \in \lambda T&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leicht zeigt man, dass jeder lokalkonvexe Raum eine [[Nullumgebungsbasis]] aus Tonnen besitzt. Ist umgekehrt jede Tonne eine Nullumgebung, so nennt man den Raum &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;tonneliert&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Diese Bezeichnung geht auf [[Nicolas Bourbaki|Bourbaki]] zurück (französisch tonnelé, englisch barrelled).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
* Jeder [[Fréchet-Raum]] (insbesondere also jeder [[Banachraum]]) ist tonneliert. Ist nämlich T eine Tonne im Fréchet-Raum E, so gilt &amp;lt;math&amp;gt;E = \bigcup_{n \in {\mathbb N}} nT&amp;lt;/math&amp;gt;, da T absorbierend ist. Weil T abgeschlossen ist, folgt aus dem [[Satz von Baire]], dass ein nT und damit T einen [[innerer Punkt|inneren Punkt]] hat. Aus der Absolutkonvexheit von T ergibt sich nun leicht, dass T eine Nullumgebung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ist E ein Fréchet-Raum ungleich {0}, so ist &amp;lt;math&amp;gt;\prod_{r\in{\mathbb R}}E&amp;lt;/math&amp;gt; mit der [[Produkttopologie]] ein Beispiel für einen tonnelierten Raum, der nicht Fréchet-Raum ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vererbungseigenschaften ==&lt;br /&gt;
[[Faktorraum|Quotientenräume]] nach abgeschlossenen Teilräumen, [[Produkttopologie|Produkträume]] und [[induktiver Limes|induktive Limiten]] tonnelierter Räume sind wieder tonneliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tonneliertheit vererbt sich im Allgemeinen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; auf abgeschlossene [[Untervektorraum|Unterräume]] oder [[Limes (Kategorientheorie)|projektive Limiten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Satz von Banach-Steinhaus ==&lt;br /&gt;
Eine Menge B in einem lokalkonvexen Raum E heißt bekanntlich [[Beschränktheit#Beschränkte Mengen in topologischen Vektorräumen|beschränkt]], wenn sie von jeder Nullumgebung absorbiert wird, d.&amp;amp;nbsp;h. zu jeder Nullumgebung U von E gibt es ein &amp;lt;math&amp;gt;\lambda &amp;gt; 0&amp;lt;/math&amp;gt; mit &amp;lt;math&amp;gt;B\subset \lambda U&amp;lt;/math&amp;gt;. Eine Familie &amp;lt;math&amp;gt;(T_\alpha)_{\alpha \in I}&amp;lt;/math&amp;gt; [[Beschränkter Operator|stetiger]] [[linearer Operator]]en zwischen lokalkonvexen Vektorräumen E und F heißt [[gleichgradige Stetigkeit|gleichgradig stetig]], wenn es zu jeder Nullumgebung V in F eine Nullumgebung U in E gibt, so dass &amp;lt;math&amp;gt;T_\alpha (U)\subset V&amp;lt;/math&amp;gt; für alle &amp;lt;math&amp;gt;\alpha\in I&amp;lt;/math&amp;gt;. Der folgende Satz kennzeichnet die tonnelierten Räume als diejenigen, in denen der [[Satz von Banach-Steinhaus]] gilt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen lokalkonvexen Raum E sind äquivalent:&lt;br /&gt;
* E ist ein tonnelierter Raum.&lt;br /&gt;
* Ist F ein weiterer lokalkonvexer Raum und &amp;lt;math&amp;gt;(T_\alpha)_{\alpha \in I}&amp;lt;/math&amp;gt; eine Familie [[Beschränkter Operator|stetiger]] [[linearer Operator]]en &amp;lt;math&amp;gt;E\rightarrow F&amp;lt;/math&amp;gt;, die punktweise beschränkt ist (d.&amp;amp;nbsp;h. für jedes &amp;lt;math&amp;gt;x\in E&amp;lt;/math&amp;gt; ist &amp;lt;math&amp;gt;\{T_\alpha(x); \alpha\in I\}&amp;lt;/math&amp;gt; beschränkt), so ist &amp;lt;math&amp;gt;(T_\alpha)_{\alpha \in I}&amp;lt;/math&amp;gt; gleichgradig stetig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beziehung zur Reflexivität ==&lt;br /&gt;
Ist E ein lokalkonvexer Vektorraum, so definiert jede beschränkte Menge B in E eine [[Halbnorm]] &amp;lt;math&amp;gt;P_B&amp;lt;/math&amp;gt; auf dem [[Dualraum]] &amp;lt;math&amp;gt;E\,&amp;#039;&amp;lt;/math&amp;gt;, indem man &amp;lt;math&amp;gt;p_B(f):= \sup\{|f(x)|; x\in B\}&amp;lt;/math&amp;gt; setzt. Versehen mit der Menge der Halbnormen &amp;lt;math&amp;gt;p_B&amp;lt;/math&amp;gt;, wobei B die beschränkten Mengen von E durchläuft, wird &amp;lt;math&amp;gt;E\,&amp;#039;&amp;lt;/math&amp;gt; zu einem lokalkonvexen Vektorraum, den man dann mit &amp;lt;math&amp;gt;E_b&amp;#039;&amp;lt;/math&amp;gt; bezeichnet. Dies verallgemeinert die Dualraumbildung bei [[normierter Raum|normierten Räumen]]. Wie dort hat man eine natürliche Einbettung &amp;lt;math&amp;gt;J:E\rightarrow (E_b&amp;#039;)_b&amp;#039;, (J(x))(f):= f(x)&amp;lt;/math&amp;gt;, und wie üblich identifiziert man E mit J(E), so dass E als Unterraum des Biduals &amp;lt;math&amp;gt;(E_b&amp;#039;)_b&amp;#039;&amp;lt;/math&amp;gt; aufgefasst werden kann. Ist J [[Surjektivität|surjektiv]], so nennt man E &amp;#039;&amp;#039;halbreflexiv&amp;#039;&amp;#039;. Dann stimmen E und &amp;lt;math&amp;gt;(E_b&amp;#039;)_b&amp;#039;&amp;lt;/math&amp;gt; zwar als Mengen überein, aber im Allgemeinen sind die lokalkonvexen Topologien auf E und dem Bidual &amp;lt;math&amp;gt;(E_b&amp;#039;)_b&amp;#039;&amp;lt;/math&amp;gt; verschieden. Stimmen auch die Topologien überein, so nennt man E &amp;#039;&amp;#039;reflexiv&amp;#039;&amp;#039;. Die Tonneliertheit ist genau die Eigenschaft, die einem halbreflexiven Raum zur Reflexivität fehlt, denn es gilt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen lokalkonvexen Raum E sind äquivalent:&lt;br /&gt;
* E ist reflexiv.&lt;br /&gt;
* E ist halbreflexiv und tonneliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quasitonnelierte Räume ==&lt;br /&gt;
Man nennt eine Menge T in einem lokalkonvexen Raum &amp;#039;&amp;#039;bornivor&amp;#039;&amp;#039;, wenn sie jede beschränkte Menge absorbiert, d.&amp;amp;nbsp;h. wenn es zu jeder beschränkten Menge B ein &amp;lt;math&amp;gt;\lambda \in K&amp;lt;/math&amp;gt; mit &amp;lt;math&amp;gt;B \subset \lambda T&amp;lt;/math&amp;gt; gibt. (Zur Wortherkunft vergleiche [[Fleischfresser|carnivor]] oder [[Pflanzenfresser|herbivor]].)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Raum heißt &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;quasitonneliert&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, wenn jede bornivore Tonne eine Nullumgebung ist. &lt;br /&gt;
Offensichtlich handelt es sich um eine Abschwächung der Tonneliertheit. [[Bornologischer Raum|Bornologische Räume]] sind quasitonneliert. Folgenvollständige quasitonnelierte Räume sind bereits tonneliert, wie aus dem [[Satz von Banach-Mackey]] folgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Quasitonneliertheit ist bei obiger Charakterisierung der Reflexivität ausreichend, denn für einen lokalkonvexen Raum E sind äquivalent:&lt;br /&gt;
* E ist reflexiv&lt;br /&gt;
* E ist halbreflexiv und tonneliert.&lt;br /&gt;
* E ist halbreflexiv und quasitonneliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* Klaus Floret, [[Joseph Wloka]]: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Theorie der lokalkonvexen Räume&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Lecture Notes in Mathematics.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 56, {{ISSN|0075-8434}}). Springer, Berlin u. a. 1968, {{doi|10.1007/BFb0098549}}.&lt;br /&gt;
* Reinhold Meise, Dietmar Vogt: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Funktionalanalysis&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Vieweg-Studium&amp;#039;&amp;#039; 62 &amp;#039;&amp;#039;Aufbaukurs Mathematik&amp;#039;&amp;#039;). Vieweg, Braunschweig u. a. 1992, ISBN 3-528-07262-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lokalkonvexer Raum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Funktionalanalysis]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;회기-로</name></author>
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