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	<title>Tonkabohnenbaum - Versionsgeschichte</title>
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		<title>imported&gt;Babel fish: /* Weblinks */ Traylor 2025</title>
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		<updated>2026-01-11T15:51:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; Traylor 2025&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Tonkabohnenbaum&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Dipteryx odorata&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = ([[Jean Baptiste Christophe Fusée Aublet|Aubl.]]) [[Carl Ludwig Willdenow|Willd.]]&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Dipteryx&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Dipterygeae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Tribus&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Schmetterlingsblütler&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Faboideae&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Unterfamilie&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Hülsenfrüchtler&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Fabaceae&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Schmetterlingsblütenartige&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Fabales&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Bild             = Cumaru (Dipteryx odorata), Vaca Diez, Bolivia 1.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Tonkabohnenbaum (&amp;#039;&amp;#039;Dipteryx odorata&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Flowering Tonka Bean tree (Dipteryx odorata) - 49829374411.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Dipteryx odorata&amp;#039;&amp;#039; blühend]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Flowering Tonka Bean tree (Dipteryx odorata).jpg|mini|Blühender Tonkabohnenbaum]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Tonka Beans.jpg|mini|Tonkabohnen]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tonkabohnenbaum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Dipteryx odorata&amp;#039;&amp;#039;),&amp;lt;ref name=&amp;quot;GRIN&amp;quot; /&amp;gt; auch &amp;#039;&amp;#039;Toncabaum&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Sarrapia&amp;#039;&amp;#039; genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Dipteryx]]&amp;#039;&amp;#039; in der [[Familie (Biologie)|Unterfamilie]] der [[Schmetterlingsblütler]] (Faboideae) innerhalb der [[Familie (Biologie)|Familie]] der [[Hülsenfrüchtler]] (Fabaceae). Sie kommt im nördlichen [[Südamerika]] vor. Ein [[Anbau (Landwirtschaft)|Anbau]] erfolgt in Südamerika, auf [[Trinidad (Insel)|Trinidad]] und im tropischen [[Afrika]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;GRIN&amp;quot; /&amp;gt; Die Samen dieser Art werden &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tonkabohnen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|Dutch tonka-bean}}) genannt und in der Küche verwendet; es finden sich auch die Bezeichnungen Tonca-, Tongo- oder Tonkobohnen,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pritzel1882&amp;quot; /&amp;gt; wobei auch generell die Samen der Gattung &amp;#039;&amp;#039;Dipteryx&amp;#039;&amp;#039; als Tonkabohnen bezeichnet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wort „tonka“ ist der [[Kariben|Galibi]] ([[Karibische Sprachen |Carib]])-Sprache entnommen, die von den indigenen Ureinwohnern von [[Französisch-Guayana]] gesprochen wird; es erscheint auch in [[Tupi-Sprache|Tupi]], einer anderen Sprache derselben Region, wie der Name des Baumes. Der alte Gattungsname, &amp;#039;&amp;#039;Coumarouna&amp;#039;&amp;#039;, wurde von einem anderen Tupi-Namen für Baum, „cumarú“, gebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
=== Vegetative Merkmale ===&lt;br /&gt;
Der Tonkabohnenbaum wächst bis zu 25–30 Meter hoch, mit einem Stammdurchmesser von bis zu einem Meter. Die [[Borke]] ist anfänglich glatt und fleckig, später furchig und gräulich, während das Holz rötlich-braun ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Baum hat wechselständige, unpaarig gefiederte, bis 20&amp;amp;nbsp;cm lange und 8&amp;amp;nbsp;cm breite, gestielte Blätter, mit 3 bis 8 eiförmigen bis elliptischen oder verkehrt-eiförmigen, gelegentlich ungleichen, ledrigen, glänzenden und dunkelgrünen [[Blättchen]]. Die Rhachis ist leicht geflügelt und an der Spitze in eine Verlängerung ausgehend. Die kahlen Blättchen sind kurz gestielt, ganzrandig und bespitzt bis spitz. Die [[Nervatur]] ist fein gefiedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er bevorzugt schattige Standorte mit hoher Luftfeuchtigkeit, er toleriert nährstoffarme, durchlässige Böden, gedeiht aber am besten auf humusreichen Böden. Er ist eine [[Calcifuge]] (Kalkmeider) und bildet [[Brettwurzel]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tonka-666.jpg|mini|Tonkafrucht]]&lt;br /&gt;
=== Generative Merkmale ===&lt;br /&gt;
Die vielblütigen, rispigen Blütenstände sind etwa 5–9&amp;amp;nbsp;cm lang. Die kleinen, duftenden, weiß, rosa und zwittrigen [[Schmetterlingsblüte]]n sind [[zygomorph]] mit zwei bräunlichen, flügeligen Kelchblättern. Die 10 [[Staubblatt|Staubblätter]] sind zweibündelig verwachsen und &amp;#039;&amp;#039;Dipteryx odorata&amp;#039;&amp;#039; wird von [[Entomophilie|Insekten]] bestäubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede entwickelte eiförmige bis ellipsoide, anfangs grüne, später bräunliche, glatte [[Steinfrucht]]&amp;lt;ref&amp;gt;Ingrid Roth: &amp;#039;&amp;#039;Stratification of a tropical forest as seen in dispersal types.&amp;#039;&amp;#039; W. Junk Publ., 1987, ISBN 978-94-010-8639-4, S.&amp;amp;nbsp;97.&amp;lt;/ref&amp;gt; von 5–10&amp;amp;nbsp;cm Länge und 3–6&amp;amp;nbsp;cm Breite, enthält einen mandelförmigen, harten, ledrig-holzigen, rötlich-braunen, rund 3–5&amp;amp;nbsp;cm langen und 1–2&amp;amp;nbsp;cm breiten Samen, der in einem faserigen [[Perikarp]] liegt. Der Kern besteht aus zwei ölhaltigen, cremefarbenen [[Kotyledone]]n, zwischen denen Cumarin-Schichten lagern. Das wenige, gelbe Fruchtfleisch ist klebrig und geschmacklos, mit schlechtem Geruch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:The smooth brown inside of the tonka bean.jpg|mini|Tonkabohnen; eine Tonkabohne aufgeschnitten]]&lt;br /&gt;
Der getrocknete, dunkelbraune bis schwarze Samen mit einer schrumpeligen Oberfläche wird als &amp;#039;&amp;#039;Tonkabohne&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Tonkabohnen sind hocharomatisch, duften süß und erinnern im Aroma an Vanille und [[Waldmeister]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die schlimmsten Schädlinge sind die Fledermäuse, aber auch Vögel (Papageien), weil sie das breiige Fruchtfleisch fressen, allerdings dient dies auch gleichzeitig der [[Zoochorie|zoochoren]] Verbreitung der Samen (Dysochorie). Einige bekannte Pilze können zu Problemen führen: &amp;#039;&amp;#039;[[Anthostomella abdita]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Diatrype ruficarnis]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Macrophoma calvuligera]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Myiocopron cubense]]&amp;#039;&amp;#039;. Die Samen können nicht gekeimt werden wie die meisten Regenwaldsamen, sie sind nur eine kurze Zeit lebensfähig und haben keine „Ruheperiode“. Eine Vermehrung wird durch [[Absenker|Marcottage]], [[Knospung]] und Stecklinge erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Das weite natürliche [[Verbreitungsgebiet]] reicht von [[Venezuela]] über Französisch-Guayana, [[Guyana]] sowie [[Surinam]] und die [[Liste der Bundesstaaten Brasiliens|Brasilianischen Bundesstaaten]] östliches [[Amazonas (Brasilien)|Amazonas]], nördliches [[Mato Grosso]] sowie [[Pará]] bis Kolumbien und das östliche [[Peru]]. Ein Anbau erfolgt in [[Kenia]], [[Nigeria]], [[Trinidad (Insel)|Trinidad]], Venezuela und [[Brasilien]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;GRIN&amp;quot; /&amp;gt; Die Samen des Tonkabaums fanden ihren Weg gegen Ende des 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts nach Europa und der Tonkabaum wurde in Frankreich in Gewächshäusern kultiviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Taxonomie ==&lt;br /&gt;
Die [[Erstbeschreibung|Erstveröffentlichung]] erfolgte 1775 unter dem Namen ([[Basionym]]) &amp;#039;&amp;#039;Coumarouna odorata&amp;#039;&amp;#039; durch [[Jean Baptiste Christophe Fusée Aublet]] in &amp;#039;&amp;#039;Histoire des Plantes de la Guiane Françoise&amp;#039;&amp;#039;, Band 2, S.&amp;amp;nbsp;740–742, Tafel 296. Die Neukombination zu &amp;#039;&amp;#039;Dipteryx odorata&amp;#039;&amp;#039; wurde 1802 durch [[Carl Ludwig von Willdenow]] in &amp;#039;&amp;#039;[[Species Plantarum]]&amp;#039;&amp;#039;, 4. Aufl., Band 3, Teil 2, S.&amp;amp;nbsp;910 veröffentlicht. Weitere [[Synonym (Taxonomie)|Synonyme]] für &amp;#039;&amp;#039;Dipteryx odorata&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(Aubl.) Willd.}} sind: &amp;#039;&amp;#039;Coumarouna tetraphylla&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(Benth.) Aubl.}}, &amp;#039;&amp;#039;Dipteryx tetraphylla&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Benth.}}&amp;lt;ref name=&amp;quot;ILDIS&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;tropicos&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;GRIN&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ökologie ==&lt;br /&gt;
Durch ihre schiere Größe – die Baumwipfel ragen oft weit über das übrige Kronendach hinaus – werden Tonkabohnenbäume überproportional zum Ziel von Blitzeinschlägen. Den Bäumen selbst schaden die Stromschläge nicht immer, oft wird der Strom den Stamm hinab und gezielt in die umliegende Vegetation geleitet, die dadurch stark geschädigt wird. Zwar sterben über die Hälfte der Bäume an den Verbrennungen, bei den überlebenden werden auf diese Weise effektiv parasitäre Kletterpflanzen beseitigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Luis Prada: [https://www.vice.com/en/article/the-tonka-bean-tree-can-wield-lightning-to-defeat-enemies/ The Tonka Bean Tree Can Wield Lightning to Defeat Enemies.] In: &amp;#039;&amp;#039;vice.com&amp;#039;&amp;#039;, 14. April 2025, abgerufen am 28. April 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
=== Tonkabohnen ===&lt;br /&gt;
Tonkabohnen haben einen süßlichen, leicht bitteren, der [[Vanille (Gewürz)|Vanille]] ähnlichen Geschmack und werden deshalb als Vanilleersatz verwendet. Als [[Gewürz]] werden sie sehr sparsam in [[Dessert]]s verwendet, die häufig auf [[Mohn]] oder [[Kokos]] basieren, ebenso nutzt man sie in Gebäck. Die Tonkabohnen als Gewürz sind von der Spitzengastronomie wiederentdeckt worden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.delikatessenschweiz.ch/index.php?db=delireport&amp;amp;nr=20&amp;amp;PHPSESSID=125ab532155d667bded329ee5b60229f &amp;#039;&amp;#039;Betörende Tonkabohnen wiederentdeckt&amp;#039;&amp;#039;] auf delikatessenschweiz.ch, abgerufen am 16. November 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie sind sehr hart und werden am besten mit einer [[Küchenreibe#Muskatreibe|Muskatreibe]] abgerieben oder 1–2 Bohnen mit einem Liter Milch ca.&amp;amp;nbsp;10&amp;amp;nbsp;Minuten gekocht und über Nacht stehen gelassen. Für Desserts auf Sahne- oder Milchbasis werden die Bohnen etwa zehn Minuten ausgekocht (sie können bis zu zehnmal verwendet werden). Ebenso können sie auch in [[Rum]] eingelegt werden. Wegen des Gehalts an [[Cumarin]] (2 bis 3 %),&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hänsel2007&amp;quot; /&amp;gt; das im Verdacht steht, krebserregend zu sein, ist der Gebrauch zurückgegangen. Auch wird daraus Tonkabohnenöl hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falsche Tonkabohnen (&amp;#039;&amp;#039;English tonka-bean&amp;#039;&amp;#039;) stammen von &amp;#039;&amp;#039;[[Taralea oppositifolia]]&amp;#039;&amp;#039; (kleiner Tonkabaum), &amp;#039;&amp;#039;[[Taralea cordata]]&amp;#039;&amp;#039;, diese sind kleiner. Auch sogenannte punktierte Tonkabohnen &amp;#039;&amp;#039;[[Dipteryx punctata]]&amp;#039;&amp;#039; sowie &amp;#039;&amp;#039;[[Dipteryx rosea]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Dipteryx polyphylla]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Dipteryx alata]]&amp;#039;&amp;#039; liefern [[cumarin]]&amp;amp;shy;haltige Bohnen. Als Tonkabohnenersatz gelten auch die Samen von &amp;#039;&amp;#039;[[Amburana cearensis]]&amp;#039;&amp;#039;. Fast geruchlos sind die Samen von &amp;#039;&amp;#039;[[Dipteryx oleifera]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verwendung der Tonkabohne zur Zubereitung in Lebensmitteln war in Deutschland ab 1981 zeitweise verboten. Seit 1991 existiert dieses Verbot in eingeschränkter Form. Die Verwendung der Tonkabohne ist nur erlaubt, wenn die zulässigen Höchstwerte für Cumarin in der zubereiteten Speise nicht überschritten werden. Cumarin gehört als [[Toxin]] laut [[Verordnung (EG) Nr. 1334/2008]] (Aromenverordnung) zu den Stoffen, die [[Lebensmittel]]n nicht als solche zugesetzt werden dürfen (Anhang III, Teil A der Aromenverordnung) und unterliegt bestimmten Höchstmengen, wenn es von Natur aus in Aromen oder Lebensmittelzutaten mit Aromaeigenschaften vorkommt (Anhang III, Teil B). Die zulässigen Höchstmengen liegen je nach Art des Lebensmittels zwischen 5&amp;amp;nbsp;mg/kg bei [[Dessert]]speisen und 50&amp;amp;nbsp;mg/kg bei traditionellen und/oder saisonalen [[Backwaren]], bei denen [[Zimt]] in der [[Lebensmittelkennzeichnungsverordnung|Kennzeichnung]] angegeben ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;EU&amp;quot; /&amp;gt; Die Höchstgrenzen gelten für Cumarin als Aromastoff in Lebensmitteln, nicht jedoch bei der Verwendung als [[Riechstoff]], wie beispielsweise in Parfums oder Kerzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den [[Vereinigte Staaten von Amerika|Vereinigten Staaten von Amerika]] ist die Verwendung der Tonkabohne in Lebensmitteln durch die [[Food and Drug Administration]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;fda&amp;quot; /&amp;gt; untersagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tonkabohnen finden neben der Zubereitung von Lebensmitteln und Speisen bei der Herstellung von [[Parfüm]]s ihre Verwendung. Der duftende Extrakt der Tonkabohne wird durch Alkoholextraktion der getrockneten Bohnen gewonnen. Dem Duft der Tonkabohne wird eine [[Hypnose|hypnotische]], [[Erotik|erotisierende]] Wirkung nachgesagt, er findet häufig bei der Herstellung von Herrenparfums und der [[Aromatisierung (Chemie)|Aromatisierung]] von [[Tabak]] Verwendung.&amp;lt;ref&amp;gt;Jennifer Peace Rhind: &amp;#039;&amp;#039;Fragrance and Wellbeing: Plant Aromatics and Their Influence on the Psyche.&amp;#039;&amp;#039; Singing Dragon, 2014, ISBN 978-1-84819-090-0, S.&amp;amp;nbsp;186.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bohnen können auch als [[Räucherwerk|Räuchermittel]] verwendet werden, sie werden frisch zu Pulver zermahlen und Räuchermischungen in kleinen Mengen beigegeben. Beim Verbrennen verströmen die Tonkabohnen einen süßlich-würzigen Duft (ähnlich wie Mandel und Vanille).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im frühen 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert beobachtete [[Alexander von Humboldt]], dass die Wäsche in Venezuela wunderbar duftete, weil man in [[Caracas]] die Bohnen zwischen die Wäsche legt, damit sie einen angenehmen Duft erhält.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Schröder: &amp;#039;&amp;#039;Kaffee, Tee und Kardamom: tropische Genussmittel und Gewürze.&amp;#039;&amp;#039; Ulmer, 1991, ISBN 978-3-8001-2143-4, S.&amp;amp;nbsp;221.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Südamerika werden ihr große magische und heilende Kräfte zugesprochen, als Schutz[[amulett]] gegen Krankheiten, in der Geldbörse für Wohlstand und Erfolg sowie zur Erfüllung von Wünschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Holz ===&lt;br /&gt;
Das Holz wird als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cumarú&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Brasilianisches Teakholz&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet und ist sehr begehrt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://sda22649b13e21108.jimcontent.com/download/version/1322493150/module/5543577564/name/Cumaru.pdf |wayback=20161117110333 |text=&amp;#039;&amp;#039;Merkblattreihe Holzarten – Blatt 112 – Cumarú&amp;#039;&amp;#039; }} (PDF; 2,33&amp;amp;nbsp;MB), auf sda22649b13e21108.jimcontent.com, abgerufen am 16. November 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das schwere ([[Rohdichte]] 1100&amp;amp;nbsp;kg/m&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;) und sehr dauerhafte [[Eisenholz]] (Cumarú) ist nur in geringen Mengen verfügbar und kommt hauptsächlich für tragende Konstruktionen im Außenbau sowie im Garten- und Landschaftsbau zur Anwendung. Es ist gelbbraun oder rotbraun und es ist billiger als [[Teak]] oder [[Lapacho#Nutzung|Ipé]]. Substitute von Cumarú sind [[Lophira alata|Bongossi]], [[Shorea laevis|Bangkirai]], Okan (Denya) &amp;#039;&amp;#039;[[Cylicodiscus gabunensis]]&amp;#039;&amp;#039;, Mukulungú &amp;#039;&amp;#039;[[Autranella congolensis]]&amp;#039;&amp;#039; und Moabi &amp;#039;&amp;#039;[[Baillonella toxisperma]]&amp;#039;&amp;#039;. →[[DIN EN 13556]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dank der sehr guten Resistenz gegen &amp;#039;&amp;#039;holzverfärbende&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;holzzerstörende&amp;#039;&amp;#039; Pilze sowie Insekten kann das unbehandelte Holz langfristig im Außenbau eingesetzt werden. Als Konstruktionsholz im Außenbau für mechanisch und biologisch höchst beanspruchte Anwendungen mit mäßigen Anforderungen an die Maßhaltigkeit, z.&amp;amp;nbsp;B. Schwellen, Brücken- und Schiffsbau, Schleusen, Schwimmstege, Wasserbau (nur Süßwasser), Containerböden, Terrassendielen; nach sorgfältiger Sortierung und Trocknung gut geeignet für hochbelastete Fußböden, z.&amp;amp;nbsp;B. in Werkhallen von Handwerk- und Industrieanlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
Nach der Tonkabohne wurden während des [[Drittes Reich|Dritten Reiches]] mehrere [[Tonka (Raketentreibstoff)|Raketentreibstoffe]] benannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=John D.  Clark |Titel=Ignition! An Informal History of Liquid Rocket Propellants |Verlag=Rutgers University Press |Datum=1972 |Seiten=14 |ISBN=0-8135-0725-1 |Sprache=en }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Martin Wörner, Peter Schreier: &amp;#039;&amp;#039;Flüchtige Inhaltsstoffe aus Tonkabohnen (Dipteryx odorata Willd.)&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift für Lebensmittel-Untersuchung und -Forschung]].&amp;#039;&amp;#039; Band 193, 1991, S. 21–25, [[doi:10.1007/BF01192011]], {{ISSN|0044-3026}}.&lt;br /&gt;
* Gerald Sullivan: &amp;#039;&amp;#039;Occurence of Umbelliferone in the seeds of Dipteryx odorata (Aubl.) Willd.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Journal of Agricultural and Food Chemistry]].&amp;#039;&amp;#039; Band 30, 1982, S.&amp;amp;nbsp;609–610, PMID 7096816, {{ISSN|0021-8561}}.&lt;br /&gt;
* T. Hayashi, Ronald H. Thomson: &amp;#039;&amp;#039;Isoflavanones from Dipteryx odorata.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Phytochemistry]].&amp;#039;&amp;#039; Band 13, 1974, S. 1943–1946, [[doi:10.1016/0031-9422(74)85121-6]], {{ISSN|0031-9422}}.&lt;br /&gt;
* T. Nakano, K. Tori, Y. Yoshimura: &amp;#039;&amp;#039;New isoflavones from the bark of. Dipteryx odorata.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Revista Latinoamericana de Quimica.&amp;#039;&amp;#039; Band 10, No. 1, S. 17–19 (1979), {{ISSN|0370-5943}}.&lt;br /&gt;
* James A. Duke: &amp;#039;&amp;#039;CRC Handbook of Alternative Cash Crops.&amp;#039;&amp;#039; CRC Press, 1993, ISBN 0-8493-3620-1, S.&amp;amp;nbsp;238 f.&lt;br /&gt;
* Márcia Motta Maués: &amp;#039;&amp;#039;Estratégias reprodutivas de espécies arbóreas e a sua importância para o manejo e conservação florestal: Floresta Nacional do Tapajós (Belterra-PA).&amp;#039;&amp;#039; Dissertation, Instituto de Ciências Biológicas, Universidade de Brasília, 2006, [https://pdfs.semanticscholar.org/78b3/e343955b43425b2d8bf705df1bf40839fadc.pdf?_ga=2.46604385.758418608.1573930086-97710073.1549828695 online] (PDF; 9,7 MB), auf semanticscholar.org.&lt;br /&gt;
* A. M. Polak, H. R. Rypkema: &amp;#039;&amp;#039;Major Timer Trees of Guyana A Field Guide.&amp;#039;&amp;#039; Tropenbos, 1992, ISBN 90-5113-013-9, [https://www.tropenbos.org/file.php/125/tbi-series2-web.pdf online] (PDF; 8,5 MB).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Dipteryx odorata|Tonkabohnenbaum (&amp;#039;&amp;#039;Dipteryx odorata&amp;#039;&amp;#039;)}}&lt;br /&gt;
* [http://tropical.theferns.info/viewtropical.php?id=Dipteryx+odorata &amp;#039;&amp;#039;Dipteryx odorata&amp;#039;&amp;#039;] bei Useful Tropical Plants, abgerufen am 30. April 2018.&lt;br /&gt;
* {{IUCN|Year=2017|ID=62024955|ScientificName=Dipteryx odorata |YearAssessed=2017|Assessor=D. K. Requena Suarez|Download=2018-04-30}}.&lt;br /&gt;
* [http://gernot-katzers-spice-pages.com/engl/Dipt_odo.html &amp;#039;&amp;#039;Tonka bean&amp;#039;&amp;#039;] auf gernot-katzers-spice-pages.com, abgerufen am 16. November 2016.&lt;br /&gt;
* [http://www.prcupcc.com/herbs/herbst/tonkabean.htm &amp;#039;&amp;#039;Tonka Bean&amp;#039;&amp;#039;] bei Pagan&amp;#039;s Rights Coalition/United Pagan Charities Cooperative, abgerufen am 17. November 2016.&lt;br /&gt;
* Kari Traylor: [https://daily.jstor.org/tonka-bean-the-tale-of-a-contested-commodity/ Tonka Bean: The Tale of a Contested Commodity] JStor Daily, 14. November 2025.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;ILDIS&amp;quot;&amp;gt;[http://www.legumes-online.net/ildis/aweb/td054/td_11383.htm Datenblatt bei &amp;#039;&amp;#039;International Legume Database Information Service&amp;#039;&amp;#039; = ILDIS – &amp;#039;&amp;#039;LegumeWeb&amp;#039;&amp;#039; - &amp;#039;&amp;#039;World Database of Legumes&amp;#039;&amp;#039;], Version 10.38 vom 20. Juli 2010.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;GRIN&amp;quot;&amp;gt;{{GRIN|ID=14393|WissName=Dipteryx odorata|Zugriff=2013-06-21}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;tropicos&amp;quot;&amp;gt;{{Tropicos|ID=13018739|WissName=Dipteryx odorata|Zugriff=2013-06-21}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hänsel2007&amp;quot;&amp;gt;[[Rudolf Hänsel]], [[Otto Sticher]]: &amp;#039;&amp;#039;Phenolische Verbindungen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Pharmakognosie – Phytopharmazie.&amp;#039;&amp;#039; Springer-Verlag, Berlin/Heidelberg 2007, ISBN 978-3-540-26508-5, S.&amp;amp;nbsp;1141–1314.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;fda&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.govinfo.gov/content/pkg/CFR-2006-title21-vol3/xml/CFR-2006-title21-vol3-sec189-130.xml |titel=2006 CFR Title 21, Band 3 |werk=.govinfo.gov |sprache=en |abruf=2025-07-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;EU&amp;quot;&amp;gt;{{EU-Verordnung|2008|1334}} des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Dezember 2008 (Aromenverordnung).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pritzel1882&amp;quot;&amp;gt;[[Georg August Pritzel]], [[Carl Jessen]]: &amp;#039;&amp;#039;Die deutschen Volksnamen der Pflanzen. Neuer Beitrag zum deutschen Sprachschatze.&amp;#039;&amp;#039; Philipp Cohen, Hannover 1882, S.&amp;amp;nbsp;136,([http://archive.org/stream/diedeutschenvol00pritgoog#page/n155/mode/2up online]).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schmetterlingsblütler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fruchtgewürz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Duftstoff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Holzart]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Babel fish</name></author>
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